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Trennung

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Anni2010

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Hallo zusammen, ich bräuchte mal euren Rat, weil ich es aktuell nicht schaffe mit jemanden den ich kenne darüber zu reden, da es mir total unangenehm ist. Mein Mann und ich sind seit über einem Jahr verheiratet und haben einen gemeinsamen Sohn mit 14 Monaten. Er ist Selbstständig und verdient sehr viel Geld, ihm gehört eigentlich alles die Wohnung, das Auto, die Einrichtung im Großen und ganzen einfach alles, dass bindet er mir auch bei jedem Streit unter die Nase, dass ich von Ihm abhängig bin und das alles seins ist auch der Kinderwaagen mit dem ich fahre etc. Außerdem habe ich ein Pferd das er auch bezahlt. Ich bezahle die Einkäufe und Klamotten etc. Ich selbst habe bevor ich in Elternzeit gegangen bin ein gutes Leben geführt hatte so meine 2000 netto im Monat, jetzt fange ich wieder halbtags an zu arbeiten ab dem 01.05 und verdiene dadurch das ich auch Steuerklasse 5 bin einfach nicht mehr so viel. Und ich will mich Scheiden lassen weis aber nicht wie ich das alles hinbekommen soll die Wohnungen hier kosten ca 900 €warm für 2 Zimmer, wegziehen kann ich ja nicht da es ebenso sein Kind ist. Mein Pferd kann ich auch nicht bezahlen also müssen ich es verkaufen ( was ich nicht übers Herz bringe das sie mich seit 15 Jahren begleitet) ein Auto bräuchte ich, aber wie ? Der Kindergarten ist neben unserem Haus also bräuchte ich eine Wohnung in der Nähe aber das ist alles nicht bezahlbar. Die ganze Einrichtung? Ich bin völlig verzweifelt und weis wirklich nicht mehr was ich machen soll. Unserer Ehevertrag ist so aufgebaut das jeder seins behält und ich auch nicht irgendwas von Ihm oder seinem Vermögen habe kann und das steht mir ja auch gar nicht zu. Aber ja, hat jemand eine ähnliche Situation oder hat ein Rat.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Anni2010

Nach der Scheidung gehst du mWn in die Steuerklasse 4, dein Mann auch. Dein Mann ist dir und dem Kind ggü unterhaltspflichtig. Weiterhin hast du die Möglichkeit auf Zahlung vom Amt für Erstausstattung (teilweise) durch Trennung. Auch bei Pro Familia etc kannst du nachfragen. Zu allem anderen, kann ich nichts sagen. Wir sind nicht verheiratet, verdienen in etwa das Gleiche und keiner kann mehr sagen, was hier wem in der wohnung gehört, da es unsers ist und nicht jedem seines.


Felica

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Nein, nach Scheidung geht es in dir 1 oder in die 2. Je nachdem ob sie dann alleine mit dem Kind lebt.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Felica

Stimmt, sorum war es


Ruto

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Antwort auf Beitrag von Anni2010

Zum Finanziellen kann ich nichts beitragen, aber: "die Wohnungen hier kosten ca 900 €warm für 2 Zimmer, wegziehen kann ich ja nicht da es ebenso sein Kind ist." Doch, kannst du sehr wohl. Der Umgang usw richtet sich nach euer beiden Leben. Wenn du dir keine Wohnung alleinerziehend leisten kannst, steht dir natürlich zu, dir eine preiswertere Wohnung in günstigeren Gegenden zu suchen. Ich hab keinen Einblick in euer Leben, aber ggf gibt es ja Sinn, in die Nähe z.B. deiner Eltern zu ziehen, die dich zumindest anfangs unterstützen können. "Der Kindergarten ist neben unserem Haus" Kindergärten gibt es in ganz Deutschland, und auch in Orten, für die du dir anfangs kein Auto anschaffen musst. Ich weiß natürlich nicht was in eurer Ehe alles vorgefallen ist und wie sicher du dir bist, die Scheidung sofort einreichen zu wollen. Ggf könnte auch erstmal eine Paartherapie eine Idee sein.


