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Unbefristete Streiks in Kitas drohen

Unbefristete Streiks in Kitas drohen

Moehre700

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Ver.di hat die Tarifverhandlungen für gescheitert erklärt. Damit ist ein auch unbefristeter Streik in Kitas möglich und wahrscheinlich... https://www.tagesschau.de/inland/streik-kita-101.html Es werden dann viele öffentliche Kitas streiken, kirchliche Kitas sind wie immer nicht betroffen.


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Antwort auf Beitrag von Moehre700

Aha, und - was hältst du davon?


Moehre700

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Ich unterstütze das und stehe hinter den Forderungen der Erzieherinnen und Erzieher. Das fällt mir aber auch besonders leicht, weil wir ja nicht betroffen wären von einem Streik, unser Sohn geht in eine evangelische Kita. Ich glaube aber, dass ich das auch dann noch unterstützen würde, wenn ich mich um die Betreuung tagsüber plötzlich kümmern müsste und irgendwie was organisieren müsste. Das ginge sicher, wir haben ein vergleichsweise grosses Netzwerk an Familie und Freunden. Die Arbeitsbedingungen für Erzieherinnen sind wirklich unter aller Sau, sehr oft zumindest. An allem wir gespart, an der Ausstattung, an der Bezahlung etc. pp.. Stattdessen gibts Betreuungsgeld. es ist wie fast immer: an der Ausbildung und Erziehung von Kindern wird gespart, bis man sich kaputt gespart hat. Und dann wundert man sich, warum es keine Fachkräfte gibt, immer weniger geeignete Bewerber für Ausbildungsplätze etc.. Ich rege mich schon wieder auf


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Dann sind wir ja zufällig mal wieder einer Meinung. Nur das mein Kind aus dem Kita Alter raus ist, und ich mir deshalb meine große Klappe auch leisten kann... Dennoch hätte ich Verständnis aufgebracht, und die Betreuung in der Zeit sicher auch anders abfangen können.


Moehre700

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Ich frage mich gerade, ob man ernsthaft anderer Meinung sein kann... Und weiss, dass das geht. Als das erste Satement des BVerfG betreffend die Verfassungsmäßigkeit des Betreuungsgeldgesetzes kam und das BVerfG klar gemacht hat, dass es momentan deutliche Anzeichen sieht, die für die Verfassungswidrigkeit sprechen, gab es natürlich Aufruhr unter den Politikern. Ein Mr. Wichtig meiner Lieblingspartei, der CSU, seines Zeichens Befürworter des Betreuungsgeldes meinte tatsächlich: "Wenn das Betreuungsgeld verfassungswidrig ist, dann müssen wir auch mal prüfen, ob nicht die Kitaförderung in den Ländern durch den Bund verfassungsgemäß ist und wir die nicht zurückfordern...." Dem hat eindeutig jemand in den Kopf....ähm...gemacht. Geht's noch? Reaktion wie ein beleidigtes Kleinkind. Mein Sohn ist da schon weiter, der ist fast 4.


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Antwort auf Beitrag von Moehre700

Ach, guck dir an, was ein anderer, wahrscheinlich DER Topmanager Deutschlands schlechthin gemacht hat, als er jetzt feststellen musste, dass es nicht mehr nach seinem Kopp ging: hingeschmissen hat er, wie ein bockiges Kleinkind, um nachher wahrscheinlich allen die Zunge rausstrecken zu können, wenn sein ungeliebter Fastnachfolger den Karren doch noch an die Wand fährt...


Moehre700

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Jau. Der Bundespräsident hat es ja auch schon vorgemacht: Das Volk zollt mir nicht die gebürhende Anerkennung? Ich trete dann lieber mal zurück und weine.


