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Trennung durch ungeplante Schwangerschaft

Trennung durch ungeplante Schwangerschaft

Mitglied inaktiv

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Hallo ihr Lieben, ich würde gerne unterschiedliche Meinungen oder Denkanstöße zu einem Thema hören. Angenommen die Frau hat einen starken Kinderwunsch, der Mann möchte es kategorisch nicht. Die beiden sind nicht verheiratet. Dann setzt sie die Pille ab, erzählt aber, dass sie sorgfältig verhütet. In Folge dessen wird sie relativ schnell schwanger, sie bekommen das Kind, aber der Mann fühlt sich übergangen und ist innerlich über die ganze Zeit wütend. Er liebt das Kind, die Frau aber nicht mehr, weil er diesen Betrug nicht verzeihen kann, auch nach der Geburt nicht. Ist die Trennung seinerseits nachvollziehbar? Eventuell kommt das gar nicht mal so selten vor (also nicht unbedingt absichtlich den Partner übergehen, sondern aus anderen Gründen ungeplant schwanger). Allerdings habe ich persönlich in einigen Fällen mitbekommen, dass es sich am Ende wieder gefügt hat, spätestens nach der Geburt. Natürlich tut mir die Frau unfassbar leid, aber irgendwo kann ich auch den Mann verstehen. Sehr gut sogar.


NorSch

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Finde ich, in dem von dir geschilderten Fall, absolut nachvollziehbar. Alleine das "er liebt das Kind, aber die Frau nicht mehr" reicht schon. Wieso mit jemandem zusammen sein, den man nicht mehr liebt oder lieben kann?! Natürlich wäre es schön, wenn der Mann trotz des großen hintergangen werdens ein Vater sein kann. Nicht mehr mit der Frau zusammen sein wollen, die sich über alle Wünsche oder Bedürfnisse des Mannes betrügerisch hinweg gesetzt hat, kann ich total verstehen. Ein "upsi, das Kondom ist geplatzt" ist was völlig anderes. Eine Frau, die sowas mit Absicht macht und auf das Beste hofft, aber nicht bekommt, tut mir nicht leid.


NorSch

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Antwort auf Beitrag von NorSch

Eine derartige Diskrepanz beim Thema Kinderwusch, wenn niemand von seinem Standpunkt abweichen kann, sollte viel eher Thema werden, als dass jemand (die Frau) zu solch verzweifelten Mitteln greift.


Mamamaike

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Hallo, der korrekte Weg wäre Trennung und neue Partnersuche gewesen. Im von Dir geschilderten Fall kann ich sehr gut nachvollziehen, dass der Mann sich getrennt hat. Und ja, sie kann einem leid tun, aber tatsächlich hat sie sich mit ihrem Vertrauensmissbrauch die Suppe ja selbst eingebrockt. Wobei ich auch der Meinung bin, dass der, der partout kein Kind will, die Verhütung selbst in die Hand nehmen muss (egal ob Mann oder Frau). Viele Grüße


Musikerin

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Hallo, in diesem Fall kann ich den Mann verstehen. Betrug ist und bleibt Betrug. Ich habe da kein Mitleid mit der Frau, selbst Schuld wenn Frau den Partner anlügt. Wie soll eine Beziehung funktionieren wenn das Vertrauen missbraucht wird? Kein Wunder das es dann zur Trennung kommt. Da stellt sich mir die Frage gar nicht, ob das Verhalten des Mannes nachvollziehbar ist. Kinderwunsch und Kinderplanung ist ein sehr einschneidende Veränderung im Leben und es ist daher unerlässlich, das sich beide einig sind.


Prima92

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Hi, Puh schwierige Frage. Wie du schon schreibst, gibt es sicher viele Meinungen zu diesem Thema. Für mich ist Vertrauen aber mit das Wichtigste in einer Beziehung. Man muss sich aufeinander verlassen können. Dementsprechend kann ich die Trennung des Mannes absolut nachvollziehen.


User-1769871192

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Sie führt ihn dermaßen hinters Licht und dann tut SIE Dir leid?