Felica

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Antwort auf Beitrag von Ruto

Ja, sie kann umziehen wohin sie will. Das Kind nicht. Für jeden umzug benötigt sie die Zustimmung des Vaters. Oder muss diese notfalls, wenn gute Gründe vorliegen und er sich weigert, gerichtlich erklagen.


Jorinde17

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Hallo, Du zählst viele Scheingründe und Befürchtungen auf, warum Du Dich nicht trennen kannst. Ich denke, da geht es eher um Angst und Bequemlichkeit, als um echte Gründe. Das ist auch nicht schlimm, es ist menschlich und ganz natürlich. Das Alte kann noch so schlecht sein, es bietet Sicherheit. Aber das Glück wohnt nicht da, wo es Sicherheit zu einem üblen Preis gibt, sondern da, wo man sich etwas traut - für sich selbst. Dein Mann muss Eurem Kind und Dir noch Unterhalt zahlen, weil Euer Kind noch so klein ist. Manche Richter sagen, mindestens drei Jahre, viele Gerichte sagen auch, die ersten sieben Jahre. Eurem Kind zahlt er natürlich noch lange Unterhalt, und zwar, bis es seine erste Ausbildung (oder Studium) abgeschlossen hat. Wenn Du so unklug warst, im Ehevertrag einen Unterhaltsverzicht zu unterschreiben, gilt das natürlich nicht. Dann bekommt nur Dein Sohn Unterhalt. Viele Frauen rennen ja offenen Auges ins Verderben, wenn der Mann ihnen so ein Schriftstück vorschlägt. Hoffentlich regelt Euer Vertrag nur das Vermögen Deines Mannes, hebelt aber nicht seine Unterhaltspflicht aus. Du musst natürlich, wenn es Dir ernst sein sollte, einmal zu einem Anwalt für Familienrecht gehen und Dich gut beraten lassen. Du musst unbedingt dort eine Kopie des Ehevertrags mitbringen. Du kannst wichtige Fragen niemals übers Internet klären, dafür ist jede Familien- und Finanzsituation zu speziell. Von diesem Beratungstermin erfährt Dein Mann nichts, er ist außerdem ganz unverbindlich, man muss sich danach nicht trennen. Er ist nur ein erstes Sondieren, wie eine finanzielle Lösung aussehen könnte, und auch alle anderen Ängste und Fragen haben hier Platz. Das Gespräch ist wichtig, denn es kann sehr viel Angst nehmen, weil man erfährt, was einem zusteht und wie der Weg aussehen könnte. Anwälte sind pfiffig und erfahren, Sie finden sehr viele Lösungen, die man selbst noch nicht kannte. Wichtig ist, dass Du Dir nicht selbst einredest, Du könntest Dich nicht trennen. Klar kannst Du. Du musst dann aber sicher auf viel gewohnten Komfort und Luxus verzichten. Du brauchst kein Auto und kein Pferd, die Wohnung muss nicht neben dem Kiga sein, und Du darfst auch wegziehen, sofern es nicht zu weit ist. Letztlich musst Du auf die Frage antworten, was Dir lieber ist: Geld oder Leben. Und wenn Du Dich fürs Geld entscheidest, erzähle Dir selbst nicht das Märchen, es gäbe keinen anderen Weg. Sondern steh dann auch dazu, dass Dir der Komfort lieber ist als das Glück. LG und alles Gute für Dich


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Anni2010

viel schlimmer ist, dass es u.u. fraglich ist, ob dein Kind bei dir bleiben kann..... dagegen ist das Pferd ein klacks!!! betreuungsunterhalt bekämst du eh nur ein jahr, das ist mit dem Ehevertrag schon egal, darauf kannst du dich nicht ausruhen. arbeiten ist angesagt und zwar vz, dann geht´s!


