Beere97
Boa war ich geschockt heute!! Ich habe heute eine alte Freundin von mirgetroffen ihr Sohn ist fast 3 Jahre alt. Wir waren ungefähr 2 std auf dem Spielplatz und es war einfach wirklich horror. Er hat nur gemeckert, geweint, sich auf den Boden geschmissen, weil seine mama keine Süßigkeiten mitgenommen hat. Er war nicht grad höflich (aber da drück ich noch ein Auge zu schließlich ist er noch klein). Meine Freundin hat mir wirklich leid getan! Sie ist jedes mal knallrot geworden, weil alle immer zu uns geschaut haben. Jetzt habe ich wirklich Angst, dass meine Tochter auch so wird. Sie meinte sie war von Anfang an inkonsequent und gibt immer zu schnell nach und selbst wenn sie es jetzt was ändern möchte, trifft sie nur auf Taube Ohren. Meine Tochter ist erst 9 Monate aber ab wann sollte man langsam und liebevoll, anfangen einem Kind Grenzen zu setzen? Und wie und was?
Von Anfang an
Und welche Grenzen und Regeln wissen immer nur die Eltern selbst.
Das Kind kommt schon in eine bestehende Gemeinschaft, mit bestehenden Regeln und Grenzen. In jeder Familie sind es andere, aber die sollten in der Regel für alle Mitglieder gelten.
Du wirst selbst wissen ab wann es angebracht ist. Wie deine Freundin gesagt hat, sie hat von Anfang an alles durchgehen lassen und war inkonsequent. Im jungen Babyalter spricht man noch nicht von durchgehen lassen, aber sobald man merkt okay das Kind versteht und reagiert ist es Zeit Grenzen zu setzen, bzw. konsequent zu sein. Und übrigens bei deiner Freundin ist auch noch nicht Hopfen und Malz verloren. Das Kind ist erst 3. Das problem wird einfach sein, dass deine inkonsequente Freundin wahrscheinlich jetzt nicht damit anfangen wird konsequent zu sein und es deswegen für sie leichter ist zu sagen, sie trifft auf taube Ohren.
Hallo, unser Sohn hat von Anfang an Grenzen gesetzt bekommen und liebevolle Konsequenzen erfahren, aber er ist nach Deiner Beschreibung auch ein Tyrann. Wir nennen es willensstark. Üblicherweise klappt es ganz gut mit ihm, wenn wir nicht da oder nicht so präsent sind (Betreuung durch die Großeltern, Spielen mit Freunden, Spazieren gehen im Dorf), da gilt er als "gut erzogen". Viele Grüße
Das sind, so wie deine Freundin zugegeben hat, oft selbst gemachte Leiden. Zu inkonsequent gewesen. Und das oft vom Anfang an. Aus welchem Beweggrund auch immer. Die Enkelin unser Nachbarn ist auch so. Hat aber von Anfang nie Grenzen kennen gelernt. Unsere Tochter und sie sind nur 6 Wochen auseinander, deshalb habe ich da den direkten Vergleich. -sie will immer alles haben, was die andere hat. Unsere hat dann oft irbendwann nachgegeben. Wenn doch mal nicht, ist sie richtig ausgetickt, mit kreischen, dass man meint die Fenster zerspringen gleich, dann hieß es sofort "dann muss Mama die wohl auch mal so was kaufen." Eine Woche später war es da. -beim schwimmen auf dem Weg zur Halle und zurück wollte sie grundsätzlich immer das, was gerade nicht war: saß sie in der Karre, wollte sie laufen, lief sie, wollte sie sitzen. Und dann -dieses ständige Weggerenne. Und da verstehe ich keinen Spaß! Meine Tochter hat zu hören und nicht auf einem Parkplatz voller Autos wegzurennen und zwischen den Autos durch!! Hat sie ständig gemacht. Mama hinterher gelaufen. Dann wieder auf den Bodengewerfe, Getrampel, Geschrei. Mittlerweile will nicht mal der Opa auf sie aufpassen "nein! Die läuft ja immer weg!" Hab ich selbst mitbekommen. -sie kletterte überall rauf, Stühle Tische, Schränke. Ein nein akzeptierte sie nicht. Fiel aber auch ständig und hatte ständig blaue Flecken am Kopf. -lief hier ständig mit Matschstiefeln rein und raus und hüpfte damit im Bett herum. Nachvh dem 3. Mal bitten hintereinander hab ich sie mit zorniger Stimme beiseite genommen und ihr erklärt, dass ich das nicht möchte und sie sonst nach Hause gehen muss. Da guckte sie mich total verdattert an, ratter ratter. Weil sie es nicht gewohnt ist zurechtgewiesen zu werden. -schnell war sie leider auch verzogen, dass ein