Lennina
Ihr Lieben, ich wollte euch Mal wieder um Rat bitten. Wie ja einige von euch wissen, ist mein Sohn (12) depressiv. Wahrscheinlich kommt er noch im Januar in die Tagesklinik. Schätzungsweise 2-3 Monate lang. Es geht ihm schon besser, aber: Seine größte Angst ist es, Sitzenzubleiben (Scham vor den Klassenkameraden) und das beschäftigt ihn jeden Tag. Er muss aber wiederholen, da er seit August nicht mehr im Unterricht war. Lieber würde er wechseln. Das sehe ich auch so, denn die jetzige Schule ist Mist. Die Kinderpsychologin hat uns eine private Schule empfohlen, die sogar sehr erschwinglich ist. Im diese Klassen gehen pro Klasse nur 5-7 Schüler. Es wird auf jeden persönlich eingegangen. Nächste Woche stellen wir uns dort vor und (sollten wir es machen) wird er dort direkt nach der Tagesklinik anfangen und zwar eine Klasse runtergestuft. Dann kommt er nach den Sommerferien wieder in die sechste Klasse, kennt aber schon die neue Klasse. Und es fühlt sich für ihn nicht so nach Versagen und Sitzenbleiben an. Ich möchte bei dem Gespräch mit dem Direktor direkt die Karten auf den Tisch legen bzgl. der Krankheit.. ich finde, die Lehrer müssen es wissen um richtig mit ihm umzugehen. Auch für den Fall, dass er wieder einmal ausfällt deswegen.. Wie findet ihr meinen "Masterplan"? Und PS.. was zieht man beim Vorstellungsgespräch auf einer privaten Schule an?
Deinen Plan finde ich gut. Mal davon abgesehen, dass es kein versagen ist, wenn man sitzen bleibt, erleichtert natürlich ein "Umzug" in eine andere Schule den Neustart. Und ich würde auch die Probleme ansprechen.
Was ziehst du an? Das wie immer. ![]()
Ich finde deinen Plan gut und du ziehst dich ganz normal an. Viel Erfolg und alles Gute
Finde ich gut! Anziehen kannst du was du willst, eben sauber und gepflegt. Etwas wie ein Kostüm oder so brauchst du sicher nicht.
Hallo, ich denke, das ist ein guter Plan, sofern die Privatschule auch gut ist. Die sehr kleinen Klassen könnten (!) dafür sprechen, dass es nicht viel Nachfrage gibt. Denn auch Privatschulen haben normalerweise nicht so winzige Klassen (Waldorfschulen haben wegen der hohen Nachfrage und obwohl sie viele Kinder ablehnen oft bis zu 40 Schüler pro Klasse). Was das Wiederholen angeht: Nach meiner (beruflichen) Erfahrung profitieren viele Kinder unglaublich vom Wiederholen. Und zwar nicht nur notenmäßig. Sondern vor allem von dem Neuanfang mit neuen Kindern, die ein klein wenig jünger und noch nicht so „abgebrüht“ sind, mit denen sich deshalb oft auch leichter Freundschaften entwickeln usw. Alles ist etwas „niederschwelliger“ und weniger angsteinflößend, ums mal so auszudrücken. Ob dieser Neuanfang an derselben Schule oder einer anderen stattfindet, ist dabei nicht so wichtig. Klar fällt er Deinem Sohn an einer fremden Schule auf den ersten Blick leichter. Aber auch auf der eigenen Schule überschätzt Dein Sohn das Interesse anderer Kinder an seinem Wiederholen. So etwas wird kurz zur Kenntnis genommen, sowohl in der alten als auch der neuen Klasse, und interessiert dann eigentlich keinen mehr. Kinder überschätzen durch ihr (normales) egozentrisches Weltbild die Bedeutung einer solchen Veränderung in den Augen anderer Kinder. Von daher: Falls es in der neuen Schule nichts wird oder Ihr Euch doch nicht dazu entscheidet werden nur die ersten zwei, drei Tage an der jetzigen Schule für Deinen Sohn unangenehm sein, das legt sich sehr schnell, wenn er merkt, dass es kein Aufhebens darum gibt. Man muss auch bedenken: Auch in eine neue Schule nimmt ein Kind all seine alten Probleme und deren Ursachen mit. Ein Wechsel ist deshalb nicht verkehrt, aber vielleicht auch nicht unbedingt nötig. Ich würde beim Vorgespräch an der neuen Schule zwar natürlich sagen, dass Dein Sohn wegen Depressionen vorübergehend in die Tagesklinik muss. Ich würde aber sehr nachdrücklich sagen, dass dies den Klassenkameraden nicht mitgeteilt wird. Dies würde eine Barriere aus Irritation nicht nur bei den anderen Kindern, sondern vor allem auch aus Vorurteilen und Vorbehalten bei deren Eltern aufbauen. Und das erschwert neue Freundschaften, denn die werden von den Eltern in diesem Alter noch sehr indirekt mitgesteuert und beeinflusst. Die Schulleitung sollte dies ausdrücklich auch den Lehrern kommunizieren, damit diese sich nicht verplappern. Egal, für welche Variante Ihr Euch entscheiden werdet, ich wünsche Deinem Sohn einen guten Neustart! Ich finde es übrigens generell toll, wie toll Du Dich kümmerst, ich denke, alles wird gut! Er wird diese schwierige Phase ganz überwinden, weil er viel Hilfe, Liebe und Unterstützung bekommt. Und weil das seelische Heilpotential bei jungen Menschen noch extrem gut ausgeprägt ist, vieles sich daher (natürlich mit Hilfe) auch gut „herauswächst“. Je älter er wird, desto stabiler wird er auch werden. LG
So kleine Klassen sind in der Regel ein Konzept der Schule und hat nichts mit der Nachfrage zu tun. Hier gibt es 2 Privatschulen die pro Jahrgang nur 18 Kinder aufnehmen und dann 3 Klassen bilden. Alle anderen Privatschulen haben hier 20 bis 22 Kinder in der Klasse.
Klingt gut.!
Das liest sich doch gut
Manchmal ist ein Neustart eine gute Alternative und danach klingt es bei dem von dir beschriebenen Schulkonzept.
Deinem Sohn alles Gute und eine hilfreiche Zeit in der Tagesklinik.
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