Anni2010

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Warum bitte sollte mein Kind nicht bei mir bleiben können ? Mein noch Mann arbeiten von Montag bis Samstag von morgens bis abends bei Ihm wird das Kind sicher nicht bleiben das will er auch nicht. Mein Pferd steht immer hinter meinem Kind, dass ist doch wohl logisch.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Anni2010

Das verstehe ich auch nicht?? Warum sollte das Kind nicht bei der Mutter bleiben können??


Mitglied inaktiv

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Ggf hat der vater interesse daran, das aufenthaltsbestimmungsrecht für sein kind zu beantragen? Das ist höchst modern und auch höchst angesehen bei richtern... Gerade bestverdiener wollen das auch bleiben und sparen sich gerne den unterhalt. Mir wär/war geld, gaul und auto schnurz, hauptsache ich habe mein kind bei mir.... DAS hätte für mich oberste prio.


julilein

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Antwort auf Beitrag von Anni2010

Du hast ja schon ein paar gute Tipps bekommen. Wichtig ist, dass du deinen "Vorlauf" nutzt und dich rechtlich beraten lässt. Insbesondere im Hinblick auf den Ehevertrag, also was rechtlich gilt uns was nicht. Denn auch Vereinbarungen im Ehevertrag können ausgehebelt werden, wenn sie eine unzumutbare Härte darstellen. Außerdem kannst du mit dem Anwalt das genaue Vorgehen einer Trennung besprechen, da gibt es einiges zu beachten, um dich nicht ins Nachteil zu bringen. Es gibt Erstberatungen bei Anwälten zu einem festen Preis und in manchen Städten gibt es eine günstige anwaltliche Beratung in Familienzentren. Wenn du dir mit der Trennung sicher bist, solltest du vor allem schauen, dass du an dich und dein Kind denkst. Meine Erfahrung ist, dass dir keiner dankt, wenn du dem anderen entgegen kommst. Also solltest du alles in Anspruch nehmen, was die rechtlich zusteht. Vom Wechselmodel würde ich in dem Fall auch abraten, da du dann schwieriger Unterhalt für dein Kind einfordern kannst. Du wirst deinen Lebensstandard zurückschrauben müssen, ggf. auch gewisse Dinge finanzieren (z.B. ein Auto). Aber wenn die Beziehung für dich nicht mehr tragbar ist, dann ist es das auch Wert.


Marianna81

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Scheidung plötzlich arm, wie eine Kirchenmaus. Daher: scanne alle wichtigen Unterlagen ein, wie, z.B. Abrechnungen etc.


Mimi987

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Antwort auf Beitrag von Anni2010

Hey Anni, Da die Hälfte von was hier geschrieben wurde nicht stimmt und auch einige Deiner Annahmen wahrscheinlich nicht zutreffen, rate ich Dir dringend zum Anwalt zu gehen und dich richtig beraten zu lassen. Lg und Alles Gute


Felica

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Antwort auf Beitrag von Mimi987

Da unterschreibe ich. Ab zum Anwalt beraten lassen.


Philo

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Antwort auf Beitrag von Anni2010

ich habe 2 Kinder und kein Auto - ein Auto ist nicht nötig. Ansonsten: Termin bei einem Anwalt, Unterlagen kopieren. Dein Mann wird dir im ersten Jahr Unterhalt zahlen müssen, deinem Kind viel länger.


HeyDu!

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Antwort auf Beitrag von Philo

2 x Fehlinfo Zu Behauptung 1: "Ein Auto ist nicht nötig." Kommt auf die Region an, nicht überall gibt es Bus oder Bahn. Ich müsste ohne Auto zur Kita 45 Minuten laufen. Mit einer Vierjährigen und dem Kleinkind von 16 Monaten bräuchte ich wohl mindestens 90 Minuten. Bergauf, bergab... Zu 3: Es gibt einen Ehevertrag, da man den Regelungsinhalt nicht kennt, kann man auch nicht wissen, ob der Mann nur einen einzigen Tag Unterhalt für die Ex-Frau zahlen muss. VG


Philo

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Antwort auf Beitrag von HeyDu!

