Elternforum Rund ums Baby

Unfall / Handynutzung / Wie würdet ihr reagieren?

Unfall / Handynutzung / Wie würdet ihr reagieren?

SybilleN

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Guten Abend! Ich brauche mal euren Rat. Am späten Nachmittag musste ich dringend auf Toilette. Mein Mann war noch nicht da.Habden Kleinen (18 Monate) zu seinen Geschwistern (9, 6, 5) gesetzt und sie gebeten, kurz auf ihn aufzupassen. Und ihn bloß nicht aufs Hochbett zu lassen. Die Große war an meinem Handy und wollte ein Video "für die Schule" ansehen und null reagiert. Ich hab gerade gespült, da kracht es und er brüllt. Liegt unten auf'm Boden, blutete aus dem Mund, war doch aufs Hochbett geklettert, auf eine Blechkiste mit dem Kopf genau auf die Kante. Und seine beiden jüngeren Geschwister sagen "er war ganz nach oben!". Haben zugeschaut. Bzw. die Älteste hat auf mein Handy gestarrt und gar nichts gemacht. Er kam mir schon entgegen und brüllte vor Schmerz. Ich habs sofort gekühlt. Aber er blutete und brüllte immer noch, lies sich auch noch nach 5 Minuten nicht beruhigen. Mein Mann kam da gerade, entschied, den Rettungsdienst zu rufen. Die kamen auch, der Kleine hat erst gebrüllt, dann irgendwann auf der Fahrt wurde er quengelig und ihm wurde schlecht... Naja. Jetzt dürfen wir erstmal die Nacht im KH bleiben, er hat einen Zungenbiss und eine Gehirnerschütterung. Hoffentlich nicht mehr. Jetzt schläft er. Und ich bin einerseits froh, dass es soweit gut ist, aber auch total sauer. 3 Minuten und die schaffen es zu dritt nicht, ihn vom Klettern abzuhalten! Mir will das Bild von meiner Ältesten nicht aus dem Kopf, wie sie einfach weiter auf das Handy starrt, obwohl ihr kleiner Bruder schreiend und blutend auf dem Boden liegt. Wie sieoll absorbiert ist. Das ist leider in letzter Zeit fast jeden Abend so, seit wir ihr "Medienzeit" geben. Ich finde es auch wichtig, dass Kinder damit umgehen lernen. Aber es gibt für sie jetzt nur ein großes Thema "Minecraft". Ich bin jetzt echt geschockt, will aber auch nicht überreagieren. Wie würdet ihr reagieren?


lilly1211

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Antwort auf Beitrag von SybilleN

Nun, du hättest ihr das Handy wegnehmen müssen und ihr dann erklären was zu tun ist: Bruder vom Klettern abhalten. Bei mir gäbe es erstmal kein handy mehr, sie hat bewiesen dass sie nicht reif dafür ist. Ich wünsche dem kleinen gute Besserung und dir gute Nerven!


Julia+Christopher

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Antwort auf Beitrag von SybilleN

Ich würde erst einmal mein eigenes Verhalten hinterfragen. Aus meiner Sicht liegt die Verantwortung für den Unfall bei dir. Wie du selber schreibst hat deine Älteste es gar nicht richtig mitbekommen. Und von 5 bzw. 6 jährigen kannst du nicht erwarten, dass sie auf einen einjährigen aufpassen.


Himbaer

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Antwort auf Beitrag von Julia+Christopher

Sehe ich genauso. Außerdem hättest du den Kleinen auch mit nehmen können.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Julia+Christopher

Hier muss ich leider zustimmen. Obwohl ich auch hin und wieder die Große (9) alleine mit der kleinen (1) lasse. Aber dann mit klarer Anweisung. Notfalls nehme ich die kleine lieber mit ins Bad. Meistens krabbelt sie eh hinterher. Wenn sie dann klettern und laufen kann, dann kann sie nicht mehr ohne mich lassen, zu groß die Gefahr das sie auf die Couch steigt und runter fällt.


LaLeMe

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Du gibst die schuld deinen kind??? Du bist die Mutter und musst aufpassen und nicht ein kind die Verantwortung übergeben.


ImvPP

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Hallo, erstmal alles Gute für den Kleinen. Ich würde sagen Handy gibt es nun erstmal nicht für die Große. Und beim nächsten Mal, wenn sie aufpassen soll o.ä. erst Handy / Buch / ... ablegen, dann zuhören. Und bei eiligem auf Klo (wo man ja nicht die Zeit hat für so Belehrungen) kommt der Kleine halt mit. Alles Gute euch!


Fru

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Antwort auf Beitrag von SybilleN

Du kannst doch nocht die Verantwortung deinen Kindern zuschieben! Sie ist neun!!! Die anderen noch jünger! Find ich sehr unfair.


LilaWolkenMama

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Antwort auf Beitrag von Fru

Erstmal alles Gute für den kleinen. Man kann meiner Meinung nach nicht die Schuld bei einer 9 jährigen suchen. Die Verantwortung für ihre Geschwister kann und sollte sie nicht tragen.


kati1976

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Antwort auf Beitrag von SybilleN

Erstmal gute Besserung für den Kleinen. Es ist unfair das du sauer auf eine 9 jährige bist, sie ist 9 und nicht 19. Du hast gesehen das die nicht auf deine Ansage reagiert hat,warum gehst du denn einfach? Ganz ehrlich du hättest den Kleinen einfach mitnehmen können. Wie ich reagieren würde? Wenn ihr wieder zu seid darauf achten das er nicht klettern kann und ihn zur Not mitnehmen. Allerdings würde ich die 9jährige fragen warum sie nach dem Unfall gar nicht reagiert hat,das finde ich ehrlich gesagt ungewöhnlich


SybilleN

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Antwort auf Beitrag von kati1976

Sie hat es nicht mitbekommen, weil sie so in ihrer "Minecraft" Welt war. Und das macht mir wirklich Sorgen!


