Elternforum Der erste Brei - die Beikost

wie auf feste Nahrung umsteigen?

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wie auf feste Nahrung umsteigen?

kletterlis

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Mein Sohn wird am 11.4 vier Monate alt - ich weiß, wir haben noch Zeit, aber wie funktioniert das dann mit dem Brei? Was ist mit Brei gemeint? Ich dachte man fängt mit Karotten an? Steh glaub ich auf der Leitung? Lässt man dann einfach eine Fläschchennahrung weg und gibt stattdessen zB. Karotten? Oder dann gar kein Fläschchen mehr? Welche Flasche am besten? MIttags oder ist das egal? Bitte um Infos und Tipps, wie man umsteigen sollte?? Ich blick da einfach nicht durch?


lanti

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Antwort auf Beitrag von kletterlis

Hallo, ich kopiere Dir einfach mal einen meiner letzten Beiträge dazu hier rein: Zunächst solltest Du darauf achten, wann der richtige Zeitpunkt für den Beikoststart ist - sprich der Kleine reif für Beikost ist (Interesse am Essen, gesteigertes Stillbedürfnis ohne andere erkennbare Ursache, gute aufrechte Haltung auf dem Schoß, Nachlassen des Refelxes durch den die Zunge jegliche festere Kost direkt wieder aus dem Mund schiebt). Wann es soweit ist, ist individuell ganz unterschiedlich. Du als Mutter kannst das am besten beurteilen. Falls es nicht klappt, einfach ein paar Wochen abwarten und dann erneut probieren... Du brauchst keine Mahlzeiten zu ersetzen und kannst weiterhin nach Pre Milch geben. Milch ist im ganzen ersten Lebensjahr das wichtigste Nahrungsmittel des Säuglings. Alles andere ist BEIkost (nicht Anstattkost) und dient der Ergänzung der Milch und dem Kennenlernen anderer Lebensmittel. Du kannst also einfach 1-2 mal am Tag etwas Beikost anbieten (er darf davon so viel oder so wenig er möchte essen) und danach Milch zum satt trinken geben - so lange bis er von selbst auf die Milch nach dem Brei verzichtet. Für den Anfang ist ein recht flüssiges Gemüsepüree aus einer Gemüsesorte wie Pastinake, Zucchini (stuhlauflockernd), Kürbis oder Karotte (stuhlfestigend) gut geeignet: einfach das Gemüse waschen, schälen, klein schneiden, in wenig Wasser garen und dann mit einem Teil des Kochwassers pürieren. Solange noch nur kleine Mengen Gemüse pur gegessen werden ist es praktisch den Gemüsebrei in Eiswürfelportionen einzufrieren (wenn die Würfel fest sind in Dosen oder Beutel umfüllen). So lässt sich der Brei gut portionieren und schnell auftauen. Als Tageszeit wählt man am besten eine, zu der das Kind ausgeschlafen, gut gelaunt und nicht allzu hungrig ist (zu welcher Uhrzeit welche Nährstoffe in den Körper kommen ist ansonsten egal). Die Menge darf das Kind immer selbst bestimmen. Hilfreich ist es nur alls 5-7 Tage eine neue Zutat einzuführen, da sich so die Verdauung langsam darauf einstellen kann und man evtl. Reaktionen der Verdauung/Haut leichter einem bestimmten Nahrungsmittel zuordnen kann. Wenn 2-3 Gemüsesorten pur gut vertragen werden, kann man diese mit Kartoffeln und Öl kombinieren (wenn Du selbst kochst immer doppelt soviel Gemüse wie Kartoffeln und 1 Eßl. raffiniertes Rapsöl auf 200 g Brei). Als nächstes wird der Brei um eine eisenreiche Zutat ergänzt. Das können jeweils gerechnet auf 200 g Brei sein: - 1 Eßl. milchfreier Getreidebrei Hirse (oder Hafer) von Alnatura o. Babylove etc. - 1 Teel. weißes Mandelmus von Alnatura oder Rapunzel - 30-50 g Fleisch (oder später auch Fisch) Die verschiedenen Eisenquelle kann man beliebig untereinander abwechseln. Damit das Eisen hieraus vom Körper besser verwertet werden kann, ist es sinnvoll 2 Eßl. Obst als Nachtisch zu füttern oder 3 Eßl. Saft unter den Brei zu rühren. Damit wäre das erste Menü komplett ;) Alternativ könntest Du auch mit Getreide beginnen. Dazu kannst Du einfach die gewohnte fertig zubereitete Pre Milch bis zur gewünschten Konsistenz mit milchfreiem instant Getreidebrei, der nur Getreide und Vitamin B enthält (siehe Zutatenliste) aber kein Milchpulver wie z.B. Hirse oder Dinkel anrühren - fertig ist der zuckerfreie Milchbrei ohne unnötige Zusätze wie in den meisten fertigen Breien zum Anrühren mit Wasser oder aus dem Glas. Womit man beginnt, ist Geschmackssache. LG & viel Spaß beim Löffeln