Mitglied inaktiv
Guten Morgen, Ihr Lieben, puuuuuh, was für ein Wochenende!! Ich war am Freitag einkaufen und bin per Zufall auf ein kleines Büchlein gestossen, dass ich direkt auch in den Einkaufswagen gepackt habe. Es ist ein französisches Buch und heisst übersetzt "Ein Baby - um jeden Preis?". Ich habe das Buch am Samstag VERSCHLUNGEN und bin nun von Ängsten und Zweifeln geplagt, von denen ich hier auch schon öfter gelesen habe, die mich aber in der Form selber noch nicht gepackt haben. Zur Geschichte: die Autorin ist Journalistin im frz. Fernsehen und hat eine heftige KiWu-Geschichte hinter sich. 4 Inseminationen, 4 IVF - alle ohne Erfolg! Sie und ihr Mann haben sich dann für eine Adoption entschieden, und, wie man es so oft hört, sie ist in dem Moment schwanger geworden, indem sie ihre kleine Adoptivtochter kennengelernt hat. Sie hat nun 2 süsse Mädchen und ist glücklich. Warum mich das Buch aber so nachdenklich gestimmt hat (und dazu hat sie es ja auch geschrieben), ist eben die Tatsache, dass einige Nebenwirkungen all dieser Stimulationsbehandlungen wenn nicht unter den Tisch gekehrt, so doch zumindest nicht grossartig besprochen werden. Die Autorin sprach neben dem ganzen psychischen Druck vor allem auch von körperlichen und zum Teil sehr schlimmen *Nebenwirkungen*. So sei es statistisch erwiesen, dass noch 1 Jahr nach einer IVF-Behandlung ein erhöhtes Risiko auf Brust- oder Eierstockkrebs bestehe. Krebs ist für mich von jeher DIE Angst-Krankheit überhaupt. Soll ich das Risiko nun wirklich eingehen, eines gar nicht so fernen Tages daran zu erkranken? Ich weiss, Panikmache bringt hier überhaupt nichts. Es gibt so viele mögliche Ursachen für eine Krebserkrankung. Mein Vater hat mich meine gesamte Kindheit *angeraucht*, Tschernobyl ist nicht vergessen sowie ganz allgemein alle negativen Umwelteinflüsse, Sonnenbrände, Kosmetika usw. Niemand kann vorhersagen, wer wann warum an Krebs erkrankt. Ich frage mich halt nur für mich, ob ich dieses weitere Risiko wirklich eingehen möchte. Wisst Ihr, wie ich das meine? Meinem Mann habe ich davon auch erzählt, und er war ziemlich direkt: keine IVF-Behandlung für mich! Nun sitze ich da und weiss nicht weiter. Ich habe immer, immer die IVF als DIE Chance gesehen, eines Tages schwanger zu werden. Es ist aber eine Tatsache, dass wir keine Ursache für meine Kinderlosigkeit gefunden haben. Wären meine Eileiter verstopft oder sonstwas nicht in Ordnung, ganz ehrlich, ich hätte keinen Moment gezögert und hätte sofort eine IVF machen lassen - und auch mehrere, wenn es nicht geklappt hätte. Da ich aber körperlich gesund scheine und mein Mann auch, frage ich mich, ob meine Ungeduld schwanger zu werden als Argument ausreicht, mich einem solchen Risiko zu unterziehen... (und auch wenn man das Krebsrisiko ausser acht lässt, dessen Prozentsatz zugegebenermassen nicht höher liegt als z. B. der Prozentsatz, aus einer Narkose nicht wieder aufzuwachen - d. h. verschwindend gering... bleibt immer noch die psychische Belastung und andere, geringere Nebenwirkungen wie Gewichtszunahme, Pickel usw.) Ich frage mich halt, ob ich mich *krank* machen soll, obwohl ich doch jetzt gesund bin... Leute, ich weiss nicht weiter. Ich habe mich bei 2 Jahren KiWu immer an alle medizinischen Strohhalme geklammert. Nun möchte zumindest mein Mann, dass wir wieder einen Gang runterschalten... und ich weiss gar nicht, was ich eigentlich wirklich möchte. DOCH, ein Baby!!! Aber um jeden Preis? Ratlose Grüsse von Bettina