EinTraumWirdWahr

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"Ich frage mich gerade, ob man ernsthaft anderer Meinung sein kann..." --- doch, kann man. Warum nicht? Für mich persönlich war es zu Kindergartenzeiten eine Katastrophe, ohne Familie oder Mann und ohne Freunde, die die Betreuung übernehmen könnten ... mein Arbeitgeber, bei dem auch ab und an gestreikt wird, hatte so gar kein Verständnis für mich. Ich durfte dann kostbare (dank vieler Ferienzeiten knappe) Urlaubstage nehmen und musste in Ferienzeiten eine Art Tagesmutter sehr teuer bezahlen. Verständnis habe ich für die Erzieherinnen, ja, und dennoch gefallen mir die Streiks nicht automatisch. Es gibt betroffene Eltern, für die ist es schlicht unmöglich, mal eben so aus dem Stand unbefristete Betreuungen zu organisieren - Verständnis hin oder her. Und nicht immer finden die Forderungen von ver.di mein Verständnis, manchmal finde ich sie übertrieben. Und manchmal finde ich sie sehr richtig und notwendig. Du siehst, man kann unterschiedliche Meinungen, Hintergründe, Sichtweisen haben ...


Moehre700

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Antwort auf Beitrag von EinTraumWirdWahr

Und warum stört es Dich, das Erzieherinnen streiken aber nicht, das für Bildung so wenig gezahlt wird? Stört es Dich gar nicht, wenn Kinder nahezu chancenlos beloben, weil einfach niemand in die Ausbildung investieren will? Es geht nicht nur um Dich.


EinTraumWirdWahr

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Antwort auf Beitrag von Moehre700

Es geht nicht nur um mich? Ich glaube, ICH habe das schon lange kapiert ;-) Habe ich gesagt, dass mich nicht stört, dass für Bildung so wenig gezahlt wird? Nein. Oder dass Kinder chancenlos bleiben (beloben??)? Nein. Ich weiß aber, dass ich auch Streiks gegenüber nicht kritiklos sein muss. Man darf denken, differenzieren und Vor- und Nachteile aufzeigen. Nicht mehr und nicht weniger habe ich gesagt. Mich stört auch nicht per se, dass Erzieherinnen streiken. Ich weiß aber, dass es viele Familien gibt, die dadurch riesige Probleme haben. Ich hätte damals bald meinen Job verloren - mehr Urlaub als ich habe, habe ich nämlich nicht. Und ich kenne auch keinen Arzt, der mich einfach so krankschreibt. Und ja, in dem Fall ist es mir wichtig, dass ich meine Existenz rette. Ja. Für andere mag das nicht das große Problem sein, das akzeptiere ich genauso wie meine Existenzangst. PS: Ich habe kein Kind mehr in dem Alter, ich könnte theoretisch rumtönen, wie toll und wichtig und ausnahmslos gerechtfertigt der Streik ist ... daran erkennst du vielleicht, dass nicht jeder von sicherer Seite aus mittönen muss, der entweder kein Kiga-Kind hat oder selbiges sicher im kirchlichen Kindergarten oder bei Oma/Opa/Tagesmutter betreut weiß.


Moehre700

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Antwort auf Beitrag von EinTraumWirdWahr

Möchte ich sehen, das jemand gerechtfertigt gekündigt wird, weil das Kind betreut werden muss. Ist aber ein anderes Thema. Und Du hast ja Deinen Job auch gar nicht verloren. "Mittönen" muss niemand bei irgendwas. Über die Zahlungen für Bildung hast Du gar nichts gesagt... das ist ja genau der Punkt. Streiks funktionieren nur, wenn genug Leute betroffen sind und sich der Druck erhöht. Menschen sind für das Streikrecht mal auf die Strasse gehangen und nicht wenige haben dafür deutlich mehr riskiert als einen Job. Ja, ich weiss: Du hast nicht gesagt, dass Du das nicht auch gut findest.


wolke76

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Dann mach mal Augen und Ohren auf! Wenn man zum AG gehen und sagen muss, dass man nicht kommen kann, weil der Kiga geschlossen hat, die Bahn nicht fährt oder der Müll nicht geholt wird, dann interessiert ihn das herzlich wenig. Für ihn zählt, dass man seine Arbeit erledigt und nur im Rahmen des (geplanten) Urlaubs fehlt, was ja auch sein gutes Recht ist. Wer den vertraglichen Pflichten nicht nachkommt, muss gehen. Schön, wenn AG das Fehlen wegen Betreuungsengpässen tolerieren. Aber darauf verlassen kann man sich nicht darauf.


