Anny
Seit längerem ist mein Schwager optisch meine Schwägerin. Ich bezeichne sie seit her nur als Sie und mit ihrem Wunschnamen. Habe mich lange mit dem Thema beschäftigt und habe sie auch zu mehrmals zu ihren Selbsthilfetreffen begleitet und dort viele liebe Menschen kennen gelernt. Zu einigen habe ich noch guten Kontakt. Nun hat sich mein Bruder geoutet ebenfalls Transgender zu sein. Klar, ich bin erstmal platt. Zwar war er schon immer anders, aber nie wusste jemand wieso. Nun ist er bereits 32 Jahre alt. Ich habe mich direkt an einen Kontakt gewendet, die bereits die Ops hinter sich hat und sie bat mir auch gleich Hilfe an. Mein Bruder freut sich darüber. Ich werde nun mit meinem Bruder zu einem Gendertreffen fahren. Was mich aber traurig macht ist die völlig Verständnislose Reaktion von unserem Vater. Klar ist das nicht leicht für ihn, ich persönlich muss mich jetzt auch erstmal an den Gedanken gewöhnen, dass mein Lieblingsbruder nun meine Lieblingsschwester wird. Aber muss man wirklich so reagieren? Ich hoffe das legt sich noch. Bisher ist mein Bruder, bis auf lange Haare, noch "unauffällig" möchte nun aber gern mit mir nächste Woche shoppen gehen und sich Frauenkleidung kaufen. Unser Vater war schon immer "komisch" was Menschen angeht die anders sind, als sein Bild von "richtigen Menschen" egal ob Schwul,bi,lesbisch oder eben Transgender. Mache mir jetzt doch etwas sorgen, wie es nun weiter geht. Ich denke Unterstützung wird mein Bruder seitens meiner Eltern nicht erwarten können. Nachdenkliche Grüße Anny
Das ist bei vielen Vätern so. Meiner ist nicht anders und ich kenne ehrlich gesagt keinen Vater, der wirklich tolerant ist solchen Dingen gegenüber ist. Aber dein Bruder hat das große Glück, dass seine Schwester zu ihm steht und das ist viel wert.
Sehe das ähnlich wie Helena, leider gibt es viele Väter die sich da sehr schwer tun... aber ich finde es ist nicht nur ein Väter-Problem es ist oft ein allgemeines Elternproblem... Einige sind vielleicht generell tolerant eingestellt aber wenns dann das eigene Kind / die eigene Familie betrifft ist das nochmal was ganz anderes. Ein Stück weit kann ich es sogar verstehen... klar das Kind an sich bleibt ja das eigene Kind aber wenn man sein kleines Mädchen bzw. seinen Sohn groß gezogen hat dann bleibt es das halt auch grade in den Augen der Eltern ein ganzes Leben. Böse meinens wahrscheinlich die Wenigstens und ehrlich gesagt eine komische Vorstellung / ungewohnte Situation ist es doch irgendwie für jeden erstmal. Würde jetzt mein Bruder morgen kommen und mir das sagen wär ich wahrscheinlich auch erstmal mehr als überrascht... Wäre für mich eine ganz komische Vorstellung irgendwie... Manche schaffen es dann damit umzugehen und andre können leider halt so gar nicht aus ihrer Haut. Finde es jedenfalls auch toll dass du schon mal an seiner (zukünftig ihrer) Seite stehst und den Rücken stärkst...
Hm... ich bin da tolerant und hätte kein Problem, wenn eine Freundin ein Mann werden würde aber ja... für mich wäre es nicht vorstellbar, in meinem Sohn, den ich geboren habe und der immer als Sohn bei mir war plötzlich eine Tochter zu sehen, ihn anders zu nennen. Es ist ja nicht so, dass das sehr oft passiert... dass es 2 mal in einer Familie passiert finde ich auch "komisch"... vielleicht liegt es ja daran, dass die Kinder mit "komischen Ansichten" aufgewachsen sind?
An sich schön, dass du deinen Bruder unterstützen willst, mit den Erfahrungen und Kontakten die du mit dem Schwager gemacht hast. Aber den Weg muss er alleine gehen und ich sehe die Gefahr, dass du es eurem Vater schwerer machst als nötig, denn es könnte für ihn so wirken, als ob du den Bruder “beeinflusst“. Dein Bruder ist alt genug, lass ihn den Weg alleine gehen. Es langt, wenn du ihn so nimmst wie er ist.
Naja, gib ihm/ihnen doch etwas Zeit. Er war 32 Jahre ihr Sohn und nun wird er plötzlich eine Tochter, das verarbeitet man nicht einfach von jetzt auf gleich. Das dauert Monate, gar Jahre... Ichbhatte beriflich schon mit Transsexuellen zu tun, als ich aif der Plastischen gearbeitet habe und kann dir sagen, ganz nette , liebe Menschen, aber durch die Bank waren die in ihrer Art alle seltsam, was ja klar ist. Die wissen ja auch nicht von heute auf morgen, wie sie sich verhalten sollen. Es brauchte bei mit laaaange, bis ich wirklich unbefangen mit ihnen umgehen konnte, nicht, weil ich was gegen ihr "Problem" hatte, sondern weil der verklemmte Umgang, aus Angst, man macht/sagt was Falsches, zum Problem wurde. Jetzt stell dir das mal für Eltern vor. Die müssen auch nicht von jetzt auf gleich alles schlucken, weil sie die Eltern sind. Das ist ja auch noch eine ganz andere Generation. Super, dass Du das so schnell in den Griff bekommst. Aber du setzt dich damit ja auch schon länger anders auseinander. Du bist da schon viel weiter. Gib deinen Eltern die Zeit, die sie brauchen. Es gibt ja nunmal leider keinen Umschalter im Kopf ...
daskam für den Vater unerwartet, ist sicher nicht leicht nach 32 Jahren zu erfahren das der Sohn sich in eine Tochter umwandeln will. Du stehst zu deinem Bruder und bist für Ihn da, das ist schon sehr viel Wert.
