Wasmussdasmuss
Folgendes Problem: Wir sitzen beim Essen, jeder hat seinen Teller. Luisa, 2 Jahre, nimmt einen Happen und schiebt den Teller weg. Fragt nach Joghurt. Kennt sie von der Kita als Nachtisch. Seitdem hab ich Fruchtzwerge da... sie will unbedingt immer erst den Joghurt. Gibt totales Theater wenn nicht. Um den Stress aus dem Weg zu gehen und vernünftig essen zu können,,bekommt sie ihn am Anfang. Danach hat sie dann immer ihren Teller leer gemacht, bzw. bis sie satt war. War für uns auch ok, wieso auch nicht. Aber scheinbar ist der ihr zu klein, in der Kita gibt es etwas größere. So will sie nach ihrem Joghurt noch einen haben. Das gibt es definitiv nicht. Sie schreit und tobt im Stuhl. Wir müssen alles in Sicherheit bringen, sonst fliegt es... Sie kommt dann nicht zur Ruhe. Wir setzen sie auf dem Boden. Sie tobt weiter und wirft sich auch auf den Boden. Wir ignorieren sie und essen weiter, haben noch ein größeres Kind... Sie kommt dann irgendwann an und möchte auf dem Arm, dann nimmt sie manchmal ein paar Bissen. Wie können wir das ganze umgehen? Das ist alles extrem nervig und Hunger haben wir dann auch nicht mehr. Was mich dann ärgert, habe ja fein gekocht... vielleicht war es ein Fehler den Joghurt eher zu geben, am Anfang? Manchmal ist sie auch so schlimm, dann will sie danach auf unseren Stuhl sitzen, wo wir sitzen. Kneift und haut uns wenn wir nicht weg gehen. Sie will scheinbar irgendwie mit irgendwas ihren Kopf durchsetzen. Das ist fürchterlich anstrengend... wie löst ihr solche Konflikte?
Konsequent sein und - ihr erklären, dass das so nicht geht - den Joghurt komplett streichen - die Mahlzeit für das Kind beenden, wenn es nicht weiter essen mag. Kein Kind verhungert am voll gedeckten Tisch. Ihr entscheidet, was es zu essen gibt. Das Kind entscheidet, wie viel es davon isst.
Ich wäre da eiskalt. Es wird erst vernünftig gegessen, dann gibt es den Joghurt. Gibt es nur den Fruchtzwerg, ist das eben so. Entweder sie nimmt ihn, oder sie hat pgh.
Ich schließe mich den beiden Vorschreiberinnen an. Für die Zukunft würde ich auch nicht mehr Fruchtzwerge kaufen, sondern auf Naturjogurt umsteigen, man kann ja einen Löffel Obstmus, Honig oder von mir aus Marmelade dazumischen, ist immer noch weniger Zucker als in den Fruchtzwergen, und da kann man dann auch größere Portionen anbieten. So ein Fruchtzwerg ist ja wirklich sehr klein, so eine Menge hätte meinen Kindern vielleicht so mit 13 Monaten gereicht, später nicht mehr. Aber echte Fruchtzwerge bekamen sie da nicht, und später auch nur 1-2 Mal als Ausnahme.
mal davon ab, dass fruchtzwerge fürchterlich vollgestopft mit zucker sind und einen haufen müll produzieren, gibt es bei uns erst richtiges essen und zwar so, dass das kind satt ist und DANN den joghurt. nicht vorher. sie muss lernen diese regel zu akzeptieren. wenn sie nicht isst oder nur einen happen, gibt es den jogurt einfach nicht. da kann sie toben und schreien wie sie will. ihr müsst das konsequent durchziehen. anders, bzw. wenn ihr nachgebt, wird das dann beim nächsten ding genauso laufen. ich würde mir eine alternative überlegen. wo im kindergarten gibt es fruchtzwerge? schau dir bitte mal den zuckergehalt an, das hätte ich unterbunden dass mein kind im kiga sowas bekommt. nicht dass ich es nicht gönne aber jeden tag muss das definitiv nicht sein. es gibt auch alternativen wie obst. auch zucker aber fruchtzucker. das wird etwas hart werden bis sie es gelernt hat aber das sollte sie.
Es ist Frischkäse mit hoher Nährstoffdichte. Versuche es doch mal mit wirklichen Joghurt. Da kann es dann auch ein größerer Becher sein. Und frage noch mal in der Kita, wie sie da vorgehen. Trini
Also bei einem 2 Jahre alten Kind würde ich weder etwas stur durchsetzen noch wäre ich "eiskalt". Ich würde ihr den Joghurt vorher lassen, für hinterher würde ich ihr Obst und noch etwas anderes besonderes anbieten was sie mag z.B. Minibrezelchen für Kinder, mal ne Dattel etc. Bei Essen würde ich versuchen so wenig Streit und Stress entstehen zu lassen wie möglich. Beim Wegschieben, ärgert sie sich da? Ich würde eher trösten und versuchen nicht so genervt zu sein, das spürt sie ja. Spricht sie inzwischen etwas, meine mich zu erinnern sie hätte eher wenig bis gar nicht gesprochen?
Seh ich auch so. Außerdem liegt der Fehler ja im Kauf des fruchtzwergs. Joghurt an sich ist ja nicht ungesund.Vielleicht zahnt sie auch und mag das Kühle?
Sehe ich auch so!
Ich möchte beim Essen auch einfach keinen Streit. Sie isst eh nie viel, deswegen hab ich ihr den Joghurt gelassen. Sie ist dann halt wütend wenn es keinen zweiten gibt und schmeißt auch wenns sein muss, ihren Teller runter. Wir tun ihn dann weg stellen. Sie spricht wenig und sehr undeutlich, beim Geschrei versteh ich dann gar nichts mehr...
