Elternforum Rund ums Baby

Wie erklär ich es meinem Kind?

Wie erklär ich es meinem Kind?

SybilleN

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Hallo! Ich brauch mal wieder euren Rat, auch wenn es um meinen Zweitklässler geht. Er ist seinem Alter deutlich voraus und hat eigentlich nur einen einzigen, besten Freund (Klassenkamerad). Ist ein netter Junge, er war schon mehrfach bei uns (und-weil es wichtig für das Verständnis ist -jedes Mal kam die Mutter nicht zur vereinbarten Zeit, um ihn zu holen). Nur leider wird mein Sohn am laufenden Band enttäuscht: Die Mutter (alleinerziehend) sagt, dass er zum Spielen kommen könne - mein Sohn steht vor verschlossenen Türen. Sie geht nicht ans Handy. Das war schon 3x in den letzten 8 Wochen so. Für heute hatten wir ausgemacht, dass der Junge zu uns zum Spielen und Essen. Ich hab extra Essen vorbereitet (okay, DAS werde ich los), alle anderen Termine so gelegt, dass es klappt. Tja - er kam nicht. Ohne Entschuldigung, Mutter nicht erreichbar. Mein Sohn ist natürlich furchtbar enttäuscht. Gut, das gehört zum Leben dazu. Und ich hab echt keine Lust mehr auf noch mehr Versuche. Aber wie würdet ihr weiter vorgehen? Ihm zu sagen "such dir andere Freunde" ist ja wohl etwas hart... Danke schon mal.


Pamo

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"Such dir zusätzliche Freunde."


Luna Sophie

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Dein Kind muss sich ja nicht andere Freunde suchen und dieses Kind vergessen oder ignorieren. Es könnte andere Kinder zusätzlich kennenlernen und treffen. Gezielt einen Freund suchen klappt eher selten. Aus anderen Kontakten könnten Freundschaften entstehen. Ich habe meinen Kindern manchmal gesagt, schau ob es noch andere Kinder gibt. Auch mal Vorschläge gemacht, mit xy vom Kinderclub, vom Fußball verstehst du dich doch ganz gut, möchtest du dieses Kind nicht mal einladen? In der Nachbarschaft wohnt Familie x , vielleicht magst du dich mit dem Sohn / Tochter mal auf Spielplatz treffen. Manchmal brauchen auch Grundschulkinder etwas Unterstützung.


Sille74

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Ja, "such' Dir zusätzliche Freunde" würde ich auch sagen. Ich finde nicht, dass er die Freundschaft zu diesem Jungen komplett aufgeben muss "nur" wegen dieser Unzuverlässigkeit, wenn er selbst (noch) nicht dazu bereit ist und den Jungen trotz allem mag. Außerdem würde ich ihm erklären, dass es leider solche unzuverlässigen Menschen gibt, was wirklich richtig blöd, aber oft nicht einmal böse gemeint ist, und dass man bei solchen Leuten immer mit so etwas rechnen muss, es aber nicht so persönlich nehmen sollte. Man muss halt abwägen, ob man die jeweilige Person so mag, dass man die Unzuverlässigkeit in Kauf nimmt oder ob man Kontakt reduziert.


Mitglied inaktiv

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Ich kann deine Emotionen absolut nachvollziehen. Wir hatten das tatsächlich auch mit einem Freund. Mir hat der Junge extrem leid getan, weil er nichts dafür kann. Es war ihm auch immer unangenehm, das hat man gemerkt. Ich habe versucht etwas auszumachen, was in jedem Fall klappen würde, z.B. nach der Schule beide Kinder mitnehmen.


LilaLaune123

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Vielleicht kannst du noch mal das Gespräch mit der Mutter des Jungen suchen? Wenn es wirklich der beste Freund deines Sohnes ist, werden sich die beiden sicher weiter treffen wollen.


kevome*

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Hat Unzuverlässigkeit etwas mit Alleinerziehend zu tun? Oder warum erwähnst Du das?


SybilleN

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Antwort auf Beitrag von kevome*

Nein, es hat nichts mit alleinerziehend zu tun. Aber damit, dass ich nicht den Vater fragen/kontaktieren kann.