Also ich würde mich auch mal als sehr tolerant bezeichnen. Es ist mir völlig egal, welche sexuelle Ausrichtung meine Mitmenschen haben. Sie müssen damit leben und glücklich werden, wer bin ich, dass ich mich daran zu stören hätte?? Was mich ernsthaft stört, ist das ständige kokettieren mit dem Anderssein. Manche legen es darauf an, zu betonen wie schwul, lesbisch oder eben anders sie sind. Wobei ich noch nie rumgerannt bin, um hektisch zu verbreiten, wie hetero ich doch bin. Man würde mich vermutlich auch einweisen, so ich das täte. Und ich glaube, die "normalen Homesexuellen und Andersgepolten" sind davon auch genervt, wollen einfach ihr Leben so leben wie sie glücklich werden ohne ständige Hinweise auf ihre Ausrichtung. Eben ganz normal leben. Und genau so soll es sein! Jeder hat nur ein Leben und niemand hat darüber zu entscheiden, wie der Gegenüber zu leben hat, damit ich selber glücklich werde. Das geht mich letztlich überhaupt nichts an! ABER ich muss mir etwas eingestehen, das kann ich nicht bestreiten oder leugnen: Was wäre, wenn meine Tochter mir eröffnen würde, sie wäre nun ein Mann? Ich wäre vermutlich trotz aller Aufgeschlossenheit sehr aus dem Häuschen. Ohne es zu wollen. Ich würde mich damit zwar abfinden MÜSSEN und würde auch in jeder Weise unterstützen. Aber ich glaube, dass es mir sehr schwer fallen würde, da ich schließlich eine Tochter geboren habe. Wie ginge es dir damit, wenn deine Kinder es dir eröffenen würden? Völlig emotionsfrei "gut, ok, ist dann so" oder doch eher etwas aufgewühlter? Ich kann deinen Vater also durchaus verstehen, dennoch wird er sich damit abfinden müssen. Ich bin in schwierigen Situationen, die emotional aufwühlen oder sogar blocken immer für Schreiben. Ein Brief deines Bruders mit seinen Gefühlen und dem Hinweis, dass er als Vater das nicht ändern kann, wäre vielleicht sinnvoll. Dein Vater fürchtet sicherlich auch die Reaktionen des Umfeldes. Wenn ich sehe, wie viele Leute sich in meiner näheren Umgebung kasteien um nachbarschaftskonform zu sein, haben viele Schwierigkeiten mit einer Veränderung, die Gerede auslöst. Also musst du nicht nur für deinen Bruder, sondern auch für deinen Vater Verständnis aufbringen, ihm aber auch klar machen, dass er sich mit dieser Situation abfinden muss. Wie gesagt, Toleranz ist einfach, besonders wenn sie einen nicht persönlich betrifft. Und für Geschwister ist es sicher noch mal einfacher als für Eltern. Ich denke, die nächste Zeit wird anstrengend für euch, aber gemeinsam kriegt man das hin. Viel Glück euch!
Lass ihn da mal hineinwachsen eine Sie zu werden. Kauftest du immer mit ihm Herrenklamotten bisher oder was veranlasst dich nun mit ihm Klamotten zu kaufen? Was veranlasst dich das nun anzutreiben... offenbar ist er noch gar nicht so weit.
Er hat mich darum gebeten das zu machen, weil er unsicher ist. Voraus schließt du, dass er noch nicht soweit ist? Er hat sich bereits über die Ops informiert und beschäftigt sich schon sehr lange mit dem Thema. Dieses Jahr, möchte er das nun angehen sich zu verändern. Zum Einkaufen soll ich mit kommen, weil er sich unsicher dabei fühlt als Mann Frauenkleidung zu kaufen bzw. auch anzuprobieren wegen der anderen Leute im Laden. Lg. Anny
Anny, ganz ehrlich... WARUM trägst du das in ein öff. Forum? Es war/ist für denjenigen ein schwerer Weg es zu erkennen, zu leben, durchzustehen. Wenn es mein Kind, mein Bruder oder ein Freund/Freundin wäre würde ich - wenn erwünscht - unterstützen aber das würde ganz sicher nicht das RUB erfahren.
Sorry Anny. Gruß h
aber dafür ist doch ein Forum da... vielleicht jetzt nicht undbedingt ein "Rund ums Baby-Forum" aber so ein Forum bietet doch auch eine gewisse Anonymität und die Möglichkeit über Dinge zu reden über die man so im privaten Leben nicht reden kann
aber dafür ist doch ein Forum da... vielleicht jetzt nicht undbedingt ein "Rund ums Baby-Forum" aber so ein Forum bietet doch auch eine gewisse Anonymität und die Möglichkeit über Dinge zu reden über die man so im privaten Leben nicht reden kann
Die Frage ist doch, ob es den Familienangehörigen so recht ist, wenn man über dieses Thema spricht. Ich für mich würde nicht wollen, dass meine Schwester oder meine Schwägerin das breit tritt. Gruß h
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