Hallo Bettina - ich weiß gar nicht so recht was ich Dir antworten soll. Wenn ich ganz spontan antworten sollte würde ich jetzt sofort sagen: um jeden Preis - nein! Wir alle stecken jetzt mitten im Kiwu und können das natürlich nicht von heute auf morgen ausschalten. Aber ist ein Leben ohne Kinder nicht auch lebenswert? Natürlich! Ich kann natürlich mit einer Leichtigkeit und Arroganz einer Frau reden, die schon 2 Kinder hat. Aber ich selbst definiere mein Leben ja auch nicht über die Kinder! Es ist wunderbar und schön Kinder zu haben, aber es ist auch Verzicht und Verlagerung auf andere Dinge. Ich könnte stundenlang weiterschreiben aber letztendlich möchte ich nur sagen: ich finde es gut dass Du Dir darüber Gedanken machst. Und ich bin mir sicher: wenn man sich ganz bewußt für etwas entscheidet (oder gegen etwas), dann wird man das auch nicht bereuen! lg, rebeca
Guten Morgen Bettina, ich weiß auch nicht so recht, was ich Dir antworten soll. Becky hat sehr schön beschrieben, was ich spontan genauso sehe. Allerdings finde ich das Thema doch sehr schwierig und ich muß mir da erstmal so richtig Gedanken drüber machen bzw. mal mit meinem Mann diskutieren, um mir klar zu machen, wie ich vielleicht für mich/uns entscheiden würde...Wahrscheinlich so wie Ihr am Wochenende. Eines macht mir dennoch Sorgen: Ich hoffe inständig, daß DU Dir nicht zu viele Gedanken und Dich irgendwann damit kaputt machst! Deshalb kann ich Nordine mit dem Gang runterschalten gut verstehn...Dich aber natürlich auch, irgenwie sitzen wir doch alle im selben Boot. Ich drück Dich ganz doll, Dany.
Liebe Bettina, ich kann Deine Gedanken sehr gut nachvollziehen. Ich habe ja da einen "Fall" in meinem Freundeskreis. Meine Freundin hat ja nach künstlicher Bef. Zwillis erwartet und diese dann im 5 Monat verloren. Meine Freundin ist total steril, dh. ihre Eileiter sind so vernarbt das man da nicht´s machen kann. Sie ist ebenfalls schon älter, im Feb. wird sie 39. Sie will um jeden Preis Kinder, und ist schon wieder in der KIWU-Klinik um es nochmals zu versuchen. Der Grund warum sie die beiden Jungs verloren hatte, weil sie eine Entzündung bekam und noch dazu eine Gewebeschwäche die man eben hat oder nicht. Seelisch war sie total unglücklich, verzweifelt, knapp am Selbstmord.. auch die Beziehung hatte gelitten, weil auch ihr Partner sagt wenn das nochmals passiert, wirft er sich von der "Brücke" diese Aussage will ich nicht kommentieren.... Körperlich war sie gleich mal wieder fit, hatte keine Nebenwirkungen von den Medis oder von der Frühgeburt.... Ich weiss ehrlich gesagt nicht ob ich an Ihrer Stelle es nochmals versuchen würde. Ich glaube ich würde es psychisch nicht verkraften... die ganze Angst nochmals von vorne...wirst bist du schwanger... und dann 9 monate zittern... und wenn´s Zwillis (wenn man älter ist)sind kannst Du keine Fruchtwasseruntersuchung machen lassen. Fehlgeburtrisiko ist zu gross, was ist dann wenn die Kinder krank sind? Ich könnte es nicht, ich würde es akzeptieren keine Kinder zubekommen, meinen "Egoismus" mal hinten anstellen.. Was die körperlichen Gefahren betreffen.. mhh... jedes Medikament hat Nebenwirkungen, da bin ich eher nicht so leicht aus der Fassung zu bringen. Und wegen Krebs?-man kann durch alles Krebs bekommen... entweder man hat das böse Ding in sich oder nicht... meine Meinung! Für mich ist eher der seelische Faktor der mich die Frage stellen lässt, wirklich um jeden Preis ein Baby? Bei mir spielt natürlich das Alter eine sehr grosse Rolle- bei Dir liebe Bettina du bist jetzt junge 31-32 ? Du könntest genauso sagen ich pausiere mal für ein Jahr! (bitte nicht schlagen, den wenn der KIWU gross ist, ist das jetzt genau das was du bestimmt nicht hören willst) Dir steht wirklich alles offen.... Bussi Veron
