Mitglied inaktiv
Hallo Ihr Lieben ! Ich habe mich länger nicht gemeldet, aber jetzt muß ich Euch echt was erzählen. Meine Arbeitskollegin hat mich gestern angerufen. Sie hat vor einer Woche (wie soll es auch anders sein) ein Kind bekommen. Ich fragte sie, wie es aussieht und man hat gleich gemerkt, daß sie nicht vor Begeisterung sprühte. Ich muß gleich dazu sagen, daß es bei ihr ein "Unfall" war und sie immer gesagt hatte, daß sie eigentlich gar kein Kind will (mal wieder die "Richtige" erwischt...). Sie sagte, daß Schlimmste ist und jetzt haltet Euch fest, daß sie es stört, daß sie nun nie wieder mit ihrem Freund alleine ist und jetzt immer das Kind dabei hat. Man könne es ja nun nicht wieder zurückgeben...(kreisch!!!). Sie hat deswegen schon geheult. Ich mußte so an mich halten, ich wäre am liebsten durch den Hörer gesprungen. Dann sagte sie, daß der Kleine etwas Gelbsucht hatte und sie noch ein paar Tage länger im Krankenhaus bleiben sollte. Da hat sie ihren Freund angerufen und gesagt, sie will auf keinen Fall im Krankenhaus bleiben und unbedingt nach Hause. Es ist ihr egal, ob das Kind dann alleine im Krankenhaus bleiben muß. Ich dachte echt, ich stehe im Wald. Was ist denn das hier alles ? Ist das noch gerecht????? Wenn man so etwas hört, könnte man doch nur noch anfangen mit Kotzen (entschuldigt, aber ich habe mich gestern Abend so aufgeregt). Sie weiß dieses Glück, was sie hat, überhaupt nicht zu schätzen und das regt mich so auf. Das ist genau ist Richtige, die das, was wir hier alle durchmachen, mal erleben müßte. Ständig diese Angst, vielleicht nie ein Kind in den Armen zu halten und jeden Monat dieses hoffen und bangen und dann ist wieder nix passiert, außer die "rote Pest." Oder bin ich mittlerweile, was dieses Thema angeht, zu empfindlich geworden, bei dem, was die Leute sagen ?? Was meint Ihr dazu ? Ich will ja auch nicht damit sagen, daß sie ihr Kind nicht lieb hat, aber so etwas sagt man doch nicht, oder ???? Am liebsten hätte ich zu Ihr gesagt, wenn sie meint, überfordert damit zu sein, könne sie es ja mir geben. Ich würde es liebend gerne haben. Aber sie kennt die Probleme, die wir haben, nicht und da mußte ich ja die Klappe halten. Eure Emmily
Liebe Emmily! Ich versteh dich voll und ganz, dass man nicht verstehen kann wie man soetwas sagen kann, aber bedenke vielleicht folgendes, das sich manch frischgebackene Mutter am Anfang nicht wirklich über den Nachwuchs freuen kann. Das hängt mit den Hormonen zusammen und legt sich dann meistens. Einiger meiner Freundinnen ist es am Anfang so ergangen, sie waren einfach überfordert..... und die haben sich alle vorher über das Baby gefreut und einige sogar lange dafür gebastelt. Aber es hat sich nach einiger Zeit von selbst gelegt. Dieser Babyblues ist bei manchen sehr stark und manche haben ihn halt garnicht. Natürlich ist es für uns nicht nachvollziehbar, überhaupt wenn man sich so sehr ein Baby wünscht. Laß ihr noch ein bißchen Zeit..... Ich möchte sich nicht in Schutz nehmen überhaupt wo ich sie nicht kenne, aber liebe Emmily, laß den Kopf nicht hängen, bald kannst auch du ein Baby in den Armen halten Liebe Grüße michi
Liebe Emmily, ich kann deine Wut sehr gut verstehen. Es ist wirklich ungerecht. Die, die eigentlich gar kein Kind haben wollen, werden damit überschüttet und wissen dann noch nicht einmal dieses Glück zu schätzen. Aber das ist ja meistens so, die die keins haben wollen bekommen eins. Und die, wo wie wir alle hier die sich nichts sehnlichster ein Kind wünschen, werden so bestraft. Aber ich glaube und hoffe, das wir alle hier auch endlich dieses Glück haben werden. Denn wir wissen wenigstens, dieses Geschenk zu schätzen und gehen nicht so achtlos damit um. Du bist keineswegs zu empfindlich, mir gehts genauso. Liebe grüsse Mausi
Hallo Emmily, ich glaub minni mouse liegt nicht ganz falsch: Irgendwann so in den ersten Wochen, haben viele frauen diesen babyblues. Oft können Sie es im Nachhinein nicht verstehen, aber die Hormone spielen verrückt. Und wenn so ein Quäker erst da ist, sieht auch vieles einfach realistischer - und weniger rosig aus. Ich denke auch, sie braucht etwas Zeit (natürlich kenn ich sie nicht, und kann nur allgemein sagen), um mit der neuen Situation klar zu kommen. Aber: falls es Dir nix ausmacht und ihr eigentlich gut klarkommt, kannst Du ihr Deine Hilfe ja vielleicht tatsächlich anbieten, und ihr den Kleinen mal für ne Zeit abnehmen. Vor allem, wenn keine Oma da ist, kann das ganz hilfreich sein! Ich hab übrigens schon eine Tochter - mit einigem Aufwand - , und kann so ein bisschen nachvollziehen, auch wenn es mir nie so heftig ging. Und trotzdem: Auch ich finds oft unfair, daß scheinbar alle, die keins wollen schwanger werden, und wir nicht ( wir versuchen schon seit nun fast 2 jahren an Nr. 2)
Hallo Emmily, ich muß dir ehrlich sagen auch mir ging es in den ersten Wochen nach der Geburt meiner Tochter ähnlich, aber nicht so schlimm. Ich wünschte mir manchmal auch das ich mit meinem Mann mal wieder alleine bin und endlich mal wieder nachts durchschlafen kann.Aber mit Zeit hat sich auch das eingespielt, heute möchte ich meine Süße nicht mehr missen, es wäre viel zu still hier. Wir basteln nur schon ein Jahr an Nr. 2, aber es will irgendwie nicht klappen, vorallem da mein Mann von Montag bis freitag auf Monatge ist, ist es sowieso schwieriger für uns.