Elternforum Rund ums Baby

Zu Hause bleiben oder in die Kita

Zu Hause bleiben oder in die Kita

-Tigerlilie-

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Hallo Leute, Ich fühle mich gerade in der Zwickmühle. In unserem Bundesland sind die Kitas nicht geschlossen, es gibt aber die Empfehlung die Kinder zu Hause zu betreuen. Ich habe zwei Kinder, fast 2 und gerade 4. Diese sind nun seit dem 10.12.2020 zu Hause. Grundsätzlich ist Home Office möglich. Allerdings ist es mit Kleinkind doch recht schwierig. Ich sitze aktuell immer bis halb elf am Rechner und fangen morgens um halb sieben schon. Außerdem bin ich erst seit 5 Monaten im Unternehmen. Das Probezeitendgespräch müsste auch bald statt finden. Ich kann meinen Chef leider noch nicht so gut einschätzen im Bezug zu Home Office und Kinderbetreuung. Was würdet ihr jetzt machen? Noch als Info: Inzidenz hier im Kreis 198. Danke schon mal für eure Antworten. MfG Tigerlilie


Philo

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Hallo, ich komme gerade von meinem ersten Arbeitstag in der KiTa 2021 zurück. Fazit: die Kollegen mit Kindern sind zu Hause, nur die Hälfte des Personals ist anwesend, die Kinder aber zu 90%. Wir bitten die Eltern, verantwortungsvoll mit der Besuchszeit umzugehen und die Kinder beispielsweise nur stundenweise oder tageweise zu bringen, also nicht die volle Buchungszeit (bei uns 7:00 - 17:30 Uhr) auszunutzen. LG


Spirit

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Puh, schwierige Frage. Kannst du dich nicht z.B. mit einer befreundeten Familie zusammentun? Hier in Bayern ist diese Möglichkeit ausdrücklich erlaubt. Also eine feste Familie unterstützt sich gegenseitig bei der Betreuung.


Häsle

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Unsere Kitas versuchen, die Betreuungszeiten zu staffeln (und gerecht abzurechnen). Gerade die Homeoffice-Eltern machen da gut mit. Denen hilft es idR schon, wenn sie täglich drei Stunden ungestört arbeiten und Telefonate führen können, und erst danach (oder eben davor) ihre Kinder daheim haben. Der Vorteil ist natürlich auch für die Familien, dass die Gruppe nur halb so groß ist. Bessere Betreuung trotz weniger Personal und weniger Ansteckungsgefahr. Die Träger wollen davon allerdings offiziell nix wissen...


-Tigerlilie-

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Vielleicht sollte ich noch dazu sagen, dass der Große schon diverse Pseudokrupp-Anfälle hatte und der Kleine bei fest jeder Erkältung gleich noch ne Bronchitis dazu entwickelt. Laut Kinderarzt kein Grund zur Sorge, aber das Virus greift ja auch die Atemwege an.


sunnydani

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Meine Kinder gehen tageweise in die Betreuung. Wir müssen beide arbeiten gehen, Homeoffice ist nicht möglich, abgesehen davon, dass Homeoffice mit einem 2-jährigen und einem Erstklässler einfach bei uns auch nicht funktionieren würde. Da könnte ich mich nicht auf die Arbeit konzentrieren, wenn der Große in der Zeit Experimente durchführen will und der Kleine dabei ist, die komplette Küche, etc. auszuräumen oder sie sich gerade streiten oder keine Ahnung was brauchen. Da muss man einfach ein Auge auf die Kinder haben und kann somit nicht konzentriert arbeiten. Ich arbeite aber sowieso nur zwei Tage in der Woche und in diesen zwei Tagen sind die Kinder in der Schule zur Betreuung und bei der Tagesmutter (ab nächster Woche wieder, diese Woche sind wir alle noch daheim). Der Große geht zusätzlich dann auch noch zwei Vormittage in die Betreuung (also insgesamt an vier Tagen in der Woche), da ich mit meinem Kleinen, der ein Therapiekind ist, vormittags seine Therapien habe und da den Großen nicht mitnehmen darf. Ich kann aber jetzt auch nicht wieder wochenlang die Therapietermine ausfallen lassen, da das auf die Gesundheit meines Kleinen gehen würde. Deshalb habe ich da auch kein schlechtes Gewissen mehr. Ich habe mich im Frühjahr wochenlang irgendwie durchgekämpft und das ist für uns einfach keine Alternative mehr, da kommt jeder an seine Grenzen und vieles bleibt einfach komplett auf der Strecke. Es geht einfach nicht, dass man seine Kinder ständig zu Hause betreut, wenn man kein Netzwerk hat, das mithilft oder nicht gerade sowieso zu Hause ist, ohne arbeiten zu müssen. Das ist einfach keine Dauerlösung und ich habe auch keine Großeltern und niemanden, der mir die Kinder abnehmen könnte. Also ich an deiner Stelle, würde die Kinder in die Betreuung geben, wenn du arbeiten musst. Wenn du es anders organisieren kannst oder sich deine Kinder wirklich über Stunden alleine beschäftigen können, sodass du konzentriert arbeiten kannst, dann ist es was anderes. Aber bei meinen Kindern würde das nicht gehen und ich kann jetzt auch schlecht wieder wochenlang von der Arbeit daheimbleiben, das macht mein Chef nicht mit und Therapien absagen geht auf die Gesundheit meines Jüngsten und hat somit auch langfristige Auswirkungen für uns alle (da ist letztes Jahr ohnehin schon genug ausgefallen und das kann dieses Jahr so nicht mehr weitergehen). Alles Liebe!