EJJ

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Manchmal ist es erschreckend mit wem man gleicher meinung ist...


Moehre700

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Antwort auf Beitrag von wolke76

Bahn fährt nicht ist ja auch voll vergleichbar mit zwingend notwendiger Kinderbetreuung. Du glaubst vermutlich auch, Verträge kann man nur schriftlich machen und Dinge gehören Dir, weil Du sie gekauft hast. Na dann. Wundert mich immer weniger, dass Arbeitgeber so mit ihren Mitarbeitern umspringen, wie sie es oft tun. Die lassen sich das ja gefallen.


Johanna3

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Ich fahre fast täglich mit der Bahn. Und finde es absolut nachvollziehbar wenn die Lokführer streiken.


wolke76

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Antwort auf Beitrag von Moehre700

Letzte Woche zwei Tage Bahnstreik. Jawohl es gibt Leute, die drauf angewiesen sind und zu spät oder gar nicht zur Arbeit kommen (können). Arbeitgeber interessiert das wenig. Kita zu = Betreuungsproblem. Nicht jeder kann das abfangen, nicht jeder Chef hat da Verständnis. Was hat das mit Gefallenlassen zu tun? Und wo liegt für den Chef der Unterschied? Das Resultat zählt: Der AN ist nicht da. Warum sollte ich nur an schriftliche Verträge glauben und was hat mein Besitz oder Eigentum damit zu tun?


wolke76

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Antwort auf Beitrag von Johanna3

Nachvollziehbar ja, ABER was machst du denn, wenn die Bahn nicht fährt, du aber zur Arbeit musst? 80km mit dem Rad fahren?


Johanna3

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Antwort auf Beitrag von wolke76

Nein. Aber z.B. Umwege mit dem Bus in Kauf nehmen, Mitfahrgelegenheit per Aushang oder Inserat suchen, verrentete Nachbarin dafür entschädigen das sie mich fährt......es gibt genug Möglichkeiten. Wenn ich niemanden finde ist das MEIN Problem. Nicht das der Lokführer.


wolke76

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Antwort auf Beitrag von Johanna3

Ich habe auch an keiner Stelle gesagt, dass das das Problem der Lokführer ist. Ebenso wenig wie das des AG, dem es schnuppe ist, wie der AN rankommt und wer dessen Kinder betreut. Bei 80km Umwege mit dem Bus? Da ist man stundenlang unterwegs, weil es keine Direktverbindung gibt. Ohne Kinder machbar, mit Kindern leider nicht. Aber was rede ich. Jeder kocht sein eigenes Süppchen und das ist in Ordnung. Nur sollte man ab und an über den Rand des Tellers hinausschauen. Ich verstehe den Hintergrund des Streiks. Es muss sich was ändern aber wie lealk schon schrieb, die Art und Weise des Durchsetzenwollens ist fragwürdig. Eine Lösung habe ich auch nicht parat, dann säße ich nicht hier...


Johanna3

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Antwort auf Beitrag von wolke76

Und ich habe an keiner Stelle geschrieben, dass du das behauptet hast.Nein, aber z.B. eine Teilstrecke bis zur nächsten Mitfahrgelegenheit. Oder S-Bahn. Fragwürdig finde ich die Vorgehensweise nicht. Wenn es keine andere Möglichkeit gibt ist das so. Allerdings fände ich es irgendwie seltsam, wenn die Lokführer einen Streik beenden, damit die Reisenden pünktlich zur Arbeit kommen.