,.... ist gar nicht so leicht zu sagen! Um jeden Preis NEIN das kann ich schon mal sagen! Aber warum nicht alles ausprobieren! Ich kenn jemanden, sie hat auch ne ICSI angefangen gespritz und alles und kurz vor der entnahme hat sie alles abgebrochen wegen der angst dass es zwillis werden! JETZT bereut sie alles und jetzt ist sie auch leider zu alt für alles!! Klar das der gedanke komisch ist das es zwillis werden können ist schon komisch aber mensch ist doch egal! meine freundin meinte zahl eins nimm zwei *zwinker* fehlgeburten können auch (leider) bei einer normalen ss sein! mein dok meinte sie sind bei künstlichen befruchtungen nur empfunden höher (kann ja sein das du schon ss bist und das kind verlierst und du WEISST noch nicht mal das du ss bist, aber bei einer künstlichen befruchtung WEISST du das die zwei krümel in dir drin sind) Jedes medi hat seine nebenwirkungen, die Pille genau so, kopfwehtapletten sind genauso "schlecht" aber nehmen tun wir sie trotzdem unser lebenlang wenn du kopfweh hast!!!! blöder vergleich aber im grunde ist es so! klar mach ich mir auch gedanken was alles mit mir und meinem körper passiert wenn ich in knapp einem monat mit dem spritzen anfange usw. aber andererseits denk ich mir ich bin in guten händen und werde immer kontrolliert damit die nebenwirkungen so gering wie nur möglich gehalten werden! glg enie
...also ich stimme da enie zu. Natürlich würde ich auch nicht um JEDEN Preis ein Baby wollen. Aber warum sollte man nicht auch die medizinische Hilfestellung in Anspruch nehmen, auch wenn man vielleicht ein Risiko eingeht. Mein Mann und ich haben auch gesagt, daß wir jetzt nicht jahrelang immer und immer wieder ICSI´s mit uns machen lassen werden (davon mal abgesehen, daß wir uns das auch nicht leisten könnten!), nur damit es irgendwann vielleicht dann mal klappt. Wir haben uns! Das ist das Wichtigste für uns beide. Wenn es in mehreren Versuchen nicht klappen will, werden wir wahrscheinlich auch erst einmal Abstand nehmen von diesem ganzen Babythema und mal wieder nur an unsere Partnerschaft und unser psychische und physische Gleichgewicht denken. Aber WIR werden diese Chance, die uns gegeben wird, auch nutzen. Immerhin wissen wir ja auch, wofür wir dieses erhöhte Risiko eingehen - ein eigenes Kind wäre nunmal unser größter Wunsch! Und bezgl. des Krebsrisikos würde ich mal etwas relaxter sein. Ehrlich! Es gibt soooo vieles, was das Krebsrisiko erhöht. Und wir achten doch sonst auch nicht auf ALLES, oder?! Ich hoffe, daß Ihr für Euch die richtige Entscheidung trefft. Denn nur das ist wichtig! Ihr müßt mit allen Konsequenzen leben...so oder so - egal wie Ihr Euch entscheidet! Lieben Gruß, Hedi
Hey, Ihr beiden, noch mal speziell für Euch, Ihr habt's bestimmt gelesen - ich habe ja gesagt, dass ich nicht gezögert hätte, eine oder mehrere IVF machen zu lassen, wenn etwas bei mir nicht in Ordnung wäre. Ich frage mich halt nur, ob ich ein Risiko eingehen soll, obwohl ich doch bisher gesund bin... Enie, wie mit den Kopfschmerztabletten - ich nehme welche, wenn ich Kopfschmerzen habe; auch wenn es ein gewisses Risiko an Nebenwirkungen gibt. Ich nehme aber keine Kopfschmerztabletten aus Angst, in einer halben Stunde Kopfschmerzen zu haben... Mein Posting diente bestimmt nicht dazu, die IVF als solches *schlecht* zu machen. Es ist eine grosse medizinische Chance, die es Frauen, die anders nichts schwanger würden, doch noch ein eigenes Kind zu ermöglichen. Ich wiederhole mich, hätte ich z. B. verklebte EL, würde ich NICHT ZÖGERN. So denke ich mir aber, dass ich vielleicht doch noch ganz natürlich (?) schwanger werden könnte. Oder zumindest mit etwas *sanfteren* Methoden - bis hin zu einer Insemination. Aber ganz ehrlich, ich denke hier ja nur *laut*. Vielleicht entscheide ich mich doch wieder um und *wage* auch das Experiment IVF. Nur die Zukunft wird uns das sagen... Liebe Grüsse von Bettina