Da sie umziehen muss, kann sie sich eine Wohnung suchen, bei der ein Auto ggf. überflüssig ist. Man braucht nicht ein Auto, weil man sich vom Mann mit Auto getrennt hat. Ob ein Ehevertrag statthält, wenn dem gemeinsamen Kind kein Unterhalt zugesprochen wird?


Astrid18

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Antwort auf Beitrag von Anni2010

Wenn Ihr Gütertrennung habt (so verstehe ich das), warum in aller Welt akzeptierst Du für Dich die Steuerklasse 5? Wie sollst Du bitte mit Teilzeit eigenes Vermögen aufbauen können? Ich würde an Deiner Stelle sofort zum Anwalt gehen und beim Finanzamt die Steuerklasse ändern lassen.


Atombiene

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Antwort auf Beitrag von Astrid18

DIESE Frage stelle ich mir auch gerade. Warum zum Henker stellt man sich freiwillig noch schlechter, als man dank Ehevertrag ohnehin schon steht. Ich verstehe es einfach nicht. Ich wünsche mir mehr Mut und Selbstbewusstsein. Für alle Frauen dieser Welt.


Feuerschweifin

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Antwort auf Beitrag von Anni2010

Ich verstehe deine Ängste, aber lass dir gesagt sein: Geht nicht gibt's nicht! Deinem Kind steht Unterhalt zu und dir steht die ersten drei Jahre Betreuungsunterhalt zu. Du kannst dein Kind betreuen lassen und Vollzeit arbeiten. Das machen viele Alleinerziehende, und das geht. Natürlich wirst du auf Luxus zunächst verzichten müssen. Pferd wird dann wahrscheinlich nicht mehr drin sein. Aber der Preis dafür, in einer unglücklichen Ehe zu bleiben, ist doch viel höher! Und das nicht nur für dich, sondern auch für dein Kind! Kinder bekommen nämlich sehr wohl mit, wenn die Mama unglücklich ist. Und Kinder bekommen auch mit, dass die Mama zulässt, dass der Vater so mit ihr umgehen darf. Und das prägt das Männer- und Frauenbild deines Kindes, und das definitiv nicht zum positiven. Lass dich persönlich anwaltlich beraten. Es gibt Lösungen, dass du dich trennen und mit deinem Kind ausziehen kannst. Du wirst kein Luxusleben mehr führen können, ABER du wirst mit deinem Kind ein gutes Leben führen können. Das haben schon sooooo viele Frauen vor dir geschafft, und du wirst es auch schaffen. Es gibt genug Unterstützung, du musst dich nur trauen!


memory

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Antwort auf Beitrag von Anni2010

Anwalt finde ich super. Auch würde ich bei DEM MANN niemals in die 5 gehen. Warum auch? Ihm Steurersparnis schenken , von der du nichts hast? Im Leben nicht ...ich war immer in der 4 ...auch in Teilzeit. Und alles gehört ihm ??? Sorry...aber was hast du denn mit den 2000€ Netto vor dem Kind gemacht ? So gemein es klingt aber da wirst du wohl noch bissel ausharren müssen und dich in Ruhe nach bezahlbarer Wohnung ( notfalls mit Zuschuss), Kindergarten und VZ Job umsehen müssen . Manchmal muss man eben in den sauren Apfel beißen, wenn man sich so einen Ehevertag eingehandelt hat und dann noch finanziell kein eigenes Polster hat . Wie gut , dass er eh viel arbeitet und kaum da ist.


NeleTwins2003

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Antwort auf Beitrag von Anni2010