Baerchie90

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Antwort auf Beitrag von SybilleN

Ich denke, ich würde die Schuld auch eher bei mir suchen. Ganz offensichtlich war "die große" zu vertieft, um irgendwas zu merken und "die mittleren" zu klein/unerfahren, um adäquat zu reagieren. Dazu wußtest du scheinbar auch, dass "der kleine" gerne klettert und das noch nicht besonders gut kann... Ich drücke euch die Daumen, dass es nichts weiter ist und ihr mit einem großen Schrecken davon kommt. Unfälle passieren. Situationen werden falsch eingeschätzt. Vielleicht könnt ihr die Leiter mit einer einfachen Plexiglas-Scheibe sichern (so wie im Ikea), dann können nur noch die großen Hochturnen. :-)


Mitglied inaktiv

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Die Schuld liegt bei Dir. Klar hätte die Große aufpassen können, aber sie hat ihre Medienzeit genutzt. Und die beiden kleinen sind zu jung. Was die Nichtreaktion der Großen angeht: Empathie muss man den Kindern beibringen, durchs Vorleben. Also anstatt den Kindern die Schuld zu geben, und von Deinem Fehler abzulenken, solltest du mal hinterfragen, warum die Große so reagiert hat. Ich fasse es echt nicht, dass du die alleinige Schuld den Kindern gibst.


SybilleN

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Sie hat so reagiert, weil sie in ihrer "Minecraftwelt" war (statt das versprochene Schulvideo) anzusehen). Hat sie jedenfalls meinem Mann gesagt.


Mitglied inaktiv

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Darauf kannst und sollst du reagieren. Aber ihr nicht die Schuld an dem geben, was passiert ist.


Felica

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Glaube ich nicht. Das mag sie gesagt haben, ist aber unrealistisch.


tolles-timing

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Antwort auf Beitrag von SybilleN

Deiner Tochter gibst du die Schuld und bestrafst sie mit Handyentzug? Ich finde es grob fahrlässig, dass du nicht darauf geachtet hast, dass sie aufmerksam ist. Ich hätte das Handy vorher beiseite gelegt oder den Kleinen mitgenommen. Deine arme Tochter tut mir leid. Sie ist neun Jahre alt, nicht erwachsen. Du bist verantwortlich für die Kinder. Ja, sicher gibt es Situationen, da kann sie aufpassen. Aber du musst vorher dafür sorgen, dass die Ablenkung reduziert wird. Erst recht, wenn es etwas derzeit sehr beliebtes wie das Handy ist. Tröste sie! Und vereinbart Regeln fürs nächste Mal. Aber bestrafe sie nicht. Sie ist nicht verantwortlich.


AnjaMitBaby

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Antwort auf Beitrag von SybilleN

Ohje, was für ein Schreck! Ich wünsche dem kleinen erst mal alles Gute und euch eine ruhige Nacht soweit möglich! Ich verstehe es nicht so, dass du die „Schuld“ einem deiner Kinder zuweisen willst. Es klingt eher so, als wärst du über die mangelnde Empathie deiner Tochter erschrocken, was ich verstehen kann. Und ich finde durchaus, dass man älteren Kindern sachte beibringen kann, ein kleines wohlwollendes Auge auf ein Baby-Geschwister zu werfen. Ohne gleich die Moral-Keule zu schwingen und - falls was passiert - hinterher mit der Schuld-Keule zu kommen. Sie hat ja nicht verlangt „ich bin ne Stunde weg, übrigens brennt hier eine Kerze und dort steht das Essen auf dem Herd, macht mal selber“ - sondern war eine Minute auf der Toilette. Da hätte eines der Kinder auch durchaus rufen können „Mamaaaa, Baby klettert da hoch!“ (sonst rufen sie ja auch ständig nach Mama in den unpassendsten Momenten Und wie gesagt, als „Verantwortung abschieben“ oder sowas sehe ich das nicht, eher als familiäres Miteinander / aufeinander achten. Ich möchte in meiner Familie nicht erleben, dass - wenn einer blödsinn macht - der Rest daneben steht und sagt „hm, ist ja Mamas Kind, die muss was sagen.“ So ein bisschen wohlwollend „miterziehen“ (bewusst in Anführungszeichen, bitte jetzt kein shitstorm wegen „erziehen“) kann man einer 9-jährigen schon zutrauen. Meine Meinung. Alles in allem würde ich es als „blöd gelaufen aber grade nochmal „gut“ gegangen“ verbuchen, töchterlein erst mal das Handy abnehmen und sie vielleicht nochmal sensibilisieren und dann gut sein lassen. Alles gute!


Ruto

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Antwort auf Beitrag von AnjaMitBaby

Dem schließe ich mich an. Wünsche euch natürlich alles Gute. Würde an eurer Stelle aber auch nochmal gemeinsam mit der Tochter sehen was da los war, dass sie selbst nach dem Unfall quasi nicht reagiert hat. Das finde ich schon bedenklich. Und das nächste Mal in eiligen Situationen das Baby lieber mit ins Bad nehmen, Wenn du dir nicht sicher bist, ob es die Kinder wirklich mitkriegen.


SybilleN

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Antwort auf Beitrag von Ruto

Ganz, ganz sicher!


Felica

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Antwort auf Beitrag von AnjaMitBaby

Hier unterschreibe ich. Ich finde das Verhalten der 3 Kinder extrem ungewöhnlich.