Den Nachtisch gibt es nach dem Essen. Ich würde sie ihren Teller abräumen lassen, damit ihr klar ist, dass die Mahlzeit mit dem Fruchtzwerge beendet ist. Vielleicht könnt ihr ja zusammen eine Quark- oder Joghurt-Fruchtspeise zusammenrühren. Dasacht Spaß und ist gesünder als die fertigen. Und sie weiß, dass es nur eine begrenzte Menge gibt und nicht nur so "einfach nachgekauft würd"
Für mich würde ich da keinen Kampf drum machen. Statt Fruchtzwerg würde ich Naturjoghurt kaufen, den sie von mir aus essen kann so viel sie will bzw eine größere Portion, evt mit Obst drin. Früher oder später möchte sie eh das was die restliche Familie isst, je weniger Kampf desto schneller ist die Phase vorbei
Lass dem Kind doch den Joghurt, wenn sie ihn gerade so gerne mag.. Sie ist 2! Das sind doch alles Phasen, die auch schnell wieder vergehen. Für so etwas würde ich nicht in den Kampf ziehen. Aber auch bei mir gäbe es keine Fruchtzwerge.. Da ist wirklich nichts gesundes drin. Das ist eine reine Süßigkeit. . Meine zweijährige isst gerade gerne Naturjoghurt mit einem kleinen Löffel Honig oder Apfelmus. Manchmal 3 Stück am Tag..
Und ganz ehrlich, ich finde da gar nichts dran auszusetzen. Sie trinkt auch gerade noch zusätzlich gerne etwas Milch und isst Käse.. Vielleicht braucht sie die Nährstoff gerade.
Wir haben doch auch manchmal eine Phase wo wir bestimmte Dinge besonders gerne essen, bis wir sie wieder etwas leid sind.
Solange das dann noch einigermaßen gesund ist, ist doch alles gut. Joghurt macht noch nicht mal extra Arbeit.. Also super
Versteht sie euch denn gut? Dann würde ich versuchen, das vorher zu erklären. "Es gibt einen Fruchtzwerg, dann ist Schluss". Vorher oder nachher wäre mir persönlich egal. "Eiskalt bleiben", "Essen beenden" o.ä., naja, das Kind ist zwei. Es muss vielleicht noch lernen, nicht jedem Drang sofort und unermesslich nachgeben zu können. Das geht meiner Meinung mit Erklären und Vorleben, mit Wahrnehmen und Anerkennen seiner Gedühlswelt und nicht mit Strafe oder Zwang. Wir sind jedenfalls immer gut damit gefahren.
Du gibst dir eigentlich die Antwort selber: Kennt sie von der Kita als Nachtisch. Nachtisch - nicht Vorspeise! Ich würde zu Beginn 1x ruhig sagen, erst das eigentliche Mittagessen, dann Joghurt (kein Fruchtzwerg). Wird sicherlich noch 3-4 Tage Streß geben und dann wird sie die Regel akzeptieren! Sonst wird sie da ewig drauf bestehen den Nachtisch vor dem Essen zu bekommen. Kann mir nicht vorstellen, dass es im Kiga anders läuft.
@KielSprotte, Also ich persönlich habe ja den Anspruch, dass sich das Kind zu Hause fühlt und nicht wie im Kindergarten von daher gibt es hier gemeinschaftliche Absprachen, aber keine festen Regeln.... so lang sie hinterher etwas isst, dann ist es völlig Hupe ob vorher oder hinterher. Wenn sie ihn vorher mag, dann eben vorher und gut ist, guck' nur, dass du langsam vom Fruchtzwerg weg kommst, der Zucker verdirbt den Appetit, tausche es aus in Naturjoghurt und fertig. Den Fruchtzwerg würde ich nicht mehr kaufen und wenn sie ihn mag, dann würde ich mit ihr gemeinsam im Kühlschrank nachsehen und sie sich überzeugen lassen, dass er "alle" ist, als Alternative gibt es dann etwas anderes evtl auch nicht süßes wie ich oben schon schrieb.
Warum gibst du jemandem Fruchtzwerge der nach Joghurt fragt? Ich würde ihr ganz normalen Joghurt geben, ungesüßten. Ob vorher oder nachher wäre mir egal.
... es hat nun erstmal geklappt. Das ist das Entscheidende, was Kind gerade gelernt hat. Und jetzt realisiert ihr zurecht, daß das so irgendwie die falsche Reihenfolge ist. Diese Aktion jetzt rückgängig zu machen, kostet sehr viele Nerven, klar, denn jetzt müßt Ihr Euch gegen das Kind UND gegen seine erste Erfahrung durchsetzen. Das Kind denkt sich unbewußt "Wieso klappt es bloß diesmal nicht??" und versucht es - natürlich - immer wieder mit erhöhtem Einsatz ("Die kriege ich klein - hat doch schon mal funktioniert...!).
Falls Ihr diese Situation noch nicht hattet: Das Kind steht zum ersten Mal vor der "Quengelware" an der Supermarktkasse. Es wird um das Ü-Ei/Schoki/Eis/ Weingummi kämpfen wie ein Löwe, evtl. mit allen Mitteln, schreiend Wälzen auf dem Boden inklusive. Diese erste Situation müßt Ihr unbedingt gewinnen!!! Andernfalls bezahlt Ihr jahrelang mit Euren Nerven, die ihr woanders bei der Erziehung gut brauchen könntet. Und stellt Euch darauf ein, daß bei diesem ersten Mal womöglich gar nicht in erster Linie das Kind zum großen Problem wird, sondern die "wohlmeinenden Omas" hinter Euch in der Schlange nach dem Motto "Och, nun geben se dem Kind doch die Schokolade...!!", verbrämt mit wissenden Kommentaren.
Ja, das geht an die Substanz, aber... ich habe es seinerzeit durchgezogen. Ich hatte nämlich die Ehre mit dem 1.Mal Quengelware... und es hat gut funktioniert. War ich mit meinen Kindern einkaufen am Sonnabend, dann wußten sie, daß sie sich 1 Beutel/Tüte/Packung Süßkram aus der REGALREIHE aussuchen konnten. Fragten Sie nach der Quengelware (Ü-Ei), gab es das "Nein!" von mir, bevor die Frage zuende gestellt war. Fragten sie hingegen NICHT, gab es die klitzekleine Chance, daß Papa die Spendierhose anhat und sagt "Ihr dürft schon mal nach vorne gehen und zwei Ü-Eier erschütteln...!"
