Elternforum Rund ums Baby

Verschwundener Beitrag Expertenforum

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cymbeline

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Hi zusammen, Vielleicht hat jemand gestern Abend auch einen ziemlich heftigen Beitrag bei Dr Busse gelesen bei dem es grob gesagt um Misshandlung aus Überforderung ging. Mich hat das ziemlich beschäftigt und heute ist der Beitrag weg. Wisst ihr was mit solchen Postings passiert wo im Prinzip Gefahr im Verzug ist? Das wird ja (hoffentlich) nicht einfach nur kommentarlos gelöscht. Hoffentlich konnte da doch irgendwie interveniert werden (sofern es kein böser Scherz war) Viele Grüße Cymbeline


User-1750749248

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Antwort auf Beitrag von cymbeline

Dazu wurde heute schon geschrieben. Die Redaktion wollte etwas unternehmen. LG


cymbeline

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Antwort auf Beitrag von User-1750749248

Ah hab ich gar nicht gesehen.. Sorry und danke dir


Berlin!

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Antwort auf Beitrag von cymbeline

Ich bezweifle, dass die Reaktion wirklich wirksam tätig wird. denn die Person hat so ähnliche beitrage bereits vor Wochen gepostet. es ist scheinbar nichts passiert. Ich bete, dass es ein Troll ist.


Rümmi

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Antwort auf Beitrag von cymbeline

Was stand denn in dem Beitrag? Bin echt neugierig geworden?


misses-cat

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Antwort auf Beitrag von Rümmi

Das sie so Aggressionen durchs stillen entwickelt das sie ihr sechs Monate altes Baby misshandelt ( körperlich) und sie damit droht jemanden umzubringen ( sie sagt es nicht aber man kann von ausgehen daß sie das Baby meint) Ich bete das es ein Troll ist


Rümmi

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Antwort auf Beitrag von misses-cat

Omg wie schrecklich ist das denn. Ich hoffe sooo sehr dass es wirklich nur ein troll war. Mein Herz tut so weh wenn nur höre was einige ihren Kindern so antun. Wie kann man sowas übers Herz bringen


Jolina2019

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Antwort auf Beitrag von misses-cat

Nein, das Kind ist 1,5 Jahre alt, hier glaube ich, leider nicht an Fake. Es wurde, unteranderem auch von mir an die Redaktion gemeldet. Ich habe eine E-mail bekommen, dass bereits Schritte eingeleitet wurden.


Jolina2019

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Antwort auf Beitrag von Rümmi

Das Kind ist 1,5 Jahre alt. Es wurden Schritte eingeleitet.

Bild zu

Lynn..

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Antwort auf Beitrag von Jolina2019

Wie schrecklich und traurig. Das arme Kind... Furchtbar, in was für Familien manche Kinder groß werden müssen. Hoffentlich holt man die arme Maus schnell raus und die Redaktion bekommt tatsächlich mal den Arsch hoch


Lynn..

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Antwort auf Beitrag von Jolina2019

Wie schrecklich und traurig. Das arme Kind... Furchtbar, in was für Familien manche Kinder groß werden müssen. Hoffentlich holt man die arme Maus schnell raus und die Redaktion bekommt tatsächlich mal den Arsch hoch


Jolina2019

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Antwort auf Beitrag von Lynn..

Ja, das hoffe ich auch.


cymbeline

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Antwort auf Beitrag von Jolina2019

Welche Maßnahmen konkret weißt du aber nicht oder? Da stellt sich ja wieder die Frage wie anomnym man im Internet ist oder eben nicht.. Außer die Person anschreiben, Polizei und Jugendamt einschalten wird man vermutlich kaum was machen können? Offenbar sucht diese Person ja noch eine gewisse Art Hilfe wenn sie hier schreibt..hoffentlich geht das gut aus (oder entpuppt sich doch als fake)


Jolina2019

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Antwort auf Beitrag von cymbeline

Ich nehme an die IP wird ermittelt, um den Standort des Handys/Computers zu ermitteln. Und je nach dem was man dann vor Ort vorfindet geht es weiter oder nicht, vermute ich. Ich hoffe ja auf einen Troll, aber leider klingt es nicht so.