Runde__Marlene

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Antwort auf Beitrag von AnjaMitBaby

Ich lese hier gerade nur still mit und bin doch sehr froh, einmal einen warmherzigen und verständnisvollen Beitrag zu lesen! Ich verstehe es auch so


ZoeSophia

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Antwort auf Beitrag von SybilleN

Also, ich finde es unfair, der Mama jetzt zu unterstellen, sie wäre Schuld!! Es geht doch garnicht um die Schuldfrage, irgendwie! Unfälle passieren, klar ist es dumm gelaufen, aber trotzdem!! Und, ich finde, eine 9Jährige kann schon mal kurz, für ein Klo-Gang auf ein kleineres Kind aufpassen. Klar, das nicht reagieren der 9Järhrigen, als das Baby gebrüllt hat war ganz bestimmt nicht ok! Ich würde der 9 Jährigen das Handy erstmals nicht mehr geben, und mit allen dreien mal ein Wörtchen reden. Sie sind bestimmt zu jung für die Verantwortung (oder gar ihnen die Schuld zu gebenzu,aber wie geschrieben, Unfälle passieren) übernehmen, sie sind aber nicht zu Jung um zu verstehen, dass man aufpassen und Rücksicht nehmen muss, auf andere Menschen! Es ist doch eine Familie, und man kann von den Kindern schon erwarten, dass sie kurz auf einander aufpassen können....


SybilleN

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Antwort auf Beitrag von SybilleN

Erstmal vielen Dank für eure Antworten! Ja, natürlich liegt die Schuld bei mir. Ich mag ihn eben nicht mitnehmen, weil unsere Toilette sehr klein ist (2 qm) und er dann bei allen anderen auch mit auf die Toilette will und da die dann gemeinsam Unfug treiben (schon ausprobiert, ja). So lange er kleiner war, hab ich ihn immer mitgenommen. Ihr kennt das vielleicht, dass man einen riesen Schreck bekommt und dann sauer auf "alles und jeden" ist (auch auf sich). Deshalb schreibe ich das ja hier, damit ich das auch wieder mit Distanz betrachten kann. Was mir eben wirklich Sorgen macht: Die Große war da so absorbiert, so in "ihrer Welt" (und nicht im Schulvideo)... Kennt das jemand von euch? Ist das schon ein Zeichen von Handysucht oder nur "Unreife"?


Fru

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Antwort auf Beitrag von SybilleN

Dazu sage ich nur: viel Spaß in der Pubertät! Das wird erstmal nicht besser..


tolles-timing

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Antwort auf Beitrag von SybilleN

Mit 9? Unreife! Und andersrum ist Minecraft einfach eine faszinierende Welt. Kreativ, frei, unendlich. Sogar mir gefällt das und wenn meine Nichte und mein Neffe da sind, spielen wir auch mal zu viert oder fünft. Das ist eben minecraft. Solange sie auch mal liest oder was spielt, mach dir keine Sorgen. Und zum Kleinen: Das ist auch ein Ding von dir. Warum muss er bei anderen mit, nur weil er bei dir mitgeht? Das sind eben Regeln und so, die er lernen muss.


LilaWolkenMama

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Ich glaube nicht, dass das was mit Sucht zu tun hat. Sie war vertieft. Wäre sie so vertieft in ein Buch gewesen, würdest du dir die gleichen Gedanken machen?


luna8

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Antwort auf Beitrag von SybilleN

Mein Sohn ist schon auch vertieft in diese Online Spiele... darf er gern, aber da muss man die erst rausholen - 10 min Pause.. mach des und des... und dann weiter. Das ist aber eine andere Baustelle.


ImvPP

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Antwort auf Beitrag von SybilleN

Bei Computerspielen wie Minecraft kann man schon mal alles um sich herum vergessen. Das ist an sich nichts "spezielles" bei deiner Tochter.


SybilleN

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Antwort auf Beitrag von LilaWolkenMama

Wenn sie wegen des Buchs nicht mitbekäme, dass sich neben ihr jemand verletzt, blutet, schreit: Ja.


JuniMama-xx-xx-??

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Antwort auf Beitrag von SybilleN

Die sind in dem Alter nicht “multi tasking” fähig, wenn sie auch jetzt “ganz neu” erst Medienzeit hat saugt sie das auf und blendet alles andere dabei aus. Wenn sie etwas anderes tun soll, zB dir “zuhören, auf die Geschwister achten etc.” muss sie die Medienzeit unterbrechen. Auch dass ein Lebewesen immer “vor geht” (z. B. die Katze will raus, Besuch will sich verabschieden, das Geschwisterchen spricht sie an weil es was sucht, sie soll aufs Telefon hören falls Oma anruft oder was auch immer) muss sie konsequent wissen und lernen und dementsprechend dann selbstständig pausieren lernen.


LilaWolkenMama

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Antwort auf Beitrag von SybilleN

Hm.. Schwierig. Hat sie denn auch hinterher nicht reagiert?? Also als er geweint hat? Ist sie denn öfter in ihrer Welt? Oder empathielos?


JuniMama-xx-xx-??

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Antwort auf Beitrag von JuniMama-xx-xx-??

Medienzeit und Schule ist hier getrennt, entweder gibt’s das IPad fuer die Schule, dann gibt’s da auch nur Schule oder es gibts fuer die Medienzeit. Bzw. Ich muss “gab” schreiben weil es bei uns Medienzeit schon seit längerem gibt und es super von alleine klappt mit der Medienzeit einhalten und dem selber wieder weglegen etc. gibt es inzwischen auch etwas dazwischen, wenn etwas gegoogelt wird was K1 sich gerade fragt oder kurz zB. ne Bastelanleiting oder Haekelanleitung anschauen will etc. muss nicht mehr gefragt werden.


SybilleN

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Antwort auf Beitrag von LilaWolkenMama

Genau das ist das Problem. Ich kam rein, er hat gebrüllt und geblutet und sie hat auf das Handy gestarrt. Eigentlich ist sie nicht empathielos, eher im Gegenteil. Die hörte bisher "Flöhe husten" wenn es um andere ging.