Wichtig war mir, daß ICH das Heft des Handelns in der Hand behielt, und glaub mir, meine Kinder sind gerne mit mir einkaufen gekommen, auch wenn ich nicht jede Woche die Spendierhose anhatte...
Ihr müßt Eurem Kind ganz unmißverständlich klar machen, daß IHR die Regeln bestimmt, innerhalb derer es sich entfalten kann und soll, und niemand anders. Nur so kommt ihr langfristig klar. Wird evtl. etwas nervig werden, aber das schafft ihr - und es lohnt sich.
Ralph
@Ralph, das Kind ist 2!!
ja, das Kind ist zwei. Und hat gemerkt, wie es am Besten zu seinem Willen kommt. Durch Brüllen und Toben. Der erste Wunsch wurde ja schon mal von den Eltern umgesetzt - der Fruchtzwerg kommt vor dem Essen, nicht danach als "Nachtisch" - lief doch super. Fürs Kind. Jetzt möchte es noch einen, also versuchen wir es mit Widerstand und Gebrüll. Zumindest klappt es schon mal soweit, dass das Kind dann doch wieder hoch an den Tisch, auf dem Arm und dort noch ein paar Happen essen darf...Läuft doch. Fürs Kind. Mit 2.
In genau diesem Alter fangen Kinder erstmalig an, Grenzen auszutesten. Wer an dieser entscheidenden Weggabelung sich gegenüber dem Kind nicht durchsetzt, bekommt unweigerlich Probleme in nächster Zeit, schlimmstenfalls für den kompletten Rest der Erziehung. Grenzen setzen, genau schon jetzt, erleichtert und erspart Vieles in Zukunft. Wer bereits in diesem Alter den Weg des geringsten Widerstandes gehen, hat verloren. Grenzensetzen heißt ja nicht, das Kind komplett einzuengen. Aber auch und gerade in diesem Alter bedeutet es die ersten Pflöcke in Bezug auf Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit und Vertrauen einzuschlagen. Unsere Kinder durften schon sehr früh sehr viel, und sie haben sich immer schon sehr viel zugetraut, da sollten sie auch. Aber selbstverständlich war ihnen in jedem Moment bewußt, daß WIR die Instanzen sind, die vorgeben, was geht und was nicht geht, von uns kam "Bis hierhin und nicht weiter!", wir haben zuverlässig Grenzen gesetzt, niemals unsere Kinder. Beide Seiten sind damit sehr gut gefahren. Unsere Kinde, und wir auch. Ralph
Und auch wenn das Kind 2 ist, kann es Regeln erfahren.
Kindererziehung war früher für manche offenbar eine Schlacht, ein Krieg, den es zu gewinnen galt. Wenn man schon sonst keine Macht hat, dann wenigstens über ein Kleinkind.
Zum Glück sehen das viele Eltern heute anders, wenn auch nicht alle.
Hier geht es um Regeln, nicht um Schlachten. Natürlich kann ich die Regel einführen, dass der Fruchtzwerg - oder was auch immer - VOR dem Essen gegessen wird. Dann ist es so. Aber wenn ich inkonsequent dem Kind danach immer weiter den Willen gebe, bei Terror wieder an den Tisch zurück zu dürfen... naja, also dann ist das in meinen Augen einfach ein hausgemachtes Problem. Die Frage ist - reagiert das Kind in der Kita auch so? Und wie würden wohl die Erzieher reagieren, wenn das Kind am Tisch tobt, weil der Nachtisch nicht als Vorspeise gereicht wird?
Du solltest besser zwischen den zeilen lesen können... Und ja, in gewisserweise ist das erste Mal an der Quengelware eine Schlacht, die ich unbedingt gewinnen wollte, und zwar IM IMTERESSE DES KIN DES!!! Es geht hier nicht um Willenaufzwingen, sondern schlicht und einfach um ErziehungsARBEIT, die manche Eltern aber nicht mehr erbringen wollen. Ein Kind, das keine Grenzen gesetzt bekommt, wird später keine anerkennen, nicht in der Schule, nicht in der Ausbildung, nicht in der Gesellschaft. Ohne dies aber funktioniert das leben nicht. Ich wiederhole es gerne noch einmal: Wer den Anfängen durch Konsequenz und beharrliche Regeleinhaltung nicht wehrt, muß anschließend umso härtere Erziehungsarbeit leisten (mit entsprechendem Nerveneinsatz) oder bekommt das Kind, zum Nachteil der Gesellschaft später, gar nicht mehr in den Griff. Ralph
ich würde Ihr sagen , wenn alle gegessen haben gibt es Nachtisch , dann muss sie warten wenn sie nichts essen will. Wenn sie anfängt zu toben , sie auf den Boden setzen , Ihr sagen den Joghurt gibt ea zum Nachtisch.. Meine Tochte kam mal früh Morgens die Treppe runter, kann ich ein Eis haben? Ja kannst du haben, nach dem Mittagessen oder oder Mittagsschlaf , kannst dur dir dann aussuchen, NEIN!!!! Jetzt , ich lachte und sagte, du bist echt witzig, ich wäre beinah darauf reingefallen .. aber ich weiss das du weisst , dass dein Bauch so früh kein Eis veträgt. Ihr Gesicht vergisse ich nie.. und sie grinste.. also versuch es , du kannst dir aussuchen , den Joghurt nach dem Mittagessen , oder Mittgasschlaf..zu essen viel Erfolg
....... Ralph hat im Grunde recht. Das Kind hat seinen Willen bekommen. Und so kann es, wenn man nicht aufpasst, einen Wettkampf zwischen Kind und Eltern geben.
Allerdings glaube ich nicht, wenn man das mal durchgehen lässt, dass nun Hopfen und Malz verloren wäre und man sich ein Ungeheuer züchtet.
Wichtig finde ich weniger Regeln die man festsetzt, sondern Authentizität. Eine Regel muss man auch überdenken können. Allerdings ist hier das Kind zu jung. Mit 2 benötigt das Kind durchaus eine feste, aber erklärte, Vorgabe. Allerdings darf das auch „ungesundes Essen“ als Nachtisch sein.