Rümmi

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Antwort auf Beitrag von Jolina2019

Mein Mamiherz tut sooo weh wie traurig es ist sowas zu lesen. Das arme Kind möchte die mama und die brust und was.ihr im Gegenzug dazu angetan wird. Einfach nur schrecklich


IzzyP

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Antwort auf Beitrag von cymbeline

Wie schlimm, dass anscheinend niemand die Überforderung und Verzweiflung (an)erkennen kann. Hier im Forum zu posten und damit quasi um Hilfe zu schreien ist anscheinend die einzige Möglichkeit für diese überforderte Person. Die Reaktionen hier sind naheliegend, aber empathielos und überhaupt nicht hilfreich. Ich wünsche ihr und der Kleinen, sie kann sich irgendwo hinwenden, wo geholfen(!) und nicht verurteilt wird.


Jolina2019

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Antwort auf Beitrag von IzzyP

Ich sag es mal so, in diesem Fall: erst das Kind, dann die Mutter. Sie hat schon Monate vorher Tipps bekommen etc Hat sie es wahrgenommen? Nein. Hat sie zugelassen das es eskaliert obwohl sie angeblich Hilfe möchte? Ja. Mein Mitleid hält sich in Grenzen. Das Kind muss da umgehend raus wenn die Situation so ist, wie von ihr geschildert. Wenn das passiert, bekommt auch sie Hilfe. Also nix empathielos.


Lydia0000

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Antwort auf Beitrag von IzzyP

Natürlich erkennt jeder die Überforderung bzw das kann man schon gar nicht mehr Überforderung nennen, sondern Kindesmisshandlung! . Da finde ich eher deinen Beitrag Empathielos. Und da muss sich auch die Mutter nirgends mehr hin wenden,wenn es schon so weit ist, dass das Kind geschlagen und misshandelt wird, sondern da muss das Kind erstmal raus. Alles kann man nicht mit Überforderung durchwinken und es damit legalisieren Und sorry... In einem Forum zu schreiben, hat ja wohl nichts mit echter Hilfe suchen, zu tun


Jolina2019

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Antwort auf Beitrag von Lydia0000

Bin da voll bei Lydia0000.


IzzyP

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Antwort auf Beitrag von Jolina2019

Ich bleibe bei empathielos. Empathie würde voraussetzen, sich in ihre Lage zu versetzen und nicht zu verurteilen. Ihr verurteilt und genau solche Reaktionen in Reallife machen es der Person wahrscheinlich unmöglich, ehrlich zu sein und echte Hilfe vor Ort zu suchen so dass ein anonymes Forum ihr einziger "Ausweg" zu sein scheint, um ihren Aggressionen Luft zu machen. Was dann hoffentlich für den Moment dazu führt, dass sie es nicht auf ihr Kind überträgt. Ich habe bereits öfters mit dem Jugendamt zusammen gearbeitet und hoffe, dass der Fall bereits gemeldet wurde und den beiden durch die aufopferungsvollen MitarbeiterInnen und psychische Betreuung geholfen werden kann.


Jolina2019

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Antwort auf Beitrag von IzzyP

Bleib bei was du willst, sie hat laut eigener Aussage von verschiedenen Stellen keine Hilfe bekommen (Familienhilfe, Hebammen, Kinderarzt) und DAS kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ALLE Ansprechpartner gepatzt und versagt haben, ihr Hilfe verwehrt haben. Spätestens der Kinderarzt hätte Alarm geschlagen wenn sie ehrlich gewesen ist. Ja, es wird ermittelt. Und zu "aufopferungsvolle Mitarbeiter", meinst du die, die nicht richtig hinsehen wo sie die Kindeswohlgefährdung schon anspringt und die Kinder hinterher totgeprügelt oder verhungert etc sind? Nein, das sind keine Einzelfälle. Ich würde dir empfehlen dir die Fälle bei unschlagbar e.V. durchzulesen, stellen sich einem die Nackenhaare auf vor Aufopferung


Faolana

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Antwort auf Beitrag von Jolina2019

