Mitglied inaktiv
Hallo ihr Lieben! Die Frage geht mir seit gestern nicht mehr aus dem Kopf:würdet ihr eurem Arbeitgeber von der Kinderwunschtherapie erzählen,bzw.von einer künstlichen Befruchtung? Ich arbeite in Vollzeit im Einzelhandel und weiß nicht,was auf mich zukommt,wenn wir eine Therapie anfangen sollten?Bekommt man die Termine auch ausserhalb der Arbeitszeit auf die Reihe,ohne das jemand in der Arbeit was davon mitbekommt? Eigentlich möchte ich meiner Chefin (jünger als ich) nix von der Behandlung erzählen,hab aber auch Angst,mich in Lügen zu verstricken,wenn ich mal während der Arbeitszeit in die Praxis muss. Was würdet ihr tun? Mein Schatz meinte,ich soll erstmal meine Spiegelung und seine Ergebnisse vom 2.Spermio abwarten,bevor ich mir darüber Gedanken mache. Danke schonmal für eure Antworten! Liebe Grüße Jana
Hallo Kayano, ich habs meinem damaligen Arbeiteber erzählt. Es kommt nämlich schon mal vor, dass man während der Arbeitszeit zum Arzt muß, bzw. zur Punktion o. Transfer recht spontan. Ich hätte diesen zusätzlichen Druck nicht ausgehalten, entweder zu lügen, bzw. sich für 1-2 std. frei zunehmen und dann ständig auf die Uhr gucken, ob du auch ja wieder pünklich bei der Arbeit bist. Mein Chef war sehr verständnisvoll. Das hat mir sehr geholfen, das ich da eben nicht auch noch Streß/Druck hatte, aber das kommt eben auch immer auf den Arbeitgebet drauf an, wenn Du meinst, Deine Chefin würde es Verstehen, würde ich es ihr auf jeden Fall erzählen! Ich wünsch Dir alles Gute und viel Glück für Deine Versuche. Gruß Steffi!
Hallöchen Jana! Also ich habe es in der Arbeit nicht erzählt. Ich habe nämlich eine Bekannte, die hat es in der Arbeit erzählt und die wurde im nachhinein so blöd angesprochen von den Arbeitskollegen. Das Kindermachen macht man nicht während der Arbeitszeit usw.. Ich habe mir natürlich immer wieder Ausreden einfallen lassen müssen. Ist natürlich nicht einfach, aber mir war es so am Liebsten. Und die Ärtze haben mir immer Tipps gegeben, was ich jetzt wieder sagen könnte. Wie oft mir eine Zyste entfernt wurde ist schon nicht mehr normal. Aber irgendwo stimmts doch auch *grins*. Aber ich glaube halt, dass eigentlich die meisten Menschen dafür kein Verständnis haben. Die können sich einfach nicht vorstellen, wie schlimm das für einen ist, wenn man keine Kinder bekommen kann. Da heißt es gleich immer, ja wenn ihr euch soooo reinstresst, kann das ja nichts werden usw. Wieder eine andere Bekannte hat es auch ihrem Arbeitgeber (auch ein Arzt) gesagt. Erst war er sehr verständnisvoll, als sie aber immer wieder mal fehlte, wegen Punktion usw. hat er sie auch irgendwann mal ganz schwach angeredet. So ungefähr, jetzt probiert sie doch schon so oft, jetzt muss sie sich mal abfinden, denn so oft könne sie doch auch nicht Fehlen. Sowas ist mir ja dadurch gott sei dank erspart geblieben. Aber wenn du eh schon das GEfühl hast, dass du es ihr nicht sagen möchtest, würde ich lieber auf das Gefühl horchen! Viele liebe Grüße von Tanja
Tja,eigentlich würde ich es wenigstens ihr gerne sagen,weil wir ein gutes Verhältnis aufgebaut haben und sie mir auch Sachen anvertraut,die sonst niemand weiß. Habe halt nur Angst,das sie es dann auch mal belächelt,wenn´s nicht klappt. Oder das sie vielleicht doch mal genervt ist,wenn ich öftes fehle.Arbeit ist Arbeit und Familie halt Familie. Kann man eigentlich entlassen werden,wenn man´s erzählt und der AG ein Problem damit hat? Zum Glück hab ich für meine Entscheidung noch zwei Wochen Zeit. Danke für die Tips-liebe Grüße und alles Gute Jana