Manche würde ich gerne in 10 Jahren hier wieder lesen..
Das sehe ich auch so. In manchen Situationen muss man hart bleiben. Und erklären. Wenn einem aber keine sinnvolle Erklärung einfällt, weil es keine gibt, dann sollte man diese Regel vergessen ;-) Es gibt ja noch genug andere, wichtige Regeln.
Hallo, da stimme ich uneingeschränkt zu. Regeln sind ja kein Selbstzweck und müssen immer wieder abgeklopft und oft genug auch dem Alter des Kindes angepaßt werden. Für mich sieht es bei APin aber danach aus, als ob das Kind angefangen hat auszutesten, was es durchsetzen und wie weit es gehen kann. Und da muß man sich durchsetzen, optimalerweise gleich beim ersten Mal. Daß das nicht immer klappt - geschenkt. Deshalb schrieb ich ja auch von der "Falle des Kindes...", wobei das eher süffisant gemeint war... Ralph
Amen! Unterschreibe ich genau so!
Lauter gescheiterte selbstsüchtige Teenager? Meine Älteste ist 16, ich denke, da wird nichts mehr spannendes passieren in der Hinsicht, tut mir leid. Ich finde es einfach schade, wenn Kinder, in dem Fall ein Kleinkind!, als Gegner beschrieben werden. Kein 2jähriges Kind denkt sich, ich mache mal schön Theater und schaue, wie die Eltern reagieren. Kein Kind will seine Eltern "kleinkriegen". Und ich bin auch keiner Ritter, der auf jeden Fall das Heft in der Hand haben muss und Schlachten schlägt. Das Kind will einfach den Pudding und es ist frustriert, enttäuscht, wütend oder traurig, wenn es seinem Drang nicht nachgeben kann. So viele Erwachsene können Gefühle oder Gelüste (Schoki :-)) oft nicht zügeln, aber ein Kleinkind soll das sofort schaffen und am besten nach der ersten Situation intus haben? Naja, jeder wie er mag, aber ich habe keinen sinnvollen Tipp gesehen außer maßregeln, strafen durch Essen wegnehmen oder auf den Boden setzen = vom Familientisch ausschließen. Ich finde es traurig und es geht definitiv auch anders, q.e.d.
Stimme dir vollstens zu. Kann Mannlochs ernst nehmen, solche Ratschläge. Eine Familie ist eine Familie und die Kinder gehören dazu. Es muss keine Diktatur ein.
Wenn schon Martialisch Matriarchalisch kommt von Matriarchat...
Manch Zweijähriger bringt seine Eltern zur Verzweiflung und man ist gut beraten, wenn mann sich tatsächlich von Anfang an nicht die Butter vom Brot nehmen lässt... Insofern gebe ich Ralph recht. Zweijährige sind schon durchaus verständig.
Ich sehe da keines!
Kiga ist Kiga, zuhause ist zuhause.
Wenn deine Regel ist, hinterher, erklär Ihr das. Kurz und knapp. Fertig. Auch ob einen oder zwei von den Fruchtzwergen.
Prinzipiell finde ich Essen sollte konfliktfrei sein. Das klappt am besten wenn man alles darf, in Maßen, nicht in Massen. Isst dein Kind täglich Fruchtzwerge, dann gäbe es bei mir nur einen täglich. Isst es die mal ab und an, dann gäbe es auch zwei. Ob der nun süß ist oder nicht ist mir Wumpe. Ich es auch nicht nur trocken Brot und kratze etwas Margarine darauf.
Dieser „iss-was-gesundes“-Druck muss weg. Das ist absolut unnötig wenn man sich prinzipiell gesund und ausgewogen ernährt. Mein Großteen macht jetzt Sportabitur obwohl der nur Salzstangen und Fleischkäseweck futtert. Oh wie ungesund!
Ich es auch Schokolade und knabbere nicht nur an Karotten.
Jesus, bitte alle 5 gerade sein lassen!
Klär mit deinem Kind ab, was deine Vorgaben sind. Bei mir ist alles erlaubt - in Maßen. So ein dummer Fruchtzwerg macht keinen zum Fettwanst. ![]()
Wenn du eine Regel ändern möchtest, dann kannst du nur konsequent sein und musst aber mit Widerstand rechnen und leben. Manche Kinder protestieren lange, andere nicht so. Mein Großer ist ein Exemplar, der sehr hartnäckig ist, bei ihm würde so eine Umstellung über Wochen gehen und er würde immer wieder von vorne anfangen seinen Willen durchsetzen zu wollen und der Kleine ist weniger hartnäckig, bei ihm würde es sicher nach kürzere Zeit schon gehen, dass er es akzeptiert. Deshalb versuche ich bei meinen Kindern mir vorher immer gut zu überlegen, welche Regeln es gibt, da etwas abgewöhnen immer schwerer fällt, als es gar nicht erst anzugewöhnen. Aber immer klappt es ja auch nicht so bzw. lässt man mal was einreißen und nun ist es ja schon so passiert. Jetzt musst du dich fragen, ob du eben diese Regel ändern willst und sie vorher kein Joghurt bekommt oder ob du es ihr weiterhin erlaubst. Wenn du aber kein zweites geben willst, dann ist das so und dann würde ich da nicht wieder nachgeben, denn sonst hast du da später wieder das Problem, dass es bereits angewöhnt wurde. Dann musst du ihr Toben aushalten und wenn sie merkt, sie bekommt kein zweites, egal wie lange sie tobt, wird sie irgendwann damit aufhören. Bei uns würde es den Nachtisch nicht davor geben, aber das ist jedermanns Geschmackssache. Mein Kleiner fragt auch manchmal vorher schon nach dem Nachtisch, er gibt sich aber damit zufrieden, dass ich sage, dass wir zuerst alle Mittagessen und danach gibt es die Nachspeise. Fruchtzwerge würde ich auch nicht täglich geben. Mal als Süßigkeit ist es sicher nicht so schlimm, isst mein Großer manchmal auch, aber für täglich ist viel zu viel Zucker drinnen. Meine Kinder essen auch Naturjoghurt und da kommt dann ein Löffel Honig oder ein Löffel selbstgemachter