Hierzu muss ich auch aus eigener Erfahrung(als Kind, nicht als mutter). Meine Mutter war als ich noch bei ihr gewohnt habe süchtig nach Alkohol und Spielen. Ich lag mit dem Alter von 3 Jahren im Krankenhaus mit einer Alkoholvergiftung(meine Mutter sagte ich hätte mir selber eine Flasche genommen).Ab einem Alter von 7 Jahren musste ich den kompletten Haushalt nach der Schule machen weil meine Mutter nichts gemacht hat und mein Vater es nicht einsah etwas zu machen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon 2 Geschwister(3 Jahre und 1 Jahr alt). Ich wurde geschlagen und fing erst mit 6 Jahren an zu sprechen, da es mir verboten wurde einen Ton zu machen(Im KiGa wurde erzählt ich wäre nur sehr schüchtern). Daraufhin entwickelte sich bei mir auch Sprachstörungen, die ich mittlerweile in normalen Situationen im Griff habe. Ich musste wortwörtlich meine Zunge trainieren, da diese kaum muskeln hatte und versteift war. Erst mit dem Alter von 8 Jahren konnte ich halbwegs vernünftig reden sodas man mich verstand. Dann trennte sich meine Mutter von meinem Vater(der mich entweder schlug oder total ignorierte). Sie fand einen neuen Mann, der mich dann aber nach kurzer Zeit sexuell missbrauchte. Ich Wand mich an meine Mutter, diese kam nur mit dem Spruch" Du weißt doch nicht was richtige Vaterliebe ist". Das ging dann Jahre so weiter. Zu diesem Zeitpunkt kam dann auch mein 3tes Geschwisterchen, wo meine Mutter allen im Dorf weiß machen wollte das es mein Kind wäre (ich bin schlank man hätte es gesehen, ich war 12 Jahre zu diesem Zeitpunkt). Ich ging dann aufs Gymnasium und hatte teilweise bis um 17 Uhr Schule und da diese weit weg war, war ich meistens erst um 19 Uhr zu Hause. Ich machte dann Hausaufgaben(teilweise bis zu 2 Stunden), machte noch schnell den Haushalt, kochte für den nächsten Tag, legte meinen Geschwistern neue Kleidung hin,... . Dann musste ich schon um 6 Uhr wieder los damit ich pünktlich bei der Schule war. Ich hatte also kaum Schlaf, was ich auch nie gelernt habe, da ich ab den Alter von 6 Monaten bis 12 Jahre Schlafmittel(unbewusst im Trinken gehabt) bekommen habe. Ich würde immer müder, kraftloser und immer häufiger krank(früher vielleicht 1x im Jahr, danach fast 250 Tage). Es kam immer wieder das Jugendamt nach Hause, weil anonym oder von der Schule angerufen wurde. Ich erzählte alles ehrlich und es wurde NICHTS gemacht . Nein im Gegenteil wurde die Schuld bei mir gesucht und es wäre nur pubertärendes Gehabe von mir und ich würde einfach nur nicht im Haushalt helfen wollen, weil meine Mutter sehr gut manipulieren konnte. Erst als ich meinen Mann mit 17 kennenlernte und ihn mit 18 Jahren heiratete konnte ich dort endlich raus. Meine Geschwister tun mir leid und ich weiß nicht wie die Situation nun aussieht, aber ich muss für mich und vorallem für meine Kinder Abstand von diesen Personen (Mutter und Vater) nehmen. Also ich kann nur bestätigen, dass das Jugendamt viel, viel ,viel zu oft wegsieht. In Familien wo die Kinder es wirklich schlecht haben werden sie nicht weggenommen, aber in Familien wo die Eltern alles mögliche Versuchen und um Hilfe betteln oder es nur an einer "zu kleinen Wohnung" liegt werden die Kinder sofort rasugenommen. Mich hat das sehr traurig und sauer gemacht diesen Post zu lesen. Klar ist die Mutter überfordert, aber wenn man nicht weiß ob man mit sowas(schlaflose Nächte, ...) klarkommt, dann macht man einfach keine Kinder. Wenn man als Erwachsene Person seine Gefühle nicht kontrollieren kann(nach 1.5 Jahre kann man es auch nicht mehr auf die Hormone schieben), dann tut mir das Leid aber dann sollte man keine Kinder haben. Wie soll das dann aussehen, wenn die kleine in die Trotzphase kommt? Wenn Sie überhaupt in diese Phase kommt, denn als ich nur geschlagen wurde, kam ich auch nie in diese Trotzphase(nur einmal einen Trotzanfall gehabt und wurde dann mitten auf den Parkplatz verprügelt vom Vater und keiner half, man konnte mich danach in einer Ecke sitzen lassen und ich hab den ganzen Tag nichts gemacht). Außerdem gibt es kein Recht das wenn man überfordert ist, dass eigene Kind(was normaler Weise der größte Schatz sein sollte) zu misshandeln, denn schließlich kann das Kind nichts dafür und die Mutter hat sich ja auch dafür entschieden und wegen etwas so banalen(nachts stillen "müssen") das Kind auf diese Art und Weise zu misshandeln. Tut mir leid da fehlt auch bei mir jegliche Verständnis und ich versuche IMMER das gute in den Menschen zu finden. Das kleine Kind hat an der ganzen Situation keine Schuld und sie ist das Opfer und nicht die Mutter. Was wäre wohl passiert wenn sie als Baby ein "Schreibaby" gewesen wäre? Das sind Gedanken die bei mir im Kopf rumspuken.


