Elternforum Entwicklung im 1. Lebensjahr

Wiedereinstieg Beruf

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Wiedereinstieg Beruf

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Hallo, wie war/ist das bei euch mit dem Job? Habt ihr nach der Geburt schnell wieder angefangen zu arbeiten oder seid ihr für längere Zeit in den Mutterschutz gegangen? Unsere kleine Mali-Maus ist jetzt ein knappes halbes Jahr und sie ist das beste und schönste was uns je passiert ist. Versteht mich nicht falsch, ich liebe mein Kind wirklich und würde alles für sie tun. Trotzdem (ich hab fast ein schlechtes Gewissen das zuzugeben) vermisse ich manchmal meinen Job. Ich habe immer sehr hart gearbeitet und war ziemlich erfolgreich in meinem Beruf. Momentan genieße ich die Zeit zu Hause mit Mali. Wenn sie ein Jahr alt wird (Ende Juli) würde ich schon ganz gerne wieder anfangen zu arbeiten. Wie seht ihr das? Falsch oder richtig? Danke schonmal. LG Niamh


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Hallo, ich habe meinen Kleinen August 2006 bekommen, hatte dann die normalen acht Wochen Mutterschutz nach der Geburt und hatte mir noch meine sechs Wochen Jahresurlaub aufgehoben. Mein Vertrag war bis Dezember befristet, also wollte ich keinen Erziehungsurlaub nehmen, wegen Arbeitslosengeld usw. Ich hätte also knapp sieben Wochen arbeiten müssen. Heute bin ich froh, daß es mir nach meinem KS so schlecht ging, daß ich im Endeffekt nicht mehr arbeiten musste. Obwohl ich meine Arbeit echt total geliebt habe und eigentlich gleich weiter arbeiten wollte, bin ich echt heil froh, daß mein Arbeitsvertrag vorbei ist und ich zu Hause sein kann. Ich versuche jetzt irgendwie von zu Hause aus was zu machen, damit ich mindestens zwei Jahre voll für meinen Sohn da sein kann. Habe mich zur richtigen Arbeitsgegnerin entwickelt, denn: die prägendsten Jahre sind die ersten zwei bis drei Jahre Deines Kindes. Wenn Du nun wieder arbeiten gehst, wenn auch nur halbtags oder so überlässt Du in dieser Zeit die Erziehung einer anderen Person. Wenn da was schief läuft, kannst Du das nicht mehr gut machen, die Zeit gibt Dir niemand mehr zurück und Deinem Kind auch nicht. Ich kenne vom Büro sehr viele Frauen, die bereuen weiter arbeiten gegangen zu sein. Etwa 80 % der Mütter haben gleich nach dem Mutterschutz voll oder teilzeit weiter gearbeitet (bin in der Personalabteilung gewesen) und genau diese 80 % beneiden alle die anderen 20 %, die drei Jahre Erziehungsurlaub gemacht haben. Ich vermisse nichts und bin auch noch nicht so weit mein Kind zu anderen zu geben, nicht mal zur Oma, ich vermisse ihn immer gleich und denke, das ist auch ok so. Aber das muss jeder für sich selber entscheiden, bevor Du Dich wie ne frustrierte Hausfrau fühlst und den Frust auf Dein Kind überträgst, dann geh halt arbeiten. Da kann Dir keiner rein reden, deswegen bist Du trotzdem keine Rabenmutter.... Liebe Grüße, Diana


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Hallo Niamh! Also ich kann dich verstehen. Meine Tochter ist heute 4 Wochen alt...es gibt nichts schöneres, was einem passieren kann und man genießt jeden tag, jede Stunde, ja sogar jede Sekunde mit ihr. Aber ich bin auch ein Arbeitstier. ich werde auch nach den 8 Wochen, also in 4 Wochen wieder ins Berufsleben einsteigen. Die Kleine kommt vorerst mit zur Arbeit und für später habe ich eine Tagesmutter, die sich an meine Arbeitszeiten anpasst. Also mach dich nicht verrückt...es ist völlig normal, wenn du das Verlangen hast auch mal wieder was anderes zu tun. Früher sind die Frauen alle wieder nach 8 Wochen z. Arbeit und wir Kiddi´s waren von Früh 6Uhr bis Abends 17Uhr in der kita. LG laetitiae


