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Wie geh ich richtig mit der Situation um?

Wie geh ich richtig mit der Situation um?

Mami_Adam

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Hi ihr lieben.. Mein kleiner ist jetzt 1 Jahr und zwei Wochen alt und befindet sich total in einer Trotzphase. Wird ihm was weg genommen oder darf er irgendwo nicht gehen dann wirft er sich auf den Boden und schreit. Will er etwas haben und gebe ich ihm was anderes dann wirft er den Gegenstand auf den Boden oder sogar gegen mich. Er schlägt wenn ihm was nicht gefällt oder nicht nach seiner Meinung geht. Wie geh ich am besten damit um?


SybilleN

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Antwort auf Beitrag von Mami_Adam

Die Hand, die wirft oder schlägt, festhalten und "Nein" sagen. Klar, deutlich, mit Blickkontakt. Braucht ein paar Wiederholungen. Bei Ausrastern das Kind fest in den Arm nehmen, ihm Halt geben. Die Emotionen überfordern es noch.


Mami_Adam

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Antwort auf Beitrag von SybilleN

Okay dann war ich ja schon mal auf dem richtigen Weg. Ich wollte nicht das er zusätzlich Angst oder so entwickelt aber es trotzdem versteht. Er hat einen starken willen und ich dachte die Phase kommt bisschen später. Danke für deine Antwort.


Sofasessel

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Antwort auf Beitrag von SybilleN

Moin. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass "fest in den Arm nehmen" nicht für jedes Kind geeignet ist. Für unser Kind war und ist Nähe unerträglich. Mittlerweile ist er alt genug, um selbst zu entscheiden, ob er Nähe braucht und verträgt, oder ob er in so einem Moment lieber alleine sein will. In dem Alter Deines Kindes wäre eine feste Umarmung eher kontraproduktiv gewesen. Wir haben sein Ausrasten begleitet Daneben gesessen /gestanden, gezeigt, dass wir trotzdem da sind, geredet oder geschwiegen Man lernt Situationen einzuschätzen und zu erkennen, was gebraucht wird.


Mami_Adam

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Antwort auf Beitrag von Sofasessel

Ich muss mal schauen wie das zu meinem Sohn passt. Wir lernen uns halt beide noch kennen und auch die Grenzen. Er kuschelt gerne, aber eben wenn er es will. Sonst mag er auch zu viel Nähe nicht so ganz, gerade in solchen Momenten. Er wirft sich auf den Boden aber paar Minuten später sucht er die Nähe ob zu mir oder zu dem Papa. Ich werde es die nächsten Tage mal versuchen, sollte für ihn festhalten zu viel sein dann lasse ich es bei einem Nein und hole ihn einfach aus der Situation raus.


wolfsfrau

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Antwort auf Beitrag von Mami_Adam

Mit viel Geduld!!!! Immer wieder nein sagen, ruhig bleiben, nicht zu viele Worte für Erklärungen - Nein, das tut mir weh. Nein, der Becher geht kaputt..... Zum festhalten: ausprobieren, manche Kinder können gerade das dann gar nicht gebrauchen. Meine waren da komplett unterschiedlich. Der kleine brauchte den Halt, der große hat sich dadurch erst richtig aufgeschaukelt.


Mami_Adam

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Antwort auf Beitrag von wolfsfrau

Ich versuche schon so viel Geduld wie möglich zu haben Ja ich muss gucken was zu ihm passt, ich will auch nicht das er sich noch weiter rein steigert.


Baerchie90

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Antwort auf Beitrag von Mami_Adam

Wir haben Zuhause in den Hauptaufenthaltsräumen geguckt, dass wir möglichst wenig Konfliktpotential haben. Sprich: Alles was Kind partout nicht haben soll: wegräumen oder durch Kindersicherungen sichern. Das alleine nimmt schon viel Stress weg. Wenn das Kind etwas nicht soll, aber will, ist es natürlich frustriert. Das lässt sich nicht immer vermeiden. Wir haben schon versucht unserem Kind da entgegen zu kommen, indem es sich Gegenstände zusammen mit uns ansehen durfte, oder auch vorsichtig (!) benutzen durfte. Unser Sohn interessierte sich beispielsweise wahnsinnig früh für Messer und Scheren und durfte dann eben mit enger Begleitung schneiden. Ansonsten haben wir ihn versucht zu trösten, wenn er das denn annehmen wollte. Oft blieb ich neben ihm sitzen, so dass er sah, dass ich da bin. Angefasst oder gar umarmt werden, wollte er nämlich lange nicht, wenn er wütend war. Das Schlagen würde ich bei einem knapp einjährigen Kind noch nicht überbewerten. Da ist die Impulskontrolle einfach gleich null. Ich habe dann die Hand nur kurz festgehalten und gesagt, dass ich das nicht möchte. Mal bin ich auch einfach ein Stück weggerutscht, oftmals hat Sohnemann nämlich nur gehauen, wenn ihm jemand zu nah kam , während er weinte. Das hieß für uns: akzeptieren, dass er gerade nicht möchte, aber eben dennoch Präsenz zeigen, falls sich das ändert.


Mami_Adam

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Antwort auf Beitrag von Baerchie90

Wir haben eigentlich auch das meiste weg geräumt was konflikt schaffen könnte. Aber es ist halt ein Kind und er kommt manchmal auf sehr komische Ideen, wir kommen ihm immer bisschen entgegen so wie du es erwähnt hast, aber er will dann schnell "mehr".


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Mami_Adam

Dir wurden ja schon viele gute Tipps gegeben. Ich würde zusätzlich noch seine Gefühle benennen. Sowas wie: "hey, du bist jetzt ganz schön wütend (frustriert, traurig, etc.)oder? Versteh ich, es ist nicht schön (einfach), wenn man etwas nicht so machen darf, wie man gerade möchte, aber ..." und dann, je nach Gemütszustand, gleich die Erklärung, oder eben erst später, wenn sich die Situation wieder beruhigt hat So lernt er seine Gefühle einzuordnen und du zeigst ihm, dass es okay ist so zu empfinden. Das funktioniert bei unserer Tochter sehr gut. Sie interessiert sich gerade auch ganz viel für Gefühle und kann sie bei sich und anderen ganz gut benennen. Ansonst hilft nur noch ganz viel Geduld. Ich fände es richtig gut, wenn es da mal einen Sack voll irgendwo im Sonderangebot geben würde.


Mami_Adam

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Danke, deine Idee kann auch ganz hilfreich sein. Oh ja 10 Säcke voller Geduld bitte!


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Mami_Adam

Bei Carina war das etwa genauso. Sie hat alles genomen was in ihrer Reichweite lag, da hat sie auch keine Ausnahme vor Handys, Tablets und PCs gemacht...Wenn man ihr es weggenommen hat, hat sie rumgebrüllt, geschlagen, gebissen und sich auf dem Boden gewälzt. Wir haben es so geregelt, das wir sie hochnehmen, beruhigen und herumtragen. Bei ihr lag es meistens daran, das sie einfach überdreht war. Ich glaube das wichtigste ist selber ruhig zu bleiben und nicht selber auszuflippen.