zusammenspielen meiner Meinung nach auch nicht mehr klappte irgendwann. Sie war vorher ein paar Mal auch alleine zu spielen hingegangen. Im Nachhinein frage ich mich, ob es wohl immer so war. Vorher war es schon nicht einfach. Aber ein Tag besonders. Alles nahm sie meiner Tochter weg mit den Worten "das darfst du nicht." "Das ist zu teuer". Sie spielte mit Knete, meine Tochter durfte nicht mitmachen und nur zuschauen. Meine Tochter ging dann Irgendwann alleine ins Spielzimmer und fing an mit den Puppen zu spielen. Sie hinterher, nein die Puppen dürfe sie nicht anfassen. "Komm wir gehen wieder Knete spielen." Meine Tochter sich naiverweise gefreut und hingelaufen. Dort angekommen, hat sie sie wieder angeschnauzt, sie dürfe ihre Knete nicht anfassen. Bis ich gesagt hab, wenn sie hier nichts anfassen darf, dann können wir ja auch gehen. Die Mutter und Oma saßen die ganze Zeit nur da mit den lachenden Worten "ach die beiden immer." Das war das letzte Mal, dass wir sie extra zum Spielen besucht haben. Das ist nun etwas über ein Jahr her. Mittlerweile sind die beiden seit letztem Jahr im Kindergarten. Zu meinem ersten Frust auch in der gleichen Gruppe. Aber meine Tochter hat sich selbständig andere Freunde gesucht. Da bin ich sehr froh drüber. An dem anderen Mädchen zeigt sie mittlerweile kaum mehr Interesse. Und kann mittlerweile auch benennen, wieso. Mehrmals bekam ich mit, wie die Mutter beim abholen beiseite genommen wurde mit dem Hinweis, dass das Kind in der Kita schon hören und gehorchen müsste, wenn die Erzieherinnen was zu ihr sagen! Da lächelte die Mutter immer nur "hmmmm ähm ja genau." Keine Ahnung ob sie es gerafft hat, ob es ihr peinlich war. Ich hätte mich in Grund und Boden geschämt! Sowieso war die ganze Zeit Fremdschämen angesagt, wenn ich mit den beiden los war. Bin dann immer schon vor mit meiner Tochter und habe am Auto gewartet. Klar kann so was wie die Trotzphase auch extrem aus der Bahn werfen, aber deine Freundin sagt esa ja selbst, sie war zu nachgiebig. Das ist dann diese schöne "Antiauthoritäre Erziehung". Leider bedeutet das in der Praxis meistens GAR keine Erziehung. Und das war mit diesem Erziehungsansatz definitiv nicht gemeint.
Meine zwei Kinder sind ganz brav und wenn ich deutlicher werde, fließen Tränen. Mein drittes Kind, ist da wirklich ganz anders. Ich war beim HNO, weil ich dachte, er hört nichts. Nichts funktioniert ohne Sanktionsandrohnung, er schreit viel, ist laut und ärgert gerne andere. Ich bin strenger zu ihm als zu den anderen. Aber er testet sehr gerne seine Grenzen aus.
Ich fürchte das ist auch einfach Typ-Sache..
Ich habe zwei Kinder und trotz gleichem Umgang unterscheiden sie sich wie Tag und Nacht.
Nummer eins war schon immer recht fordernd während Kind zwei immer recht umgänglich war.
also grundsätzlich sind alle dreijährigen sporadisch tyrannen. weil sie in der autonomiephase stecken, weil sie sich noch in empathie üben und weil "ich" und "meins" auf der entwicklunsgskala ganz oben stehen außerdem ist es typabhängig, ob sie leichter zu "führen" sind oder eher jede grenze testen müssen, auf die sie stoßen. dazu sind dreijährige die müde, hungrig, überfordet oder einfach nur 3 jahre alt sind nörgelig, schreien, sind pampig und gelegentlich sogar "aggressiv" und egal ob man inkonsequent oder immer straight war, dreijährige neigen dazu, erwachsene gerne zu "überhören". inkonsequenz macht es nciht besser, aber dreijährige lassen sich natürlich noch erziehen. eine momentaufnahme auf dem spielplatz ist jedoch nicht zwingend ein zeichen für "schlechte erziehung" alles ganz normal, alles eine phase, und es kommen noch mehr (phasen, peinliche zeiten, momente, in denen man gerne ein taxi zum kinderheim bestellen will :-) ) was den beginn der erziehung angeht: das machen erwachsene automatisch von anfang an, im guten wie im schlechten..und regeln/grenzen setzen starten da, wo die eigene persönliche grenze ist LG
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