Mitglied inaktiv
Liebe Minimaus, natürlich kann ich Deine Gründe sehr gut verstehen. Ich habe auch große Angst vor der IVF und daß da etwas schiefgehen könnte. Mein Mann hat mir dann vorgeschlagen, erstmal alles abzusagen. Aber das bringt uns auch nicht weiter auf dem Weg zum eigenen Baby! Irgendwann würde ich mir dann vielleicht vorwerfen, nicht alles versucht zu haben. Deswegen ziehen wir das jetzt durch und ich nehme dafür meinen ganzen Mut zusammen. Andere schaffen das doch auch! Bei der ersten IUI dachte ich auch, was das wohl Schlimmes sein würde, und dann war es total easy. Und wenn ich dann einmal mittendrin bin in der IVF-Behandlung, ist es bestimmt auch nicht so schlimm. Der erste Schritt ist IMMER der schwerste! Einer Adoption stehe ich auch sehr positiv gegenüber, aber erst will ich selbst mal alles versuchen. Es ist schon alles total blöd. Weißt Du, was bei Dir vielleicht auch wichtig wäre? Daß Du eine Praxis findest, wo Du Dich wohlfühlst. Die Gefühle, die Du beschreibst (von der Untersuchung) kenne ich von mir gar nicht, aber das liegt vielleicht wirklich auch mit an der netten Ärztin und den lieben Schwestern in der Praxis. Da fühlt man sich eben einfach gut aufgehoben. Du bist vielleicht einfach nur beim - für Dich - falschen Arzt gelandet. Gibt es denn keine andere Praxis bei Dir? Und dann noch was, eventuell zum Mutmachen: ich fand die IUI´s lange nicht so unangenehm wie normale Untersuchungen oder gar die EL-Durchgängigkeitsprüfung! IUI ist echt ein Klacks! Vielleicht könnt Ihr Euch ja wenigstens aufraffen, EINEN Versuch zu machen, und wenn es für Dich wieder so schlimm ist, müßt Ihr ja nicht weitermachen. Bitte versteh mich nicht falsch, ich will Dich nicht zu irgendwas überreden, aber ich habe das Gefühl, daß bei Dir gleich am Anfang was schiefgelaufen ist und Du deswegen jetzt Angst hast, alles andere könnte noch schlimmer werden. Aber wenn Deine Entscheidung schon felsenfest steht, wünsche ich Dir natürlich alles Gute für Deinen Weg!! LG Heike
Liebste heikilein, irgendwie scheine ich mich nicht verständlich genug auszudrücken. Vielleicht eine kleine Geschichte dazu: Ich wurde mit einer hämolytischen Gelbsucht geboren. Die entsteht, wenn eine Rhesusfaktor-negative Mutter ein Kind mit Rhesusfaktor-positiv in sich trägt. Für das Kind so lebens-bedrohlich, dass gleich nach der Geburt ein Blutaustausch erfolgt. Ca. 10 Tage blieb ich deshalb nach der Geburt im Krankenhaus. Meine Mutter erlebte mich in dieser Zeit als ein wimmerndes Etwas, an diverse Schläuche angeschlossen, Nahrung verweigernd, bläulich verfärbt. Sie hat Wochen gebraucht, mich danach einigermaßen aufzupäppeln (ist ihr aber gut gelungen - Mami, ich liebe dich...). Nun ich will hier nicht unbedingt S. Freud zitieren, glaube aber, dass dies der Grund für meine Abneigung gegen technische Medizin ist. Denn ich hatte schon immer Probleme damit, noch bevor mich meine Mutter über o. g. aufgeklärt hat. Sicher kommen noch Ängste dazu, sind aber nicht so maßgeblich. Vielleicht kannst du mich jetzt verstehen. Ich danke dir aber sehr für deine Anteilnahme, tut echt gut. Liebe Grüsse minimaus