Tini_79

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Mir geht es ähnlich, habe allerdings nur ein Kind zu betreuen. Was würdest du denn machen, wenn du die Kinder nicht zur Kita bringst? Weniger Stunden melden? Arbeiten liegen lassen? Ich fange meist vor 6 an - hast du nicht die Möglichkeit? Ab dem 18.1. werde ich mein Kind wieder bringen, z.B. für 3 oder 4 Tage bis mittags. Danach gibt es eben einen Film, der mir nochmal eine Stunde verschafft :-) Den Rest muss ich dann nach 18/ 19 Uhr machen, wenn der Papa da ist. Da geht bei mir aber auch recht flexibel, da meine Partner eh von Australien bis USA verstreut sind und eh nicht immer alle gleichzeitig arbeiten.


-Tigerlilie-

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Antwort auf Beitrag von Tini_79

Also ich fange meist um 06:30 Uhr an bis 08:00 Uhr, Kinder stehen meist um halb acht auf. Nachdem Frühstück gibs noch mal ne Stunde, eventuell mit Hörbuch oder etwas Fernsehen für die Kinder. Zur Mittagsruhe bekomme ich noch mal zwei Stunden untergebracht und Abends, wenn die Kinder im Bett liegen nochmal 1,5 h. Macht im Ergebnis 6 h, mehr muss ich auch nicht machen. Zur Not könnte ich auch liegengebliebene Arbeit am Wochenende nachholen.


Schneeflocke489

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Dann würde ich die Kids zu Hause lassen. Du schreibst ja selber wie anfällig sie gerade sind. LG


Tini_79

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Ich denke, dann würde ich die Kinder an deiner Stelle maximal einen oder zwei (halbe) Tage bringen, zumindest jetzt im Januar/ Februar. Anstrengend ist es natürlich trotzdem, das übliche Programm kommt ja noch dazu und wenn die Mütter reihenweise komplett ausfallen, weil sie nicht mehr können, ist auch niemandem geholfen.


User-1721931601

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Ich bin erstaunt, dass es bei euch überhaupt möglich ist. Hier in SH ist nur Notbetreuung für Systemrelevante. In einigen Kitas muss man sogar den Nachweis erbringen, dass das andere Elternteil nicht im Home-Office arbeiten kann. Und das, obwohl wird hier im Vergleich zum Rest des Landes noch niedrige Inzidenzen haben...


-Tigerlilie-

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Antwort auf Beitrag von User-1721931601

Ja, darüber wundere ich mich auch. Und ich ärgere mich darüber. Im Endeffekt bleibt die Entscheidung nun bei uns Eltern. Und egal, was passiert (Job Jobverlust, Kind krank - ja nachdem für welchen Weg man sich entscheidet), wir sind dann dafür verantwortlich. Wir sind hier so gut aus der ersten Welle raus gekommen. Die zweite hat es jetzt in sich.


2o11

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Ich habs im ersten lockdown mit homeoffice probiert und würde es nie wieder machen wollen. War dann krank geschrieben. Meine Kinder waren da 8, 3 und 1 Jahr alt. Mittlerweile sind sie 9,4 und 2 jahre alt. Gehen in die notbetreuung von Schule und Kindergarten und ich arbeiten. Ich find es so für alle stressfreier. Ich schaffe mein soll, hab kein Stress mit dem AG und bin deutlich weniger genervt und gestresst. Der Vater der Kinder ist nur am Wochenende zuhause somit bleibt keine andere Betreuung.


starlight.S

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Oh man, ich weiß auch nicht was wir machen sollen... Die Woche waren ja noch regulär Ferien, da stand die Planung. Nächste Woche werden die Mädels wohl bei der Oma verbringen, vielleicht kann ich auch einen Tag außer der Reihe ins Homeoffice. Aber auch wenn meine Mutter das recht klaglos hingenommen hat, kann ich ihr das keine 3 Wochen aufhalsen. Die Woche drauf bin ich bis auf einen Tag im Homeoffice, was mit einer Grundschülerin und einem Kiga Kind jetzt auch nicht so prickelnd ist, aber sie machen das echt recht gut. Aber ich frage mich, selbst wenn wir den Januar so noch irgendwie rumbekommen, der Februar wird ja nicht besser aussehen... Irgendwann braucht zumindest die Kleine mal wieder den Kindergarten. Sie ist eh kompliziert mit anderen- deshalb ist zu Hause treffen schwierig und das wird nicht besser werden, wenn sie keine Kontakte mehr hat. Die Große bekomme ich trotz Homescooling immer unter, die ist zum Glück unkompliziert. Ach man, hoffentlich ist bald Frühling!


lolainberlin

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Wir lassen unsere Kinder zuhause und wechseln und mit der Arbeit ab. Ist anstrengend, ABER: Die Pandemie wird nicht eher enden, wenn wir unsere Kinder deswegen alle in die Kita schicken. Außerdem ist mir das Risiko jetzt mit der Mutante zu hoch.


-Tigerlilie-

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Hallo Danke für die Denkanstöße. Wir haben uns letztendlich für die Betreuung zu Hause entschieden. Wir bekommen das schon irgendwie hin. Auf Grund des hohen Inzidenzwertes von mittlerweile weit über 200 sind die Kitas hier im Kreis sowieso erstmal dicht. Für die Kernfamilie darf man hier auch mehr als 15 km fahren, somit können Eltern und Schwiegereltern kurzfristig weiterhin aushelfen. Irgendwann geht auch diese Phase wieder vorbei. Lg Tigerlilie