Enjay79

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Antwort auf Beitrag von Moehre700

Ich habe letztens mit meiner Mutter darüber gesprochen, die selbst, so wie ich, Erzieherin ist, aber im Gegensatz zu mir in dem Beruf noch tätig ist. Ihr tun die Eltern leid und sie bekommt auch ab und an den Frust ab. Sie kann sie verstehen, steht aber auch hinter ihrem Beruf und hat in der über 33 Jahren Tätigkeit den Wandel mitbekommen. Alleine meine Ausbildung vor 15 Jahren war anders als ihre. Die hat noch 4 Jahre gedauert. Jetzt habe ich gehört, dass es schon 5 Jahre sind. Der Frust sollte sich auf die beziehen, die sich weigern, angemessenen Lohn zu bezahlen. Für mich wäre es eine Vollkatastrophe, wenn der Kindergarten streiken würde. Meine Tochter geht GsD noch nicht in den Kindergarten.


Patti1977

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Antwort auf Beitrag von Moehre700

Ich kann keine Betreuung abfangen und hoffe darauf, das Kita auf bleibt. Verglichen mit anderen ArbeitsBedingungen und Löhnen, nunja, ich finde es schon etwas zu viel des Guten. Zumal man auch Feiertage und Brückentage abfangen muss als Mutter. Ich muss unbezahlt freinehmen für Lohn anderer. Schon ärgerlich. Aber nicht zu ändern.


Moehre700

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Antwort auf Beitrag von Patti1977

Ach so. Verstehe. Deine eigenen Probleme sind natürlich wichtiger als die langfristige Verbesserung der Bedingungen in Kitas. Übrigens auch für Dein Kind. Wieso immer die Fixierung auf Lohnerhöhungen? Alle Erzieherinnen, die ich kenne haben diesen Beruf aus purem Idealismus gewählt. es geht ihnen zwar auch, aber bei weitem nicht nur ums Geld.


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Antwort auf Beitrag von Patti1977

Feiertage hat man doch meist selbst frei, oder? Und wenn der AG keine Brückentage mitmacht, hat unsere Kita IMMER Notgruppen in petto gehabt. Selbst die Sommerferien konnten bei uns im Bedarfsfall komplett abgedeckt werden. Kostet natürlich, aber wofür arbeitet man schließlich?


sweetbelly

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Hier gibt es lediglich für die 3 wochen im sommer eine notfallgruppe in einem anderen. Kostet schlappe 150 euro, zusätzlich zu den sowieso schon hohen Kosten. Das kann nicht jede/r leisten und bei uns waren bisher immer alle brückentage geschlossen. Ich kann es wirklich verstehen, dass erziehereinnen mehr lohn fordern man sollte aber all die anderen berufe, die ebenfalls mies, teilweise noch mieser bezahlt werden, vergessen.


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Antwort auf Beitrag von sweetbelly

Das ist KEIN Argument! Erzieherinnen können NICHTS für die Ausbeutung anderer Arbeitnehmer. Dann müssen eben die Friseusen auch hinschmeißen und die Leute im Hippielook rumlaufen lassen...


taram

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Antwort auf Beitrag von sweetbelly

Eine Bekannte von mir ...erst mit 24 Ausbildung zur Verkäuferin gemacht mit Einzelhandelskaufmann ...bekommt jetzt 9 Euro die Stunde - die ungelernten 8,50 - da fragt man sich schon....


Moehre700

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Antwort auf Beitrag von sweetbelly

Und was schlägst Du vor? Briefe schreiben, nett Bittebitte sagen...?


Moehre700

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Antwort auf Beitrag von taram

Weil andere auch ausgebeutet werden dürfen sich Erzieherinnen nicht beklagen? Und nochmal: Es geht nicht nur um mehr Geld für die Erzieherinnen!


taram

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Antwort auf Beitrag von Moehre700

Ich finde die Streiks gut, mein Traum, jeder in Deutschland bleibt ein Tag der Arbeit fern...ohne uns geht nämlich gar nichts.


Patti1977

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Antwort auf Beitrag von Moehre700

Nunja, wenn man selbst dann ohne Lohn Zuhause sitzt, dann sieht man das anders. Und ich kann nicht sagen, dass unsere Kita schlecht ausgestattet ist. Weder vom Personal noch von der Einrichtung. Klar, es gibt immer Verbesserungen aber wer zahlt meinem Kind in der Zeit das Essen? Verdi?