Jolina2019

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Antwort auf Beitrag von Faolana

Liebe Faolana, das tut mir für dich sehr sehr leid, ich kann nur erahnen wie es dir ging (auch misshandelt und anderweitig traumatisiert). Du liest dich sehr liebevoll und reflektiert trotz deiner Geschichte bzw Vergangenheit. Ich wünsche dir alles Gute!


Faolana

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Antwort auf Beitrag von Jolina2019

Danke ich bin da mittlerweile drüber weg, aber hab natürlich noch viele Probleme(Gelenke, Knochen,Kiefer zu klein,Kaum Selbstbewusstsein außer es geht um meine Lieben, Freunde finden,...). Ich wollte da nur auch an mir das Beispiel zeigen, das das Jugendamt leider oft nichts macht bei härteren Fällen. Warum das so ist weiß ich leider nicht. Aber deswegen kann ich dieses Mitleid mit dieser "überforderten" Mutter gar nicht verstehen. Natürlich ist es schwer mit Kindern, aber nichts auf aller Welt gibt einem das Recht ein unschuldiges, abhängiges Wesen so zu behandeln, nur weil es nachts gestillt werden und kuscheln will. Statt Liebe bekommt die Kleine Ablehnung. Ich wünsche ihr nur das der kleinen bald geholfen wird. Dann aber auch diese "Ausrede" von der Mutter"Wenn ich nachts aufwache bin das nicht ich sondern der Teufel", wenn man mit Schlafmangel nicht umgehen kann, muss man das trotzdem nicht an dem Kind auslassen. Ich frage mich immer wieder was in den Köpfen solcher Leute los ist. Mir fallen keine angemessenen (und legale) Worte ein diese Situation zu beschreiben und die Gefühle die da in mir hochkommen.


Lydia0000

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Antwort auf Beitrag von Faolana

Das tut mir leid für euch, dass ihr sowas habt erleben müssen und hoffe dass ihr Möglichkeiten zum verarbeiten gefunden habt.Aber seelische Narben bleiben wohl immer zurück. Ich finde auch, dass sie ihr Verhalten mit "der Teufel in mir kommt raus" quasi entschuldigt und es hört sich so, für mich, dann auch nicht danach an, dass sie es ändert. Sie macht es ja immer wieder. Ich denke, wenn man einmal den Respekt vor seinem Kind verloren hat und Hand anlegt und das dann auch nicht nur einmal, dann ist es eh verloren. Empathie hätte ich für jemanden der überfordert ist und sich Hilfe sucht, bevor etwas passiert. Für so jemanden habe ich nur Hass übrig.


Faolana

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Antwort auf Beitrag von Lydia0000

Das sehe ich genauso, es hört sich für mich so an als ob sie die Schuld von sich weisen will,da sie zu diesem Zeitpunkt " wie vom Teufel besessen" war oder auch dem Stillen die Schuld dafür zu geben. Wie kann stillen Schuld für sowas sein? Ich finde stillen macht alles um einiges einfacher. Wenn man schon merkt ' Ok ich schaffe das nachts nicht/ich bekomme nachts Aggressionen wenn sie ankommt" dann holt man sich sofort Hilfe und ich glaube nicht ,dass dort eine Hebamme, ein Kinderarzt, usw. in dem Punkt dann nichts unternommen hätte. Deswegen habe ich ja auch gesagt für sowas finde ich keine Worte die angemessen und legal wären. Das Kind tut mir unendlich viel Leid und ich wünsche mir so sehr das dort was gegen unternommen wird damit der Schaden, den die Kleine dadurch definitiv schon hat, in Grenzen gehalten werden kann. Ich will garnicht wissen was diese Frau gemacht hätte, wenn ihr Kind nicht so "pflegeleicht" gewesen wäre, sondern zum Beispiel ein Kind gehabt hätte das nur geschrien hätte, nur auf dem Arm geschlafen hätte, ein Baby das Tags und nachts nur nuckeln will. Was hätte sie dann gemacht? Hätte das Kind das überhaupt dann überlebt? Tut mir leid für diese harten Gedanken, aber wer bei sowas, mur weil die kleine nachts kuscheln und gestillt werden will so durchdreht (znd ja für mich ist das durchdrehen) , würde seinem Kind noch schlimmeres antun wenn es mal "anstrengender " wird. Wer sowas seinem Kind antut, der hat sein Kind nicht verdient.