As

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Antwort auf Beitrag von SybilleN

Ich kenne das, dieses völlige Abdriften in ein Spiel und nichts um sich rum wahrnehmen. Ich hasse es, wenn mein Teenie sich so benimmt. Man kann ihm dann etwas sagen, was er zwar hört, aber was überhaupt nicht im Hirn ankommt. Deshalb muss ich ihn bei wichtigen Mitteilungen ( "Mach die Tür auf, wenn es klingelt, DHL liefert was "oder so wirklich aus dem Spiel nehmen, Blickkontakt, nochmal nachfragen, ob es angekommen ist. Ganz schlimm für mich. Ich kann den PC-Spielen nichts abgewinnen. Es wird sicher nicht besser, aber nun weißt du, dass so nebenbei bei deiner Tochter nichts ankommt und kannst dich drauf einstellen. Solche Unfälle passieren. Wenn ihr mit einer Gehirnerschütterung davonkommt, ist ja nochmal alles gut gegangen. Mit der Großen reden würde ich aber schon nochmal, so ganz ohne Vorwurf. Ich finde nämlich auch, dass eine Neunjährige schon mal ein bisschen Verantwortung übernehmen kann. Alles Gute für den Kleinen.


luna8

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Antwort auf Beitrag von SybilleN

Ich denke, du hättest ihr das Handy für den Moment wegnehmen müssen, ihr in die Augen schauen müssen bei dem 'Auftrag'. Ihre Schuld (?) ist es jedenfalls nicht. Sie ist doch selbst noch ein Kind. Hochbett haben wir seit die Kleine 2 ist... Matratze drunter ( jetzt nimmer). Hoffentlich nix Schlimmeres Den Kindern die Schuld geben finde ich falsch.


Tini_79

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Antwort auf Beitrag von SybilleN

Ich verstehe es so, dass du nicht so sehr geschockt bist, dass der Unfall passierte, aber dass die Große nichtmal bei einem schreienden Kind den Blick vom Handy nehmen konnte? Der Unfall an sich,hm, blöd gelaufen und ich hätte das Kind einfach mit ins Bad genommen. Da würde ich wohl jetzt keine Schuld bei der 9jährigen suchen. Dass sie so gebannt ist und nichts um sich herum mitbekommt - es bist halt noch relativ neu und spannend für sie? Ich denke mal, jeder hat schon ein Kind ganz gebannt vor dem Fernseher gesehen ohne Reaktion auf die Umwelt, oder? Mir ist schon Essen angebrannt wegen dem blöden Handy oder ich wäre fast zu spät losgegangen.


SybilleN

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Antwort auf Beitrag von Tini_79

Hm, danke für deine Erfahrung . Vielleicht bin ich einfach selbst seltsam, weil ich diese Anziehungskraft nicht so kenne...


drosera

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Antwort auf Beitrag von Tini_79

War die Große mit im gleichen Zimmer wie der Unfall? Nein, da hätte ich kein Verständnis, dass sie das Handy _danach_ nicht zur Seite legt. Das ist nicht "vertieft", das ist "ist mir scheißegal" und da ist Handyentzug nur ein Teil der Therapie. Dass sie die Aufgabe nicht entgegen genommen hat, war wohl offensichtlich; das war kein Agreement. Aber dann beim Unfall nicht sofort zu helfen .... Euch alles Gute und dass alles gut verheilt!


SybilleN

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Antwort auf Beitrag von drosera

Sie saß direkt daneben.


SybilleN

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Antwort auf Beitrag von SybilleN

Ich sehe ja meine Schuld! Ja, ich hätte gedacht, sie würden ihn (innerhalb max. 3 Minuten) davon abhalten So wie sie ihn sehr gut davon abhalten können, etwas von ihnen zu nehmen. Ich bin einfach geschockt und gelobe Besserung. Wie gesagt, ich mach mir echt Sorgen, was das mit dem Handy angeht.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von SybilleN

Eine ganz wichtige Regel beim Kommunizieren: siehe den anderen in der Situation, in der er sich gerade befindet, dann erst ansprechen und auf Aufmerksamkeit warten. Erst wenn du merkst, dass die Aufmerksamkeit bei dir ist, kannst du erwarten, dass dein Gegenüber merkt, dass du was von ihm möchtest. Der Fehler lag ganz klar an deiner Kommunikation und nicht bei deiner Tochter. Ich gehe mal ganz stark davon aus, dass du dir auch keine Gedanken machen würdest, wenn es nicht das böse Handy, sondern ein Buch gewesen wäre. Warst du noch nie so sehr in etwas vertieft, dass du die Welt um dich vergessen hast? Dass du immer wieder darauf zurück kommst und da jetzt unbedingt etwas "Unnormales" drin sehen willst, liegt wahrscheinlich eher daran, dass du mit diesem Gedankengang deine eigene Verantwortung an der Situation verdrängen kannst - das ist völlig menschlich, aber deiner Tochter gegenüber leider sehr unfair. Gute Besserung für dein Kind und erhol dich gut von dem Schreck.


Nakarta

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Antwort auf Beitrag von SybilleN

Ich verstehe deine Sorge, kann mich aber auch noch gut erinnern, dass ich in diesem Alter und noch lange darüber hinaus durchaus so konzentriert in einem Buch lesen konnte, dass ich nicht gehört habe wenn mich jemand angesprochen hat. Ich weiß noch, dass eine Freundin mich in einer Freizeit mal vor lauter Verzweiflung angeschrien hat, weil ich sie schlicht nicht bemerkt habe. Teilweise wünsche ich mir heute, ich könnte mich noch so auf was konzentrieren... witzigerweise hat dieselbe Freundin mittlerweile kindliche Entwicklung studiert und mich vor ein paar Jahren darauf hingewiesen, wie ich meine gedankenverlorene Tochter unbeabsichtigt beim Erforschen gestört und sie aus ihrer Konzentration gerissen habe. Seither versuche ich tatsächlich sogar bewusst so etwas zu vermeiden. Was ich damit sagen will: vermutlich ist das Handy gar nicht so ein riesen Problem, sondern nur ein Medium von vielen, die spannend sind (auch wenn ich es gut finde, wenn sie es nur sehr eingeschränkt nutzt). Und dieses Versunkensein von Kindern in einzelne Tätigkeiten kann man auch ganz grundsätzlich als tolle Fähigkeit betrachten. Das würde ich dann auch nicht als Ausdruck einer Handysucht oder mangelnder Empathie deiner Tochter werten. Und wenn man darum weiß, kann man beim nächsten Mal dafür sorgen, dass man sich die Aufmerksamkeit auch wirklich gesichert hat. Jetzt ist ja - hoffentlich - alles nochmal gut gegangen. Dieses Glück haben wir mit Sicherheit alle schon oft in vermeintlich alltäglichen Situationen gehabt...


