Mitglied inaktiv
Hallo, nach 1 Jahr erfolglosen Übens (trotz ES-Bestimmung mit Persona) haben wir beschlossen, uns untersuchen zu lassen und ggf. auch eine KiWu-Behandlung zu beginnen. Da die nächste "echte" KiWu-Praxis zu weit weg ist, werde ich also zu einem Arzt vor Ort gehen müssen. Bei meinem jetzigen FA hab ich da aber kein gutes Gefühl - er meint ich soll noch 1/2 Jahr warten (ich bin aber schon 36 und WILL jetzt einfach nicht mehr länger warten), und bei Nummer 1 hätte es ja auch geklappt (ober das ist jetzt schon 4 Jahre her!). Ich will mich also nach einem anderen Arzt umschauen. Ich möchte auch nicht gerne auf Verdacht irgendein Zeug wie Sepia oder Möchspfeffer schlucken, mir liegt viel daran, dass erst mal eine gründliche Untersuchung vorweg kommt. Ich habe deshalb ein paar Fragen an die "KiWu-Experten" unter euch: 1) Wie habt ihr den richtigen Arzt gefunden, wenn keine KiWu-Praxis in der Nähe war? 2) Wurdet ihr (und auch der Mann) erst richtig durchgecheckt (Hormonstatus etc.), bevor die Behandlung begann, oder hat der Arzt sofort mit Clomi, Utro, Möchspfeffer etc. verordnet? Machen das Durchchecken auch normale FAs, oder muss man dazu doch in eine KiWu-Praxis? 3) Wie oft muss man im Monat zu Arzt, und wie lange dauert das jeweils, wenn man so eine Untersuchung bzw. Behandlung macht? Bis sehr gespannt auch eure Antworten! Iris A.
Hallo, also ich denke, mit dem richtigen Fa ist das (jedenfalls bei mir) kein Problem. Als ich innerhalb eines 1/2 Jahres nach der FG nicht wieder ss wurde (werde bald 35), haben wir, also FA, einen Hormonstatus gemacht: ca. am 5. ZT Blutabnahme und Hormonbestimmung (Prolaktin war zu hoch, also keine gute Eireifung, habe dann mit Bromocriptintabl. den Wert wieder regulieren können), dann ca. 12. ZT wieder Blutabnahme und US zur Prüfung der Eireifung und Bestimmung des ES, damit man weiß, wann man auf jeden Fall GV haben sollte, dann wieder so gegen 21. ZT Blutabnahme, damit man prüfen konnte, ob der Es auch wirklich stattgefunden hat. Also im ersten Durchgang haben wir nur die werte bestimmt und US gemacht, die Sache mit dem Proaltin festgestellt. Danach habe ich die Bromocriptin bekommen und zur Optimierung Clomi. Hat aber leider nicht geklappt, jetzt bin ich im 2. Durchgang und hoffe. Mein Freund wurde bisher nicht untersucht, da meine SS im 3. Zyklus ohne Verhütung entstand und es daher unwahrscheinlich ist, daß es an ihm liegen könnte. Es ist ja nch nicht soooo lange her und wir waren bisher beide gesund. Also dieser Teil läuft bei mir jedenfalls beim FA, aber er hat auch Krankenhausbetten und entbindet usw., macht also etwas mehr als manche FAs. Aber es ist schon besser, man hat den Arzt des Vertrauens. In dieser Phase geht es auch ohne richtige KiWu-Praxis. Viele sind allerdings auh der Meinung, die FAs würden nur Clomi verschreiben und hätten sonst nicht viel Ahnung. Ich denke, es kommt erstmal auf die eigene Geschichte und den Zustand an und eben auf den FA und seine Erfahrungen (es gibt ja z.B. auch welche, die keine Spirale vernünftig auswählen und setzen können). Viele Grüße Ayshe
...ich würde auch nicht gerade ohne Untersuchung irgendwas nehmen. Jedenfalls habe ich das mal mit Möpf gemacht und es ging fürchterlich daneben und ich habe mich echt geärgert, daß ich mich dazu habe breitschlagen lassen. Ayshe