Du hast ja schon sehr viele Ratschläge bekommen und ich würde hier auch in letzter Instanz den Weg zum Anwalt empfehlen, aber was mich viel mehr interessiert ist, warum du nach etwas über 1 Jahr Ehe schon aufgibst bzw. für dich festgestellt hast, dass es scheinbar doch nicht passt!?! Es gab doch sicher einen Grund, warum ihr überhaupt geheiratet habt-im besten Fall aus Liebe oder waren es nur Steuern, das Kind oder ...? Für mich sieht es einfach so aus, dass du den finanziellen Verlust, den du durch die Scheidung möglicherweise haben wirst, viel schlimmer findest als die Tatsache: Trennung vom Partner, keine intakte Familie mehr für euer Kind... Ich weiß ja nicht, warum genau du diese Ehe plötzlich nicht mehr erträgt, aber bis auf wenige schwerwiegende/unverzeihbare Gründe wie z.b Gewalt, Untreue usw. sehe ich es so, dass man über alles miteinander reden kann, bevor man eine Ehe an die Wand fährt. Sollte eine vernünftige Kommunikation zu Zweit nicht funktionieren, so gibt es ja auch andere Stellen (Paartherapie), die hier unterstützen können. Ich finde es halt schade, gerade wenn Kinder im Spiel sind, dass so viele Beziehungen in die Brüche gehen, weil niemand sich die Mühe macht, darum zu kämpfen... Alles Gute!


HeyDu!

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Antwort auf Beitrag von Anni2010

Man wird hier teilweise ein Blödsinn geschrieben. Für mich ist fraglich, wann wurde der Ehevertrag unterzeichnet und bestand da bereits die Schwangerschaft - ggf. ist der Vertrag sittenwidrig. Ansonsten gilt auch bei einer Ehe ohne Ehevertrag, das Vermögen des Mannes oder Frau bleibt des Jenigen Vermögen. Ausgeglichen wird nur der Zugewinn bei Scheidung. Die Eigentumsverhältnisse sind wie sie sind... Krass finde ich ja außerdem, die Länge der Ehe, das alter des Kindes und nun den Scheidungswunsch. Neuer Mann am Start oder warum wirft man sonst so schnell hin?


Port

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Antwort auf Beitrag von HeyDu!

Du schreibst aber auch Blödsinn. Ob für Dich der Vertrag sittenwidrig ist, ist doch völlig unerheblich. Man muss davon ausgehen, dass er vor einem Notar geschlossen wurde und der dürfte wissen, was er tut. Sie schreibt doch selber, dass sie nichts mit in die Ehe gebracht hat, und dass alles von ihm angeschafft wurde. Klar gehört ihr in normalen Verhältnissen auch davon die Hälfte (Zugewinn), aber doch nicht, wenn der Ehevertrag etwas anderes sagt. Und den hat sie blöderweise unterschrieben. Hilft aber alles nichts, denn wir wissen ja nicht, was im Vertrag steht. Sie braucht einen Anwalt und sollte mal in sich gehen, warum eine Ehe nach so kurzer Zeit scheitern muss. So früh die Flinte ins Korn werfen muss schon einen guten Grund haben, gerade auch wenn ein so kleines Kind da ist. Aber über die Gründe käst sie sich ja nicht aus. Die Trauer um den Gaul ist größer....


HeyDu!

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Antwort auf Beitrag von Port

Es geht doch nicht darum ob, der Vertrag für mich sittenwidrig und moralisch verwerflich ist oder nicht. Ich schrieb er ist GGF. sittenwidrig und damit könnte er folglich in Gänze nichtig sein... schon ein entscheidender Hinweis den es zu prüfen gilt. Falls sie zum Zeitpunkt der Unterzeichnung schwanger war, wird der Mann diesen Fakt dem Notar nicht unter die Nase gerieben haben. Sie könnte also unter Druck wegen der Schwangerschaft unterzeichnet haben - so die Argumentationsrichtung. Im Übrigen wäre es nicht das erste Mal das ein Notar ganz genau weiß was er tut und zu Gunsten einer Partei agiert und argumentiert. Würden Notare keine Fehler machen, gäbe es ja keine sittenwidrigen anfechtbaren Eheverträge :-). "Klar gehört ihr in normalen Verhältnissen auch davon die Hälfte (Zugewinn). In deinem zweiten Absatz wirfst Du schon wieder alles durcheinander bzw. bist einfach unwissend. Ich bezog mich auf die Gegebenheiten ohne Ehevertrag. Er kauft in der Ehe ein Auto - es bleibt sein Auto. Ihr würde also auch ohne den Ehevertrag nicht automatisch die Hälfte des Autowertes gehören. Viele Ehepaare glauben diesen Schwachsinn aber dem ist nicht so. Eigentümer ist der Jenige der im Kaufvertrag steht und dem anderen gehört davon gar nichts.


