Mitglied inaktiv
Hallo ins KiWu-Forum, ich habe dazu einfach mal eine Verständnisfrage. Ich habe vor 2 Jahren, als mein Sohn geboren wurde, im Pekip eine sehr nette Frau kennengelernt, mit der ich mittlerweile gut befreundet bin. Auch die Männer treffen sich und die Kinder spielen viel und gern miteinander. Schon früh habe ich mir gedacht, daß unsere Freunde irgendwelche Probleme hatten, ein Kind zu bekommen. Sie sind fast 20 Jahre zusammen und sie nahm auch von sich aus nie Stellung dazu, weswegen sie so spät wie ich auch (Mitte 30) ein Kind bekommen hat. Außerdem gibt es bei uns im Bekanntenkreis viele Paare, die Schwierigkeiten haben und davon habe ich ihr auch immer wieder erzählt. Auch deshalb, um sie zu ermutigen, sich zu öffnen. Denn ich fand es z.B. so unglaublich schön, als bei einer Kollegin meines Mannes unter dramatischen Umständen eine IVF klappte. Tja, und nun hat sie es kürzlich erst erzählt. Und gesagt, sie mochte es einfach nicht erzählen. Ihr Sohn war der letzte und vierte IVF-Versuch. Es wäre sehr schlimm alles für sie gewesen und sie täte sich schwer darüber zu sprechen. Einerseits würde ich gerne noch mal auf das Thema anprechen, andererseits weiß ich nun nicht recht, ob sie das vielleicht gar nicht möchte. Mich würde nur mal interessieren, ob mir das jemand erklären kann, warum sie wohl so Schwierigkeiten hat, es offen zu erzählen. Gut, wenn es nicht klappt, dann kenne ich auch Frauen, die nicht sagen mögen, in was für einer langwierigen Behandlung sie stecken, aber so - mit dem gelungenen Erfolg - ich dachte immer, das könnte man dann stolz und froh erzählen. Danke schon mal für Antworten! LG Andrea
Hi Andrea, ich denke es gibt eben viele Frauen (Männer aber sicher ebenso) für die es eine Art Makel ist nicht selbstständig (ohne Hilfsmittel) schwanger zu werden.Manche haben sicher das Gefühl als Frau/Mann zu versagen oder Minderwertig zu sein weil Sie Hilfe brauch(t)en! Ich kann Deine Freundin da schon irgendwie verstehen. Es gibt eben;wie in jedem Lebensbereich;immer Leute die sehr offen mit allem umgehen können und wieder welche die meinen das geht niemanden was an. hat vielleicht auch oft auch was mit den vorstllungen der Eltern und/oder Schwiegereltern zu tun.Es gibt hier sicher einige Frauen die bestimmt schonmal den Satz gehört haben :" Wie du bist schon XY Jahre alt und noch nicht Schwanger"? oder "Wann werde ich endlich Oma/Opa"? das alleine setzt sicher viele Paare unter Druck,vor allem wenn sie sich selber ein Kind wünschen. Wenn dann solche Sprüche kommen tut sowas doppelt und dreifach weh.Und wenn es dann geklappt hat,kann ich mir Vorstellen das man so eine Zeit dann schnell vergessen möchte. Wenn du richtig gut befreundet bist mit Ihr,frag nochmal vorsichtig an. aber ich denke das Sie es Dir schon sehr deutlich gesgt hat das sie nicht darüber reden will. Und bevor Du sie nochmal danach fragst,solltest du dir überlegen ob Dir das Thema so wichtig ist das Du unbedingt alles darüber von ihr wissen willst/mußt. Ich würde es einfach dabei belassen. LG Wiebke