Hi! Ja, da hast Du natürlich irgendwie recht! Wenn mein Mann und ich bei den Untersuchungen erfahren hätten, daß wir beide völlig gesund sind und es auf natürlichem Wege klappen kann, würden wir wahrscheinlich auch keine künstliche Befruchtung mit uns machen lassen. Dann würden wir es auch so auf uns zukommen lassen. Bestimmt! Hoffentlich sind wir bald schwanger!!!! Dann ist es ja eh schnuppe und wir müssen uns nicht mehr Gedanken machen. Hedi
Dann brauchen wir uns hier keinen Kopf mehr zu machen... ;-) Ganz liebe Grüsse von Bettina
Och süsse, ich wollt dich ja nicht angreifen! Um Gottes Willen! Das mit den Kopfwehtapletten ist echt ein doofer vergleich *g* Glaub mir ich mach mir im Moment grad die selben gedanken! Muss ja grad die Pille nehmen, hab die letzten 2 Jahre nichts genommen und ich fühl mich ganz scheiße im Moment! Klar frag ich mich ob das von der Pille kommt oder ob ich ne Magen/Darm Grippe hab! Auch frag ich mich ob mir das nicht alles zuviel wird. Mir wäre es auch lieber auf "sanftere" Weise ss zu werden! *g* nur leider gehts ja nicht! Der Gedanke mich mit Medis vollpumpen zu lassen macht mir auch Angst! Andererseits denk ich mir, Schei... der Hund drauf! *g* Ich kann dich schon gut verstehen wenn man zu Hause sitz und sich das alles durch den Kopf gehen lässt wird einem sehr sehr mulmig! Oh das kenn ich! Zweifel Ängst, Sorgen Das ist echt manchmal nicht auszuhalten! Aber ich versuch mir jetzt immer das Ziel vor augen zu halten und POSITIV zu denken!!!! Das mit den Medis ist schon hart! Generell gesehen! Wenn man bedenkt das eine Nakose (zb für ne Blinddarm OP) schon gewaltige Auswirkungen auf den Körper hat und es sehr sehr lange dauert bis der körper das abbaut!!! Möchte mir gar nicht vorstellen wie das mit dieser Menge Hormone ist!!! Mir graut!! *g* Also war nicht bös gemeitn was ich geschrieben hab!! Knuddl dich und schick dir ganz viel Kraft!!! Enie
Liebe Enie, denn wenn ich hier meine Gedanken reinstelle, hat jeder ja auch das Recht darauf, andere Gedanken zu dem Thema zu haben. Und die will ich ja genauso lesen! Mach Dir also keine Sorgen. Und ICH fand den Vergleich zu den Kopfschmerztabletten gut - deshalb habe ich ihn ja auch wieder aufgegriffen. Liebe Grüsse von Bettina
Huhu Bettina, ich habe dein posting heute morgen schon gelesen, mir aber ein wenig Zeit genommen um die ganze Sache mal richtig zu überdenken! Deine Frage: Ein Baby um jeden Preis??? Meine spontane ehrliche Antwort: NEIN! ABER.. und genau dieses ABER möchte ich jetzt mal "ein wenig" erläutern! Jeder von uns hat, so nehme ich mal an, sich die Frage gestellt, warum er eigentlich ein Kind möchte! Für mich ist nicht der entscheidende Grund, dass ich die Beziehung zwischen meinem Mann und mir bereichern möchte, ich Kinder mag und/oder es einfach dazu gehört, weil es ja die meisten so machen! Alles das spielt auch eine gewisse Rolle, aber weisst du warum ich wirklich Kinder möchte??? Weil ich möchte, dass etwas von mir weitergegeben wird, dass ich nicht umsonst gelebt habe und ich Werte, dir mir wichtig sind, an meine eigenen Kinder weitergeben kann! Wenn ich heute ein Kind gebäre und morgen sterbe, hatte mein Leben einen Sinn! Wenn ich nur einen Tag leben sollte und das Funkeln in den Augen meines Kindes für nur einen Tag gehen sollte, dann war es das Wert! Fest steht für mich und meinen Mann, dass wir alles aber auch alles (medizinisch und finanziell)Mögliche nutzen werden, um ein eigenes Baby zu bekommen! Mir vorzustellen, dass es ein Leben für meinen Mann und mich ohne Nachwuchs gibt, kann ich mir derzeit nicht vorstellen! Mein Mann und ich leben auch so eine schöne und intensive Beziehung, aber später einmal aufzuwachen mit dem Bewusstsein, nicht alles in meiner Macht stehende für ein Baby getan zu haben, ist für mich unvorstellbar. Ich kann mir vorstellen, dass die Angst vor Nebenwirkungen bei diesen Behandlungen groß ist, aber (so dämlich dass auch klingen mag) du kannst morgen auch tot umfallen ohne es großartig heraufbeschworen zu haben! Viele Menschen haben nie geraucht und krepieren jämmerlich an Lungenkrebs! Ich kann all deine Gedankengänge verstehen, aber letztendlich hat der Wunsch nach einem Kind bei mir so einen Stellenwert, dass ich auch Nebenwirkungen und Risiken in Kauf nehmen werde.... Knuddels Michaela
die mich weiterhin nachdenken lassen. Gerade, was das Krebsrisiko anbelangt, ward Ihr alle sehr zurückhaltend bzw. habt geschrieben, dass man Krebs auch von anderen Dingen, Medikamenten, Ursachen bekommen kann. Das stimmt wohl und das habe ich ja auch geschrieben. Es hat mich aber vor allem deshalb so geschockt, über die Statistiken zu lesen, weil einer Kollegin von mir genau das passiert ist. Sie hat ihr Baby durch eine IVF bekommen und ist kurz darauf an Brustkrebs erkrankt - ist gerade wieder zurück zur Arbeit gekommen, und ihre Geschichte hat mich sehr, sehr belastet. Ich frage mich halt nur, warum ein Risiko eingehen, obwohl ich doch ganz gesund bin... ach, schwierig. Das mit den Zwillingen, Enie, war nie ein Thema für mich. Mein Mann ist auch Zwilling, und ich weiss, dass er sich insgeheim sogar welche wünscht. Auch das FG-Risiko usw. habe ich nicht gemeint mit meinem Posting. Mir ging es wirklich darum, mich - und darüber hinaus auch Euch - zu fragen, ob wir wirklich um jeden Preis medizinische Unterstützung beanspruchen oder nicht doch besser die Mutter Natur machen lassen sollten. Mir ist natürlich auch bewusst, dass nicht jeder Fall gleich ist. Veronika, Du schreibst vom Alter. Es stimmt schon, auch wenn ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht ausgemalt habe, dass ich so lange mit dem Babykriegen warten muss... selbst, wenn ich jetzt ein bisschen aussetzen würde, hätte ich noch genug Zeit, mir weitere Schritte für später zu überlegen. Tja, ein bisschen ratlos bin ich immer noch. Aber wie ich gerade Dany per Mail geschrieben habe, habe ich seit dem Wochenende umso mehr das Gefühl, dass ich mich eher mit dem Thema Adoption als mit dem Thema IVF auseinandersetzen möchte. Wenn ich in 3 Tagen meine Mens bekomme, sieht das bestimmt wieder ganz anders aus... Ach, ich weiss auch nicht. Können wir alle nicht einfach endlich schwanger werden? Ganz liebe Grüsse an Euch alle von Bettina
Liebe Bettina, ich weiss, dass du das FG-Risiko nicht gemeint hast. Ich wollte Dir nur MEINE Ängste aufzeigen, bzw. den Punkt wo ich sagen würde STOP! Es ist wirklich sehr schwierig sich darüber klar zu werden, wie weit man sich helfen lassen würde. Diese Krebs-Angst die Du hast, sicherlich ist es furchtbar was mit deiner Kollegin passiert ist. Aber ist es erwiesen dass es durch IVF gekommen ist? Liebe Bettina, lass Dich nicht verrückt machen, sprich darüber mit deinem FA, sag ihm Deine Ängste, vielleicht kann er Dir deine Sorgen und Ängste etwas nehmen. Ich drücke Dich!! Veron