Irish83

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Antwort auf Beitrag von SybilleN

Dem kleinen gute Besserung Ich finde schon dass man einer 9jährigen zumuten und zutrauen kann kurz auf seinen kleinen Bruder aufzupassen. Allerdings sollte man sicher sein, dass die große die Anweisung auch verstanden hat. Hier schauen auch die großen kurz nach den jüngeren Geschwistern, bin wohl auch eine verantwortungslose Mutter. Im nachhinein ist man immer klüger... Allerdings wäre hier nach einem Unfall schuld und Mitgefühl bei den älteren groß. Das würde mir tatsächlich Gedanken machen, wenn die große Schwester so gar keine Anteilnahme zeigen würde. Ich würde (wenn der erste schreck und zorn vorbei ist) ruhig mit ihr zusammen setzen und das klären wollen.


LilaWolkenMama

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Antwort auf Beitrag von Irish83

Das hat doch nichts damit zu tun, dass man als Mutter verantwortungslos ist. Ich glaube aber, dass nicht alle Kinder dazu in der Lage sind, diese Verantwortung für andere oder meinetwegen auch für ein Tier zu übernehmen. Schuldgefühle und Mitgefühl würden allerdings auch hier bei den Geschwistern vorherrschen.


luna8

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Antwort auf Beitrag von LilaWolkenMama

Das stimmt .. wenn die Schwester auf dem Boden liegt und schreit, kann man von ner 9jährigen doch ne ( am besten empathische) Reaktion erwarten. Kann ich mir so garnicht vorstellen...


Muhkuh-87

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Antwort auf Beitrag von SybilleN

Moin, Erstmal gute Besserung an den Lütten. Bitte nicht falsch verstehen, aber: wie ist denn die "Lautstärke" sonst bei euch? So ohne Unfall? Ich weiß, dass wenn ich früher mit meinen Geschwistern alleine waren, auch recht laut sein könnten. Vor allem, wenn der eine dem anderen was weg genommen hat gab es Gebrüll auf beiden Seiten. Vielleicht hat deine Tochter dieses "Gebrüll" gar nicht so recht einordnen können und gedacht, dass es daher kommt, dass er ein bestimmtes Spielzeug nicht bekommt?! Ganz ehrlich? Ist mir früher auch schon passiert... Aber mit nem Buch... Nächstes Mal bist du schlauer ;) nimm ihr das Handy weg, sag ihr, dass sie nun kurz aufpassen muss, danach gibt es das Handy wieder. Ob ich ihr das jetzt komplett entziehen würde als Strafe, weiß ich nicht (ich glaube aber eher nicht). Rein interessehalber (und nicht vorwurfsvoll oder so) :kind2 und 3 standen daneben und haben nur geschaut? Nichts gesagt? Weder zur großen Schwester noch dich gerufen?


SybilleN

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Antwort auf Beitrag von Muhkuh-87

Die Lautstärke ist eher mittel. Das Zimmer, in dem sie da waren, ist nicht so groß. Sie saß genau daneben. Kind 2 und 3 spielten am Boden. Eigentlich kann ich froh sein, dass der Kleine nicht auf eines der anderen gefallen ist... Ja, nächstes Mal bin ich schlauer. Erst Handy weg, dann Kommunikation.


Reh77

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Antwort auf Beitrag von SybilleN

Kennt das niemand, dass man als Kind so im tun vertieft ist, das neben einem die Welt untergehen könnte und man es nicht mitbekommt? Ich musste als Kind sehr früh und ganz oft auf meine Geschwister aufpassen. Mit 9J. habe ich Nachmittags ein kleines Kind betreut und mir damit ein Taschengeld verdient. Da ist nie etwas passiert. Mit 12J. war ich eine ganze Woche für meine jüngeren Geschwister und mich verantwortlich. Meine Eltern waren 6 Tage/5Nächte verreist. Also ich kannte früh Verantwortung. Aber wenn ich ein spannendes Buch oder ein schwereres Rätsel vor mir hatte und darin ganz versunken, dann hätte neben mir sonst was sein können, ich hätte es nicht wahrgenommen. Ich erinnere mich gut daran, dass ich "Die unendliche Geschichte" gelesen habe. Als meine Schwester mich rüttelte. Neben mir war ein Regal umgekippt. Ich hatte das nicht mitbekommen. Gute Besserung deinem Sohn.


SybilleN

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Antwort auf Beitrag von Reh77

Da hattest du aber Glück! Wegen des Regals meine ich.