Lydia0000

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Antwort auf Beitrag von Faolana

Ja da hast du Recht! Ich hoffe, dass dort schnell etwas unternommen wird. Kinder haben Phasen wo sie herausfordernder sind und wenn diese Phase kommt, denke ich da auch wie du, da kann auch noch schlimmeres passieren. Wobei das schon schlimm genug ist, aber ich denke da auch an Sachen wie- ins Koma prügeln etc. Traurig, echt...


cymbeline

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Antwort auf Beitrag von Faolana

Ich kann mich dem bisher gesagten nur anschließen. Für Kindesmisshandlung gibt es keine Entschuldigung. Meine Hochachtung wie du diese schlimme Zeit überlebt hast. Und du liest dich sehr reflektiert und sympathisch! Warum man ein 1,5 Jahre altes Kind unter diesen Umständen überhaupt nachts stillt ist was was mir auch nicht in den Kopf geht..


Faolana

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Antwort auf Beitrag von cymbeline

Man muss halt das beste aus der Situation machen. Es bringt mir ja nichts ewig darauf hängen zu bleiben und mich zu isolieren und in dem Schmerzen zu versinken. Ich habe den Kontakt zu meinen Eltern direkt am 18ten Geburtstag abgebrochen, weil ich mir selber das nicht mehr antun konnte. Manche meiner Freundinnen verstehen nicht wie ich mit meinen Eltern kein Kontakt mehr haben kann und sagen jedes mal " Ja irgendwann musst du doch auch mal vergeben und vergessen können". Ich antworte darauf jedesmal klipp und klar " Nein muss ich nicht. Es gibt im Leben Sachen, die sind unverzeihlich und ich bin weder Jesus noch hab ich Alzheimer." Meine Eltern haben mich aich nie zu Ärzten gebracht wo ich hingerissen hätte. Ich wäre zu Hause bereits fast 6 mal gestorben, Alkoholvergiftung,dort kam ich nur ins Krankenhaus weil es eine Freundin meiner Mutter bemerkte, 3 Mal Fieberkrämpfe mit Atemstillstand, Überdosierung Schlafmittel, und Lungenentzündung mit Rippenfellentzündung und Grippe, ich lag damit fast 6 Wochen zu Hause und habe fast täglich 23 Stunden geschlafen und hatte Angst ohne Ende das ich gleich aufhöre zu atmen, weil durch die Lungenentzündung, die bereits verschleppt war, die Sauerstoffsättigung bereits niedrig war und atmen weh tat und durch die Rippenfellentzündung sich die Rippen nicht schmerzfrei bewegen konnten und es sich anfühlte als hätte jemand auf meinem Brustkorb gesessen. Ich habe dadurch aich leider gelernt Emotionen komplett abzustellen, denn das war teilweise meine einzige Chance nicht den Selbstmord als einzigen Ausweg zusehen, was ich leider auch 3 Mal versucht habe, da ich dazu auch noch in der Schule gemobbt wurde. Irgendwann hat es bei mir aber *klick* gemacht und ich dachte mir nur "Warum soll ich für solche Leute mein kostbares Leben verschwenden?" . Es wurde zwar nicht besser, aber ich habe mich durchgekämpft und sehe es als meine Vergangenheit an, die ich natürlich nicht loswerden, die mich aber auch zu dem Menschen gemacht hat die ich bin. Ich denke mir auch, das der Zustand bestimmt nicht erst seit gestern da ist. Dann stillt man nachts halt ab wenn man merkt das man damit nicht klarkommt und bereitet schonmal evtl Flaschennahrung/wasser vor, holt Schnuller,Kuscheltier oder was weiß ich, aber doch nicht so. So hätte sie zwar eine "harte Zeit" gehabt aber es wäre kürzer gewesen. Außerdem finde ich es immer noch das Stillen vieles vereinfacht, denn man muss nicht erst noch rübergehen um eine Flaschennahrung zu zubereiten(Wasser kochen, warten bis das bisschen abgekühlt ist, verrühren, weiter warten bis richtige Temperatur), gerade nachts kann man doch dann im Halbschlaf weiter dösen wenn das Kind dran trinkt. Ich finde es grausam das sie wegen so etwas harmlosen ihr Kind so misshandelt.