Patti1977

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Antwort auf Beitrag von Moehre700

Wie du geschrieben hast: für jemand, den es nicht betrifft, ist es durchaus okay.


Enjay79

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Antwort auf Beitrag von Patti1977

Nein, aber vielleicht die, die dafür verantwortlich dafür sind, mehr Geld für eine gute Betreuung zu zahlen. Darauf sollte sich dein Frust beziehen. Vielleicht mal über den Tellerrand hinaus schauen vielleicht und nicht nur auf das verlassen, dass deiner Meinung nach in Ordnung zu sein scheint. Wie oben schon gesagt, wäre es für mich auch eine Katastrophe, aber warum sollen die Erzieherinnen sich damit zufrieden geben, wenn der Lohn nicht mehr entsprechend den Anforderungen des Berufs gezahlt wird. Fändest du das in deinem Job in Ordnung?


Patti1977

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Antwort auf Beitrag von Enjay79

Das sind zwei verschiedene Dinge. Das man streiken kann und will, das ist die eine. Andere deswegen ohne Lohn im Regen stehen zu lassen, die null an der Situation ändern können und durch ihre Kinder dafür sorgen, dass sie überhaupt Arbeit haben, eine andere. Frust habe ich null. Ich kann es ja eh nicht ändern im Fall des Falles. Also bitte neutral lesen.


Enjay79

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Eben! Wenn Friseurinnen, Hotelfachfrauen usw. die Möglichkeit hätten, dann würden die das machen. Haben sie aber leider nicht. Ver.di macht es aber möglich und es ist auch gut so, dass sich eine Gewerkschaft dafür einsetzt.


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Antwort auf Beitrag von Patti1977

Natürlich ändert sich dadurch was! Der Unmut wird doch direkt weitergegeben. Die AGs schmerzt es doch auch, wenn Arbeit liegenbleibt! Streik ist nunmal das einzige probate Mittel im Arbeitskampf, und viele Menschen sind für dieses Recht wie Verbrecher behandelt worden und gestorben! Ziel ist es, einen fairen Kompromiss zu erzielen! Wenn ein Streik niemanden tangieren würde, könnte man es sich sparen. Aber wie kriegt man die Gegenseite DANN zu Verhandlungen?


Enjay79

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Antwort auf Beitrag von Patti1977

Ja, aber wer lässt denn die anderen ohne Lohn im Regen stehen? Ja wie man ja sieht, die bösen Erzieherinnen, weil die streiken, anstatt zu arbeiten, aber da muss man genau hinschauen, warum und wer das ändern kann. Die sind es nämlich, die nicht einlenken und die Streiks nicht enden lassen. Ist ja nicht so, als ob die Forderungen völlig überzogen sind und jeder sich fragt, was die sich denn bloß einbilden. Ohne Streik würde sich erst recht nichts ändern. Na, so locker wie du schreibst, siehst du es anscheinendaber aber auch nicht, sonst wäre es dir egal. Ist es aber augenscheinlich nicht.


Moehre700

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Antwort auf Beitrag von Patti1977

Und wenn jeder an sich denkt ist ja auch an alle gedacht.


Moehre700

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Antwort auf Beitrag von Patti1977

Oder nur um Eure Kita. Schön, das bei Euch alles in Ordnung ist. Woanders aber nicht, Wenn Kinder nicht mehr gut ausgebildet werden, und das fängt in der Kita ahn, dort werden die Weichengelegt!, dann werden aus ihnen auch keine Menschen, die mal in Lohn und Brot stehen. Die Gefahr ist zumindest hoch. Und wer zahlt dann Sozialbeiträge? Und Renten? Und Steuern? Wenn jeder an sich denkt ist ja an alle gedacht.


Moehre700

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Antwort auf Beitrag von Patti1977

Ernsthaft...? Wenn man nicht versucht, etwas zu ändern, dann hat man auf jeden Fall verloren. Du alleine kannst vielleicht nichts ändern, aber wer oder was hindert Dich denn, Dich einzusetzen und zu engagieren? Wenn gestreikt wird demonstriere mit. es gibt so viele Möglichkeiten. Wenn in Deinem Job miese Bedingungen herrschen, wie sieht es dann aus?


