Mitglied inaktiv
Hallo liebe Schon-Mamis, ich war letzten Freitag bei der normalen VU und da hat mein Gyn (der sehr gute Geräte hat und eigentlich auch ein guter Diagnostiker ist) eine kleine Zyste im Plexus meines Kindes gefunden. Im Prinzip sind diese Zysten wohl nicht stark zu bewerten, da sie in den allermeisten Fällen einfach wieder verschwinden, ABER der Gyn hat auch noch einen weissen Schatten außerhalb der vier Herzkammern gesehen. So etwas nennt sich "White Spot". Das Problem ist wohl das gemeinsame Auftreten solcher Merkmale. Ich war am selben Tag noch in der Uniklinik, wo gleich zwei Pränatal-Diagnostiker sagten, dass sie den "White Spot" nicht sehen und dass die Zyste allein nicht schlimm sei. Mein Baby wurde ausführlich vermessen und es zeigte sich kein weiterer Hinweis auf eine Mißbildung oder Störung. Hat jemand Erfahrungen mit so etwas? Ich mache mir Sorgen und weiß gar nicht wie ich meine Ängste unter Kontrolle halten kann. Eine FU wurde mir von den Fachärzten nicht empfohlen, da alle Daten (NT, Nasenbein,Fingerknochen,Oberschenkelknochen etc.) ein errechnetes Risiko von 1:2250 ergaben. Da ich bereits 37 Jahre alt bin, war mein "natürliches Risiko" sogar höher. Ich habe schon eine kerngesunde 2jährige Maus. Ich fühle mich so hilflos. Danke für alle Antworten, Jamaica
Hallo Jamaica, jap, ich kann Deine Ängste gut verstehen. Bei meinem Kind wurde zwar nix Verdächtiges im Feinultraschall gesehen, aber ich hatte eine Anomalie in der Struktur der Plazenta, die beobachtet werden sollte. Es hieß auch hier, das sei meist harmlos (MEIST??? HILFE!!!). Mein Sohn wurde kerngesund geboren und die Plazenta funktionierte brav bis zum Schluss. Ich wollte Dich ein bissel beruhigen, was den White Spot angeht: Ultraschalldiagnostik ist etwas für Spezialisten, und zu denen gehört Dein Gyn nicht. Wenn zwei weitere Ärzte in der Klinik hier nichts entdeckt haben, würde ich davon ausgehen, dass dort auch nichts ist. Bei mir wollte mal ein erfahrener Urologe mit gut auflösendem US-Gerät zwei Zysten an den Nieren sowie einen dunklen Schatten auf einer Niere entdeckt haben. Zwei weitere Urologen (davon einer in der Uni-Klinik) bestätigten mir, dass dies Unsinn sei. Weder waren Zysten vorhanden, noch ein "Schatten" an den Nieren zu sehen. Mein Mann war neulich beim Hausarzt, wo während einer Routine-Untersuchung (Checkup) angeblich eine Veränderung des Herzens zu sehen war, die auf eine Herzfunktions-Störung hinweisen könnte. Der Kardiologe, zu dem er überwiesen wurde, konnte ihn beruhigen: Es gab keinerlei Veränderung am Herzen - soviel zur Zuverlässigkeit von Ultraschall-Diagnosen! Und kürzlich berichtete hier im Schwangerschaftsforum eine Mutter, bei ihrem Kind seien im Organ-Screening mit hochauflösendem US-Gerät kein Magen entdeckt worden. Sie brach natürlich total in Panik aus. Bereits wenige Tage später tauchte bei einem ganz normalen Ultraschallgerät der Magen urplötzlich wieder auf - auch hier siehst Du, wie einem die Technik manchmal Streiche spielen kann. Langer Rede kurzer Sinn: Ärzte sind ja heute sehr, sehr vorsichtig und ängstlich, ja nichts zu versäumen. Sie stehen alle mit einem Bein im Gerichtssaal. Wenn also die Ärzte bei Dir keine weitere Diagnostik (FU) für nötig halten, kannst Du davon ausgehen, dass sie auch nicht nötig IST, huh? Liebe Grüße, Hexe
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