Elternforum Erster Kinderwunsch

An Bonnie und an miri...

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Hallo Ihr beiden, vielen Dank für Eure ausführlichen Geschichten. Ich werde Euch nun meine schreiben, ich verspreche ich mache es auch so kurz wie es nur geht. Ich habe seit 1988 eine Zyste am linke Eierstock, die sich so bis vor ca 10 jahren nicht wesentlich geändert hat. Plötzlich fing sie an zu wachesen und wurde etawa 2. im Jahr durch die Bauchdecke punktier, was nicht angenehm war, aber es mußte dann sein, wenn ich keinen Reissverschluss an der Hose mehr zu bekam. wegen meiner zahlreichen vor OPs hat man sich nie getraut eine Bauchspiegelung zu machen. Von Endometriose war nie die Rede. Ab und an viel mal das Wort Schokoladenzyste, es wurde mir aber nie etwas erklähert. Ich habe nach jeder Punktion neu gehofft das sie nicht mehr wieder kommt. Niemand hat mir gesagt das sie einem normalen Zyklus unterliegt. Nicht einmal meine FÄ. Im Aug. 03 haben wir dann eine IVF durchführen lassen. Die Endo ist während der Behandlung noch mal punktiert worden, da die heranreifenden Folikel nicht zu sehen waren. 2 Tage nach dem Transsfer bekam ich Fieber und Bauchschmerzen. Bin dann in die Klinik, die haben gesagt das kann passieren und haben mich nach einer Blutentnahme und mit Paracetamol nach hause geschickt. Am selben Abend kam der Anruf das die Blutwerte so schlecht wären und ich morgen früh noch mal vorbeikommen soll. Sie hatten alles schon ohne mich besprochen und mich gleich stat. behalten. Es stellte sich dann raus das ich eine eitrige Eierstockentzündung hatte. Nach 2 Wo Antibiotikainfussion durfte ich dann wieder nach hause. Ich war dann 10 Tage zu Hause, und bekam wieder Fieber und starke Bauchschmerzen. Ich hatte die Sch... volle habe nachts die Sachen fürs KH gepacht und bin am Morgen wieder dort ins KH aber gleich in die Notaufnahme. Beim US stellte man dann fest das die Zyste 8x8x6 cm groß ist und vermutete das wohl einige von den Entzündungskeimen in die Zyste gelangt waren, da sie total vereitert war. Sie wurde dann vaginal punktiert und Antibiotika bekam ich auch wieder. Nch 5 Tagen war sie dann fast wieder soe groß und es wurde in 2 OPs versucht sie vaginal zu spalten um einen Drang zu legen damit man sie spühlen kann. Es gelang nicht. Nun wurde eine große OP geplant wie der befallene Eierstock entfernt werden sollte. Zur Absicherung wurden MRT und CT und zahlreiche andere untersucheungen gemacht. Ende Okt 03 war dann die Bauch OP. Somit war erst mal Pause mit der KIWU Behandlung. Ich März haben wir dann eine ICSI machen lassen die abgebrochen werden mußte da die Eizellen so schlecht waren da ja nur noch der andere Eierstock Folikel produziert hat. Im April haben wir die Praxis gewechselt und eine weitere ICSI gemacht. Die lief gut ab. Aber der SSTest war negativ. In einem anschließenden Gesprächt hat man mir dan eine 3 monatige Behandlung mit Synarela-Nasenspray nahegelegt. Was ich zur Zeit auch noch nehme. Da vermutet wurde das auch Endo Herde in der Gebährmutter sind, die die Einnistung verhindert haben könnten. Im Herbst werden wir dann warscheinlich unsere letzte ICSI machen. ich hoffe es klappt. dann, aber eigentlich habe ich die Hoffnung fast aufgegeben, warum soll es ausgerechnet dann klappen. Das Loch zum fallen war beim letzten mal einfach zu tief. Ich bin noch nicht wieder oben angekommen. Tut mir leid das es doch so viel geworden ist. Vielen Dank fürs lesen. liebe Grüße Jean Miri, Dir wünsche ich noch alles Gute für die SS.


