Mitglied inaktiv
Hallo! Ich lese seit ein paar Tagen in diesem Forum und ich kann eure Sorgen und Ängst nachvollziehen. Bei mir war es auch eine "Never ending story"....Ich war bei vielen FA, doch die meisten haben sich nicht mal ernsthaft mit dem Thema befasst, sondern einfach an mir rumgedoktert. Obwohl es eigentlich offensichtlich war, dass ich auf normalem Weg nicht schwanger werden würde. Es dauerte insgesamt fast 10 Jahre (Mit einigen Unterbrechungen, weil ich einfach auch mal Pause brauchte, von der Ärzte-rennerei)gedauert, bis ich an einen kompetenten FA geraten bin, der auch schnell feststellte, dass er allein in seiner Praxis nicht die Möglichkeiten hat, mich zu behandeln. Er hat mich zu Fachärzten überwiesen, die weitere Untersuchungen anstellten, bis schließlich klar war, das uns nur die Reproduktionsmedizin würde helfen können. Im September 2001 war dann die erste IUI --negativ, die zweite im Oktober--- auch negativ, langsam ließ mein Optimismus nach. Nach der dritten IUI wurde bei meiner Mutter Brustkrebs diagnostiziert, sodass die Belastung für mich zu groß wurde und ich ein halbes Jahr Pause gemacht habe. Dann kamen die nächsten drei IUI´s ---auch alle negativ. Nun meinte der Arzt, bliebe noch die IVF.... Noch mehr Hormone spritzen und auch in einer höheren Dosierung. Für den Arzt, zudem ich und auch mein Mann ein sehr gutes Verhältnis hatten und uns dort gut aufgehoben fühlten, war klar, dass es bei der ersten IVF klappen würde. Er meinte, wir sollen uns mal nicht so viele Sorgen machen. Das war für ihn leicht gesagt... Mir ging einzig und allein die Tatsache durch den Kopf, dass ich jetzt noch vier Versuche in meinem Leben hatte, um schwanger zu werden. Naja, zumindest hätte jeder weitere Versuch wesentlich länger gedauert, weil wir das Geld erst hätten sparen müssen.... Jedenfalls sollte unser Arzt recht behalten. Nach der ersten IVF war der Test positiv. Und nach weiteren drei Wochen war klar, dass wir Zwillinge bekommen würden. Bald werden meine Tochter und mein Sohn drei Jahre alt... Was die Regierung mit ihren Gesetzen bei der Zuzahlung für die Kiwu- Behandlung anstellt, finde ich unverschämt. Es gibt genug Krankheiten an denen die Patienten selber Schuld sind (Drogen, Alkohol,usw....), nur Zuzahlen müssen die bei ihren Behandlungen nichts. Unfruchtbarkeit ist jedoch keine selbstverschuldete Krankheit, sondern Schicksal und ich denke gerade dafür müsste die Krankenkasse zahlen. Die Krankenkasse wird von der Allgemeinheit bezahlt und wer profitiert später auch noch von den heutigen Kindern? Ja genau, die Allgemeinheit. Also ich möchte euch auf diesem Weg sagen, gebt die Hoffnung nicht auf und kämpft um die Erfüllung eures größten Traumes. Es lohnt sich!!!!! Viele liebe Grüße micky03
Liebe Micky, es ist sehr lieb von Dir, uns mit Deiner Geschichte Hoffnung zu machen. Es ist unglaublich, wie lange Du auf Deine Wunschbabys hast warten müssen, und mir bleibt nur, den Hut vor Dir zu ziehen vor soviel Durchhaltevermögen. Obwohl ich selber immer schreibe, dass wir ja gar keine andere Wahl haben, da die Natur es nun mal von alleine bestimmt, wann der richtige Zeitpunkt ist (denn trotz medizinischer Hilfe hat trotzdem SIE das letzte Wort!), hast Du doch sehr, sehr lange durchgehalten. Ich zum Beispiel glaube nicht, dass ich noch weitere 8 Jahre warten möchte (ich übe auch schon seit 2 Jahren). Meine Lösung wäre vorher ganz bestimmt eine oder mehrere Adoptionen. Von daher *beruhigt* mich Deine Geschichte leider nicht. Es ist eine sehr schöne *Erfolgsstory*, aber ich möchte mir gar nicht erst ausmalen, dass meine genauso aussehen und genauso lange dauern könnte. Wie gesagt, vor Dir ziehe ich auf jeden Fall den Hut! Und alles Gute für Dich und Deine Zwerge. Bettina