Mitglied inaktiv

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Ich stimme den anderen zu, dass die Schuld nicht bei dem großen Kind liegt. Und dann frage ich mich, wieso es dir nicht möglich ist, mal aufs Klo zu gehen? Liegt das Klo 2 km von Zuhause weg oder 5 Etagen höher? ich habe 4 Kinder und ja, ich konnte sie mit 18 Monaten auch mal ganz kurz alleine lassen um zur Toilette zu gehen. Ich ließ dann halt, wenn wir ganz alleine waren, die Türe auf. Man sitzt doch keine 15 Minuten. Notfalls, wenn das gar nicht geht, holt man eben die anderen Kinder ins Wohnzimmer, ohne Handy.


memory

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Antwort auf Beitrag von SybilleN

Hätte hätte Fahrradkette. Nützt jetzt nix mehr:( Herrje alles gute dem Kind. Ich kann mir vorstellen da hat jeder der 3 gedacht, der andere guckt auf den Knirps. Und ehrlich gesagt geht das auch manchmal so fix, da können selbst Erwachsene an Grenzen kommen. Schön ist es nicht , schimpfen würde ich auch nicht , das macht es nicht wieder gut. Mir ist sowas als Kind mit meiner kleinen Schwester auch passiert ( die hatte dann einen Nasenbruch) jede Strafe , jede Schimpferei hab ich dann dem Nervzwerg angekreidet , Einsicht kam dadurch auch nicht. Da denkt man zu kindlich. :(


Lancette99

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Antwort auf Beitrag von SybilleN

Bei meinem Mann ist das heute noch so, dass er, wenn er in sein Handy/Buch/Computerspiel/Arbeit/usw vertieft ist, er absolut NICHTS mitbekommt was um ihn rum passiert. Das treibt mich oft in den Wahnsinn, weil ich, wenn ich Kontakt zu ihm aufnehmen möchte, erst an ihm rütteln muss und mehrfach nachfragen muss, ob er mir überhaupt zuhört. Er kann mich sogar interessiert anschauen und zustimmend nicken und weiß danach nicht mehr, dass ich überhaupt da war. Aber besorgniserregend fand ich das nie. Ansonsten wünsche ich dem Kleinen auch eine schnelle Genesung.


Felica

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Antwort auf Beitrag von Lancette99

Das könnte meiner sein. Aber da hilft ein Codewort. So haben wir das gelöst. Frag mich nicht warum es damit klappt.


Ralph

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Antwort auf Beitrag von SybilleN

Wie sind denn hier einige drauf?? SELBSTVERSTÄNDLICH kann man einem neunjährigen Kind mit der Verantwortung betrauen, während meines Kloganges darauf aufzupassen, daß der kleine Bruder nicht auf das Hochbett steigt. WO BITTE IST DAS PROBLEM????????????????????????? Hochkaräter Einlauf von mir sowie Handyverbot 24/7 für mindestens 3 Wochen wäre bei mir aber Hallo verhängt worden. 1. Verläßlichkeit ist eine ganz wichtige Lehre des Lebens. 2. Niemals darf das Handy das Regiment übernehmen und desbhalb höchstwichtigste Dinge aus den Augen verloren werden. Das ist hier leider geschehen und das Kind MUß lernen, daß dies ein NoGo ist, ganz egal, was die Freundinnen für eine Beziehung zu ihrem Handy haben. Das gilt übrigens im erschreckenden Maße auch zunehmend für immer mehr Erwachsene, aber das ist ein anderes Thema. Noch einmal: Wir reden hier von einer Aufgabe, die von einer Neunjährigen spielend erfüllt werden werden kann und muß. Das nennt sich Erziehungsarbeit als Eltern, nicht mehr und nicht weniger. Wenn eine gesunde neunjährige damit überfordert ist, stimmt in der bisherigen Erziehungsleistung schon vieles nicht mehr. So, und nun steinigt mich! By the way: Meine beiden Kinder sind früh so erzogen worden, und aus beiden sind selbstbewußte und verantwortungsbewußte Menschen geworden. Ralph


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Ralph

Ich fang an!! ;) Was du in deiner Schimpftriade übersehen hast: das Mädel hing am Handy und hat die Anweisung/die Bitte der Mutter überhaupt nicht mitbekommen. Als Mutter muss ich aber sicherstellen, dass mein Anliegen auch ankommt. Richtig ankommt, nicht nur ein "Jaja, mach ich schon." ohne den Kopf vom Bildschirm/Buch/Heft whatever zu heben. Da ist dann nur am Rande angekommen, dass wer was von einem will, aber was konkret gefordert wurde Ansprechen, berühren noch am besten und eben sicherstellen das kam an. Daher halte ich den Einzug vom Handy für min. 3 Wochen für zu heftig. Ein paar Tage ja. Und ganz wichtig fände ich, ein Gespräch darüber, was passiert ist. Ich kann mir denken, dass das Kind ein ziemlich schlechtes Gewissen hat und sich extrem mies fühlt. Ich kenne das von mir auch, wenn ich lese. Ich bin mit meinen Gedanken so vertieft, fieber mit meinen Helden so heftig mit, dass neben mir sonstwas stattfinden könnte, ich würde es nicht mitbekommen. Passiert mir auch, wenn ich hier im RuB lese, nur bin ich dann in Gedanken vertieft. Und ich bin erwachsen, keine 9 Jahre alt mehr. Sobald ich lese und ich es interessant finde, ist der Rest ausgeschaltet. Meine Familie weiß das und stupst mich dann an, wenn was ist. Meinem Mann graut vor September, da kriege ich gleich drei neue Bücher


Mitglied inaktiv

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Achja wegen dem Aufpassen: Das ist immer ganz vom Kind abhängig. Meinen beiden Grossen hätte ich das auch zugetraut, meiner jüngsten Tochter niemals! Sie wäre restlos überfordert gewesen mit der Situation.


luna8

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Antwort auf Beitrag von Ralph

Ja, ABER : dann schaut man dem Kind mal zumindest in die Augen, damit man ( der VERANTWORTLICHE) weiß, dass die Botschaft beim Kind angekommen ist. Wenn was Schlimmes passiert ist nicht das 9jährige Kind Schuld - zu Recht. Was man sonst davon hält ... Privatsache.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Ralph

Wenn das Kind die Aufforderung nicht mitbekommen hat, ist das nicht sein Fehler sondern der der Mutter.


Felica

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Unterschied wäre aber normalerweise, wenn dann dein Bruder schwer blutend und laut schreiend neben dir am Boden liegt das du das Handy dann zur Seite legst. Ich war auch schon völlig vertieft in Dingen und auch Kind Groß, aber wenn wenn der Kleine schreit, dann reagiert man spätestens. Sollte jedenfalls so sein. Ansonsten sollte man sich nämlich die Frage stellen was gerade schief läuft.


taram

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Antwort auf Beitrag von Ralph

Ralph, du bist echt ein Widerling. Nicht jedes Kind ist gleich. aber das du die Weisheit mit Löffeln gefressen hast...


