Elternforum Erster Kinderwunsch

Bewusste Entscheidung... (sehr lang)

Bewusste Entscheidung... (sehr lang)

Mitglied inaktiv

Beitrag melden

...wie viele von euch hier wünsche ich mir (und besonders auch mein Schatz) sehnlichst ein Baby. Ich poste ja jetzt auch schon eine ganze Zeit lang (allerdings nicht so oft) und lese schon seit Ende letzten Jahres mit. Würde mich nur mal interessieren, ob von euch jemand ähnliche Gedankengänge hatte, bevor der Kinderwunsch entstanden ist: Ich konnte mich, obwohl ich Kinder über alles liebe, nicht so ohne weiteres zu einer endgültigen Entscheidung "durchringen", weil in meiner Verwandtschaft ein Kind geboren wurde, was einige Wochen nach der Geburt verstarb - aufgrund eines Gendefektes. (Ist aber sonst in der Verwandtschaft so noch nie vorgekommen) Da genetisch bedingte Erkrankungen ja "erblich" sind, habe ich schwer mit mir gekämpft... Man könnte sich ja in einem Humangenetischen Zentrum beraten und untersuchen lassen, auch kann man das Ungeborene untersuchen lassen... Wir haben uns entschieden und wünschen uns nun von Herzen ein Baby. Allerdings haben wir uns ganz bewusst gegen jede Art von Untersuchung entschieden. (Abtreiben käme für mich nicht in Frage) Meine FÄ ist meiner Meinung, dass jede Statistik (Krankheit kann zu soundsoviel Prozent auftreten etc.) eben auch nur eine Statistik ist und man auch außerhalb einer hohen Wahrscheinlichkeit liegen kann. Je länger unser Kinderwunsch nun dauert und ein Krümelchen auf sich warten lässt, umso sicherer werden wir in unserer Entscheidung. Wollte das nur mal so loswerden, denn obwohl mein Kinderwunsch bestand, war das "Endgültige" nicht so einfach... Nun wünschen wir uns, dass es nun auch endlich klappt, und dass diese etwas komplizierte Situation mir nicht mehr den Kopf blockiert... (wie bisher vielleicht)


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

Hallo, auch wenn ich hier nicht dazu gehöre, berührt mich dein Posting. Ich finde es toll. Ich bin zwar kein Fachmann, aber ich glaube nicht daß du Angst haben mußt, wegen des Falles in deiner Verwandtschaft eher ein behindertes Kind zu bekommen. Wenn du schreibst, daß so ein Fall in deiner Verwandtschaft vorher auch noch nicht aufgetreten ist, klingt es doch wahrscheinlich, daß es kein erblich bedingter Gendefekt war. Gendefekt ist NICHT gleichbedeutend mit erblich! Weißt du denn, um welchen Gendefekt es sich gehandelt hat? In eurem Fall könnte eine humangenetische Beratung evtl. sogar Erleichterung bringen, nämlich das Wissen, daß das Risiko bei euch wie nicht im geringsten erhöht sein muß. Würde ich zumindest anhand meines halb fachmännischen Wissens sagen (bin MTA). Abgesehen davon hat man immer ein gewisses Risiko, daß irgendwas passiert, das muß man einfach in Kauf nehmen wenn man sich ein Baby wünscht. Ich finde es gut, daß du dich ggf. gegen Untersuchungen des Ungeborenen entscheidest. Denn wenn eine Abtreibung nicht in Frage kommt, ist es ein vollkommen unnötiges Risiko das Kind durch die Untersuchung zu verlieren. Ich wünsche dir, daß jetzt ein Krümelchen ganz schnell zu dir kommen wird. Es kann es nur gut bei dir haben, weil du bereit bist es anzunehmen so wie es ist. Liebe Grüße Claudia


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

...bei mir in der Familie ist eigentlich jede Schwangerschaft bis her mit Zwillingen, wovon leider jedes Mal eines kurz nach der Geburt gestorben ist, bei meinen Geschwistern war es auch so... :-( Ich war vor kurzem ungeplant schwanger habe aber leider mein Kind verlohren...vielleicht habe ich es anfangs zu sehr abgelehnt...(Hatte zu dem Zeitpunkt schon mal im Alleinerziehenden Forum gepostet-habe mich aber wieder mit meinem Lebensg. zusammengerauft) Inzwischen ist es so, dass wir jetzt gerne ein Kind hätten, ich aber wahnsinnig Angst habe das mich das gleiche Schicksal ereilt... Kann mich deshalb noch nicht durchringen eine entgültige Entscheidung zu treffen...leider... Lieben Gruß julii


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

Hallo Julii, das ist keine Schande, dass du dich noch nicht durchringen kannst. Bei mir hat das fast 2 Jahre gedauert, aber jetzt wünschen wir es umso mehr... Die Eltern des verstorbenen Kindes haben auch ein gesundes Kind. LG und lass dich nicht runterdrücken.