Elternforum Der erste Brei - die Beikost

Milchbrei mit PRE?

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Milchbrei mit PRE?

Shakira12

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Hey, ich habe gehört, man kann Pre-Milch das ganze erste Lebensjahr geben und muss gar nicht auf 1er oder 2er wechseln. Mein Kleiner bekommt morgens und vormittags Milch, je 180-210 ml, mittags ein halbes Gläschen Kürbis, nachmittags wieder 180-210ml Milch und abends 100 ml Dinkelflocken mit Pre-Milch und etwas Birne und danach zum Einschlafen im Bett nochmal 120 ml Milch. Nutze nur die Pre-Milch. Finde die Trinkmengen recht viel, oder? Haben jetzt gerade erst ein Gemüse (Kürbis) gefunden, das er isst. Werde die Tage dann auf Kürbis-Kartoffel umsteigen und danach mit Fleisch. Er isst den Brei, egal ob Gemüse oder Obst aber auch nicht mit Freude. Macht selten freiwillig den Mund auf und hat oft nach kurzer Zeit keine Lust mehr. Die Flasche danach trinkt er dann wie ein Irrer. Er ist jetzt 28 Wochen alt. Grüße, Shaki


lanti

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Antwort auf Beitrag von Shakira12

Hallo Shaki, Menschenkinder sind Säuglinge, deren wichtigstes Nahrungsmittel im ersten Lebensjahr Milch (Muttermilch oder Anfangsnahrung) ist. Alles andere an Beikost dient nur der Ergänzung der Milch und dem Kennenlernen neuer Nahrung. Anfangsnahrungen sind Pre und 1er Milch. Pre Nahrung enthält wie Muttermilch nur Laktose und ist voll vitaminisiert, mineralisiert und und im Eiweiß voll adaptiert. 1er Milch enthält zusätzlich Stärke, die langsamer verdaut wird und daher länger sättigen soll (manchen Babys trinken davon weniger oder seltener, bei anderen ändert sich nichts im Vergleich zur Pre). Pre und 1er Milch sind für die gesamt Fläschchenzeit bestens geeignet und oft auch ausreichend. Folgemilch ist eher flüssige Beikost und kein Muttermilchersatz. Daher würde ich sei nur im Ausnahmefall verwenden. Mit gut 6 Monaten sind 640 ml Pre Milch nicht zuviel (nur wenn der Kleine dauerhaft deutlich mehr als 1000 ml Pre trinken würde, würde ich es mal mit 1er Milch probieren). Mit der Beikost hat jedes Kind sein eigenes Tempo. Ein Milchbrei aus Pre und Dinkel plus ein paar Löffel Kürbis sind völlig okay. Wenn ihr zum Gemüse auch Kartoffeln, Öl und Fleisch eingeführt habt, würde ich 2 Eßl. Birne als Nachtisch füttern, da das im Fleisch enthaltene Eisen zusammen mit Vitamin C vom Körper besser aufgenommen werden kann. Im Milchbrei aus Pre braucht nicht unbedingt Obst, da die Säuglingsmilch genug Vitamin C enthält (Brei aus Kuhmilch sollte hingegen Obst als Vitamin C Quelle enthalten). Wichtiger als die gegessene Breimenge in Gramm bzw. wie viele Breie und Lebensmittel er schon isst, ist Freude am Essen. Wenn der Kleine nichts oder nichts mehr mag, solltest Du ihn nicht überreden und aufhören zu füttern. Er kann anschl. soviel Milch zum satt trinken bekommen wie er mag. Vielleicht ist er einfach noch nicht soweit. Du könntest mal versuchen ihm einen eigenen Löffel oder ein Stück gegarte Kartoffel oder Karotte zum lutschen in die Hand zu geben - viele Kinder haben daran großen Spaß ;) Mach euch keinen Stress - ihr habt noch ganz viel Zeit LG


Shakira12

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Antwort auf Beitrag von lanti

Hey Lanti, danke für deinen Beitrag. Ich will mir auch eigentlich keinen Stress machen, aber wenn ich teilweise lese, was andere Kinder in seinem Alter schon alles essen, hinken wir ziemlich hinterher. Er ist echt ein Nörgler, was Essen angeht. Karotte und Pastinake mag er gar nicht, Banane auch nicht. Und die Birne zum Abendbrei gibts nur ganz bisschen dazu, weil er den Brei sonst nicht essen würde, schmeckt wohl nicht. Aber es tut gut zu lesen, dass das alles auch noch nicht unbedingt sein muss. Man sollte sich echt nicht stressen lassen, irgendwann wird er schon lieber essen. Danke, ich werde das jetzt alles ein bisschen entspannter angehen :) Viele Grüße! Shaki


lanti

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Antwort auf Beitrag von Shakira12

Hallo nochmal, vielleicht mag er ja die Gemüsesorten lieber mit Kartoffeln (war bei uns so) oder Zucchini (schmeckt mild und ist nicht so intensiv, gibt es aber pur nicht im Gläschen). Jeder Mensch ist ein Individuum. Miss Deinen Sohn nicht, an dem was er schon kann oder isst oder wie er schläft - er ist so liebenswert, wie er ist :) Wenn Du Dir Sorgen um sein Essverhalten machst, spürt es das und es ist nur kontrakproduktiv (kann die Ablehnung noch verstärken). Geht lieber ganz gelassen an die Sache heran! Du biestest regelmäßig gesunde Kost an und er darf entscheiden, ob und wieviel er davon essen möchte - ohne dass das bewertet wird. Wie gesagt: Spaß am Essen ist das Wichtigste und die beste Vorbeugung gegen Eßstörungen LG