Hallo, habe bereits nach IVF Zwillis bekommen. Habe meinem Ag nunächst nichts erzähtlt (nur von Unterleibsbeschwerden, Hormonbehandlung). Mußte auch gar nicht so oft zum Arzt. Als die Spritzerei los ging, kam ich manchmal morgens etwas später zur Arbeit. Hatte meinem Ag erzählt, daß eine längst fällige Unterleibsbehandlung fällig ware und ich daher täglich morgens zum Spritzen zum Arzt müßte. Nach ca. 1 JWoche konnte ich die Spritzen alleine setzten und kam wieder pnktlich zur Arbeit. Bei der Punktion erzählte ich dem Ag wieder nur etwas von Unterleibsbehandlung - danach war ich eh fast durchgehend krankgeschrieben. Ca. 6 Wochen nach der Punktion (ich war immer noch krankgeschrieben) rief ich dann meinen Chef privat an, da er sich bereits Sorgen um mich machte. Nun erzählte ich den den Grund der "krankheit" (bin schwanger) und er freute sich mit mir und konnte auch entsprechend planen. Übrigens war ich die gesamte SS über krank geschrieben. Trotzdem habe ich zu meinem Ag ein gutes Verhältnis bewahrt und arbeite heute dort wieder Teilzeit. Falls Du noch Fragen hast kannst mich gerne anmailen. LG und viel Erfolg! Eve+2
Hallo Jana, Mein Problem ist, dass 2000 bei einer Bauchspiegelung Endometriose festgestellt und eine Primäre strilität diagnostiziert wurde. Deshalb kann ich nicht ss werden und bin seit Mai 2001 in einer Kiwu Behandlung, habe aber einen Vollzeitjob. Am Anfang erzählte ich allen, ich müsste eine Hormonterapie wegen meiner Endo machen da ich mind 2x die Woche in die Praxis musste. Die Termine waren immer morgens, wegen Blutabnahme, Ultraschall,Spermiogrammabgabe, erklären der neuen Medikamenteneinnahme u.s.w. Meine Praxis ist 50 km von meinem Wohnort entfernt. Die Fahrerei schlaucht ganz schön vorallem wenn Du Schichtdienst hast und nach dem Termin dann noch 8-10h in der Firma bist. Leider sind bei diesem Versuch keine Follikel entstanden die Punktiert werden konnten, deshalb Abbruch des Zykluses. Bei meinem 2 IVF Zyklus im Dez habe ich meinem neuen Direktor reinen Wein eingeschenkt, er war sehr verständnissvoll (was viele chefs debke ich nicht sind) und sagte:" es mache Ihm nichts aus sollte ich ss werden." Aber bis dahin ??? Ich hatte Ihm angeboten für den 3Versuch Urlaub zu nehmen, dass die Ausfallzeiten nicht so groß sind. Es war echt zum kotzen, als ich die schrägen Blicke der Kollegen sah die sich wunderten warum ich für 3 Wochen krankgeschrieben war nach dem IVF Transfer. Dann die bemitleidenswerten Blicke als ich zurückkahm und es nicht geklappt hatte. Dann holte mich der Alltag und Stress in der Firma wieder ein und ich hatte mich wieder ganz gut im Griff. Inzwischen sind 3 Monate vergangen in letzter Zeit ging es mir echt dreckig, ich hatte keinen Bock mehr auf Büro und das blöde Geschwätz meiner Kollegin. "Zum Glück" aber war ich jetzt eine Woche krankgeschrieben wegen Bronchialem Infekt und habe mich jetzt wieder einigermassen gefangen. Am Mi muss ich wieder arbeiten gehen. Mir graut jetzt schon davor. Warscheinlich eine depressive Phase die ich gerade durchmache. ->->-> (In meinem Freundeskreis haben alle Kinder, wir sind das einzige Kinerlose Paar. An meinem Geburtstag am 13.02 waren alle zu Besuch danach war ich echt geschafft. Am nächsten Tag kahm per Post ein Brief von einer Schulfreundin mit der ich seit vielen Jahren keinen Kontakt mehr hatte, Sie schickte mir eine Geburtsanzeige Ihres Sohnes. Ich war fertig mit der Welt). Ich will nun versuchen kürzer zu treten und nur noch 2-3 Tage die Woche zu arbeiten oder eine Teilzeitstelle zu finden damit ich die Termine bewältigen kann. Am Anfang hätte ich nicht gedacht,dass es eine so Nervenaufreibende Sache sein wird ein Kind per IVF zu bekommen. Aber von Termin zu Termin werde ich verzweifelter. Sorry wegen der Länge, ich wünsche Dir viel Glück bei deinem KIWU LG SAM
... es so halten wie Eve+2!!! Ich habe es bei dem ersten Versuch im Büro erzählt, hatte dort auch verständnisvolle Kollegen und einen super Chef! Nun nach einem Wechsel erspar ich mir das alles und bin dann einfach krank oder nehm mir öfter mal 1/2 Tag Urlaub! Ich steh nun kurz vor der 3. ICSI und brauch keine zusätzlichen Aufregungen oder Probleme! Ich kann mir in der neuen Abteilung gut vorstellen, dass es nicht sooooo gut verstanden wird wie damals bei den Ex-Kollegen! Deshalb mach ich den Fehler nicht... denn einmal gesagt ist dann nicht mehr zu ändern! Hoffe du findest den richtigen Weg und hast viel Glück dabei... LG Silvi