Elternforum Entwicklung im 1. Lebensjahr

Hilfe!!! Depression oder Hormone?

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Hilfe!!! Depression oder Hormone?

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Die Geburt meines Sohnes ist zwar schon 9 Monate her, aber mir geht es immer noch nicht so gut. Nachdem ich zwischendurch mal das Gefühl hatte, daß alles ganz gut läuft, fühle ich mich jetzt wieder ziemlich schlecht. Ich bin oft antriebslos und muß mich überwinden, den Haushalt zu machen oder mit meinem Sohn spazieren zu gehen bzw. etwas zu unternehmen, was wir zwar oft machen, aber es macht mir nicht immer Spaß. Ich bin abends einfach kaputt und dann kommt mein Mann auch oft zu kurz. In meinem Bekanntenkreis sind keine Mütter, so daß ich mir sehr einsam vorkomme. Zu einem näheren Kontakt zu einer Mutter aus der Spielgruppe hat es bisher nicht gereicht. Kann das alles noch mit Hormonen zu tun haben? Sind das Depressionen? Wenn ja, was könnte ich tun? Oder gehört das alles dazu und ich muß selber schauen, wie ich das auf die Reihe bekomme? Hat vielleicht jemand Erfahrungen und kann mir Tipps geben?


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hi josie, erstmal einmal drücken. ja das kenn ich auch- ich hatte die ersten 14tage nach der geburt meiner tochter smilla nur geheult aus angst alles falsch zu machen, nicht genug geben zu können und nie mehr ich selbst sein zu können. jetzt nach 6 monaten sind wir ein gutes team geworden-der papa arbeitet immer sehr lange, da bin ich auch fast immer allein mit smilla. und dann ist ein tag verdammt lang und ich frage mich: was mache ich denn den ganzen tag mit smilla???? ich geh fast jeden tag in die city und schieb den wagen 3 stunden, trotzdem spiele ich viel mit smilla, hab sie auf dem schoß etc. was mir hilft sind kleine inseln für mich: ich gehe einmal die woche immer schwimmen (da kommt der papa früher von der arbeit) und manchmal am wochenende auch mal allein aus und treffe mich mit freunden. andere mamis kenne ich nur aus dem pekipkurs der noch nicht so lange läuft, da dauert es noch mit den privaten treffen, aber das kommt. lass dir einfach zeit, versuch dir zeit für dich zu nehmen, in der du sport machen kannst oder mal was lesen etc. und schau, ob du mit deinem sohn zum babyschwimmen, zwergensprachenkurs ode ähnliches machen kannst, damit du andere mütter kennenlernst. alles gute!!


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Hallo, eine Wochenbettdepression kann im gesamten ersten Jahr nach der Entbindung auftreten. Ob Du nur depressive Verstimmungen hast, oder eine echte Depression, kann z.B. Dein Hausarzt mit Dir klären. Erste Hinweise für Dich sind folgende Anzeichen: Bei einer echten Depression sind typisch - große Schwierigkeiten, morgens aufzustehen und den Tag zu beginnen - Antriebslosigkeit - wenig Freude, wenig Lachen - kaum Vorfreude auf bevorstehende schöne Ereignisse - häufiges Weinen - Gefühl, sein Kind nicht richtig lieben zu können - oder umgekehrt: Starkes Überbehüten des Kindes, verbunden mit Angst - evt. Selbstmordgedanken - chronische Müdigkeit und Schlappheit - körperliche Störungen, die keine organische Ursache haben Diese Anzeichen müssen auch bei einer echten Depression nicht alle vorhanden sein, sie sind nur ein Hinweis. Ich würde mal mit dem Hausarzt sprechen. Eine Depri ist sehr gut behandelbar und geht meist folgenlos weg (aber nicht von selbst!). Grüßle, Mimi


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Ich habe demnächst einen Termin beim Hausarzt, um mich checken zu lassen. Ich weiß aber trotzdem nicht, wie das alles wieder ins Lot kommen soll. Wir geben den Kleinen auch schon mal zu Oma und Opa und ich versuche auch, meine freie Zeit zu nutzen, wenn mein Mann da ist. Die Zeit genieße ich immer, aber wenn sie vorbei ist, habe ich selten das Gefühl, erholt zu sein.


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liebe josi egal, was genau es ist: nimm es ruhig ernst. ich finde es super, dass du das hier schreibst (mutig!) und um rat fragst. das ist ein wichtiger erster schritt. viele mütter schämen sich für solche "launen" und meinen, total zu versagen. vielleicht gehst du mal zu einer erziehungsberatungsstelle (pro familia, kirche, jugendamt...)? dort könntest du evtl. ein paar mal einfach mit jemamdem reden, ohne dass es gleich medizinisch werden muss. vielleicht hilft es dir dabei zu klären, was genau so ermüdend, anstrengend, schlecht für dich ist? du könntest es auch im alleingang zunächst versuchen: mach doch eine ganz ehrliche liste: was gefällt mir an meinem mutter-dasein und was nicht? hast du ängste? hattest du dir das alles ganz anders vorgestellt? ich nehme an, es ist dein erstes kind? dann kommt auch - oft unbewusst - die eigene kindheit und das eigene verhältnis zur mutter wieder hoch. das ist ja auch nicht immer spaßig...auch ist die verantwortung für einen kleinen, total abhängigen, unberechenbaren, total egomanischen menschen wie ein baby auch nicht ohne. mir hat das beim ersten kind eine mörderangst gemacht, ich hatte öfter mal ganz bizarre tagträume, was dem kleinen alles passieren/ich ihm antun könnte. also: stimmungstiefs gehören zum mutterdasein dazu, klar! wie zum leben im allgemeinen. aber das heißt nicht, dass du alleine sehen musst, wie du damit klar kommst. es ist immer hilfreich, mit wohlwollenden und erfahrenen menschen zu sprechen. deshalb mein vorschlag. lg + alles gute! paula