Marmelade oder eben Obststückchen hinein, damit es natürlich süßer ist, aber in Fruchtzwergen ist ja haufenweise Zucker. Wenn dein Kind kein Naturjoghurt isst, würde ich noch eher versuchen ein "normales" Fruchtjoghurt zu nehmen, da ist zwar auch ein Zuckerzusatz drinnen, aber sicher nicht so viel wie im Fruchzwerg und da gibt es bei verschiedenen Marken doch auch noch Unterschiede. Oder du gibst ihr Fruchtmus mit ein bisschen Naturjoghurt zum Probieren. Aber das musst du eh selber entscheiden, auf jeden Fall wäre die Portion bei einem normalen Joghurt größer bzw. kannst du sie größer portionieren als bei so einem Mini-Fruchtzwerg. Ansonsten kannst du noch versuchen mit ihr ein Gefäß auszumachen, in das du das Joghurt hineingibst und ihr eben sagen, wenn dieser Becher leer ist, dann ist Schluss. Vielleicht kann sie es dann eher akzeptieren, wenn sie sich selber den Becher oder den Teller oder was auch immer aussuchen darf. Ich würde an deiner Stelle jetzt überlegen, was du willst und dann das so durchsetzen, auch wenn dein Kind brüllt. Sie darf sich ja ärgern, du kannst ihr auch sagen, dass du verstehst, dass sie sich ärgert, aber manche Dinge gehen eben trotzdem nicht. In diesem Alter fängt es eben an, dass sie vieles selber bestimmen und machen wollen und das ist ja auch gut so, in einem gewissen Rahmen darf und sollte man sie ja auch selber entscheiden oder eben aus zwei Dingen auswählen lassen. Aber manche Dinge gibt Mama vor und die sind dann so, auch wenn die Kinder das nicht gut finden und toben. Ich wünsche dir gute Nerven und dass es nur eine Phase ist, die bald wieder vorüber geht! Alles Liebe!
Bei manchen Texten hier könnte man gerade das Bild in den Kopf bekommen, dass zweijährige Kinder kleine Monster sind, die nur auf unsere Schwächen lauern um uns auf der Nase Herumzutanzen. "Die krieg ich klein!" Ernsthaft, Ralph? Kampf gewinnen? Eiskalt Regeln festlegen? Versteht mich nicht falsch, auch Zweijährige Kinder brauchen Regeln, können davon sogar im Alltag profitieren, aber doch nicht als "das machen wir aus Prinzip, ich kämpfe dich klein, bis du mir gehorchst" Gängelei. Das ist schlichtweg nicht konstruktiv, da die Kinder erstens merken, dass sie plötzlich als Gegenspieler betrachtet und behandelt werden, womit sie nichts anfangen können, und zweitens in ihrem Streben nach Autonomie total gebremst werden. Gerade in solchen Bereichen wie "was möchte ich essen und was nicht" ist es den kleinen sehr wichtig, selbst mitbestimmen zu können. Sie einfach zu übergehen und für/über sie zu bestimmen wird zwar kurzfristig das Problem lösen, sie aber in ihrer Selbstwertentwicklung nicht gerade fördern und den Weg für künftige lästige Erzoehungsmasnahmen bereiten, weil man eben nicht mehr zusammen arbeitet sondern mehr und mehr gegeneinander und voneinander genervt ist. Überlegt euch, was euchbwichtig ist, und wo sie ihr Bedürfnis nach Mitsprache und Selbstbestimmung erfüllen kann. Ihr bestimmt die Uhrzeit und das was es gibt, sie sucht sich aus was sie davon wann essen will. Alle zufrieden. Ist natürlich etwas mühevoller als einfach genervt nein zu sagen oder einfach alles zu erlauben. Ihr findet euren Weg
... das ich nicht geschrieben habe. Oder Du erkennst das problem nicht, das ich versuche zu beschreiben. Von Gängelei kann doch keine Rede sein, und ja, manches ist dann eben Prinzip, z.B. daß es Eis, Kuchen oder Kompott als Nachtisch gibt. Wenn Du das Prinzipienreiterei nennst - damit kann ich leben. Und es ging auch gar nicht um "was möchte ich essen und was nicht"... das ist ein Thema, das Du neu eingebracht hast, das aber definitiv nicht in meinen Beiträgen vorkommt. Ralph
Ich habe mich auch nicht nur auf deinen Post bezogen (daraus stieß mir deine Interpretation auf, dass das Kind "die Eltern klein kriegen will" und das mit dem "man muss den Kampf unbedingt gewinnen"), du hast durchaus auch Dinge geschrieben, die ich ähnlich sehe (grenzen sind wichtig und je früher diese klar sind, desto weniger Stress gibt es in der Erziehung im weiteren Verlauf z.B) Ich fand nur diese generelle Haltung, "auf in den Kampf gegen das Kind! Für klare Regeln gegen Joghurt vor dem Essen!" Etwas befremdlich und sie kann, wenn zu wörtlich interpretiert, zu katastrophalen erziehungsbeziehungen führen, in denen Verbote und Belohnungssystem das a und o sind. Wie gesagt, vieles was du schreibst kann ich unterschreiben.
Ich würde die große Nachspeise daheim einfach streichen und durch etwas Kleines ersetzen, das nicht so satt macht wie ein großer Becher Joghurt. Das ist nämlich für so einen kleinen Magen ganz schön viel. Mein Sohn hatte eine Weile die Idee, er müsste Nachspeise vor der Hauptspeise essen. Dann gab es halt das Stück Schokolade, einen Traubenzucker oder ein Gummibärchen vor dem Essen. Das macht nicht zu satt und null Unterschied. Inzwischen gibt es wieder gar keine Nachspeise bei uns, da wir abends essen und dann keinen Zucker mehr essen wollen. Diese ständige Überfresserei ist eh nicht gesund. Wenn ich satt bin, muss ich doch nicht noch einen Becher Joghurt hinterherschieben. Dafür gibt es den Joghurt, Müsli o.ä. nachmittags oder mittags zu den Resten aus der Pausenbox.