sojamama

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Aber wirklich ICH, damals 4. Klasse. Mein Geburtstag. Ich hatte 4 Freundinnen eingeladen. 3 kamen auch. Ich habe vor dem Haus an der Straße gewartet, eine ist einfach vorbeigefahren. Hat nicht mal gewunken.... ich war so enttäuscht. Das ist jetzt genau 35 Jahre her, aber ich denke bei solch ähnlichen "Vorfällen" auch immer mal wieder daran. Immerhin kamen die anderen 3 dann :-) es war dennoch ein schönes Fest. Deinem Jungen würde ich auch sagen, nicht zu sehr auf einen einzigen Freund versteifen. Lieber mal auch andere einladen, zu anderen hingehen usw. Vielleicht war es keine böse Absicht, aber es ist allemal sehr sehr ärgerlich und vor allem aber sehr traurig. Ich wäre ebenso traurig wie mein Kind.... mir schmerzt sowas immer noch mehr. Solch derartige Enttäuschungen. Meine Kinder ecken oft an, die Große mit 17 ist nun raus aus den "Kindereien", aber sie hat dennoch eine Freundin mit der sie ständig Zoff hat. Mal ist sie beleidigt, mal die Freundin. Die Freundin "disst" sie wieder, macht sie schlecht vor anderen, lässt sie nicht an Treffen teilnehmen etc. "Freundin" würde ich mittlerweile nicht mehr sagen. Meinem Sohn (12) geht es gerade genauso. Ein Kumpel, was ein guter Freund war, redet seit geraumer Zeit kein Wort mehr mit ihm. Mein Sohn kann sich nicht erklären warum. Er hat überlegt, hin und her überlegt, was er wohl gesagt oder getan haben könnte, dass es so kommen konnte.... er weiß es nicht. Der Freund sagt nichts dazu. Hat ihn blockiert bei whats app, lässt ihn links liegen in der Schule usw. Sowas stimmt mich traurig. Ich erziehe meine Kinder zu ehrlichen Menschen, zu Menschen, die ihre Meinung vertreten dürfen und auch sollen. Die auch mal gegen den Strom schwimmen und nicht nur Mitläufer sind, nur weil es gerade cool ist. Und genau DA glaube ich liegt oft der Knackpunkt. Sobald man ein wenig anders ist, ist man out und raus..... Ich hoffe für euch, dass er noch andere Kinder findet und sich anfreundet. Vielleicht war es wirklich nur ein Versehen.... wäre ja schön..... aber schade trotzdem. melli


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von sojamama

Ich kenne es leider auch aus meiner eigenen Kindheit :-( Meine damals beste Freundin kam auf einmal nicht mehr und ging mir aus dem Weg. ich war mir keinerlei Schuld bewußt. Glaub da war ich so 11 oder 12. Also kurz vor der Realschule. Meine Mutter hat dann beim Einkaufen ihre Eltern getroffen und sie direkt darauf angesprochen. Raus kam dann, daß die Eltern nicht mehr wollten, dass wir Kontakt haben. Das war echt böse :( Seitdem habe ich leider Bindungsschwierigkeiten, weil ich immer denke, wenn ich einen Menschen zu nah an mich ranlasse, werde ich nur wieder enttäuscht. Das zieht sich in Sachen Freundschaft bis heute hin. ich habe eine Freundin, aber die Angst ist immernoch da.


SybilleN

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Antwort auf Beitrag von sojamama

Ohje, das tut mir echt leid für euch! Die Jungs vertragen sich in der Schule wohl weiter hervorragend. Nur in der Freizeit geht das eben nicht.


Mitglied inaktiv

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Ich frage mich jetzt auch... was hat der Satz "Er ist seinem Alter weit voraus" und das Alleinerziehend damit zu tun? Sonst kann ich nur raten, die Mutter direkt darauf anzusprechen. Sonst wirst du nie rausfinden, was da von ihrer Seite ansteht. Mir kommt es so vor, als möchte sie nicht mehr, daß ihr Kind mit deinem Kontakt hat und hofft, es verläuft sich durch ihre Aktionen von selber. Da hilft nur Konfrontation und zwar ohne Kinder.


SybilleN

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Das "alleinerziehend" besagt nur, dass ich mich nicht auch an den Vater wenden kann, um ein Spieldate zu vereinbaren. Und weil mein Sohn eben nicht denkt und spielt wie ein 7Jähriger, findet er keine Freunde unter Gleichaltrigen. Sein Freund ist 9 und 1x zurückgestellt und Klasse wiederholt, daher in der gleichen Klasse.


Pamo

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Antwort auf Beitrag von SybilleN

Um so mehr solltest du ihn dabei unterstützen, passende Kinder anzutreffen, damit er die Chance erhält, weitere Freundschaften zu schließen. Dabei wirst du dich nicht auf die aus der Nachbarschaft draußen spielenden Kinder beschränken können, sondern du solltest seinen potenziellen Freundeskreis um.diejenigen erweitern, die seine Interessen teilen (was immer diese sind, bspw. Kinderschach-Club, Technikverein, Orchester etc. Mit normalen Sportvereinen habe ich diesbezüglich keine guten Erfahrungen gemacht, weil es dort zu sehr um Wettkampf und Teamgeist ging).


Pamo

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Um so mehr solltest du ihn dabei unterstützen, passende Kinder anzutreffen, damit er die Chance erhält, weitere Freundschaften zu schließen. Dabei wirst du dich nicht auf die aus der Nachbarschaft draußen spielenden Kinder beschränken können, sondern du solltest seinen potenziellen Freundeskreis um.diejenigen erweitern, die seine Interessen teilen (was immer diese sind, bspw. Kinderschach-Club, Technikverein, Orchester etc. Mit normalen Sportvereinen habe ich diesbezüglich keine guten Erfahrungen gemacht, weil es dort zu sehr um Wettkampf und Teamgeist ging).