Mitglied inaktiv
Hallo Ihr da Draußen, melde mich seit längerer Pause mal wieder zurück. Habe da auch eine spezielle Frage, wer kann mir die ICSI-Behandlung etwas näher erläutern. Wir stehen vor der Entscheidung, da bei meinem Mann nach Untersuchung leider festgestellt wurde, er hat zu wenig Spermien (ca. 5 Mio.) und auf natürlichem Weg kann unser Herzenswunsch nicht erfüllt werden. Wie wirkt sich die Behandlung auf mich aus, oder besser gesagt, was muß bei mir medizinisch vorgeleistet werden? Vielleicht antwortet mir jemand? Herzliche Grüße Conny
Versuchs mal hier www.ivf-programm.de unter News findest Du verschiedenes über ICSI oder anderes zum Thema künstliche Befruchtung u.s.w. LG SAM2
Hallöchen Ich habe meine erste ICSI Runde durch. Und kann Dir hoffentlich ein paar sachen dazu schreiben. Oder wenn du fragen hast frag einfach. Also um erstmal ICSI dürchzu führen müßt ihr verheiratet sein. Dann wurde bei uns noch mal in der KIWU PRaxis untersucht woran es genau liegt und als dann alles zuweit war haben wir mit ICSI angefangen. Als erstes eine Sritze zum Downregulierung ( Hormone runtergefahren, keine eigene Hormonproduktion mehr). Dann Regel abwarten und dann jeden Tag selbst spritzen. und das solange bis mehrere Eier auf ca. 2cm angewachsen sind. Wenn dieses soweit ist dann eine auslöse Spritze (die spritze ist für mich das unangenemste gewesen , weil direct in den Oberschenkelmuskulatur, die anderen spritzen in die Bauchdecke). Wenn Tag X da ist mußt Du Dir eine Spritze zum Auslösen des Eisprungs geben ( die in den Oberschenkel), 36 Stunden Später wird Punktiert ( Bei mir unter Vollnarkose). Dann wird außerhalb des Körpers die Befruchtung durchgeführt. Und Danach ca. 3-4 Tage später zurück inden Körper injektiert. Nun noch 14 Tage warten ob die Regel kommt und dann entweder SS oder nicht. Ich hoffe ich konnte dir ein wenig weiter helfen. Viel glück KB
Hallo Wölkchen, ich bin in der 14. SSW nach meiner 1. ICSI... Also, verheiratet sein müßt ihr, um die Behandlung von der KK bezahlt zu bekommen. Ein ICSI-Durchgang kostet - je nachdem, mit welchen Medikamenten sie durchgeführt wird und wie lange sie dauert - zwischen 4.000 und 6.000 Euro. Von daher ist eine Bezahlung über die KK natürlich angebracht. Bezahlt wird sie i.d.R. bis zum 40 Lebensjahr der Frau. Wenn Ihr nicht verheiratet seit oder heiraten wollt, könnt ihr die Kosten natürlich selbst tragen (Medikamentenkauf im Ausland ist preiswerter!) Aber daraus kann man glaube ich schon ein separates Buch machen... Um mit der ICSI zu starten, wird i.d.R. in der KiWu-Praxis nochmal ein Kontrollspermiogramm gemacht (die Untersuchen nach noch etwas spezielleren Kriterien als z.B. ein Urologe oder ein Androloge). Dann wird bei Dir ein Hormonspiegel gemacht und u.A. z.B. geschaut, ob Dein Röteltiter ausreicht (also ob Du ausreichenden Schutz gegen Röteln vorweist). Wenn dem so ist, kann man schon bald loslegen, wenn dem nicht so ist, dann heißt es Rötelimpfung und 3 Monate strengste Verhütung! Ich hab dann meine ICSI zunächst mit noch einem Pillenzyklus begonnen, um z.B. einen Eisprung außer der Reihe auszuschließen etc. Das macht alles berechenbarer, wird aber nicht immer und nicht von jeder KiWu-Praxis empfohlen. Dann geht es los mit der sogenannten Downregulation (also Unterdrückung