Mir ist egal, ob vor oder nach dem Essen genascht wird. Ich bin allerdings auch so ein Kandidat, der sich beim Kochen noch einen Schokoriegel reinpfeift, wenn mir gerade danach ist.
Ansonsten bin ich ein Freund von "Vorleben", Kinder haben nämlich im allgemeinen die Angewohnheit, dass sie vieles nachahmen. :-)
Und wenn dir der Kampf um den Fruchtzwerg zu blöd ist, dann hast du natürlich auch noch die Option, weniger davon einzukaufen. Eine Packung pro Woche zum Beispiel, wenn leer, dann leer. Das ist für ein Kind deutlich leichter zu verstehen als ein "Ich habe hier zwar ganz viele, aber Ätsch, den kriegste nicht, weil ich das halt so will".
Oder du stellst ihr einfach etwas hin, wovon sie essen kann, so viel sie möchte. Joghurt, Quark.. vielleicht mit Äpfel oder Möhren zum dippen..
Ich finde einteilen schon sinnvoll. Also nicht sieben Joghurts an einem Tag und dann für den Rest der Woche nichts mehr. Jetzt sind es Joghurts, demnächst dann vielleicht die Packung Bärchenwurst oder die Tafel Schokolade. So lernt ein Kind eher, dass es von allen Leckereien am besten alles gleich aufisst.
Darf eine Tafel Schokolade nicht auf einmal gegessen werden?
Wir haben damit gute Erfahrungen gemacht, die Kinder haben ihre wöchentliche Ration am Einkaufstag bekommen und konnten sich das dann frei einteilen. Klar wurde die erste Zeit dann auch mal "über die strenge geschlagen", aber das hatten die Kinder schnell raus bzw kann ich die Menge ja einfach anpassen.
Kind 1 (8 Jahre) nascht seine Ration immer noch gerne "in einem Rutsch" und nascht dann eben nichts mehr bis zum nächsten Einkauf, Kind 2 (6 Jahre) teilt es sich eher auf die ganze Woche ein. Das ist sicher auch Typsache.
Mir war der tägliche Konflikt, um die Süßigkeitenschublade einfach zu dumm.
das kind ist 2. das kann einen zeitraum von 1 woche noch gar nicht erfassen.
na dann. das finde ich völlig übertrieben.
Wir gehen einmal die Woche groß einkaufen und ja, da ist für jeden was dabei.
das war und ist immer noch so und wir gehen mehrmals unter der Woche einkaufen.
Das entspannt einkaufen. Und mit der Zeit wird das total uninteressant. Was meine Kids das „Angebot von uns“ schon vergessen haben ......
..... dann halt beim nächsten Einkauf.
Das ging hier auch lange gut. Problematisch wurde es so ab 10/12. Da würde nämlich der eigene Vorrat aufgefuttert, um dann noch grasend durchs Haus zu ziehen. Inklusive geplünderter Backschokolade. Mittlerweile ist alles im Lot und es bleiben mir sogar "meine" Sachen. Ein 2 jähriges Kind kann das aber doch noch gar nicht überblicken und selber einteilen. Da habe ich das bestimmt.
Ich würde gar keinen Fruchtzwerg anbieten. Das ist auch kein Joghurt sondern eine Süßigkeit. Vielleicht gibt es ein paar Tage Gezeter deswegen aber sie wird sich schnell dran gewöhnen wie die Essgewohnheiten zuhause sind. Bei uns gibt es zum Nachtisch (wenn überhaupt) nur Obst.
Esst ihr den Nachtisch vor dem Essen?
Wir nicht- ok, wenn mal was dabei ist was einer nicht mag - ok. Am Tisch sollte für jeden was dabei sein ..
Ich habe als Kind oft den Nachtisch vor dem Mittag gegessen und immer aufgegessen.
Regeln in der Kita würde ich klar differenzieren zu denen Zuhause.
Täglich ein Fruchtzwerg macht kein Kind zum Diabetiker.
Bei uns nascht jeder täglich etwas oder auch mal mehr.
Bin auch der Typ beim Kochen noch vorher nen Riegel reinschieben
Ach da bin ich entspannt mit meinen dürren Kids.
Hauptsache Zähne putzen klappt.
Quengelkasse wurde immer so umgangen in dem sie sich einen besonderen Joghurt aussuchen durften und da war es egal was für einer.Klappte gut.
Heute sind die 10 und 15 und kaufen sich ihre Chips oder Eis vom Taschengeld und das obwohl immer alles da ist.
Es ist immer schwieriger etwas zurückzunehmen was man bereits erlaubt hat. Dass sie den Joghurt vorab bekommt, ist jetzt nun Mal so, ihr hattet euch ja auch was dabei gedacht (nämlich dass sie dann in Ruhe ihr Essen isst). Nur zum Verständnis: Ihr ist der Joghurt zu klein? (oder der Teller mit dem restlichen Essen?) Vorschlag: Ihr fragt in der Kita nach welchen sie genau haben und kauft tatsächlich den. So umgeht ihr die Diskussion nach der Menge. Könnte mir sogar vorstellen, dass die weniger gesüßt sind. Dass Kleinkinder toben, ist erstmal nicht super ungewöhnlich. Aber sie brauchen Grenzen und konsequentes, nachvollziehbares Handeln. Sie ist wütend, das kann man benennen, einräumen, dass man versteht wieso sie sich ärgert. Aber ankündigen, dass ihr den Joghurt für den nächsten Tag ganz streichen müsst, wenn sie nicht aufhört, euch zu schlagen (zum Beispiel).
Fruchtzwerge sind kein yoghurt sondern Süßigkeiten voller Zucker und fett und ohne Nährstoffe - außer vielleicht Eiweiß. Kriegt sie genau Eiweiß? Ein normaler yoghurt ist ja eigentlich ein guter Essens Ersatz. Dein Kind wird noch öfter dein Essen nicht essen wollen. Wenn die Alternative nicht süsskram heißt, ist doch auch ok.
