Mitglied inaktiv
Hallo, leider hatte ich gestern nicht die nötige Zeit die ich gebraucht hätte um alles aufzuschreiben. Ich habe das von Lovley gelesen und ich muß sagen es stimmt, daß man manchmal erst nach einer Weile begreift wofür es gut war. Hast Du meinen Bericht mit der KIWU-Praxis gelesen, wenn nicht schau doch mal rein. Ich habe neulich etwas super schönes in der Zeitung gelesen. In der Klinik in der ich unseren Kleinen bekommen habe werden FG und Totgeburten nicht einfach mehr "entsorgt" als medizinscher Abfall, sondern es erden die Kleinen gesammtelt und einmal im Monat in einem Gottesdienst zu dem alle Eltent, Verwandten usw. kommen dürfen, verabschiedet. Danach werden sie auf dem Krankenhausfriedhof in ein eigens für diese Kinder eingerichtet Sammelgrab gelegt. Über dem Grab wacht ein Hirte aus weißem Marmor, der die Kleinen bzw. ihre Seelchen bewachen soll. Die Kosten teilen sich das Krankenhaus und die Stadt. Ich finde das eine so super Idee. Du hast als Mutter einen Platz wo du das Kleine besuchen kannst. Was meinst Du dazu? Was die Plazenta angeht, war bei mir letztes mal genauso hatt nicht funktioniert. Wie hat man bei dir die Ausschabung gemacht(auch mit Medikamenten eingeleitet) Sorry das es so lange ist. Auf baldige Antwort LG und dolle Knuddels dumdum
Liebe Dumdum, das ist wirklich eine sehr tolle Idee. Ich persönlich finde es auch wichtig einen Platz zu haben, an dem man trauern und Abschied nehmen kann. Klar kann man auch in die Kirche gehen, aber das ist nicht dasselbe. So hat man einen Platz, an den man gehen kann, wenn das Herz übervoll mit Kummer und der Kopf übervoll mit Gedanken ist und kann seinen Kummer dort lassen. Was ich auch sehr wichtig finde, ist das Abschiednehmen, da man sonst keinen richtigen Abschluß hat. Meine beste Freundin ist vor einigen Jahren bei einem Autounfall ums Leben gekommen, kurz vorher hatten wir einen Streit und ich wollte den Kopf freibekommen und habe den Kontakt abgebrochen. Erst durch die Grabstelle hatte ich einen Platz, um von ihr Abschied zu nehmen. Erstmal bin ich dort lange nicht hingegangen, einfach weil ich mich nicht damit abfinden wollte. Ich stand wirklich jeden Morgen auf und dachte: Und heute ruft sie bestimmt an. Bis mir bewußt wurde, daß sie nie mehr anruft. Als ich dann endlich ihr Grab besuchen ging, kam ich endlich zur Ruhe. Noch Jahre danach besuchte ich ihr Grab, wenn es mir schlechtging. Das war einfach der Platz, an dem ich sie treffen konnte und habe mich mit ihr unterhalten. Also lange Rede, kurzer Sinn. Ich wollte jetzt das Thema nicht auf mich ablenken, ich wollte damit nur verdeutlichen, wie wichtig es ist (für mich jedenfalls), eine persönliche Stätte zu haben, an der man um denjenigen trauern kann. LG Natalie