Liebe Veronika, die Geschichte Deiner Freundin ist für mich genau das, was sie bestimmt auch sein sollte: ein Fingerzeig, wie weit ich ganz bestimmt nicht gehen würde. Ich erinnere mich noch daran, wie Du damals von der FG geschrieben hast. Du warst an ihrer Seite und hast ihr und ihrem Mann in der schweren Zeit bestimmt sehr geholfen. Dir selber hat die Geschichte sicherlich ebenfalls gezeigt, dass Du NICHT bis zum äussersten gehen würdest. Ich denke, man sollte wirklich versuchen, nicht ALLES und das ganze Leben über ein eigenes Baby zu definieren - wie es ja auch Becky schon geschrieben hat. Meine FÄ war übrigens von Anfang an sehr vorsichtig mit allen möglichen Therapien und Mittelchen, auch auf die IUI und IVF musste ICH sie ansprechen. Ich frage mich, ob sie die gleichen Gründe hatte zu zögern, die ich heute habe... und werde sie beim nächsten Mal ganz bestimmt danach fragen. Liebe Grüsse und Bussi für Dich von Bettina
Hallo ihr Lieben, zu diesem Thema habe ich mir auch schon häufig Gedanken gemacht, und ich möchte Euch dazu kurz meine KIWU-Geschichte erzählen. Im Dezember 2001 setzte ich die Pille ab, weil wir gerne eine Familie gründen wollten. Ich dachte mir, Pille absetzen, schwanger werden. Pustekuchen, klappte nämlich nicht! Stattdessen wurden meine Zyklen immer länger. Nach 1,5 jahren "üben" ging ich zum FA, der machte einen Hormonstatus und Ultraschall, Diagnose:PCO, d.h. kein Eisprung, konnte also nicht klappen! Es folgten unzählige Clomi-Versuche, immer schöne Follis, gute Hormonwerte, aber keine SS. Dann Spermiogramm bei meinem Partner, war nicht optimal, aber auch nicht so schlecht, daß es nicht klappen könnte. Also ging es weiter mit Clomi. Dann Bauchspiegelung bei mir, alles okay, Eileiter durchgängig. Weiter ging es mit Stimulation diesmal mit Menogon. Irgendwann war mein FA mit seinem Latein auch am Ende und überwies mich in eine KIWU-Klinik. Dort wollten wir es mit IUI versuchen. Dann der Schock, das Spermiogramm hatte sich total verschlechtert, es waren nur noch 1% normal geformte Spermien vorhanden, die zusätzlich auch noch sehr langsam waren, es konnte also gar nicht klappen! Schweren Herzens haben wir uns dann zu der ICSI entschieden, zu der man uns dringend geraten hatte. Erst konnte ich mich damit gar nicht abfinden, das war mir alles unheimlich, ich wollte doch keine Künstliche Befruchtung! Ich hatte zu dem Zeitpunkt auch schon viele Geschichten im Internet verfolgt, Bücher gelesen usw., ich wußte also, daß so eine Behandlung "ein Faß ohne Boden" werden kann, in die man tausende von Euro investieren kann, ohne daß man weiß, ob es jemals zu Erfolg führt. Zum Zeitpunkt, als wir uns zu der ICSI entschlossen waren schon 4 Jahre KIWU vergangen, aber wir wollten es versuchen, denn ich glaube ich hätte mir später sonst Vorwürfe gemacht, wenn es dann in einem gewissen Alter wirklich zu spät gewesen wäre! Die ICSI wurde also durchgeführt, leider gab es nur 3 Eizellen zu punktieren, von denen sich 2 befruchten liessen. Diese mußten dann auch noch eingefroren werden, weil meine Hormonwerte zu hoch waren und deshalb kein Transfer stattfinden konnte. Also eine Zyklus abwarten, dann Eisbärchen auftauen und hoffen, daß wenigstens einer das Auftauen überlebt. Großes Glück gehabt, beide haben überlebt und wurden mir im Kryo-Zyklus zurückgegeben. Tja, und jetzt bin ich Anfang der 6. Woche schwanger, es hat tatsächlich gleich beim ersten Versuch geklappt! Dazu noch im Kryo-Zyklus, wo die Chancen noch etwas schlechter sind! Ich wollte damit nur sagen, daß es nicht immer ewig dauern MUSS, wenn man IVF/ICSI macht. Klar man sollte sich nicht zu sehr reinsteigern, daß es gleich klappt, aber es könnte eben sein.(Übrigens habe ich in der Klinik eine andere Patientin kennengelernt, bei der auch gleich der 1. Versuch geklappt hat)! Liebe Grüße katze77