Moehre700

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sweetbelly

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Hab nie behauptet, dass das ein "Argument" wäre, sondern nur, dass es anderen eben schlechter geht.


Johanna3

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Antwort auf Beitrag von sweetbelly

Das es Berufe gibt in denen man noch weniger verdient ist Erziehetinnen klar. Warum extra in diesem Thread darauf hinweisen?


sweetbelly

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Antwort auf Beitrag von Johanna3

Weil ich es wichtig finde, dass auch andere menschen gute arbeit für einen miesen lohn leisten. Das öffnet manchen, die den streik für doof halten vielleicht die augen?!


sweetbelly

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Antwort auf Beitrag von Johanna3

Weil ich es wichtig finde, dass auch andere menschen gute arbeit für einen miesen lohn leisten. Das öffnet manchen, die den streik für doof halten vielleicht die augen?!


sweetbelly

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Antwort auf Beitrag von Johanna3

Weil ich es wichtig finde, dass auch andere menschen gute arbeit für einen miesen lohn leisten. Das öffnet manchen, die den streik für doof halten vielleicht die augen?!


Johanna3

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Antwort auf Beitrag von sweetbelly

Du findest es wichtig, dass auch andere Menschen GUTE ARBEIT für einen MIESEN LOHN leisten? Echt?


sweetbelly

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Antwort auf Beitrag von Johanna3

*zu erwähnen* Findest du dich eigentlich witzig? Ich finde deine art zu diskutieren ehrlich nur nervig. Du siehst nur deine seite und willst nichts anderes sehen/verstehen. Es gibt aber eben immer zwei oder mehrere seiten.


Johanna3

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Antwort auf Beitrag von sweetbelly

Witzig finde ich meine Beiträge nicht, nein. Du deine vielleicht?


kati1976

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Antwort auf Beitrag von Moehre700

Unser Kiga hat erst einmal gestreikt für 3 Stunden. Aber ich vermute das auch hier noch was kommt. Da ich noch in Elternzeit bin stört es mich nicht, ich kann alle verstehen die ein Betreuungsproblem haben und sauer über die Streiks sind. Ich hoffe das die Streiks nicht zu lange dauern. Aber was würde ein Streik bringen, wenn es keinen stören würde. Auch wenn es für viele Probleme bringt. Ich hoffe das bei uns endlich der Betreuungsschlüssel geändert wird, zur Zeit sind hier in einer Gruppe 18-19 Kinder bei 1 Erzieherin. Allerdings ist bei uns sonst alles super. Keine Sommerferien, Brücketage auf , 6:00-17:30 Uhr geöffnet, groß und hell und modern eingerichtet


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Antwort auf Beitrag von kati1976

welches Bundesland hat diesen Betreuungsschlüssel? Gerne per PN


kati1976

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Mecklenburg Vorpommern


Kater Keks

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Antwort auf Beitrag von Moehre700

Gilt das auch für Schulen?


Johanna3

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http://www.focus.de/finanzen/news/tarifkonflikt-bei-erziehern-staedtischen-kitas-droht-dauerstreik_id_4643556.html Erst den Verhandlungsweg ausschöpfen um Elster und Kinder (!) nicht zu belasten? Am besten solange mit den Verhandlungen scheitern, bis das neue Kitajahr beginnt. Um sich anschließend vorwerfen zu lassen, dass man doch nicht in der sensiblen Zeit der Eingewöhnung streiken könne......


Moehre700

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Antwort auf Beitrag von Johanna3

Um Missverständnisse zu vermeiden: was genau meinst Du?