HeyDu!

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Antwort auf Beitrag von HeyDu!

Wenn Du etwas zum Thema Gütergemeinschaft, Gütertrennung und Zugewinngemeinschaft lesen möchtest... https://m.rund-ums-baby.de/recht/Guetertrennung-2_170818.htm Die Kurzfassung von Hubbeldubbel ist in meinen Augen nachvollziehbar, mit Rechtsgrundlage. Es wird auf den Eigentumsaspekt eingegangen.


Port

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Antwort auf Beitrag von HeyDu!

Ich habe geschrieben, dass wir nicht wissen, was im Vertrag steht. Sie braucht einen Anwalt und kein Mutti-Forum.


HeyDu!

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Antwort auf Beitrag von Port

Man nimmt an, das hat sie bereits nach spätestens dem dritten Hinweis: "Anwalt" verstanden ;-). Rein THEORETISCH kann der Ehevertrag auch zu ihren Gunsten sein. Wird er nicht, denn dann würde sie den Regelungsinhalt besser kennen... ----------------- Weitere Anmerkung: Mich erstaunt in vielen Kommentaren hier, dass man die Frau für grundsätzlich naiv darstellt, die blind vor Liebe alles unterschreibt. Ich habe Eheverträge lesen dürfen, da gehen gerade die Unterhaltszahlungen über das Gesetzliche weit hinaus. Da muss die Frau im Scheidungsfall bis zum 12 Lebensjahr keine Minute arbeiten gehen und bekommt vom EX monatlich neben dem Kindesunterhalt genug Geld, sofern sie sich um die Kinder selbst kümmert. Es soll auch Frauen geben, die wissen was sie unterschreiben...


Port

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Antwort auf Beitrag von HeyDu!

Das ist schön, aber leider meistens nicht der Fall. So lange die Liebe noch rosarot und himmelblau ist, ist alles gut. Das dicke Ende kommt leider unvermittelt.


Felica

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Antwort auf Beitrag von HeyDu!

Ist doch schon modern. Wunfdrt mich kaum. Ist halt Arbeit auch mal an der Beziehung zu feilen.


Tini_79

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Antwort auf Beitrag von Anni2010

nur für euer Kind. Im schlimmsten Fall eben H4. Und, deshalb willst du dein Leben wegwerfen, unglücklich sein? Meinst du, du bist dann in einer emotionalen Verfassung, dich gut um dein Kind zu kümmern? In anderen Ländern kann man das vielleicht noch nachvollziehen, aber nicht in Deutschland.


Mehtab

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Antwort auf Beitrag von Anni2010

Ich weiß nicht, was vorgefallen ist in eurer Ehe, aber wenn es irgendwie geht, würde ich erst einmal zu arbeiten anfangen. Allerdings würde ich sofort auf eine Änderung der Steuerklasse bestehen. Dann würde ich auch gleich die Fühler nach einer Wohnung ausstrecken. Auch würde ich mich von einem Fachanwalt beraten lassen, den Ehevertrag gleich mitbringen zur Beratung. Du musst damit rechnen, dass du schon bald, spätestens nach dem dritten Geburtstag deines Kindes mehr als halbtags arbeiten musst, um über die Runden zu kommen. Das mit dem Kind ist auch noch nicht ausgemacht. Der Vater könnte durchaus auf das Wechselmodell bestehen und seine Arbeitszeit anpassen. Man kann hier im Forum nur bestimmte Dinge ansprechen, aber abschließend klären kann man das hier nicht.