Hallo Wasmussdasmuss, ich habe längst nicht alle Beiträge gelesen, also wiederhole ich möglicherweise etwas, was schon geschrieben wurde. Problem 1: Thema Joghurt: Ich hätte mich an dieser Stelle geärgert, dass ich je Fruchtzwerge gekauft habe und würde dafür sorgen, dass schnell keine mehr im Haus sind. Tut mir Leid, mein Kind, wir haben leider keine Fruchtzwerge mehr. Du kannst aber gern Joghurt haben. Dafür würde ich ein schickes kleines Becherchen, vielleicht Eierbecherchen bereit halten, in dem der Joghurt, ggf. mit etwas Marmelade oder Fruchtmus serviert wird. Problem 2: Theater, wenn es nicht mehr gibt. Hmmm..., wenn das Kind mehr Joghurt haben wollte, würde ich ihm eben mehr Joghurt geben, dann aber nicht mehr schick serviert. Das gibt es nur ein Mal. Da steht dann eben der Joghurt mit auf dem Tisch, und ein Schälchen für den Fall, dass Kindi Joghurt möchte. So muss niemand mehr aufstehen. Ggf, wenn es mir wichtig wäre, dass der "Servierjoghurt" als Nachtisch verstanden wird, würde ich ihr in Aussicht stellen, dass ich NACH dem Essen, wenn alle fertig sind, den tollen Becher mit Joghurt und Fruchtmus serviere. Vermutlich würde ich dann ein Handtuch über den Arm legen und Ober spielen oder sowas, aber das gäbe es, weil das im Restaurant eben so ist, nur NACH dem Essen. Problem 3: Kind tobt. Das wird noch häufiger geschehen. Wenn es geschieht, muss man sich klar machen, dass das Kind in dem Moment auch leidet und von den Gefühlen mitgerissen wird, durcheinander ist und selbst nicht weiß, was los ist. Ich würde ein Angebot zum Trost machen, ob Kindi zu mir kommen möchte, aber wenn sie nicht will und toben muss, würde ich sie lassen und - ja - in der Situation - echt weiteressen. Immer mit der Stimmung, ja, ist doof, es geht vorbei. Wenn Du Dich beruhigt hast, komm einfach wieder zu uns und lass dich trösten. Mehr kannst Du nicht machen. Wenn der Zug da erst mal abgefahren ist, muss man durch. Problem 4: Wenn sie kneift und quengelt, um auf unserem Stuhl zu sitzen - hmm, sowas hatten wir nie, weil sie meist auf dem Schoß sitzen durfte, wenn sie es wollte - käme es immer darauf an. Wollte ich da sitzen bleiben, könnte sie auf den Schoß, aber ich verlasse nicht den Stuhl. Wäre es mir nicht so wichtig, wo ich sitze, würde ich halt tauschen. Wäre es mir zu viel Gehühere beim Essen, würde ich sie fragen, ob sie jetzt noch essen wolle oder lieber spielen, weil ICH gern in Ruhe essen wolle und mir das zu viel Gehampel wäre, und dann könnte sie gern spielen gehen oder eben essen, auf dem Schoß oder auf ihrem Platz. Kneifendes Kind: Ich würde ihre Hand wegnehmen, deutlich sagen, dass mir das wehtut und sie nicht bei mir bleiben kann, wenn sie kneift. Ggf. würde ich das Kind wegsetzen, wenn es weitermacht. Im schlimmsten Falle würde ich selbst den Raum mit Teller und Glas verlassen und sagen, dass ich jetzt im X-Zimmer esse, weil ich in Ruhe essen möchte. Ich habe sowas seinerzeit einmal gemacht. Von da an wurde es beim Essen viel ruhiger. Es war auch absolut authentisch: Mir war es einfach zu viel Theater beim Essen, und ich esse gern in Ruhe. Das kann auch eine Zweijährige schon mitbekommen. Von dem, was ich gelesen habe, ist mir das zu - hmm - borniert regelfixiert. Ich bin eine "Jedes-Kind-kann-Regeln-lernen"-Verweigererin. Natürlich gibt es Regeln. Die sind aber komplett natürlich und ergeben sich aus dem Alltag. Ich werfe nicht absichtlich Essen auf den Boden, weil der dann saubergemacht werden muss und das gute Essen dann hin ist. Ich hampele nicht so viel am Tisch, weil das alle anderen stört, die gern gemütlich essen möchten. Kleine Kinder dürfen, wenn sie fertig sind, gern spielen gehen. Unser Kind durfte auch, wenn sie noch mal wieder kam und wir noch am Essen waren, gern noch einmal einen Happen von uns bekommen. Das fand ich auch nicht so schlimm. Heute kann das Kind essen, wie "es sich gehört". Ich hatte auch kein Problem damit, wenn das Kind lieber Joghurt, Knäckebrot oder Oliven aß als mein gekochtes Essen. Das stand bei uns ohnehin immer als evtl. verfügbarer Ersatz für Nichtgefallen des Essens auf dem Tisch. Bei uns wird Nachtisch zusammen gegessen. Den hätte ich tatsächlich nicht vorher serviert. In Eurem Falle hilft es sicher, wenn Ihr auf die Fruchtzwerge verzichtet und z.B. Joghurt oder anderen Nachtisch reicht. Dann gibt es auch keinen Vergleich mit der Kita. Auf Fruchtzwerge kann man wirklich locker verzichten bzw. da gibt es viel besseres Essen. Ich hätte auch, für den Fall, dass das Essen mal richtig gut gelaufen ist, immer so ein Bonbon parat, ein Eis oder vielleicht wirklich noch einen Fruchtzwerg oder ein Stück Schokolade oder so. Wenn das hin und wieder überraschend kommt, mit dem Hinweis: "Das Essen war gerade so schön mit Euch, jetzt habe ich noch eine Überraschung!", könnte die Kleine auch lernen, dass es sich lohnt, wenn Essen allen Spaß macht. ;-) Also ich denke, das Problem kann man langfristig angehen. Vielleicht hilft es Dir, wenn Du Dir klar machst, was Dir eigentlich genau wichtig ist und worauf Du auf jeden Fall bestehen willst. Das sind dann ja auch die Eckpfeiler, an denen das Kind sich orientieren kann. Du musst sie halt humorvoll und sensibel durchsetzen. Wichtig dabei finde ich, dass das Kind sich nicht gemaßregelt oder ohnmächtig fühlen muss. Viel Erfolg! Da gibt es keine Patentlösung, eher so Deinen persönlichen Weg bzw. Euren (zusammen mit Deinem Mann)- VG Sileick