Johanna3

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Antwort auf Beitrag von Moehre700

Dass diejenigen, die einen Streik verhindern wollen auch einen späteren Zeitpunkt für unpassend halten werden (im Bezug auf den von mir gesetzten Link)


leaelk

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Antwort auf Beitrag von Johanna3

.... sie zu Lasten der Schwächsten, nämlich der Kinder gehen und zu Lasten der berufstätigen Eltern. Das ist meiner Meinung nach der falsche Weg! Ja, im sozialen Bereich wird nicht angemessen entlohnt, aber das wird sich durch diese Streiks auch nicht ändern und die Bildungsweichen, die werden nicht in der Kita gestellt, sondern im Elternhaus.......


Johanna3

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Antwort auf Beitrag von leaelk

Was wäre denn deiner Ansicht nach der richtige Weg? Kinder verbringen bis zu 10 Stunden im Kiga, da finde ich nicht, dass der Kiga mit "Bildungsweichen" wenig zu tun hat.


leaelk

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Antwort auf Beitrag von Johanna3

Ich habe ja nicht gesagt, dass der Kindergarten, mit der Bildung gar nichts zu tun hat und trotzdem haben die Kinder, die nicht auch zu Hause angemessen unterstützt und gefördert werden, deutlich schlechtere Chancen. Das ist einfach so. Und ich spreche da aus eigener beruflicher Erfahrung als Sozialarbeiterin. Ich finde einfach, wenn man für oder mit Menschen arbeitet, dann kann man nicht auf deren Rücken und zu deren Lasten eigene Ziele durchsetzen. Finde ich ganz persönlich nicht in Ordnung, denn ich habe eine Verpflichtung den Menschen gegenüber, für die ich arbeite. Es muss zumindest dafür gesorgt werden, dass alle die Kinder betreut werden können, deren Eltern berufstätig sind. Die Eltern können ebenso wie die Kinder nichts dafür.


wolke76

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Antwort auf Beitrag von leaelk

Das sehe ich ähnlich. Eine Patentlösung weiß ich nicht. Die wird es auch nicht geben.


Johanna3

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Antwort auf Beitrag von leaelk

Ich habe auch nicht geschrieben, dass du das behauptet hättest, sondern nur das der Kiga immer größeren Anteil an der "Weichenstellung" nimmt. Es gibt kaum Eltern von Kigakindern die NICHT berufstätig sind. Notgruppen verlieren ihren Sinn wenn nahezu alle Kinder angemeldet werden. Ein Streik würde so sinnlos werden bzw. mangels anderer Betreuungsmöglichkeiten sinnlos sein.


leaelk

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Antwort auf Beitrag von Johanna3

Dann muss man andere Wege wählen, denn die Kinder können nichts für die Bezahlung ihrer Betreuer und deren Eltern auch nicht. Und viele Eltern sind auf ihren Job angewiesen und die streikenden Kindergärten nehmen in Kauf, dass Eltern dadurch ihre Arbeit verlieren -- ziemlich egoistisch, oder? Ich finde einfach, dass man das nicht auf Kosten der Schwächsten durchsetzen kann.


Johanna3

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Antwort auf Beitrag von leaelk

Findest du es dann auch egoistisch wenn Erzieherinnen kündigen um als Ungelernte in einem branchenfremden Betrieb mehr zu verdienen? Ich kenne einige die das getan haben.


Johanna3

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Antwort auf Beitrag von leaelk

Findest du es dann auch egoistisch wenn Erzieherinnen kündigen um als Ungelernte in einem branchenfremden Betrieb mehr zu verdienen? Ich kenne einige die das getan haben.


leaelk

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Antwort auf Beitrag von Johanna3

Nein, ich finde es nicht egoistisch, wenn Erzieherinnen kündigen, um in anderen Branchen mehr zu verdienen -- das ist ihr gutes Recht!


Johanna3

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Aus diesem Grund laufen aber auch Einrichtungen auf Sparflamme. Der Fachkräftemangel verschlimmert sich, wegen der miesen Bezahlung. In andere Gruppen kommen immer mehr Kinder - bis die Erzieher entnervt kündigen. Und wenn die Kinder keine Plätze bekommen, weil nicht genug Leute diesen Job machen wollen, geschieht dies doch auch auf dem Rücken der Eltern.