Atombiene

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Antwort auf Beitrag von Anni2010

Ich kann dir auch nur folgende Empfehlungen geben: 1. ANWALT ANWALT ANWALT! Lass dich unbedingt beraten. Im Falle der Scheidung geht sowieso nichts ohne Anwalt. Also sei einen Schritt voraus. 2. KOPIEREN! Einige haben es bereits betont und das ist verdammt wichtig. Fertige Kopien an über sämtliches Vermögen, Einnahmen etc. deines Mannes und bringe sie in Sicherheit. 3. Stunden erhöhen. Basta. Dein Kind wird 1,5 Jahre sein, wenn du zu arbeiten anfängst. Da darf es ruhig mehr als lediglich halbtags sein und dann dürfte es auch kein Problem mit der Wohnung geben. Auch ohne Trennungsunterhalt. Lerne selbständig für dich zu sorgen und wenn dir das Geld zu wenig ist, ja dann bilde dich entsprechend fort und sattel um. Es wird schon. Du schaffst es, so wie Millionen andere Frauen es vor dir ebenfalls geschafft haben.


Astrid18

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Antwort auf Beitrag von Atombiene

Wobei nach so kurzer Ehe kaum Zugewinn da sein dürfte; also auch wenn er nicht ausgeschlossen sein sollte, ist nach ein bis drei Jahren wohl kaum ein relevanter Wertzuwachs erfolgt. Meiner Meinung nach könnte der Trennungsunterhalt das spannendste sein. Dann empfiehlt es sich, die Scheidung möglichst lange hinaus zu ziehen.


Finale

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Antwort auf Beitrag von Atombiene

Niemals wuerde ich vor einer Trennung Stunden erhöhen sondern unbedingt daran festhalten, dass man Beugsperson Nummer 1 fürs Kind ist. Ich wuerde aber sofort die Lohnsteuerklasse wechseln.


Atombiene

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Antwort auf Beitrag von Finale

Das ist doch Blödsinn. Sie kann sich keine eigene Wohnung leisten, wie soll sie da überhaupt für das gemeinsame Kind sorgen können und sich tatsächlich von ihrem Mann trennen. Meinst du, darauf schauen die Gerichte nicht? Es ist wichtig, unabhängig zu bleiben und auf eigenen Beinen zu stehen. Mal abgesehen davon, dass heutzutage auch Vollzeit-Vätern das Wechselmodell zugesprochen wird. Dafür gibt es doch die Betreuungseinrichtungen.


Schniesenase

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Antwort auf Beitrag von Anni2010

Hallo Anni, zunächst einmal scheint es mir, als wärest Du voll in die Falle, den goldenen Käfig getappt. Wenn das der Fall ist und Deine Ehe ein Irrtum, dann wären verschiedene Dinge zu klären und zu sichten, damit Du am Ende nicht dumm dastehst und er fein raus ist. Hier geht es auch um Gerechtigkeit. Das weißt Du mittlerweile, dass ein Ehevertrag großer Unsinn ist, für die Frauen in der Regel von Nachteil. Man macht das gewöhnlich, wenn eine Firma dahinter steht, die, ohne Ehevertrag, bei Scheidung sozusagen kaputt gehen könnte, weil wer immer zugeheiratet hat, davon profitieren will, aus der Firma Kapital zu schlagen. Also nimmt man die Firma und die damit verbundenen Werte quasi aus der Zugewinngemeinschaft heraus. In der Tat stimme ich zu, dass zu prüfen ist, ob Euer Ehevertrag sittenwidrig ist. Es hört sich fast so an, wenn man bedenkt, dass Ihr fast zeitgleich mit dem Beginn der Schwangerschaft geheiratet habt. Um das - und andere Aspekte - zu prüfen, musst Du unbedingt zu einem Anwalt gehen. Ein Beratungsgespräch macht Dich nicht arm, sondern klug, und es stärkt Deine Position innerlich, weil das Gefühl der Ohnmacht weniger wird, wenn Du verstehst, dass Du Rechte hast und nicht mittellos sein wirst. Es wäre fatal, wenn Du das nicht umgehend angehen würdest, mit Kopie des Ehevertrags in der Tasche, um diesen auf Herz und Nieren zu prüfen. Ansonsten geht normalerweise alles, was für das Kind angeschafft wurde, auch mit dem Kind - normalerweise. Ich würde auch dahingehend raten, dass du erst einmal sondierst und so lange die Füße einigermaßen stillhältst, bis Du weißt, woran Du bist. Allerdings kannst Du Deine Steuerklasse mal dringend ändern lassen. Dazu brauchst Du keine Zustimmung Deines Mannes. Du kannst es ihm mitteilen, dass Du es so machen wirst, um etwas unabhängiger zu sein. Am Ende des Jahres bekommt er ja das mehr gezahlte Geld eh wieder, macht also keinen Verlust. Das Mitleid hält sich dann in Grenzen. Ja, und in der Tat solltest Du genau prüfen, was er einnimmt, ggf. Steuererklärungen etc. kopieren und sichern. Selbstständige können da viel tricksen, und am Ende bekommst Du weniger Unterhalt etc. Alles schon vielfach geschehen... Das Pferd: Vielleicht kennst Du jemanden, wo das Pferd erst mal unterkommen kann. Eine Pferdefreundin, die es versorgt und bewegt und ggf. selbst auch was davon hätte oder so. Eine Freundin von mir hatte nach der Scheidung Haus und zwei Pferde nebst zwei (allerdings nicht mehr so jungen) Kindern und Hund zu versorgen. Sie hat sehr (!) sparsam gelebt und mehr gearbeitet, und sie hat es hinbekommen. Sie ist viel glücklicher als vorher. Dein Mann kann offensichtlich sehr gut für sich sorgen. Da er nicht gut für Dich sorgt, wirst Du das selbst tun müssen. Ohne einen guten Anwalt wird das nicht gehen. Such Dir einen! Alles Gute! VG Sileick