Hallo Andrea, hm, irgendwie kann ich Deine FReundin sogar verstehen. Ich selbst bin nun nach meinem dritten IVF Versuch schwanger ( 34.ssw), bei meinen vorherigen Versuchen wußte eigentlich mein ganzes Umfeld ( Freunde, Familie) von der Behandlung. Ich wurde jedesmal schwanger und verlor die Babys leider auch beidesmal zuvor wieder. Alle waren traurig und besorgt um mich... Bei unsrem 3. Versuch wollte ich den Kopf frei haben, niemand sollte was davon wissen, nicht weil cih meine Problematik als Makel an mir sehe, nein, weil ich einfach den Druck nicht mehr haben wollte. Erst als ich endlich ende 4. Monat war, hab ich es den meisten erzählt, und da kamen erstaunliche Reaktionen.... Die ALLERERSTE FRAGE von fast allen war: Künstlich oder normal ??? Ich dachte ich spinne.... was sollte den das ? Hätte man mir vielleicht nciht erst mal sagen können, daß man sich für uns freut ?! 1. Fall meine beste Freundin, nachdem sie mir diese Frage gestellt hat, hab ich nur gesagt, das ist völlig unwichtig. Ich bekomme ein Baby und nur dies zählt... Seither geht sie davon aus, es sei auf natürlichem Wege entstanden denke ich, denn sie läßt Sprüche los wie : Man sollte der Natur einfach nicht ins Handwerk fuschen, somit erklärt sie meine vorherigen Fehlgeburten, denn die waren ja IVF ! Wenn die wüßte...*lol* ( unsre Freundschaft ist seither nicht mehr die intensivste... 2. Fall, meine Schwester: Die gleiche Frage, mein Kommentar: Naja das ist ja völlig unwichtig, oder ?? Nein das finde sie nicht ! Ein paar Wochen später ein Anruf, sie habe einen Bericht über künstliche Befruchtung gesehen, das wären ja ganz bormale süße Babys ...was dachte sie eigentlich ???? Da zweifel cih am Verstand, sorry... Und so gab es einige blöden Kommentare und Bemerkungen, dies hat mich dazu bewegt, es weder abzustreiten, noch zu erzählen. Ich sage immer nur, denkt was ihr wollt, für uns ist es abslout unwichtig, hauptsache wir bekommen bald unsre Maus ! Ich habe wohl einen andren Hintergrund als Deine Freundin, denn die ganze IVF Behandlung und die vorherigen Jahre Hormonbehandlung waren zwar nicht leicht, aber irgendwie auhc körperlich nicht so schlimm für mich ( abgesehen vonb den 20 kilo mehr *gg*), und die seelische Belastung, und all die traurigen Ereignisse, werde ich zwar nie vergessen, aber sie tun mit Abstabnd nicht mehr so weh, da ich meine Kleine andauernd spüre... Aber ich habe auch keine Lust mehr es jedem auf die Nase zu binden... Warum genau ist es für Dich so wichtig, daß sie Dir davon erzählt ??? Würdest Du gerne wissen, wie eine solche Behandlung und Befruchtung sich ereignet ? Bist Du mehr am fachlichen medizienischem Hintergrund interessiert ?? Dann frage sie besser nicht, informiere Dich anderswertig.... Oder möchtest Du gerne mit ihr darüber reden, weil sie Dir als Person wichtig ist, Du ihr keine Fragen stellen willst, wie das z.B. funktioniert, sondern ihr nur anbieten willst für sie da zu sein, falls sie reden will.... Das würde ich persönlich schön finden. Es sollte nur keine Neugier am medizienischen Hintergrund dahinter stecken, das könnte falsch aufgefasst werden.... Denn unsere IVF Babys/Kinder sind ganz normale Babys/Kinder, werden ganz normal mit Spermien und Eizelle von Mama und Papa gezeugt und sollten nie als Reagenzglaskind angesehen werden... Liebe Grüße, Ela
Mein Grund weshalb ich es nicht erzähle (nur engsten Freunden) ist, ich möchte das mein Kind von uns von der Hilfestellung erfährt und nicht von anderen. Das ist mir total wichtig und deshalb bleibt es unser "Geheimnis" Doro