Reh77

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Antwort auf Beitrag von Ralph

Es gibt Kinder, die sind so vertieft in ihr tun, dass sie NICHTS aber auch gar nichts aus ihrer Umgebung mitbekommen. Wie oben schon geschrieben Kann ich mich gut daran, dass ich "Die unendliche Geschichte" gelesen habe. Als meine Schwester mich rüttelte. Neben mir war ein Regal umgekippt. Ich hatte das gar nicht mitbekommen. Und das Regal lag direkt neben mir. Mit allen Büchern darauf und den anderen Gegenständen. Es hatte so gerumst, dass selbst meine Mutter angelaufen kam, was sehr selten so war. Bei uns gab es nur sehr selten Kakao, dabei habe ich den als Kind geliebt. Wenn ich ins Buch vertieft war, habe ich nicht mitbekommen, dass es welchen gab. Obwohl wir Kinder gerufen worden sind. Was war ich danach enttäuscht. Ich hatte keinen bekommen. Dabei habe ich das einfach nur nicht gehört. Und ich kannte Verantwortung. War ich doch regelmäßig ganz allein für meine Geschwister verantwortlich. Da ist nie etwas passiert. Als Mutter/Vater... muss man darauf achten, dass ein Kind auch sicher mitbekommt, was ihm aufgetragen wird. Und zwar richtig mitbekommt. Am besten Ansprache mit Berührung und weglegen des Handys, Buches,... Wusstest du, das kleine Kinder weiterschlafen, wenn der Rauchmelder piepst und Alarm gibt? Natürlich nicht jedes Kind. Aber dazu gab es verschiedene Tests. Unter anderem auch in Zusammenarbeit mit einem Feuerwehr-und Rettungsdienst sind Wissenschaftler der Dundee University in einem Rauchmelder-Test zu einem erschreckenden Ergebnis gekommen: Nach Angaben der Universität wachten 27 von 34 Kinder im Alter von 2 bis 13 Jahren nicht auf, als der Rauchmelder Alarm schlug. Und du würdest echt das Kind hart bestrafen, für etwas was es gar nicht mitbekommen hat? Wie hart bestrafst du dich selbst, wenn du mal etwas nicht mitbekommst? Oder wenn du einen Fehler machst?


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Felica

Ich bin da ehrlich, ich wüsste es nicht. Bei meinen eigenen Kindern ja, da weiß ich es genau. Ob das bei meine Geschwistern auch so gewesen wäre, kann ich nicht zu 100% sagen.


Ralph

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Antwort auf Beitrag von taram

... die für mich entscheidenden Menschen in meinem RL gänzlich anders, und nicht nur die. Daß Du grundsätzlich ein Problem mit mir hast, ist ja nun wirklich nichts Neues. Insofern... Eber, deutsche Eiche und so... Ralph


Ralph

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... daß ich das "... und null reagiert. ..." überlesen habe. Insofern relativiert sich das eine oder andere, ganz klar. Ich muß mich vergewissern, daß der "Auftrag" angekommen ist, und damit ist die Neunjährige entlastet, aber nur zunächst. Wenn aber der Bruder vom Bett stürzt und vor Schmerzen schreit und die neunjährige Schwester immer noch nicht reagiert, sind wir genau im Film. Die 3wöchige Sperre wäre natürlich obsolet, aber die gehörige Standpauke würde sie dennoch kriegen, denn ich müßte ja auf einmal auch von ganz anderen Dingen ausgehen. Daß nämlich das Kind auf dem Schulweg, ganz gebannt und vertieft auf das Handy starrend, nicht mitbekommt, daß a) ein Auto kommt, oder b) die Ampel gerade rot ist, oder c) ein Rollstuhlfahrer entgegenkommt oder d) ein Hindernis (Verkehrsschild, Geländer etc. ) auftaucht. Nein, da liegt einiges im Argen. Und das gehört sehr verbindlich (vorsichtig ausgedrückt) erörtert. Ralph


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Ralph

Da gebe ich dir völlig Recht! Auch wenn die Kinder damit aufwachsen, müssen sie Regeln kennen. Und auch lernen wie sie mit solchen mit solchen Medien wie Handy oder die tragbaren Konsolen(Nintendo DS und die Switch Liste) umgehen sollen, nein müssen. Sonst kann noch schlimmeres passieren, wobei der Unfall zu Hause schon schrecklich war.


Feuerschweifin

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Antwort auf Beitrag von SybilleN

Dass die 9-Jährige den mündlichen Auftrag, auf den Bruder aufzupassen, möglicherweise aus Konzentration auf das Handy nicht wahrgenommen hat, das halte ich für möglich. Hier liegt es an der Mutter, sicherzustellen, dass sie die volle Aufmerksamkeit ihres Kindes hat. Daher finde ich, kann man dem Kind keine Schuld am Sturz des Bruders geben. ABER, und das sage ich ganz deutlich: Es ist NICHT normal, dass eine 9-Jährige nicht reagiert, wenn DIREKT NEBEN IHR ihr Bruder vom Hochbett fällt, aus dem Mund blutet und weint und schreit. Nein, diese Situation - Aufprall - lautes Schreien - Bruder liegt verletzt direkt neben ihr und blutet - ist ein absoluter Wachrüttler, niemals hat sie das nicht mitbekommen. Das ist eine Ausrede, da bin ich mir sicher. Und dann muss ich feststellen, dass dieses Nicht-Reagieren in solch einer Unfall-Situation NICHT NORMAL ist. Würde mir das als Mutter mit meiner Tochter passieren, würde ich mir auch Sorgen über dieses Verhalten machen. Ich würde dir raten, damit du in das Thema entweder für dich Ruhe rein bekommst, oder das Thema angehen kannst, dass du dich mal über diese Situation mit einem Kinder- und Jugendpsychotherapeuten ausführlich unterhältst. Das bringt dich bestimmt weiter.