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Hallo, danke für eure Antworten. Sehr beruhigend, dass es nicht nur mir so geht :-) Das eine Jahr zu Hause genieße ich wirklich sehr. Ein Leben ohne Mali würde gar nicht mehr gehen. Sie ist ganz klar der Mittelpunkt, mein ganzer Fokus. Aber ich habe immer gerne und erfolgreich gearbeitet. Am Anfang hätte ich sogar die Möglichkeit weniger Stunden zu arbeiten, so dass ich Mali und ich uns beide Schrittweise daran gewöhnen könnten. Wir leben in London und ich würde zunächst gerne eine Nanny nehmen, die uns auch ein paar Jahre treu bleibt, damit Mali sie als Bezugsperson wahrnimmt und sich nicht ständig an jemand neues gewöhnen muss. Später, wenn sie etwas älter ist, würde ich/ würden wir gerne ein AuPair Mädchen nehmen. Ich war selber auch mal AuPair und fand es super. Naja, das sind bisher nur Überlegungen, ich muss bloß meinem Unternehmen bald eine finale Antwort geben, wann ich wiederkomme und das ist irgendwie gar nicht so leicht. LG Niamh


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Hallo, also meine Mutter und alle meine Tanten und Bekannten sind NICHT gleich nach 4 Wochen wieder arbeiten gegangen, sondern waren auch mind. 1 Jahr lang zuhause bei voller Weiterzahlung des Gehaltes, jedenfalls hier bei uns in den neuen Bundesländern. LG Steffi


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Ich kann Dich verstehen und daß, obwohl ich nicht unbedingt ein Arbeitstier bin! Mein Sohn ist jetzt auch 6 Monate alt und ich möchte ihn auch nie wieder hergeben. Aber manchmal fällt mir zu Hause die Decke auf den Kopf und im Moment treffe ich in der Freizeit auch nur andere Mütter. Einerseits freue ich mich über diesen Austausch, aber andererseits fehlen mir die Gespräche aus dem Büro über die Arbeit, die Kollegen oder einfach nur andere Themen. Manchmal komme ich mir total abgeschnitten vor. Bevor mein Sohn da war, war ich der festen Überzeugung erst nach 3 Jahren wieder arbeiten zu gehen, jetzt bin ich mir nicht mehr sicher. Eine Kollegin geht 1-2 Tage die Woche voll arbeiten, vielleicht wäre das in ein paar Monaten auch etwas für mich. Für einen Tag könnte ggf. eine Oma einspringen.


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Hallo! Ich habe nach der Geburt meiner ersten nach 10 Monaten wieder angefangen.Ich hätte auch früher, aber habe keine passende Stelle gefunden. Dez.05 kam das 2.Kind, da habe ich im September (als Zwergi 9 Mon war) wieder gestartet. Auch da wollte ich früher, aber mein Chef wollte nicht, da er es sich nicht vorstellen kann, wie man mit 2 Kindern auch noch arbeiten gehen kann, und nicht permanent fehlt. Ich arbeite Halbtags, 4 Tage die Woche. Ich kann dich voll und ganz verstehn. Und ich kann dir nur zuraten, wieder in deinen Beruf einzusteigen, und einen "Fuß in der Türe" zu lassen. Stell dir vor, du bekämst jetzt noch ein Kind und du hättest dazwischen nicht gearbeitet: da fällt es glaube ich richtig schwer wieder einzusteigen. Was die Betreuung der Kinder betrifft: Mach dir da mal keinen Kopf! Da du eine gute Mutter bist, suchst du dir auch die Betreuungsperson deines Kindes sehr genau aus. Ob das Oma oder Tamu ist, dein Kind wird sich an diese Person gewöhnen und es wird ihm dort gutgehen. Wenn die Kinder älter werden, merkst du auch wie sie davon profitieren, daß sie gelernt haben mit mehreren Personen klarzukommen. Du bringst sie ja nicht jeden Tag zu jemand anderem..... Obwohl ich arbeite verbringe ich noch genügend Zeit mit meinen Kindern um ihnen die Hauptbezugsperson zu sein, wie der Papa natürlich auch. Aber ausgesprochene "Mama"Kinder sind beide nicht - was ich jetzt gar nicht mal schlimm finde...... Ich bereue es überhaupt nicht, daß ich berufstätig bin und ich habe auch nicht daß Gefühl, daß ich "Meilensteine" in der Entwicklung meiner Kinder nicht mitbekommen hätte. Im Gegenteil, seit ich nach dem Zweiten wieder arbeite bin ich viel ausgewogener(obwohl mein Beruf sehr anstrengend ist), ich freue mich jeden Abend riesig auf meine Familie. Der Nachteil (für manche wäre es vielleivht einer: meine Mädels gehen nicht vor 21 Uhr ins Bett, da ich erst so gegen 18.30 heimkomme, bis dann gegessen ist, gespielt,vorgelesen.....ach, aber das ist mir irgendwie ziemlich schnuppe. Ich hoffe sehr, daß du für dich die richtige Entscheidung triffst, aber denke auch an Dich dabei! Es gibt nicht nur die lieben Kleinen....sie sind doch trotzdem das wichtigste was wir in unserem Leben haben....! Grüße Katrin