Anni2010

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Antwort auf Beitrag von Schniesenase

Erstmal möchte ich mich für die ganzen Antworten bedanken. Die Heirat war in der Schwangerschaft ich war bereis im 8 Monat. Mein Mann hat eine eigen Firma. Im Ehevertrag ist der Zugewinn ausgeschlossen, in meiner Elternzeit bezahlt er in meine private Altersversorge ein und ist mir gegenüber auch Unterhaltspflichtig bei der Scheidung. Nach einem langen Gespräch gestern haben wir beschlossen in eine Therapie zu gehen. Jedoch werde ich auch euren Rat hören ins kopieren aller seine Vermögenswerte machen auch habe ich am Freitag einen Termin beim Anwalt damit ich es für die Zukunft einfach weis was da auf mich zukommt und nicht bei jedem Streit in völlige Panik verfalle. Danke für die Mühe eurerseits.


HeyDu!

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Antwort auf Beitrag von Anni2010

Dann besprich mit dem Anwalt die Anfechtung des Ehevertrages! Du warst schwanger und somit unter Druck bei Unterzeichnung.


Schniesenase

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Antwort auf Beitrag von Anni2010

Hallo Anni, dann sieht es für Dich ja nicht gar so schlecht aus. Hier gibt es keinen Grund zur Panik. Ich stimme HeyDu zu. Sprich mit dem Anwalt (rein als Beratung) über die Chancen, die ggf. eine Anfechtung des Ehevertrages hätte. Das ist für dich einfach gut, im Hinterkopf zu haben. Wenn der Ehevertrag ok ist (kein Zugewinn ist nicht ok, persönlichen Zugewinn, außerhalb der Firma, sollte man im Falle der Trennung mit der Frau zu gleichen Teilen abgeben, denn ohne die "Hausfrau" wäre ihm das so nicht möglich gewesen), hast Du nichts zu befürchten, außer etwas mehr Verantwortung für Dein eigenes weiteres Leben, finanziell gesehen. Das haben ohnehin die meisten Frauen. Ich finde es toll, dass Ihr eine Paartherapie machen wollt und dass er sich darauf einlässt. Es kann anfangs schon auch holperig laufen, besonders mit Kind. Hoffentlich klappt das bzgl. Corona zügig und gut. Ich drücke die Daumen! Alles Gute! VG Sileick