Mitglied inaktiv
Hallo Ihr zwei! Also, Wonneproppen hat das schon ganz gut beschrieben. Als erstes brauchst Du eine Position, in der Du Dich traust, in Dich reinzufassen. Ich mache das immer sitzend auf der Toilette. Beim ersten Versuch nimmst Du vielleicht erst einmal nur einen Finger. Wenn es Dich nicht weiter Stört, dann kannst Du auch zwei Finger nehmen. Ich nehme immer den Zeigefinger und den Mittelfinger. Den oder die Finger führst Du dann ganz vorsichtig in die Scheide hinein. Wenn Du hinten (oder oben) angekommen bist, merkst Du, dass etwa in der Mitte etwas in die Scheide hineinragt. Das ist der Gebärmutterhals, also der Eingang in die Gebärmutter. An der Spitze des Gebärmutterhalses befindet sich der Muttermund - der eigentliche Eingang - den kannst Du als kleine Vertiefung eventuell auch als kleines Loch fühlen. Der Gebärmutterhals ist normalerweise fest, und Muttermund ist normalerweise verschlossen. Wenn die fruchtbare Zeit naht, dann wird der Gebärmutterhals weicher und zieht sich ein wenig zurück, wird also kürzer, und der Muttermund beginnt sich zu öffnen. Dabei wird dann übrigens auch der spinnaber Schleim gebildet. Jetzt beginnt die Zeit, in der man fleißig üben sollte. Kurz vor dem Eisprung kann man manchmal den Gebärmutterhals kaum noch ertatsten und der Muttermund ist so weit offen, dass Du bequem einen Finger hineinstecken kannst. Ist der Eisprung vorüber und die fruchtbare Zeit zu Ende, dann schließt sich der Muttermund wieder und der Gebärmutterhals wird wieder fest und ragt wie am Anfang des Zyklus tief in die Scheide hinein. Im Übrigen kann man mit der Methode am besten den Schleim testen. Dazu nimmst Du den Muttermund zwischen die beiden Finger, drückst ihn leicht zusammen und ziehst die Finger wieder heraus. Dann hast Du genau zwischen diesen beiden Fingern des Zervixschleim und kannst ihn gut auf Spinnbaerkeit testen. Dazu vielleicht noch das: Der Zervixkanal (Gebärmutterhals) ist durch einen zähen Schleimpfropf verschlossen, so dass die Bakterien der Scheide nicht in die höheren Genitalabschnitte gelangen. Der Zervixschleim (das Zervikalsekret) verändert sich zyklisch. Diese Veränderungen kann jede Frau selbst feststellen und mit ein wenig Erfahrung daraus ableiten, in welchem Stadium des Zyklus sie sich befindet. Zu Beginn des Zyklus, nach der Menstruation, ist die Scheide eher trocken. Es tritt wenig Zervixschleim aus. Zur Zeit des Eisprungs wird vermehrt Schleim gebildet; er ist deutlich dünnflüssiger. Aufgrund seiner chemischen Zusammensetzung lässt er in den fruchtbaren Tagen die Samenzellen hindurch. Während das Milieu der Scheide eher sauer ist, bietet der alkalische Zervixschleim den Samenzellen ein günstiges Klima zum Überleben. Der Schleim in der Mitte des Zyklus ist dünnflüssig, glasklar und zieht Fäden, wenn er zwischen zwei Fingern getestet wird. Jetzt ist eine Befruchtung möglich. Gegen Ende des Zyklus wird der Schleim weißlich und klumpig, die Menge des Schleims nimmt wieder ab. Die Veränderungen im Hormonspiegel sind die Ursache, dass der Schleim im Verlauf des Zyklus unterschiedlich aussieht und sich unterschiedlich anfühlt. Je näher die fruchtbare Phase kommt, um so höher steigt der Östrogenspiegel, im Zervixschleim wird mehr Salz produziert. Kurz vor dem Eisprung kristallisiert dieses Salz. Dies sieht unter dem Mikroskop aus wie ein Farnblättermuster. Mit Hilfe der Geräte Cycle View oder Bio-tester, die in der Apotheke angeboten werden, können diese Veränderungen des Zervixschleimes vergrößert und besser analysiert werden. Ach ja, liebe Ratte, unser Wonneproppen hat recht, wenn sie sagt, hier ist niemand blöde. Als ich vor zwei Jahren mit dem Üben angefangen habe, wusste ich das alles auch noch nicht. Und dazu sind wir ja alle hier. Wenn jemand etwas nicht weiß, dann wird einfach gefragt. Antworten kommen ganz bestimmt. Liebe Grüße gosi
gosi, ich dachte schon, ich wäre dir zu nahe getreten. Aber so, wie du das erklärst ist das schon toll. Bist du Ärztin oder so ? Ich dachte nur, weil du das so gut beschreiben hast. bis bald Ratte
Nee, Ärztin bin ich nicht. Ich will nur immer alles ganz genau wissen. Und das Internet und eigene Erfahrungen in den letzten zwei erfolglosen Jahren mit Kinderwunsch haben dazu geführt, dass ich doch eine ganze Menge weiß. Und das gebe ich natürlich auch gerne weiter. Liebe Grüße gosi