Elternforum Erster Kinderwunsch

Eine Mail von Mrs. Superrelax - habe mal eine Frage - hört sich doof an, aber ich habe da eine Erkenntniss für mich gefunden und möchte wissen was ihr davon haltet

Eine Mail von Mrs. Superrelax - habe mal eine Frage - hört sich doof an, aber ich habe da eine Erkenntniss für mich gefunden und möchte wissen was ihr davon haltet

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Hallo Ihr Lieben, ich muss jetzt mal etwas fragen. Ich habe gemerkt das mein Babywunsch einem stetigen Schwanken unterliegt. Es gibt Zeiten da tobe ich wenn ich wieder meine Tage bekommen habe und dann gibt es wieder Zeiten in denen ich ganz gleichmütig auf den Tampon schiele und sage "jaja, war schon klar, auf ein neues". Ich habe für mich festgestellt, das mein Kinderwunsch besonders groß ist wenn etwas in meinem Leben nicht so läuft wie ich das möchte. Meine Kollegin und ich haben viel diskutiert. Wir glauben das viele Frauen ( bitte fühl sich jetzt NIEMAND ans Bein gepieselt ) glauben das mit einem Kind alle Probleme gelöst sind. So ungefähr "Wenn ich ein Baby habe dann ist das Leben viel besser"....Besser im Sinne von: Ich habe keine Probleme mehr. Das Baby als Problemlöser oder Problemvertuscher. Was meint Ihr? Mein Wunsch ist zur Zeit zwar da, das heißt ich würde wie ein Flummi durch die Gegend hüpfen wenn es nach drei Jahren endlich mal fluppen würde, aber ich bin zur Zeit beruflich und privat so happy und ausgeglichen das ich nicht mehr krampfhaft jeden Morgen messe oder auf die Personastäbchen piesel.....ich bin glücklich und ZUR ZEIT ( warten wir mal ab...) vermisse ich nichts....das kann sich natürlich schnell wieder ändern, aber ich glaube es liegt daran das ich so ausgelichen bin, ich sehe im Moment alles lockerer. Trotzdem gehe ich zur Echovit Untersuchung und versuche es weiter....bleibe Euch also noch erhalten. Liebe Grüsse, bitte fühl sich jetzt Niemand hier angeriffen, ist nur eine Frage zu unserer Theorie. Eure Daniela


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Hi Daniela, ja, das stimmt schon mit der Theorie, jedenfalls in vielen Fällen. Ein Kiwu ist immer egoistisch und immer individuell. Es gibt Frauen, die möchten ein Kind, weil sie denken, als Nichtmutter nur eine halbe Frau zu sein, es gibt Frauen, die wollen ein Kind, um nicht mehr in dem ungeliebten Job zu arbeiten und es gibt Frauen, die denken, ihre Beziehung würde durch ein Kind wieder besser werden...ich denke, das alles läuft unbewußt ab. Als ich nach 5 Jahren ohne Verhütung endlich schwanger wurde, habe ich erstmal Angst bekommen. Ich habe mir vorher nichts mehr gewünscht als ein Kind, aber als es dann so war, bekam ich leichte Panik, wie es nun wird, ob ich es schaffe, dem Kind eine gute Mutter zu sein, wie die Beziehung wird, das Finanzielle usw. ICh habe jetzt 2 Kinder in 2 Jahren bekommen und kann nur sagen, das Leben wird erstmal viel anstrengenger und komplizierter, die Ehe bzw. die Zeit zu Zweit liegt auf Eis, und ich hatte ca. 6 Monate nach der Geburt (bei beiden Kindern) einen echten Tiefpunkt, wo ich dachte, ich will nicht mehr, mir fällt die Decke auf den Kopf. Das Leben wird mit Kind einfach erstmal schwieriger, bis man sich aufeinander eingespielt hat, als Familie zusammengefunden hat. Je rosaroter die Brille vorher und in der SS ist, desto derber wird der Babyschock (meine Erfahrung). ICh finde Deine Einstellung echt gut, einfach auch das Leben genießen und nicht NUR an das Schwangerwerden denken. Ich hatte leider nicht diesen Abstand, habe mich sehr darauf fixiert und es gab nicht einen Tag, wo ich nicht daran gedacht habe... Viele liebe Grüße Nina (die sich trotzdem ein weiteres Kind wünscht...)


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Du sprichst mir aus der Seele, mir ging es die wenigen Monate (4) die ich geuebt hatte auch so, das muss ich zugeben. Es ist anscheinend wirklich so, sogar Paare die total gluecklich sind und denen nichts fehlt , stellen irgendwann fest dass das Leben zu zweit nicht mehr genug Erfuellung ist und sie wollen eine neue Herrausvorderung, ein Kind also! Anderer Seits, haetten wir nicht diese "egoistische" Veranlagung dann waeren sehr viel mehr Leute in der heutigen Zeit gewollt Kinderlos weil es einfach vom Staat mittlerweile ganz schone teuer gemacht wird ein Kind zu haben. Ich schatze das ist eine ganz andere des Ueberlebenstriebes oder, was meint Ihr? Ich hoffe dass jetzt hier niemand Eisgianna oder mich anbaggert, eben weil er sich angegriffen fuehlt. Das ist ja nicht Sinn und Zweck- wir haben unsere Gedanken nur mal niedergeschrieben und freuen uns, wenn jemand seine mit uns Tauscht, so koennen wir voneinander lernen oder? Gruessle Eure Tammy


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Liebe Eisgianna, auch ich finde deinen Beitrag sehr gut und auch für mich treffend. In diesem Forum bin ich nicht oft, denn den KiWu auf ein drittes (!) Kind habe ich mir mittlerweile abgeschminkt. Der Wunsch war wieder ganz stark da (meine beiden sind 8 und fast 3), und als mein Mann entschieden nein zu einem 3. Kind sagte, fing ich an, meine Gefühle mal ein bisschen zu hinterfragen. Es hat eine Weile gedauert, bis ich für mich persönlich zu der Einsicht gekommen bin, dass mein Wunsch egoistisch war, vielleicht auch einfach "triebhaft" bedingt (biologisches Fortpflanzungsbedürfnis?!). Vieles spricht bei uns nämlich wirklich gegen ein 3. Kind (Haus, finanzielle Situation, Alter meines Partners uvm.). Auch bei meinen ersten beiden war so ein Gefühl dabei wie "das wird mein Leben völlig ändern, von nun an zählen all die Alltagsprobleme nicht mehr, wenn nur das Kind da ist, ist alles andere unwichtig". Natürlich freue ich mich immer noch täglich über unsere beiden Wunschkinder, aber ein bisschen Hinterfragen, so wie Eisgianna es getan hat, kann nicht schaden und hilft dabei, das Leben wieder in ein etwas objektiveres Licht zu tauchen. Natürlich kann ich aber auch alle die verstehen, die voller Unruhe und manchmal krampfhaft ihren KiWu leben, denn das kann man nicht so einfach abstellen, zumal vor dem ersten Kind und wenn medizinische Massnahmen nötig sind. In dem Sinne drücke ich auch allen Übenden die Daumen. Gruss aus Südfrankreich, Andy