IzzyP

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Antwort auf Beitrag von cymbeline

Vielen Dank für deine Offenheit, deine Geschichte zu teilen, Faolana. Liebe Faolana und auch Jolina2019, es tut mir sehr leid, dass euch so viel Ungerechtigkeit wiederfahren ist und nicht geholfen wurde. Eure Reaktionen werden dadurch besser verständlich, darüber hinaus ist der Workload in Sozialbehörden und speziell Jugendämtern derart hoch und die Arbeit so belastend, das kann man sich mit einem "normalen" Job nicht vorstellen. Das System hat hier eine riesige Lücke. Den Kindern fehlt leider immer noch die Lobby und das macht sich hier leider viel zu spät bemerkbar. Auch hier müsste mehr als eine Perspektive betrachtet werden, um sich ein Urteil zu bilden. Aber auch die Hilfsangebote, die ihr aufzählt oder Strategien zur Selbstregulation, stehen vielen Menschen, die akut in einer psychiatrischen Notsituation sind, und so interpretiere ich persönlich den Post, nicht zur Verfügung - auch hier müsste das System empathische, also aus Perspektive der hilfbedürftigen Person passende und nicht bedrohliche, stigmatisierende Angebote schaffen (wer wendet sich bitte freiwillig ans Jugendamt, weil eben der Ruf so schlecht ist..) Ich wünsche euch, der Mutter und vor allem der Kleinen die Unterstützung wo sie gebraucht wird und hoffe für uns alle, dass sich die neue Regierung für den Sozialbereich und speziell Kinder und hilfsbedürftige Eltern einsetzt.


Faolana

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Antwort auf Beitrag von IzzyP

Hey, danke für die netten Worte. Ich wollte nur mal zeigen an Hand von mir, dass dieses Verhalten gegenüber den Kindern das Leben nachhaltig schädigt. Die Kleine von ihr wird jetzt schon Probleme haben zu vertrauen, da sie nicht versteht was los ist. Ja bei Jugendämtern ist echt ein Mangel, die "leichten" Fälle (Unterhalt, zu kleine Wohnung Kind raus) werden sofort behandelt und die die mehr "Aufwand " (Kindesmisshandlung,...) haben müssen warten. Da ist ein großer Fehler im System und ich habe damals auch einfach das Vertrauen in das Jugendamt verloren als sie meinten es wäre nur pubertärendes Gehabe und jedes Kind müsste nunmal im Haushalt helfen und ich wäre nur zu faul. Ich war kurz vorher im Krankenhaus(wurde von der Schule aus eingeliefert) wegen starker Dehydrierung(ich kam bereits zu diesem Zeitpunkt 1 1/2 Wochen ohne was zu trinken aus), Unterernährung(2 1/2 Wochen nichts gegessen) und starker Übermüdung. Natürlich verstehe ich das es mit Kindern mal zu viel ist, auch gerade nachts wenn man kaum Schlaf bekommt (ich schlafe nun seit knapp 12 Wochen keine 2 Stunden pro Nacht und bei meinem Sohn habe ich sogar 10 Monate vielleicht max 2 Stunden geschlafen), aber dafür kann schließlich das Kind nichts und das Stillen kann man auch nicht vorschieben als "Schuldigen". Ich habe auch nicht gesagt, dass sie der Mutter komplett weggenommen werden soll, aber vielleicht wäre eine Art Mutter-Kindheim was um die Beziehung und die kleine zu retten. Dort sind viele die ihr helfen könnten, sie hat dann noch ihre Tochter, aber sie ist unter Aufsicht und nachts könnte geholfen werden.