aller körpereigenen hormongestützer Zylkusprozesse). Das wurde bei mir durch Spritzen, die ich mir täglich zur selben Uhrzeit in den Bauch pieksen mußte, gemacht. Das war gar nicht schlimm, die sind in etwa wie Trombosespritzen - ganz klein und ganz wenig Flüssigkeit. Das Spritzen bekommt man in der Regel auch ausführlich in der jeweiligen KiWu-Praxis gezeigt. Also nach der 1. Spritze echt ein Kinderspiel. Etwa 10 Tage später kam dann morgens eine weitere Spritze dazu (ebenfalls in den Speckbauch :-)) um die Eizellreifung anzukurbeln und möglichst viele Eizellen heranreifen zu lassen. Das ganze passiert unter regelmäßiger US-Kontrolle (etwa alle 2 - 3 Tage), so daß ggf. die Medikamentendosen noch angepaßt werden können. Naja, irgendwann ist dann der Tag gekommen, an dem der Eisprung ausgelöst wird (schon wieder eine Spritze!) Die wird ganz exakt 36 Stunden vor der Punktion - also unter Umständen mitten in der Nacht (*gähn*) - gesetzt. Die Punktion erfolgt i.d.R. unter Vollnarkose und dauert meist nicht länger als 15 Minuten. Dannach hat man dann noch etwas Unterleibsschmerzen - etwa, also ob man heftig seine Mens hätte. Und 2 bis 3 Tage später (im Ausland z.T. auch noch später, aber in Deutschland ist max. 3 Tage) bekommt man dann max. drei Krümelchen zurück. Drei werden allerdings i.d.R. nicht sehr gerne zurück gegeben und meist nur bei Frauen über 35, weil das Mehrlingsrisiko zu hoch ist. Bei einer zurückgegebenen EZ liegt die Wahrscheinlichkeit auf eine Schwangerschaft bei 8 % und bei zwei zurückgegebenen Eizellen bei 25 %. Bei dreien liegt sie bei 27 % aber die Mehrlingsquote ist dann wohl sehr, sehr hoch... Nach, dannach heißt es dann nur noch warten, warten, warten - 14 endlose Tage lang! Und außer sich körperlich schonen, kann man nichtmal viel dafür oder dagegen machen... Dann kommt das Ergebnis. Ui, das ist jetzt aber seeeeehr lang geworden. Ich hoffe, ich konnte dir helfen. Viel Glück, viel Erfolg und daß Euer Wunsch bald in Erfüllung geht! Adressen mit KiWu-Zentren gibt es übrigens unter WWW.Fertinet.DE oder bei WWW.Babyhilfe.DE. Viele liebe Grüße Anke
ui, sorry - räusper - am Tag der Punktion der Eizellen muß Dein Männe natürlich auch da sein, denn er muß zu dem Zeitpunkt schließlich auch seinen Teil dazu beitragen ;-), also seine Schwimmerlis im Glas abgeben. Dann wird ein Spermium direkt und unmittelbar direkt in die Eizelle eingeführt (im Gegensatz zur IVF - da wird die Eizelle mit den Spermien im Reagenzglas zusammengebracht und der Rest wird dem Zufall überlassen). Und i.d.R. bekommt man dann am nächsten Tag gesagt, wieviele EZ sich haben befruchten lassen...
Hallo Anke, ich bedanke mich bei Dir und bei allen anderen für die ausführliche Beschreibung, also unsere Kriterien sind demnach alle erfüllt, wir sind verheiratet, ich bin 34 mein Mann 46, zwei Spermiogramme hat der Urologe gemacht, über die Risiken sind wir uns auch bewußt, dank Internet gibt es ja eine Fülle von Informationen und so können wir guten Mutes und mit viel Optimismus an die Sache herangehen. Ich hoffe, ich kann weiterhin mit soviel Unterstützung hier im Forum rechnen, ich betrachte es als seelische Stütze bei so viel "Leidensgenossinnen". Also vielen herzlichen Dank nochmal an Euch, bis bald, ich melde mich wieder! Herzliche Grüße Conny