Morle 79
(Teilweise etwas geschwollener geschrieben/formuliert, aber wenn man hinter das "Gesamtbild" steigt, finde ich es wunderschön...)
Das Haus der Kindheit ist so traurig.
Es bleibt, wie es verlassen wurde,
Bequemlichkeiten derer angemessen,
die als letzte gingen,
wie um noch mal sie zurückzulocken.
Doch weil es niemandem mehr Freude bringen kann,
verkümmert es so sehr
und nimmt sich nicht das Herz,
den Diebstahl zu vergessen,
zurückzukehren zu dem Anfang,
dem glückverheißenden Versuch,
das Richtige zu beginnen,
das lang schon unerreichbar.
Man kann noch sehen, wie es war:
Schau dir die Bilder an und das Besteck.
Die Noten auf dem Stuhl vor dem Klavier
und jene Vase dort.....
![]()
Mit solchen Texten kann ich nichts anfangen... das ist zu geschwollen und realitätsfern.
schliesse mich mal mf4 an.................kannauch nix anfangen damit lg
Ich fand´s auch erst geschwollen und umständlich geschrieben, aber als ich mich mal näher damit befasst hab, wurd mir klar, wie schön das Gedicht vom Sinngehalt her eigentlich is... und (für mich) überhaupt nich realitätsfern... wie definierst du realitätsfern...?
Hi, mir ist es auch ein bisschen zu (!) geschwollen.
da taucht man richtig ein...bzw. sieht so ein altes Haus vor sich mit Klavier und dgl. wies zurückgelassen worden ist aber trotzdem noch lebendig... schön..irgendwie...
Wenn ich in mein Elternhaus gehe hat sich alles verändert... wo gibts das schon, dass zig Jahre alles an damals erinnert. Und wenn... würde ich zu meiner Mum sagen, sie soll die Staubfänger wegwerfen und sich mal neue Möbel gönnen.
Jup... seh ich auch so... Was die (Kindheits-)Erinnerungen betreffen, da hat ja jeder seine eigenen Bilder im Kopf... n Klavier hatten wir nu nich, aber ich kann eben den Sinngehalt dahinter greifen, und ich denke, das is das Wichtige/Aussagekräftige daran...
nein.....wenn du das Haus so in deiner ERinnerung hast wies war als du klein warst.......ich seh das schon so.....
ja um das gehts ja auch denke ich......egal obs jetzt der alte Ofen ist oder das Sofa oder oder oder...
Erinnerst du dich nich manchmal melancholisch dran zurück, als du dein Elternhaus verlassen hast und wie´s da war...? Eben die Zeit, als du "gingst"...? Darum geht´s doch... bei meiner Mutter sieht´s nu auch nich mehr so aus, wie damals, logisch irgendwie, oder...?!...*grins*...
Ich war 16 etwa. da war ich durch die Ausbildung weg, alle paar Wochen 2 Tage zu hause mit unter 18 ganz ausgezogen. Ich fand es toll und wollte nie zurück
endlich mein eigenes Ding machen.
Ich besuche meine Mum aber melancholisch werd ich nicht. Ich mag mein eigenständiges Leben seit fast 30 Jahren.
Naja, gut, dann wirst du einfach nich der "Typ" für solche "Dinge" sein, is ja auch nich schlimm in dem Moment, is dann auch schwierig, sowas nahe zu bringen... ;-P
...und was genau soll das Gedicht ausdrücken?
War in Gedichtinterpretation schon immer mies ![]()
Es ist das Elternhaus, wie/als man es verlassen hat und was man noch für Erinnerungen an diesen Moment und die Zeit davor hat(te)... man kann sehr vieles hinein interpretieren, solang man beim "Thema" bleibt..
im Bett zu liegen und nach meiner Mutter zu rufen, damit sie mir das Licht ausmacht
das fand ich toll ![]()
Oha...*lol*
Daher wohl meine Un-Melancholie... meine Eltern hätten das nicht gemacht.
Naja, zu melancholisch zu sein is auch nich immer gut...
dafür gab es bei uns nie ein "hab Dich lieb"........., oder gar eine Umarmung.......
Ich habe schon oft überlegt, ob es das gab
ich erinnere mich wirklich nicht. Ich denke nein... Am Anfang fand jeder mein Knuddelei und Knutscherei mit meinen Kindern affig... ich weiss, dass meine Mum es später mochte wie ich als Mutter bin... und das sagt sie mir auch.
ich erinnere mich genau, dass es das nicht gab, vielleicht als ich ein Baby war, aber seitdem ich denken kann nicht :) auch jetzt nicht, könnte ich irgendwie jetzt auch nicht mehr, würde sich komisch anfühlen.
Ich kann auch nicht nachvollziehen, wie man gegenüber seinen Kindern so sein kann, ich bin es zum Glück nicht und ich hoffe ich werde es auch nie sein.
Ich nehme es ihnen auch nicht direkt krumm, manche können sowas wohl einfach nicht ![]()
Ich nehme es meinen Eltern auch nicht krumm... sie kannten es nicht und fanden es wohl nicht wichtig, dass sie besser nicht weitergeben, was sie kannten. Meine Mum, Bauernkind, Nachzügler, Eltern nur auf dem Feld oder im Stall. Mein Vater lernte seinen Vater nie kennen und die Mutter starb als er ein Kind war und dann war er bei seiner gewalttätigen Tante. Er gab das an mich weiter, auch ein Grund froh zu sein, dass man raus ist. Ich genieße das immer sehr, dass ich mit meinen Kindern so ein liebevolles Verhältnis habe.
hört sich nicht gut an :( so schlimm war es bei uns nicht, nur "kalt". Aber schön, dass es nicht immer so ist, dass man das weitergibt, was man selbst erfahren hat.
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