Elternforum Rund ums Baby

Trotzphase?

Trotzphase?

Jade488

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Guten Morgen zusammen, das Verhalten meiner 2,5 Jährigen treibt mich langsam in den Wahnsinn. Alles was man macht oder anbietet ist garantiert falsch, ständig wird genölt oder auch gebrüllt ohne erkennbaren Anlass. Sie klebt permanent an mir und sagt jammernd immerzu nur Mama Mama Mama, aber nicht weiter, was sie möchte. Sie spricht aber schon sehr gut in vollständigen Sätzen. Ich weiß im Moment nicht mehr, wie ich mit ihr umgehen soll, damit es hier wieder etwas friedlicher läuft. Wie gesagt, es ist alles was ich mache verkehrt. Es geht ja schon beim aufstehen los: guten Morgen mein Schatz, hast du gut geschlafen? …nein, kein guter Morgen, bin nicht dein Schatz, geh raus Mama. Und so gehts eben über den Tag weiter. Frühstück kann sie sich aussuchen, Brot oder Müsli, steht es auf dem Tisch: bah, ekelhaft. Anziehen, ein Kampf. Weder ich noch sie selbst, Kleidung selbst aussuchen auch nicht: alles hässlich oder doof. Wir wollen einen Ausflug machen: nein auch nicht, Spielplatz doof, Oma doof, Fahrrad doof, andere Kinder doof. Mag ich nicht, will ich nicht. Ich bin regelmäßig echt kurz davor zu platzen. Unsere Tochter hat nur wenige feste Regeln, wir kümmern uns liebevoll um sie und verbringen viel Zeit zusammen. Sie darf oft selbst Dinge entscheiden. Ist das nur die ganz normale trotzphase? Was kann ich machen, um ihr diese Zeit ein wenig zu erleichtern?


Jade488

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Antwort auf Beitrag von Jade488

Ich stehe hier übrigens gerade mit einem Pfirsich in der Hand, den sie gern zum Frühstück essen wollte…einmal reingebissen, nein Mama, den mag ich nicht den kannst du haben…gibt ihn mir. Eine Sekunde später….Riesen Geschrei, neeeein Mama, du darfst den Pfirsich nicht festhalten, lass ihn los, Geheul Gebrüll. Ist in ihr Zimmer gestapft und schmeißt jetzt Spielzeug durch die Gegend.


jackiedesnoo

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Antwort auf Beitrag von Jade488

1. Ja es ist eine Phase. 2. Mache klare Regeln. Statt sie selbst aussuchen zu lassen, womit sie wohlmöglich mit überfordert ist, halte ihr 2 Alternativen vor. Möchtest du heute das pinke oder das lilane T-Shirt anziehen, Soll ich dir ein Brot machen oder Müsli. Geh auf Augenhöhe. " Du sagst nur Mama, Mama, aber Mama weiss gerade nicht was du willst, willst du mir das in Ruhe erklären" Das hat bei meine 4 Töchter funktioniert.


Caot

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Antwort auf Beitrag von jackiedesnoo

Ich würde, wenn ich etwas sage, nie in der dritten Person reden. Ich bin mir weiterhin nicht sicher, mit 2,5 Jahren, ob das Kind sich erklären kann was es will, wenn es derart selbst verunsichert ist und eigentlich gar nicht weiß, was es will.


sinchen71

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Antwort auf Beitrag von Jade488

Hast du zufällig mein Kind bei dir? Ja es ist die trotzphase und ja es ist nervig, anstrengend und man will am liebsten alles hin werfen mal ordentlich brüllen und den Raum verlassen aber bringt nur nichts. Akzeptieren dass es momentan so ist, die kleinen können nichts dafür, sie hängen halt im Moment zwischen den Stühlen auf der einen Seite sind sie noch klein und brauchte Hilfe auf der anderen Seite wollen sie alles allein machen, selbst entscheiden usw. Zeig ihr nicht den ganzen Kleiderschrank, zeig ihr 2-3 Teile davon darf sie wählen wenn sie davon nichts möchte dann entscheidest du. Bei Frühstück genauso. Wenn unsere kleine mal wieder alles blöd findet und nichts machen will weil ja alles doof sind dann lass ich sie auch mal stehen und sag dann mach doch was allein und wenn du dir überlegt hast was du machen möchtest dann kannst du gern kommen und es mir sagen. Meist kommt sie dann nach 10 minuten und plötzlich ist alles gar nicht mehr so doof. Die dürfen sich auch mal langweilen und auch merken dass sich die Welt nicht nur um sie und ihren Willen dreht. Geh auf Augenhöhe schlage ihr etwas vor und Vorallem rede ruhig mit ihr. Wenn sie jetzt im Zimmer Sachen wirft dann lass sie toben, sie wollte den Pfirsich nicht essen jetzt isst du ihn halt. In dem Fall hat sie einfach Pech gehabt. Aushalten, es kommen wieder andere Zeiten.


Caot

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Antwort auf Beitrag von Jade488

Wenn dein Kind derart an Dir hängt und „Mama, Mama“ ruft, ist es verunsichert. Das kann mit der zunehmenden Autonomie zuzustimmen hängen und das kann verunsichern. Wichtig: ruhig bleiben, gelassen bleiben, authentisch sein, abwarten und da sein. Da sein kann einfach nur umarmen bedeuten, ohne mit nix, nur umarmen. Weiter nicht alles auf die Goldwaage legen, leg den Pfirsich beiseite und mach ein Obstsalat draus. Kommentiere nicht alles was gerade quer läuft. Grundsätzlich helfen klare Ansagen. Geht dein Kind schon in den Kiga? Wenn nicht ist es jetzt Zeit!