Moehre700

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Antwort auf Beitrag von leaelk

....nur mal am rande bemerkt. Übrigens: Die Kinder leiden deutlich mehr und deutlich länger, wenn sich an den Zuständen in Kitas (Betreuungsschlüssel etc.) nicht endlich etwas ändert! Zu geringe Bezahlung der Erzieherinnen ist doch nur ein kleines Teil des Problems.


leaelk

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Antwort auf Beitrag von Moehre700

An dem Problem werden die Kita Streiks auch nichts ändern und wenn ich nicht zur Arbeit komme, dann hat mein Arbeitgeber ein riesiges Problem und ich garantiere Dir, dass der dann einen Grund findet für eine Kündigung. Wer will schon unzuverlässige Mitarbeiterinnen, die wegen fehlender Kinderbetreuung ausfallen? Nein, ihr könnt noch so viel reden -- ich finde diese Art der Streiks absolut nicht in Ordnung und ihr werdet mich nicht vom Gegenteil überzeugen.


leaelk

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Antwort auf Beitrag von leaelk

Ach übrigens -- ich bin von den Kita Streiks persönlich übrigens nicht betroffen, weil ich schon lange keine Kita-Kinder mehr habe. Meine Meinung beruht somit nicht auf meiner persönlichen Betroffenheit, sondern auf meinem Verständnis von "Arbeit mit und für Menschen" und da finde ich persönlich diese Streiks nicht angemessen. Das sich in vielen Bereichen in Deutschland DRINGEND etwas ändern muss, dass sehe ich allerdings auch so, aber ich persönlich bin überzeugt davon, dass man das auf diesem Weg nicht durchsetzen kann


Johanna3

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Antwort auf Beitrag von leaelk

Ich bin davon überzeugt, dass dies die einzige Möglichkeit ist um langfristig etwas zu verändern. Werden Erzieherinnen weiterhin so mies bezahlt, werden immer weniger Erzieherinnen nachrücken. Was letztlich dazu führt, dass ebenfalls Menschen arbeitslos werden, da keine Betreuungsplätze vorhanden sind. Da nützt auch der Rechtsanspruch nichts. Es gibt leerstehende Gruppen, ja sogar einige Einrichtungen, denen nur noch eines fehlt: Personal!


leaelk

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Antwort auf Beitrag von Johanna3

Liebe Johanna, Du liest dich unheimlich frustriert und demotiviert und so als ob Dein Job keine Berufung, sondern eher eine lästige Pflichterfüllung für Dich ist. Schade! Ich habe in den letzten Tagen immer wieder den Satz: "Augen auf bei der Jobwahl" im Kopf, wenn ich Dich lese. Zum Glück gibt es noch viele Sozialarbeiter und Erzieher, die ihren Job als Berufung sehen und mit Herzblut ausführen. Die aus vollem Herzen für und mit den Menschen arbeiten.


Johanna3

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Liebe laelk, Ich bin von den Streiks nicht betroffen, da ich diesbezüglich erreicht habe was ich wollte. Mir macht es jedenfalls Freude in meiner Gruppe zu arbeiten. Ein Bürojob hingegen würde mich wirklich frustrierten. Aber man kann auch ohne persönliche Betroffenheit schreiben. Ich schrieb ja bereits, dass bereits jetzt zahlreiche Gruppen leerstehen. Ein Problem, welches man mit besserer Bezahlung beheben könnte. Anmeldungen gibt es genug. Ob diese Eltern weniger leiden?


Johanna3

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Antwort auf Beitrag von leaelk

Liebe laelk, Ich bin von den Streiks nicht betroffen, da ich diesbezüglich erreicht habe was ich wollte. Mir macht es jedenfalls Freude in meiner Gruppe zu arbeiten. Ein Bürojob hingegen würde mich wirklich frustrierten. Aber man kann auch ohne persönliche Betroffenheit schreiben. Ich schrieb ja bereits, dass bereits jetzt zahlreiche Gruppen leerstehen. Ein Problem, welches man mit besserer Bezahlung beheben könnte. Anmeldungen gibt es genug. Ob diese Eltern weniger leiden?