lexam
Hallo zusammen, eine unserer vierjährigen Zwillingstöchter baut seit einigen Wochen regelmäßig irgendwelches Spielzeug im Kinderzimmer, aber auch in anderen Zimmern auf (Autos, Playmobil etc.). Beispielsweise hat sie vor ihrem Bett Unmengen von Sachen stehen, so dass sie kaum noch ins Bett reinkommt. Wenn wir in ihrer Abwesenheit aufräumen, bekommt sie Wutanfälle und heult los. "Das ist verboten!". Auch mit ihr zusammen ist ein Aufräumen und Putzen nicht möglich. Wir versuchen es ihr zu erklären, aber das hilft nicht. Was können wir tun?
Hast Du sie mal gefragt, warum sie möchte, dass die Berge vorm Bett gestapelt liegen? Mit 4 dürfte sie das kommunizieren können. Und je nach Antwort würde ich handeln bzw. erklären, warum das gefährlich sein kann - Stolpergefahr etc.. Vielleicht kann man diese Marotte ja so los werden.
Hallo lexam, die Phase kenne ich. Wir haben unserer Tochter in Ruhe erklärt, dass es Bereiche gibt, in denen sie ihre Sachen lieber nicht aufbaut, weil man dort langgehen können muss. Dann haben wir ihr ganz bewusst auch im Wohnzimmer Bereiche gezeigt, in denen Sachen länger stehen können. Man muss ein bisschen erinnern, aber eigentlich hat das gut geklappt. Ich finde auch wichtig, den Wunsch anzuerkennen, dass die Spielparadiese nicht gleich immer wieder aufgeräumt werden sollen. Viel Erfolg! VG Sileick
Bei uns durften bestimmte Bereiche nicht bebaut werden - vorm Bett, vorm Kleiderschrank und vorm Fenster war tabu und ein Weg dorthin auch. Manche Bauwerke waren einfach so wichtig oder noch nicht fertig, dass sie stehenbleiben sollten. In den Zeiten war ich dann halt etwas großzügig mit z.B. staubsaugen...das fiel dann nicht so gründlich aus.
Meine Nichte rastete einmal komplett aus als der Vater ausversehen gegen ihre systematisch aufgestellten Barbies und Häuser gelaufen ist und alles nicht mehr da war wo es sein sollte.. das war mit 5 und sie ist immer noch so das alles seinen Platz haben muss.
Vielleicht wirklich mal fragen ob es sie stört wenn die Dinge woanders sind..
Achso und wie die anderen schon sagen, ihr Versuchen zu erklären das gewisse Plätze nicht dafür geeignet sind..
Meine Kinder waren eine zeitlang richtige Monks - z.B. hatten alle Kuscheltiere ihren Platz im Bett, es sollten bestimmte Teller oder Becher sein, alles sollte nur eine Farbe haben, oder: mein ältester hatte eine ganz bestimmte Ordnung, in der seine Matchboxautos geparkt waren - er konnte auf einen Blick sehen, ob der kleine Bruder dran war oder jemand gegengelaufen war.....
Kenne ich nur zu gut. Wir haben dann klare Regeln aufgestellt, wo zwar gespielt werden darf, aber immer und egal was aufgeräumt werden muss. (Vorm Bett, Hauptwege durchs Zimmer, Wohnzimmer Tisch) Und Bereiche wo gebautes stehengelassen werden darf. Anfangs noch etwas gemurre, dann klappte das recht gut. Warum allerdings gerade soviel vorm Bett stehen und liegen soll, da würde ich schon mal genauer fragen. Ich kannte das von meinem Bruder, der hatte Albträume und Angst vor "Monstern", deshalb hat er eine Barrikade bauen wollen, um sich zu schützen. Wenn die Monster kommen, dann fallen die über das Spielzeug und er kann fliehen, sich retten.
Wenn es unordentlich dabei ist, würde ich erst das Fernsehen, Reitsport, Freunde treffen etc erlauben,wenn vorher aufgeräumt ist und der Staubsauger ebenfalls im Einsatz war und eventuell übersehe Teil weggesaugt hat. So läuft das hier dann ganz gut.
Ich hab mit Maler-Krepp "Gehwege" festgelegt, die frei bleiben müssen. Rest darf mit Spielzeug zugebaut werden. Einmal die Woche ist aber Grundreinigung und alle Spielsachen müssen vom Boden weg. Fürs Playmobil habe ich die Lacktische von Ikea mit 90*55 und Zwischenboden für Kisten mit Kleinkram. So bleibt der Boden etwas freier und die Mädels tun sich nicht an den Füßen weh bzw nicht so schnell durch rumliegenden Kleinkram.
Aufräumen in Abwesenheit des Kindes würde ich nicht machen, wenn ihr das Chaos so wichtig ist, würde ich das als ziemlichen Eingriff ansehen. Nur mit dem Kind zusammen und dabei viel reden über das, was getan wird/ getan werden muss. Unsere Tochter hat auch die Macke, dass sie allerlei Spielzeigkrempel um ihr Bett herum drapiert haben will. Sie spielt oft vorm Einschlafen noch ein bisschen im Bett und will daher den Kram in ihrer Nähe haben. Wir haben es so geregelt: Das Bett hat eine Schublade, da kann allerlei rein und die Schublade kann meistens geöffnet bleiben. Wenn gesaugt wird, wird sie kurz geschlossen. Außerdem haben wir ein Regal direkt neben ihr Bett gestellt, das ist Rausfallschutz und Spielzeugregal in eins. Da darf sie ihren Kram ablegen. Wenn das Regal zu voll wird, räumen wir gemeinsam ein bisschen was weg. Und dann sammelt sich schnell wieder alles Mögliche an :) So haben wir aber einen Weg gefunden, wie wir alle gut damit zurecht kommen. Bestrafungen wie StiflersMom schrieb, würde ich nicht machen. Dann wird das Thema Aufräumen bloß viel zu sehr negativ und mit Zwang behaftet, so kann man m.E. kein gutes Verhältnis zu Ordnung aufbauen.
Vielleicht klappt das Einführen einer Regel, die besagt, dass jeweils an EINEM Ort etwas aufgebaut werden darf? So können nicht mehrere Zimmer gleichzeitig zugestellt werden. Wenn sie etwas anderes aufstellen will, muss sie dabei alleine oder mit eurer Hilfe das erste Teil abbauen. Bei uns bleibt Aufgebautes auch stehen, aber es sind nicht so große Teile, die sind in einem erlaubten Bereich. Alles andere wird aufgeräumt. Wenn es mit dem Aufbauen überhand nimmt, muss etwas abgebaut werden, die Kinder können aber frei entscheiden, was weg kommt und was sie noch brauchen.
Hallo, danke für Eure Hinweise und Tipps zu dem Thema. Wir werden mal einiges ausprobieren. Viele Grüße
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