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Ich hab gerade vor 2 Wochen wieder angefangen zu arbeiten (Vollzeit), mein Sohn ist 11 Monate alt. Bisher klappt es sehr gut, und mein Mann und ich haben den Eindruck, dass er in den 6 Wochen, die er jetzt zur Tagesmutter geht, schon eine Menge gelernt hat (z.B. ist er eine richtige Plaudertasche geworden, was er vorher nicht war). Wenn Du die Betreuung für Dein Kind sorgfältig auswählst, spricht nichts dagegen, dass Du wieder arbeiten gehst. Dein Kind hat durch den Kontakt zu anderen Menschen so viele Anregungen, die ein Kind, das fast den ganzen Tag mit der Mutter allein ist, nicht hat. Auf diese Weise profitiert ihr beide davon. LG Linda


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hallo, ich kann dich sehr gut verstehen. mein sohn ist 14 monate und ich würd ihn nicht mehr hergeben wollen - war auch ein wunschkind - aber ich vermisse meinen beruf manchmal auch, das geb ich gerne zu. ich hab 3 jahre elternzeit beantragt, weil ich auch über 40 km fahrt zur arbeit hätte und das mit kleinkind definitiv zu weit wäre. es wäre für mich natürlich schön, wenn sich in näherer umgebung mal was in teilzeit ergeben würde... hab schon manchmal gedacht, daß ich sehr gerne 1-2 tage die woche arbeiten würde - einfach, um mal wieder was anderes als kind und haushalt zu machen und woanders auch mal wieder bestätigung zu erfahren. ich bin gerne arbeiten gegangen und kann daher alle verstehen, die genauso empfinden. wobei das wirklich nix damit zu tun hat, daß ich meinen kleinen nicht ganz doll liebhabe. aber etwas abwechslung täte einem manchmal schon wieder gut. gruß, Ela


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Hallo nochmal an alle! Vielen, vielen Dank für die vielen und sehr ermutigenden Antworten. Das hat mich doch beruhigt und in meinem Entschluss bekräftigt ab August wieder zu arbeiten. Mali (*28.07.2006) ist dann ein Jahr alt und ich denke, dass ich sie dann ruhigen Gewissens an eine Nanny "abgeben" kann. Da meine Eltern in Deutschland leben, die meines Mannes in Brasilien und wir hier in London, können die Großeltern leider nicht einspringen. Aber ich denke wir werden hier schon jemand Nettes finden. Ich wollte jemanden suchen, der schon kommt, bevor ich wieder arbeiten gehe, damit die beiden sich aneinander gewöhnen können. So eine Art Übergangsphase. Immer wenn ich bisher daran dachte, einen "Fuß in der Tür behalten zu wollen" gerade weil ich immer gerne gearbeitet habe und einen sehr guten Job habe, habe ich mich schon irgendwie als "Rabenmutter" empfunden. Daran, dass wir beide - meine Maus UND ich - davon profitieren könnten, hab ich noch gar nicht gedacht. Am Anfang wären es auch "nur" 20 Stunden in der Woche. Das hat mir das Unternehmen für die ersten 6-12 Monate zugesichert. Danke nochmal für die Denkanstöße und die Ermutigung :-). Liebe Grüße Niamh


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denn das ist viel zu unterschiedlich von Familie zu Familie. Mir geht es jedenfalls wie Dir: Ich liebe auch meine Arbeit, habe sehr lange und viel dafuer gearbeitet, den Job zu bekommen, den ich jetzt habe. Ich bin Wissenschaftlerin und koennte mir deshalb, selbst wenn ich wollte, keine 3-Jahres-Babypause erlauben, denn danach waere ich wissenschaftlich gesehen weg vom Fenster. Und erst recht nach 6 Jahren (=2 Kinder). Ich habe nach beiden Geburten nach ca. 4 Monaten wieder angefangen Vollzeit zu arbeiten, und fuer uns ist das das Richtige. Meine Kinder haben tagsueber eine liebevolle Betreuung, und wenn mein Freund und ich von der Arbeit kommen, sind wir voll und ganz fuer sie da. Fuer uns ist das stimmig, fuer andere Muetter waere die Vorstellung ein Graus. Da gibt es keine fuer alle passende Idealloesung. Findet Euren Weg, und wenn Deine Familie damit gluecklich ist, dann lass' Dir auch von aussen kein schlechtes Gewissen machen. Beste Gruesse, Sabine