Mitglied inaktiv
Liebe Winona, ich hatte schon länger überlegt, dir zu schreiben, zumal deine Symptome, als du noch nicht wusstest, dass es eine Eileiter-SS sein würde, mir so bekannt vorkamen - leider. Aber warum schon im Vorfeld verrückt machen... Ich habe im vergangenen September, nachdem ich überglücklich über die endlich eingetretene Schwangerschaft war, das Gleiche durchleben müssen wie du, und es hat mich sehr hart getroffen. Eines Nachts (5. SSW) bekam ich fürchterliche Schmerzen, habe versucht, sie zu ignorieren - erst, als am nächsten Vormittag Blutungen dazu kamen, bin ich ins KH zu meinem Doc gefahren. Irgendwie wusste ich da schon, dass es vorbei war. Ging dann alles sehr schnell, denn der EL war kurz vor´m Platzen. Über einen halben Liter Blut mussten sie aus dem Bauchraum spülen - war also schon recht kritisch... Natürlich habe ich im Anschluss an die Bauchspiegelung (es wurde eileitererhaltend operiert) auch viel über EUG bzw. Eileiterschwangerschaften gelesen. Es ging mir wochenlang sehr schlecht, und ich hatte zudem noch schlimme Schmerzen, die der Doc nicht klären konnte. Vermutlich rührten sie von einem Narbenstrang her oder von einer Verwachsung durch die OP. Erst durch die erneute SS sind sie verschwunden, keine Ahnung, ob sie später wieder auftreten. Nach der OP hatte ich zunächst offensichtlich keinen ES. Ich habe ihn stets mit Hilfe von Persona und der Basaltemperatur, außerdem mit Hilfe von Muttermund- und Schleimbeobachtung (das volle Programm also) recht zuverlässig feststellen können. Aber die ersten beiden Monate lief diesbezüglich wohl nix. Da ich leichtes PCO (aber ohne Übergewicht und ohne erhöhte männliche Hormone) habe, außerdem eine Gelbkörperschwäche, lag die Überlegung nahe, es doch einmal mit Clomifen zu versuchen. Bis zum neuen Jahr wollte ich mir und meinem Körper Zeit geben - nicht gerade viel, nach der EUG im September, aber ich bin seeeehr ungeduldig... Nun ja, im Januar zeigten mir Persona und der ganze andere Kram wieder einen ES an (spät, wie immer: 26. ZT!!!), und nun bin ich in der 35. SSW. Die Ängste zu Beginn und auch schon vor der zweiten SS waren unbeschreiblich! Das Risiko, erstmals eine Eileiterschwangerschaft zu haben, liegt schließlich bei mageren 1-2%, das Wiederholungsrisiko bei 20-30% (die Angaben schwanken). Zudem hatte ich in der Zeit nach dem ES und nach dem positiven SST Schmerzen in der Gegend des rechten Eileiters. Es stellte sich heraus, dass es sich um eine harmlose Gelbkörperzytse handelte, die nach einiger Zeit wieder verschwand. Die Erleichterung war riesig, aber erst, als ich in der 6. SSW das Herzchen habe schlagen sehen, war die schlimmste Angst vorbei. Zuvor hatte auch mein Doc immer wieder Bedenken, dass es erneut eine EUG sein könnte, obwohl der HcG-Wert dieses Mal sehr brav anstieg (im Gegensatz zum letzten Mal, als er schon zu Beginn extrem niedrig war). Schlimm fand ich noch den Moment, als die KH-Rechnung eintrudelte (bin privat versichert): "Entfernung des Graviditätsproduktes" stand dort. Furchtbar! Liebe Winona, das war mein Bericht, vielleicht hast du noch Fragen oder magst erzählen, wie es dir momentan geht. Dann kann ich eventuell besser auf deine Situation eingehen. Für´s Erste wünsche ich dir alles, alles erdenklich Gute! Pflege dich, lass dich verwöhnen und versuche, vorwärts zu denken. Ich habe mich damals über jeden Bericht gefreut, der von einer glücklichen SS nach einer EUG handelte, ich hoffe, dir macht es auch ein wenig Mut! Alles Liebe von Jo
Ist ein wenig missverständlich ausgedrückt: Ich habe KEINE Clomifenbehandlung hinter mir, wollte den Zyklus, in dem ich erneut schwanger wurde, abwarten und dann loslegen. Liebe Grüße Jo