Noch zu erwähnen: Hier muss einem nicht alles gefallen, man darf sehr wohl doof finden, wenn einem eine von uns Eltern eingeforderte Sache einem nicht gefällt (Schreibtisch aufräumen bis..., beim Essen nicht die Beine auf den Stuhl legen, mit Messer und Gabel essen, am Tisch bleiben etc.). Und man darf auch äußern, dass man das doof findet. Als Kleine äußert man das ggf. etwas lauter und länger, als Größere kann man einen Kommentar machen oder grummelig schauen. Das ist ok., finde ich. Ist ja auch nur authentisch. Es darf allerdings (beim älteren Kind) dann auch irgendwann mal gut sein. ;-)
Vielen dank für die mega ausführliche Antwort. Ich hab natürlich nicht immer Fruchtzwerge da,kaufe alles mögliche. Aber es geht ihr ums Prinzip. Sie will mehr, von dem was sie nicht darf. Ist im Moment einfach alles anstrengend
Hallo, ich hab mir jetzt nicht alle Antworten im Detail durchgelesen, deshalb sorry, falls ich nun bestimmt etwas schreibe, was schon gesagt wurde. Ich kann dir sagen, was ich tun würde bzw. getan habe: Fruchtzwerge gibt es hier nicht - unsere Tochter (auch 2) bekommt Joghurt und wenn sie mag, noch etwas selbstgemachtes Apfelmus dazu. Und das handhabe ich tatsächlich generell so: Wenn ich nicht möchte, dass sie x oder y isst, dann hab ich das auch nicht zu Hause. Wenn sie x oder y mal in der Kita oder bei der Oma, oder Tante oder wo auch immer bekommt, dann ist das in Ordnung (weil Ausnahme). Vom Joghurt dürfte sie hier so viel essen wie sie möchte und wenn sie danach nix mehr vom Mittag- oder Abendessen essen möchte, dann wäre das halt so. Ich ess Abends manchmal auch nur einen Joghurt oder ein Müsli, weil ich einfach nichts anderes - gekochtes - möchte. Wir hatten mit unserer Tochter beim Abendessen auch einmal eine ähnliche Szene: Erst wollte sie in ihren Stuhl sitzen, dann wieder nicht, dann wollte sie was essen, dann wieder nicht, Teller hin, Teller wieder runter, Wasserbecher hin, Wasserbecher wieder runter. Diese Spiel ging hin und her, zum Schluß hat sie dann in hohem Bogen ihren Teller runtergefegt und den Wasserbecher hinterher. Auch alles mit viel Geschrei und Gezeter. Das war dann der Moment, an dem ich gemerkt habe, dass sie mit der Essenssituation völlig überfordert war... entweder schon übermüdet, weil wir etwas später mit dem Essen dran waren als sonst oder kein Hunger, oder der Tag war generell zu anstrengend für sie oder sonst irgendwas, was in ihrem kleinen Kopf gerade total unrund gelaufen ist. Aber sie war mit der Situation überfordert. Also hab ich sie rausgenommen (auch wörtlich, sprich, ich hab sie aus ihrem Stuhl rausgenommen) und geschaut, ob sie sich bei mir beruhigt. Hat sie nicht, ganz im Gegenteil. Dann bin ich mit ihr hoch ins Schlafzimmer, hab beruhigend auf sie eingeredet, was sie wahrscheinlich in dem ganzen Heulen und Strampeln überhaupt nicht wahrgenommen hat, sie bettfertig gemacht und bin mir ihr in Bett. Da hat sie dann noch eine viertel Stunde weiter geschrien und ist dann aber in meinem Arm eingeschlafen... Das hat jetzt nichts mit "ich-bin-hier-der-Chef- und-so-wirds-gemacht" zu tun oder mit eiskalt und knallhart durchgreifen - sie ist erst zwei. Aber sie kann ihre Gefühle und Emotionen noch nicht von selbst regulieren und auch ihre Wünsche (ich mag jetzt lieber Joghurt statt Fleisch essen) noch nicht wirklich äußern. Und dann brauchts manchmal Mama oder Papa, die die Situation für dieses kleine Menschlein regeln. Völlig unaufgeregt und ohne Drama oder Rumschreien. Man kann Kleinkindern liebevoll Grenzen setzen, auch ohne eine streng autoritäre oder hierarchische Erziehung. Viele Erfolg
Ich habe eigentlich die Erfahrung gemacht, dass die Essensmenge ungefähr gleich bleibt, auch wenn es erst den Nachtisch gibt. Eher noch, dass mein Sohn das andere Essen nicht so schnell wegschiebt. Könnt ihr wegen des Zuckers Naturjoghurt mit Obst mischen? Ansonsten gibt es die Fruchtzwerge auch in der Variante "weniger süß"; selbst nicht zuckerreduziert haben sie aber auf 100g immernoch weniger Zucker als viele der regulären Fruchtjoghurts. Natürlich immernoch genug. Vielleicht isst sie den Joghurt auch mit etwas Abstand vorm essen und dann später vom gekochten mit weniger Protest? Wenn ihr nicht zu arg an der Sitzordnung hängt, könnt ihr sie ja ab und zu auch vorher bestimmen lassen, wer wo sitzt und sie darf helfen, so den Tisch zu decken?
Auch wenn's mir zu euphorisch klingt und Fruchtzwerge kein Grundnahrungsmittel sind, hier nochmal zur realistischen Einordnung: https://www.eatbetter.de/nutri-score-deutschland
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