Elternforum Erster Kinderwunsch

@betna

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hallo bettina! ich habe gerade dein posting "ein kind um jeden preis?" gelesen u. das hat mich sehr nachdenklich gestimmt. irgendwie ist es oft so selbstverständlich beim kiwu, daß man "um jeden preis" ein kind haben möchte. über das, was du nun geschrieben hast, habe ich mir noch nie gedanken gemacht. ähnlich ist es mir letztens zum thema adoption gegangen. einige von euch haben dieses thema ja schonmal angesprochen u. per zufall habe vor einigen tagen den bericht "ein kind aus der ferne" gesehen. auf der einen seite hielt ich es immer für eine gute lösung (wenn man das überhaupt so sagen kann), daß paaren mit unerfülltem kiwu u. auch kindern, die kein zu hause haben, "geholfen" werden kann. (ich hoffe, ihr wißt, wie ich das meine. hört sich jetzt so plump an.) in dem bericht haben sie jedoch kinder gezeigt, die mit 2- 3 jahren aus ihren familien regelrecht abgeholt und mit nach deutschland bzw. frankreich genommen wurden. als ich den kleinen jungen gesehen habe, von dem sich seine eltern u. geschwister in tränen aufgelöst verabschiedet haben, kamen mir auch gleich die tränen. ich fand das furchtbar. in einer weiteren folge wurde dann ein 6jähriges mädchen von einer deutschen alleinstehenden frau anfang 50 adoptiert. im bericht sah man später, daß das mädel glücklich war. aber zu anfang, als man sie in dem kinderheim sah mit all ihren freunden, da kamen selbst der frau zweifel, ob sie die kleine aus der gewohnten umgebung "herausreißen" soll. zumal man ihr zu bedenken gab, daß sie bereits über 60 ist, wenn die kleine in die pubertät kommt u. sie selbst nicht einschätzen konnte, ob sie dann noch die kraft haben wird, sich damit auseinander zu setzen. es gibt sicher für alles ein für und wider. aber dieser bericht hat mich sehr nachdenklich gestimmt. grds. habe ich dem thema adoption immer sehr offen gegenüber gestanden. aber wenn ich mir vorstelle, ich würde ein kind von etwa 3 jahren aus seiner FAMILIE reißen...ich weiß nicht, aber ich glaube, das könnte ich nicht. sicher, das sind vielleicht auch ganz besonders extreme fälle, aber ich denke, auch in diesem fall würde ich kein kind "um jeden preis" haben wollen. so, nu grübel ich noch ein wenig weiter, hibbel unverständlicherweise meinem nmt entgegen (mein gesicht sagt mir jetzt schon, daß die mens pünktlich kommt...grmpf) und werde dann ins bett gehen und uns allen weiter die daumen drücken zum positiven testen. gute nacht! :-) die nanni


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Antwort auf diesen Beitrag

Liebe Nanni, auch Dir vielen lieben Dank für Deine Reaktion auf mein Posting. Es sollte ja auch *nur* meine aktuellen Gedanken darlegen (die ich mir so auch noch nicht gemacht hatte) und Euch ein wenig zum nachdenken anregen, was es anscheinend auch gemacht hat. Du schreibst viel zum Thema Adoption. Du hast recht, es gibt eine ganze Menge trauriger Beispiele, die ich auch schon gehört und gesehen habe (im frz. Fernsehen gab es mal eine ganz ähnliche Reportage, bei der Kinder aus ihren Ursprungsfamilien förmlich herausgerissen wurden, um dann in Frankreich adoptiert werden zu können). Das ist ganz klar NICHT, was ich möchte. Bisher habe ich mich auch wirklich noch nicht erkundigt, wie das hier in Luxemburg abläuft und wo die Kinder herkommen. Ich weiss auch nicht, inwieweit man eigene Wünsche äussern darf - und sollte. Bestimmt möchte jedes Paar ein ganz junges und gesundes Baby haben, aber heisst das, ältere und kranke Kinder sind dann "unvermittelbar"? Wieso sollte man bei einer Adoption mehr *wählen* können als bei einer Geburt? Ich weiss auch nicht, ich weiss nur, dass meine Entscheidung feststeht: sollte meine Mens jetzt wieder mal eintrudeln, wird das Mail ans Rote Kreuz Luxemburg abgeschickt, damit mein Mann und ich zumindest schon mal ein Beratungsgespräch bekommen. Alles weitere sehen wir dann, und ich werde auf jeden Fall im Forum auch davon berichten. Liebe Grüsse an Dich von Bettina