Junalina

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Antwort auf Beitrag von Feuerschweifin

Das unterschreibe ich voll! Zum Therapeuten würde ich deswegen nun nicht gleich gehen. ABER das Verhalten nach dem Sturz finde ich mehr als bedenklich. Ich vermute, dass ihr das Spiel in dem Moment wichtiger war. Als hier medienzeit eingeführt wurde, hatte die auch eine wahnsinnige Priorität für den großen. Deswegen wurden dafür ganz schnell Regeln eingeführt. Das Handy würde ich schon aus dem Grund entziehen, weil nicht das vereinbarte schulvideo geschaut, sondern minecraft gespielt wurde. Ich finde da muss man sich auf Absprachen verlassen können. Wenn das nicht klappt, müsste sie bei mir dann mit dieser Konsequenz leben. Gute Besserung dem Kleinen Wurm!


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Feuerschweifin

Jetzt Mal ganz sachlich: Ein kleiner Zwerg heult andauernd in unterschiedlichen Frequenzen, da bekommen manche Geschwister Hornhaut auf den Trommelfellen, gerade wenn es mehrerere sind. Bei mir hätte damals, laut meiner Mutter, neben mir beim Lesen oder Spielen eine Bombe explodieren können, ich hätte das nicht mitbekommen. Völlig versunken in die eigene Welt. Denn: für manche Kinder ist Spielen, Lesen oder gar Daddeln eine willkommene Möglichkeit, sich vollkommen aus der Realität zu "verabschieden", und in eine andere Welt zu versinken.


Felica

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So sieht es aus. Und auch das die 5 und 6 jährigen einfach seelenruhig weiter spielen finde ich bereits erschreckend. Das normalste wäre gewesen spätestens dann aufzuspringen und Richtung Bad zu rennen.


Felica

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Ich habe hier die Kombi 8 Jahre, Homeschooling, eigens Tablet, Minecraft und fast 20 Monate, extrem kletterfreudig, Trotzphase lässt grüßen. Wenn der Kleine anfängt zu schreien, dann schaut Kind Groß kurz auf, vergewissert sich kurz ist was, macht dann je nachdem weiter. Egal wie tief gerade versunken. Und ja, wenn ich was sage zu Kind Groß, vergewissere ich mich auch immer erst ob das wirklich angekommen ist. Da haben wir klare Regeln. ich kann mir also hier beim besten Willen nicht vorstellen das Kind Groß einfach seelenruhig weitermacht wenn Brüder blutend und brüllend am Boden liegt. Selbst dann nicht wenn man gerade mitten drin im allerspannenstem Minecraft-Video hängt. Das man weitermacht wenn Bruder nur gerade Trotzanfall oa, klar das kommt vor.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von SybilleN

Erst mal alles Gute für Deinen Kleinen und auch für Dich. Ich finde 18 Monate ist einfach ein fieses Alter. Der Bewegungsradius ist großer als der geisrige Horizont ;-) Aber Du kannst -erst recht bei vier Kindern- doch nicht 24/7 bei dem Kleinsten sein mit 100% Aufmerksamkeit. Das hatte genauso passieren können, wenn Du kurz beim 5 jährigen eine Schürfwunde behandeln musst, der vierjährige gerade irgendeinen Quatsch macht ider Du mit "der Großen" die Mathehausis nochmal durchgehst. Irgendwann muss man ein Stück loslassen- auch innerlich - und hoffen, dass die Unfälle, die passieren werden glimpflich ausgehen. Natürlich die Wohnung bzw die Umgebung etwas Absichern. Wenn er so gern klettert, legst unters Hochbett vielleicht einen dicken Teppich/Sitzsack...Es wird aber sicher noch andere Unfälle geben. Und je mutiger und agiler sie sind umso mehr wird eben auch passieren. Dass die 9-jährige komplett vertieft in Minecraft ist, kann ich nachvollziehen, das war bei meinen Großen auch so. Dass sie nach dem Unfall nicht reagiert hat... kann es sein, dass sie so ein schlechtes Gewissen hatte, dass sie versucht hat, sich unsichtbar zu machen? Ich seh Euch nicht, ihr seht mich nicht? Klar wäre das Handy jetzt mal für eine Woche weg, aber die Hauptschuld würde ich ihr nicht in die Schuhe schieben . Je nachdem wie sensibel sie ist, kann das schon Spuren hinterlassen. Hoffentlich war es nur ein großer Schreck und dem Kleinen gehts gu t


Philo

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Antwort auf Beitrag von SybilleN

gibt es in eurem Haus keinen kindersicheren Raum, wo du das kleine Kind "parken" kannst? Du hast gesehen, dass die Große (sie ist 9, nicht 19!!) nicht reagiert, Kindern würde ich nie die Verantwortung für Geschwister übertragen. In meinen Augen müsste das Hochbett so abgesichert sein, dass das kleine Kind da nicht hoch kommt. Denn man kann Kinder nicht permanent unter Aufsicht haben. Gute Besserung an Dein Kind.


SybilleN

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Antwort auf Beitrag von Philo

Er klettert gerade auf alles. So intensiv hat das keines der anderen Kinder betrieben. Bis gestern waren es vor allem Stühle und Hocker. Die haben wir in jedem Raum.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von SybilleN

Boa!! Dein armer kleiner ich hoffe sehr es geht ihm bald besser und er hat nicht all zu große Schmerzen! Ich Würde ihr das Handy wegnehmen, es erklären und sagen das sie es wieder bekommt, wenn sie reif genug dafür ist. Mit 11 Jahren oder später...


Mitglied inaktiv

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Ergänzung Und draus lernen und den kleinen einfach mit ins Bad nehmen. Mach ich auch immer so.