Elternforum Erster Kinderwunsch

bin ich zu egoistisch oder blauäugig? (sorry: lang!)

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Hallöchen! lese schon seit längerem hier mit, möchte mich jetzt aber kurz vorstellen. Ich bin Studentin, 21 Jahre alt, mein Freund ist 26. Wir sind seit 5 Jahren zusammen, wohnen seit zwei Jahren zusammen und eigentlich klappt das super. Nur beim Thema Kinder geraten wir immer aneinander. Das Problem: Ich bin fanatisch nach Kindern, studiere deshalb auch Lehramt. Habe seit zwei Jahren Kinderwunsch, aber aus Vernunft immer verdrängt. Mein Freund fühlt sich zu jung und hat Angst vor den Veränderungen bzw. dem Streß, den ein Kind verursacht. Vor einem Jahr machte ich einen SS-Test: Positiv. Steltte sich beim Arzt aber als falsch heraus. habe lange sehr darunter gelitten. Auch mein Freund war etwas enttäuscht!!! Ein "Zufallsbaby" wär wohl ok aber planen will er das nicht. Habe die Pille überhaupt nicht mehr vertragen und irgendwann entnervt abgesetzt. Ich hab ihm gesagt, er kann sich ja um Verhütung kümmern wenn er will. Tut er aber nicht! Er hofft aber trotzdem, dass ich nicht schwanger werde. Ich bin seit zwei Monaten aber der festen Überzeugung: Ich will JETZT ein Kind. Habe aber Angst, dass die Beziehung leidet, wenn ich schwanger werde. Bin ich egoistisch, weil ich nicht mehr warten will?? Grüße von einer grübelnden Anne


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Nur so nebenbei: Ich bin übrigens ebenfalls Meerschweinfanatisch. Und ironischerweise bin ich heute vierfach "Mami" geworden, weil wir Papa-Schwein zu spät kastrieren lassen haben. Ist zwar nur ein kleiner Trost, aber irgendwie lenkt es mich auch ab. :-) Also dann, schönen Abend noch! Anne


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Hallo Anne ich kann gut verstehen, dass du dir ein Kind wünscht. Nur denke ich, dass du das nicht mit allen Mitteln und unter allen Umständen tun solltest. Auch solltest du deinen Freund nicht unter Druck stellen, sondern das Thema in einer ruhigen Minute zu einem passenden Zeitpunkt nochmals damit konfrontieren. Du könntest ihn ja auch mal fragen, ob er sich der Konsequenzen bewusst ist, dass ihr beide euch nicht um eine Verhütung kümmert. Wer A sagt, muss nämlich auch B sagen! Und darüber muss er sich auch Gedanken machen. Auch wenn du das momentan nicht hören willst oder vermutlich nicht glaubst, aber du bist noch sehr jung und dein Freund wäre vielleicht ein bisschen überfordert mit der Situation schon Papa zu werden. Vielleicht hast du in der Bekanntschaft ein Baby, auf das du mal schauen könntest oder mit dem du gemeinsam mit deinem Freund mal einen Nachmittag verbringen kannst. Dann kann er sich "das" mal anschauen wie es wäre und ihr könnt dann einmal in Ruhe darüber reden. Vielleicht hat dir das ein bisschen geholfen. Entscheiden musst du dich. Ich denke nur, dass ein Baby eine absolute Wunschentscheidung beider Partner sein sollte. Das hat das Baby auch verdient. Alles Liebe und viel Glück BIRGIT


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Hallo Anne, mein Freund (jetzt mein Mann haben am 14.06.02 geheiratet) und ich hatten das gleiche Problem. Nur bei uns war es umgekehrt. Ich werde 21 und mein Mann ist 28 und wünscht sich unbedingt ein Baby. Ich war schon total genervt da er bei jeder gelegenheit damit angefangen hat. Ich habe mich irgendwie auch zu jung gefühlt, wie ich das mit meiner arbeit machen soll usw.. Ich habe dann mit meinen Mann nochmal gesprochen und er hat es akzeptier. Das war vor einen 3/4 Jahr und jetzt hab ich meine ganzen Zweifel über Bord geworfen und wir sind schon fleißig am üben. Leider hats noch nicht geklappt :-( Ich wünsche dir alles gute und rede nochmal mit deinem Freund. Ich drück dir die Daumen.


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Hi Anne, ich argumentiere mich mal in eine andere Richtung. Du studierst Lehramt (welche Schulart denn ?), vom Alter her bist du wahrscheinlich noch in den ersten Semestern. Ich rate dir, wenigstens die Prüfungen und das Referendariat ohne Kinder zu machen, denn es ist echt Stress pur, auch ohne Kinder. Die Einstellungssituation ist so besch..., wenigstens in den meisten Bundesländern, dass es auf jede Kommazahl nach der 1 ankommt. Wenn du dann mal verbeamtet bist, ist es viel geruhsamer, Kinder zu haben, du fühlst dich nicht immer zwei- oder sogar dreigeteilt. Ich weiß, dass jetzt viele Mamis, die studieren, laut aufschreien vor Empörung, aber ich sehe an den Studentinnen mit Kinder/n, die ich in meiner Schule betreue, dass die meisten nur noch am rödeln sind, einige nichts mehr oder nur sehr wenig auf die Reihe kriegen. Alle Seiten leiden, die Kinder wegen zu wenig Aufmerksamkeit und die Schule und die Schüler wegen zu wenig Zeit für Vorbereitung (und die brauchst du am Anfang, wenn du es gut machen willst). LG Daggi


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Danke für die ehrlichen Antworten. Aber: Ich habe diese Entscheidung ja nicht überstürzt getroffen. Wie gesagt: Ich grüble seit ZWEI JAHREN!!! Ich habe einige Freundinnen mit kleinen Kindern und schätze die Arbeit realistisch ein. Ich rede mit meinem Freund ca. aller drei Tage über das Thema. Er sagt, er weiß schon wofür er verantwortlich ist. Und alle in meinem Freundeskreis sagen mir jedesmal wenn sie mich mit kleinen Kindern sehen, ich soll es wagen. Meine Eltern unterstützen mich übrigens auch, mein Vater ist schon Rentner und hätte Zeit mir zu helfen. Dass ist übrigens auch ein Grund: ich selbst bin bei alten Eltern aufgewachsen (31 und 42 bei meiner Geburt) und ohne Großeltern (schon tot). Ich möchte das bei meinen Kindern anders machen!!! Ich hab mir bisher immer gesagt: "lass es, erstmal das Studium". (Ich werde übrigens hier sowieso nicht verbeamtet!) Jetzt haben einige meiner Kommilitoninnen Kinder bekommen und meistern das super. Und das hat meine Zweifel zum Schwanken gebracht. Ich bin mir der Größe der Entscheidung durchaus bewusst, deshalb tue ich mich ja so schwer damit. LG Anne