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Liebe Jean, Mensch, da hast Du ja schon einiges hinter Dir, Du Arme (sei erstmal lieb gedrückt!). Ich würde die Hoffnung trotzdem nicht aufgeben. Ein Eierstock reicht ja grundsätzlich völlig aus, um schwanger zu werden. Er übernimmt die Funktion des anderen und produziert einfach jeden Monat ein Ei. Werden die ICSIs bei Dir denn wegen der Endometriose gemacht, oder weil Du keinen Eisprung hast? Wenn es wegen der Endo ist, kannst Du zweigleisig fahren: ICISIs machen und bei Misserfolg spontan "üben", beides kann sehr gut erfolgreich sein. Wenn Du ohne Stimulation keine Eisprünge hast, ist es natürlich schwieriger. Aber Du könntest vielleicht etwas tun, um welche zu kriegen. Endo ist ja kein Grund für fehlende Eisprünge. Oft hilft ein bissel Ursachenforschung, warum die Eireifung nicht klappt (Gewicht, Lebensweise, Ernährung, Bewegungsmangel, seelische Konflikte, Partnerschaftsdinge, berufliche Überlastung etc.). Mit Luna-Yoga sind zum Beispiel schon viele Frauen zum Eisprung gekommen und haben sogar ihre Endometriose reduzieren können. Auch die Ernährung spielt übrigens bei Endo eine große Rolle: Endometriose ist nach neuesten Forschungen eine sog. Östrogen-Überschuss-Erkrankung. Das heißt, es wird (über Nahrung und Trinkwasser) zuviel Östrogen aufgenommen. Zu fettreiche Ernährung enthält Östrogene und verursacht zusätzlich eine zu starke Östrogenproduktion im eigenen Körper. Falsche Ernährung mästet also die Endometriose. Vollwertkost kann sie deutlich reduzieren, so dass man das Problem besser in den Griff kriegt (mache ich auch seit einiger Zeit). Wenn Du gern mehr über diese Zusammenhänge erfahren möchtest, empfehle ich das genial-gute Buch "Frauenkörper - Frauenweisheit" von Christiane Northrup (selbst langjährige Frauenärztin). Sie stellt nicht nur einen Bezug zwischen Ernährung und Endometriose her, sondern auch zwischen seelischen Gegebenheiten und Endometriose. Für sie hat Endometriose zum Beispiel auch etwas zu tun mit ungelebten Träumen oder unausgelebter Kreativität. Lies einfach mal selbst, man hat wirklich Aha-Erlebnisse und erfährt, was man selbst tun kann. Übrigens sind Deine Unterleibs-OPs kein Hindernis für eine Schwangerschaft. Ich hatte selbst insgesamt auch schon vier solcher OPs, davon zwei BS, trotzdem bin ich zweimal schwanger geworden. Meine Mutter, das wollte ich noch kurz erwähnen, hat mit nur einem Eierstock mich und meine Schwester bekommen, es macht also nix, wenn einer fehlt. Alles Liebe und lass den Kopf nicht hängen, huh? Ich drücke Dir (und mir auch ;-)) die Daumen, dass Dein Traum doch noch wahr wird, Bonnie


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vielen Dank für Dein liebes und umpfangreiches Posting. Wir machen die ICSI, weil nur noch ein Eierstock da ist nd weil mein Eileiter dicht ist. Da hilft leider selber üben auch nicht. Was für mich bis heute unverständlich bleibt, ist die Tatsache das selbst meine FÄ nie was von Endo erzählt hat. Die ganze OP hätte schon vor ca 10 Jahren erfolgen müssen.Ich fühle mich total betrogen und bin am überlegen ob ich wechseln sollte. Sie hat mich nur immer vertröstet. Eine korrekte Diagnose hätte mir zu mindesten erklährt das die Endo immer wieder kommt. Ein rechzeitige OP hätte mir die vielen schmerzhaften Punktionen durch die Bauchdecke erspart. Hast Du tipps für Argumente für ein 4-Augen-Gespräch. Ich möchte möchte ihr schon noch erklähren das ich das ganze nicht in Ordnung finde. vielen Dank für Deine Hilfe liebe Grüße Jean