Elternforum Erster Kinderwunsch

Informatives zum Thema Eisprung(längerer Text)

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Der Primärfollikel im Eierstock besteht aus der Eizelle, die von einem einschichtigen Epithel als Schutzhülle umgeben ist. Diese Zellschicht beginnt sich durch Teilung zu vermehren und die Eizelle wächst. Sie entwickelt sich durch Vergrößerung zum Sekundärfollikel. Es bildet sich eine Flüssigkeit, die innere Lücken und schließlich einen Hohlraum ausfüllt. Dabei wird das Ei allmählich von der Follikelwand abgedrängt. Der Follikel hat sich so stark vergrößert, dass er sich weit über die Oberfläche des Eierstocks wölbt. In diesem Zustand wird er als Tertiärfollikel oder Graafscher Follikel bezeichnet. Bevor der Follikel dann aufplatzt(Follikelsprung, ES, Ovulation)und das Ei entläßt, bildet das Follikelepithel das geschlechtsspezifische Follikelhormon Östradiol. Die reife Eizelle ist die größte Zelle im Körper des Menschen(sowie aller Säugetiere). Mit der Ovulation ist die Follikelreifung abgeschlossen. In der leeren Follikelhöhle findet eine kurzfristige Blutung statt. Dann beginnen die Zellen, hormonell gesteuert, zu wuchern, lagern einen gelben Farbstoff ein, das Lutein und bilden den Gelbkörper. Der Gelbkörper entwickelt sich zu einer Hormondrüse, die während ihrer Existenz das Gelbkörperhormon Progesteron abgibt. Kommt es zu einer SS, stoppt dieses Hormon den Zyklus am Eierstock. Der Gelbkörper bildet sich bei einer Nichtbefruchtung der Eizelle sofort zurück, bei einer Befruchtung erst nach Beendigung der SS. Ist die Eizelle in den Eileiter geschwemmt worden, beendet sie dort die Meiose(Kernteilung bei der Ausbildung der Keimzellen-Bei der Meiose wird die diploide Chromosomenzahl der Mutterzellen in die Chromosomenzahl der Keimzellen reduziert)und besitzen nun einen haploiden Zellkern. Ein Ei ist nicht länger als 6! Stunden befruchtungsfähig!. Durch die Bewegungen des Flimmerepithels des Eileiters wird es langsam zur Gebärmutter transporiert. Ist im Eileiter eine Befruchtung erfolgt, beginnen bereits auf dem Wege zur Gebärmutter die ersten Zellteilungsprozesse. Die stark entwickelte und gut durchblutete Schleimhaut der GM ist zur Einlagerung(Nidation) der Eizelle bereit. Hat keine Befruchtung stattgefunden, ist die Eizelle bereits tot, wenn sie die Gebärmutter erreicht und wird dort durch Enzyme aufgelöst. Die Schleimhaut bildet sich zurück bzw. wird abgebaut und es beginnt die Entwicklung eines neuen Follikels am Eierstock(=neuer Zyklus). Da der weibl. Organismus nicht nur Keimzellen bildet, sondern auch nach der Befruchtung sich der Keimling auch in der GM einnistet und von der Mutter ernährt wird, ist die hormonelle Regulation komplizierter als beim Mann:-). Die in der Hypophyse gebildeten Hormone FSH (follikelstimulierende H.)und LH wirken nicht gleichzeitig, sondern nacheinander und führen den F. bis zur vollen Reife, die ja mit der Ovulation abgeschlossen ist. Dabei wird der F. im letzten Stadium zur verstärkten Abgabe des Hormons Östradiol angeregt. Außerdem wird durch LH (luteinisierende Hormon) nach dem ES die Bildung des Gelbkörpers stimuliert, der durch ein zusätzliches Hormon der Hypophyse, das Prolaktin, zur Sekretion von Progesteron (verantwortlich für erhöhte Temperatur)veranlaßt wird. Dieses Hormon dient der Vorbereitung und Aufrechterhaltung der SS. Hoffe, es war ein wenig interessant für Euch. Falls Bedarf besteht, kann ich noch was zur Befruchtung usw. schreiben. Grüsse Cathi


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Liebe Cathi B! Vielen Dank für die ausführlichen Informationen! Da Du dich auf diesem Gebiet sehr gut auszukennen scheinst, kannst Du mir vielleicht eine Antwort geben: Nach ES (überdeutlichst gespührt) am Freitag ist meine Temp auf 36.65 unf 36.86 am Sa und So geklettert. Heute morgen jedoch wieder abgefallen auf 36.46. (Temp vor ES: zwischen 36.14 und 36.42) Hat das eine Bedeutung, Messfehler oder kann das ganz einfach vorkommen? Vielen Dank! Sibylle


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Liebe Sybille, das kann schon mal vorkommen, ein Ausreißer ist nicht so schlimm, morgen sollte die Temp jedoch wieder oben sein. Vielleicht hast du einfach nicht so gut geschlafen. Sylke


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Ich stimme Sylke mit dem Temp.-ausreißer zu. Die Info hab ich aus meinem Lehrbuch vom Studium (Bio) und es sind Grundlagen der Fortpflanzung. Das Progesteron ist zwar grundsäzlich für die T.-erhöhung nach dem ES verantwortlich. Da aber jede Frau ihre eigene T.-Kurve und Besonderheiten hat, kann man aus einem Ausreißer natürlich erstmal nichts erkennen. Mein Beitrag sollte lediglich dem besseren Verständis zum Ablauf des Zy. dienen, rein informativ eben. Ich maße mir nicht die Deutung Deiner T.-Kurve an, dass überlaß mal lieber Deinem FA. Grüsse Cathi


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Vielen Dank für Eure Antworten. Ich kenne meinen Körper eigentlich ziemlich genau. Aber ich hatte letztes jahr eine Fehlgeburt und bin daher vielleich einfach zu überempfindlich...