Hallo Iris, bin auch 36 und auch bei uns will es mit dem zweiten Kind nicht klappen, obwohl wir schon zweieinhalb Jahre üben. Meine Ärztin unternimmt auch nicht arg viel, verschrieb Mönchspfeffer und sagte, ich sollte eine Basalkurve führen. Habe mal mit einem Freund gesprochen, der Frauenarzt ist (leider weit weg von uns). Er sagt, das Problem einer Kiwu-Behandlung beim niedergelassenen Arzt sind die Kosten. Die Ärzte haben ja im Rahmen der Gesundheitsreform ihr Budget beschränkt ("gedeckelt") bekommen. Da sie neben Kinderwunschpatientinnen auch sehr viele andere Krankheitsbilder behandeln müssen, können sie nicht so viel berechnen nur für diesen einen Bereich, sondern müssen splitten. Deshalb machen sie nur sehr, sehr ungern die aufwendigen Hormonuntersuchungen (mehrtägige Reihenuntersuchung des Progesteronwerts, Prolaktinspiegelbestimmung, LH-Bestimmung usw.). Deshalb wird ein niedergelassener "Normalarzt" Dich nicht wirklich so gern unterstützen in Deinem Kiwu, wie eine Kiwu-Praxis, wo man NUR diesen Bereich bearbeitet und entsprechend mehr dafür ausgeben darf. Der Rat Deines Artzes, ein halbes Jahr zu warten, deutet schon auf seine Denkweise hin. Auch er hat keine Lust auf teure Kiwu-Tests. Die Wartezeit halte ich für Unsinn. Man sagt bei Frauen über 35 sogar, sie sollten insgesamt nur ein halbes Jahr üben und schon dann die Untersuchungen machen. Alles andere bedeutet einen zu hohen Zeitverlust. Wir selbst ringen auch mit uns, was wir jetzt tun sollen. Da ich keine Lust auf Kiwu-Behandlung habe, versuche ich es weiter normal und nehmen in Kauf, dass es evt. bei einem Kind bleibt. Wenn Euer Wunsch aber sehr dringend ist, würde ich auf jeden Fall eine Kiwu-Praxis aufsuchen. Grüßle, Bonniebee
Hallo Iris! Mit meiner normalen FÄ habe ich in diese Richtung kein Glück gehabt. Mein Zyklus war völlig chaotisch, aber da ich vor dieser SS schon 2x schwanger war (jedesmal FG) hat sie immer nur gesagt: "abwarten". Sie verordnete die Pille, um den Zyklus zu regulieren - hat auch geklappt, solange ich die Pille nahm, aber dann... Dann gab's GK-Hormone, die sollte ich vom 16. ZT 12 Tage lang nehmen, ohne, dass überhaupt geschaut wurde, wann mein ES ist, denn wenn man zu früh GK-Hormone nimmt, bleibt dieser u.U. sogar aus. Es wurde kein einziges Wort darüber verloren, dass sich vielleicht mein Mann auch mal untersuchen lassen sollte. Auf Drängen meinerseits wurde widerwillig einmal der Hormonstatus überprüft. Ergebnis: zu wenig Östrogen. Aber es wurde auch nichts gemacht, sondern nur gesagt: "Das kann schonmal vorkommen". Dann holte ich mir einen Termin in einer KiWu-Praxis. Wir wurden super "empfangen" und man zeigte sofort Interesse daran, uns zu helfen. Keiner sagte was von "abwarten", sondern es wurden noch beim ersten Termin Blutuntersuchungen (auch bei meinem Mann) und US gemacht, wo der Doc auch schnell die Lage erkannte: unzureichende Eizellreifung und daraus resultierende GK-Schwäche. Meinem Mann wurde ein Routine-Spermiogramm empfohlen. Auch das war nicht gerade der Hammer! Somit wurde uns eine Insemination mit vorheriger Hormonstimulation empfohlen. Damit wurde gleich im nächsten Zyklus begonnen. Ich würde Dir empfehlen, es irgendwie möglich zu machen, in einer KiWu-Praxis vorbeizuschauen. Sicher ist es belastend, weil man ja auch ziemlich oft zu Kontrollen muss. Aber die KiWu Ärzte haben noch einen entscheidenen Vorteil: sie unterliegen keinen Budgetbindungen o.ä. mit den Krankenkassen! D.h. sie können wirklich das verordnen, was Du brauchst und nicht das, was am billigsten ist. Außerdem dürfen sie Deinen Mann untersuchen und ggf. mitbehandeln. Normale Gyns nehmen sich oft nicht die Zeit, auch noch die Ergebnisse von urologischen Untersuchungen zu studieren. Aber es ist einfach wichtig, dass nicht nur einseitig untersucht und behandelt wird, wenn man Erfolg haben will. Alles Gute! Jenny (40. SSW durch KiWu-Behandlung)