Mitglied inaktiv
Hallo Bonnie, ich habe Dir mal den Text noch mal hier her kopiert. Die Beiträge rutschen immer so schnell runter. Was ich komisch finde, ich habe gestern meine Regel bekommen obwohl mir die Praxis eigentlich gesagt hat. das ich sie unter Synarela-Nasenspray nicht kriege. vielen Dank für Dein liebes und umpfangreiches Posting. Wir machen die ICSI, weil nur noch ein Eierstock da ist nd weil mein Eileiter dicht ist. Da hilft leider selber üben auch nicht. Was für mich bis heute unverständlich bleibt, ist die Tatsache das selbst meine FÄ nie was von Endo erzählt hat. Die ganze OP hätte schon vor ca 10 Jahren erfolgen müssen.Ich fühle mich total betrogen und bin am überlegen ob ich wechseln sollte. Sie hat mich nur immer vertröstet. Eine korrekte Diagnose hätte mir zu mindesten erklährt das die Endo immer wieder kommt. Ein rechzeitige OP hätte mir die vielen schmerzhaften Punktionen durch die Bauchdecke erspart. Hast Du tipps für Argumente für ein 4-Augen-Gespräch. Ich möchte möchte ihr schon noch erklähren das ich das ganze nicht in Ordnung finde. vielen Dank für Deine Hilfe liebe Grüße Jean
Liebe Jean, gut, dass Du Deinen Text nochmal gepostet hast, habe ihn gerade erst gesehen. :-) Das mit den Punktionen hat mich - ehrlich gesagt - auch gewundert. Ich habe immer nur gehört, dass man optimalerweise per Bauchspiegelung Zysten UND Endoherde komplett entfernt. Denn wo Schokoladenzysten sind, sind auch weitere Herde. Die Endometrioseherde kommen zwar meist wieder, aber es dauert dann wenigstens einige Zeit. Was eine alleinige Zystenpunktion da bringen soll, war mir auch schleierhaft, aber ich bin ja keine Ärztin. Ich würde auf jeden Fall mal eine zweite Meinung einholen, kostet nix und Deine Ärztin erfährt davon auch nichts. Ein Vier-Augen-Gespräch mit der Ärztin ist sicher auch nicht falsch, aber da Ärzte niemals Fehler zugeben, wird das eher was für Deinen Seelenfrieden bringen, als konkrete Ergebnisse, fürchte ich. Zumindest meine eigene Ärztin ist sehr störrisch und der Meinung, man brauche überhaupt nicht mit Patientinnen groß diskutieren, weil die automatisch keinerlei Ahnung von ihrem Körper haben und nur sie allein den Durchblick hat, jaja. Aber trotzdem kann es sicher nicht schaden, wenn Deine Ärztin Dir nochmal erklärt, wieso sie bei den Zysten nicht auf Endo getippt hat, bzw. dies nicht gesagt hat, und wieso überhaupt punktiert wurde. Punktiert werden ja normalerweise nur Zysten, die mit wässriger Flüssigkeit gefüllt sind. Ihre Hülle wird nach der Punktion vom Körper resorbiert und verschwindet. Für Endometriosezysten, die ja mit altem, braunem Blut gefüllt sind, gilt dies aber nicht auf dieselbe Weise. Wie auch immer es war, ich würde nicht zu sehr mit der Vergangenheit hadern. Es ist nicht sicher, dass eine OP vor 10 Jahren alles anders hätte laufen lassen. Endo ist fies und hartnäckig, so oder so, und sie sitzt gern da, wo man sie am wenigsten brauchen kann. Meine Freundin hat sich, wie gesagt, schon früh mehrfach operieren lassen. Trotzdem war die Endo sehr stark und kam auch immer stark wieder samt Schoko-Zysten etc. Sie hatte einfach Glück, dass die Eileiter frei waren. Ich würde nochmal auf die ICSIs setzen. Habt Ihr (nur sicherheitshalber) auch schon an eine Adoption gedacht? Weil die Wartelisten in Deutschland so lang sind, kann man auch eine Auslandsadoption erwägen. Es gibt auch Kinder, die aus Osteuropa stammen und daher äußerlich nicht "exotisch" aussehen, falls Ihr das nicht möchtet. Vielleicht klappt es nicht mit dem Schwangerwerden, weil es ein Kind gibt, das schon irgendwo genau auf Dich wartet...? Alles Liebe, Bonnie