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Hallo Josie2006 Ich würde auch an deiner stelle zum arzt gehen,bei mir fing es so ähnlich an,also hab zu fast nichts lust,also ob mir auch kaum was spaß macht,dann fing es an das ich meinj schatz immer so angemeckert habe und und und,bis auf einmal ich (will dir keine angst machen) das gefühl hatte keine luft zu bekommen,habe bei jeden unbekannten geräuch (laute geräuche) PANIK bekommen, wie Mijou schon geschrieben hat große Schwierigkeiten, morgens aufzustehen und den Tag zu beginnen - Antriebslosigkeit - wenig Freude, wenig Lachen - kaum Vorfreude auf bevorstehende schöne Ereignisse - häufiges Weinen - Gefühl, sein Kind nicht richtig lieben zu können - oder umgekehrt: Starkes Überbehüten des Kindes, verbunden mit Angst - evt. Selbstmordgedanken - chronische Müdigkeit und Schlappheit - körperliche Störungen, die keine organische Ursache haben und da kommen noch sehr viel mehr hinzu ...das alles trifft auf mich zu..außer mit den selbstmord gedanken. Ich nehme jetzt Tabletten ( Tavor 3,0) Bei bedarf.(Vom arzt verschrieben bekommen) Und ich muss zum Psychiater, wobei es schwer ist bei mir in der nähe einen zu finden. Einen in der nähe gibs bei mir der aber erst in mai aufmacht(Urlaub) Also ich würde vorzeitig zum arzt gehen,bevor es schlimmer wird.... Ich dachte auch geht von alleine weg,aber nein ich habe begriffen das mir geholfen werden muss... Alles gute Lg Nadine


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Ich habe ausversehen Tavor 3,0 gescrieben, Ich meinte Tavor 2,0 Habe mich verschrieben Bye und nochmals alles gut


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Danke für die vielen Antworten! Aber ich denke, so schlimm, daß ich zu einem Psychiater muß, ist es noch nicht. Ich werde erst mal mit meinem Hausarzt reden und hören, was er meint. Ggf. wäre auch eine Kur etwas? Hat damit schon jemand Erfahrung?


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Mit einer Kur habe ich keine erfahrungen, und nein zum psychater muss du auch nicht,erst mal zum arzt BEVOR es schlimmer wird. Fängt ganz harmlos an und dann auf einmal wirds schlimmer.Vieleicht sind es ja bei dir vielicht doch nur die Hormone. Man kann sich auch dabei selber helfen und so. Aber warte erst mal ab was der arzt sagt :) Eine kur kannst du aber trotzdem in anspruch nehmen,denn schlimmer kann es dadurch nicht werden,sonder nur noch besser :) Gib dir mal ne seite wegen Deoressionen http://www.medizinfo.de/kopfundseele/depression/deprerkenn.htm Lg Nadine und alles Gute


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Hallo! Meine Tochter ist nun 18 Monate alt. Bei mir ging es mit dem Wohlsein und den Gefühlen auch auf und ab. Erst als meine Tochter ca. 11 Monate alt war, ging es mir langsam immer besser. Ich kann nur Spielgruppen, später Kinderturnen, Besuch auf dem Kinderspielplatz, Babyschwimmen etc. vorschlagen. Das hat mir viel gebracht. Man muß versuchen viel raus zu kommen (frische Luft und gerade Sonnenschein tut der Seele und dem Körper sehr gut) und Kontakt mit anderen Müttern suchen und man muß lernen auch einfach mal den Haushalt liegen zu lassen (das hat bei mir etwas gedauert, aber auch das hilft). Sobald die Kleinen anfangen zu laufen, kann man mit ihnen auch noch viel mehr unternehmen und es macht immer mehr Spaß . So war es jedenfalls bei mir. Klar gibt es immer mal wieder Phasen, wo man an einem Tag etwas kaputter ist, aber mir geht es jetzt wieder richtig gut. Alles Gute! LG


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und mein Mann kam Anfangs auch etwas zu kurz. Das ist nun mal halt so meistens am Anfang. Es wird aber wieder besser. Ganz gewiß! Wir gehen nun auch oft gemeinsam früher ins Bett, weil wir beide kaputt sind und machen uns dann zusammengekuschelt einen schönen DVD oder Fernsehenabend, mit leckeren Essensachen : ) bzw. unterhalten uns einfach nett. Und vielleicht kannst Du ja auch mal den Kleinen eine Nacht bei der Oma abgeben. Dann könntet ihr mal wieder schön essen gehen oder ins Kino. Oder sobald das Wetter immer wärmer und schöner wird, kann man super einen schönen Abend auf der Terrasse oder dem Balkon mit Wein und vielleicht sogar gegrilltem genießen. Das klappt schon wieder! ; ) LG


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Vielen lieben Dank, vor allem für die aufmunternden Beiträge! Ich werde versuchen, ein paar Dinge in die Tat umzusetzen. Vor allem, nochmal mit meinem Mann zu reden, daß er noch etwas Geduld mit mir haben muß:-) Ich hoffe, auch, wenn die Tage jetzt wieder länger werden, daß ich mich wieder wohler fühle.