Mitglied inaktiv
kaum hatte ich Dein Posting gelesen, da ging bei mir auch der Streß los! Ich habe das Gefühl, die wollen mich vor Weihnachten noch alle schaffen! Auf Arbeit alle Hände voll zu tun, die lieben (aber manchmal auch nervigen) Verwandten denken auch, man weiß nichts mit seiner Freizeit anzufangen und wollen dies und das erledigt haben, und die Freunde "meckern" auch schon, daß wir keine Zeit haben ... Irgendwie kann ich die Vorweihnachtszeit gar nicht genießen, ich hatte noch nicht einmal Zeit, unsere Wohnung etwas weihnachtlich zu gestalten. Manchmal wird mir einfach alles zuviel. Aber es wird hoffentlich bald etwas ruhiger. Vorgestern habe ich meiner Mutti endlich mal von unserem Problem erzählt. Ich dachte eigentlich, daß sie erschrocken oder traurig reagiert, aber ihre Reaktion fand ich dann echt gut. Sie sagte so ungefähr: Na und? Heute ist die Medizin so weit, da gibt es so viele Möglichkeiten, das klappt ganz bestimmt noch. Und als ich ihr sagte, daß wir ja eigentlich bei der "Behandlung" ganz am Anfang stehen, fragte sie mich noch, warum ich mir dann Sorgen mache, da stehen uns ja noch alle Wege offen. Irgendwie war ich dann erleichtert, erstmal, weil ich es ihr endlich mal erzählt habe und dann auch, weil sie so "locker" reagiert hat und sie mit ihren Äußerungen ja eigentlich recht hat. Vielleicht macht man sich wirklich viel zu sehr verrückt. Aber auf der anderen Seite ist es als Außenstehender immer leicht zu sagen: nimms nicht so schwer, das wird schon ... Wenn man selbst in der Situation steckt, siehts ja alles ganz anders aus. Irgendwie bin ich wirklich froh, daß dieses Jahr bald vorbei ist, das war wirklich ein ganz bescheidenes. Im Januar ist meine Omi gestorben, an der ich sehr hing. Sie war auch vorher lange krank, und mit anzusehen wie sie litt war eigentlich das Schlimmste für mich. Im September wurde dann mein Opi, der natürlich auch über den Tod seiner Frau kaum hinwegkommt, krank - Krebs, Operation, Kur, und jetzt geht es ihm ziemlich schlecht. Im Laufe des Jahres verlor dann meine Mutti noch ihren Job , fand dann einen neuen, der sie aber psychisch so fertig machte, daß sie wieder kündigte und hat nun einen befristeten Job - tja, dann geht das ganze Theater mit der Arbeitssuche wieder von vorne los. Und bei meinem Mann auf Arbeit ist kein Geld mehr da, da müssen alle ab nächsten Jahr 10% weniger arbeiten (natürlich mit 10% weniger Geld). Da das Arbeitspensum aber das gleiche bleibt, wird wohl nur das Geld, nicht aber die Arbeitszeit weniger ... Naja, diese ganzen Ereignisse und was sonst noch so alles passiert ist und im Hinterkopf immer der KIWU und daß es wieder nicht klappt haben ganz schön an meinen Nerven gezehrt, ich habe im letzten Jahr ganz viele graue Haare bekommen. Und das mit 29! Aber ich färbe nicht, ich werd mit Würde weiß ... seufz. Oh mann, jetzt hab ich mich ja richtig ausgeheult bei Dir, hoffentlich habe ich nicht zu sehr genervt. Wie gesagt - es kann eigentlich nur besser werden! Wie sieht es bei Dir aus? Hast Du schon etwas im Gefühl? Gibt es ein Weihnachtswunder? Ich berichte Dir dann nächste Woche mal, wie es bei uns in der Kiwu-Praxis war. Bis dahin alles Gute, eine schöne Vorweihnachtszeit (liegt bei Euch eigentlich Schnee?) und ich denk an Dich und hoffe mit Dir! Viele liebe Grüße heike