Mitglied inaktiv

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Und ich würde gerne mal nachhören, wie ihr das sehen würdet, wenn man zu beiden Kontakt hält und beide mit einem tröstenden Spruch unterstützt. Oder sollte man sich lieber für eine Partei entscheiden?


Mamamaike

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Wir haben es geschafft, in einem anders gelagerten Trennungsfall mit beiden Parteien befreundet zu bleiben. Wir haben die Beziehung immer nur von außen betrachtet, und unserer Meinung nach geht uns das nichts an. Wenn wir unseren Freundeskreis einladen, bekommen beide Parteien gesagt, dass die jeweils andere auch eingeladen ist, und wenn das Zusammentreffen gerade schwierig ist, ist es für uns auch vollkommen in Ordnung, wenn unsere Einladung nicht wahrgenommen, sondern nachgeholt wird. Ich finde also, dass man mit zwei Parteien befreundet sein kann, wenn man so neutral wie möglich bleibt und immer transparent ist.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Mamamaike

So finde ich das persönlich ideal. Freut mich sehr zu hören, dass es klappen kann und darf.


Mitglied inaktiv

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Tröstenden Spruch? Es ist doch keiner gestorben! Ich würde sachlich bleiben und auf Wunsch meine Gedanken diplomatisch schildern. Aber wenn die Dame mich vollheulen würde, würde ich das unterbinden, und meine Meinung dazu äußern.


StiflersMom

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Ich würde mir einen anderen Partner suchen bei Kiwu.


User-1753445573

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Sie hat eiskalt und Rücksicht auf Verluste ihre Interessen durchgesetzt. Wie würde Sie sich wohl fühlen wen der Mann heimlich eine Vasektomie durchführen hätte lassen und ihr immer versprochen hätte wie sehr er sich ein Kind mit Ihr wünscht? Wäre ich ein Mann oder Mutter eines Sohnes würde ich bei nicht bestehenden Kinderwunsch immer zusätzlich verhüten nach dem Motto: Trau schau wem


Phila83

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Vorweg: Wer selber definitiv keine Schwangerschaft möchte, hat selber zu verhüten. Fertig. Wann wusste er von der Sache und wann hat er sich getrennt? Hat er gleich gewusst, wie die Schwangerschaft zustande kam, ist geblieben und dann im Nachhinein gegangen? Ja, da hätte ich Mitgefühl für die Frau. Das ganze ist ne schwierige Kiste... Wie alt ist denn die Frau? Ganz ehrlich: wenn Frau Ende 30 Anfang 40 alles davon schwimmen sieht und diese Art als einzige Möglichkeit um ein Kind zu kriegen? Ich könnte es schon irgendwie verstehen. Trenn dich mal so einfach in dem Alter mit großem Kinderwunsch. Die Frau wird es bestimmt nicht leichtfertig gemacht haben. Da wird ganz viel Angst, wenn nicht sogar Panik im Spiel gewesen sein, um soetwas durchzuziehen.


Muhkuh-87

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Ich muss jetzt Mal doof nachfragen: die Frau erzählt, dass sie verhütet. Das sie nicht verhütet hat ist wie raus gekommen? Hat sie es hinterher erzählt? Hat der Mann das gesagt? Warum trennt der Mann sich erst nach der Geburt (und wie lange ist diese her)? Mir tun beide leid... Keiner weiß, was er zu ihr bezüglich Kinderwunsch gesagt hat oder was die beiden im stillen kämmerlein besprochen haben. Trennungen tun immer weh.


Feuerschweifin

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Na ja, was meinst du mit der Frage nach Nachvollziehbarkeit? Seine Gefühle sind weg, er trennt sich. Vollkommen logisch.


User-1721940186

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Ich finde beides nachvollziehbar. Mann hat kein Vertrauen mehr, sie evtl. mit Ende 30 einen riesen Kinderwunsch. Und da einen Partner auf die "schnelle" zu finden - schwierig. Aber als Mann ohne KW muss ich dann für Verhütung sorgen.


Zickeheike

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Guten Morgen, "...Dann setzt sie die Pille ab, erzählt aber, dass sie sorgfältig verhütet..." Ich kann mich täuschen ...aber für MICH liest sich das wie "einer will, der andere nicht, man redet drüber und entscheidet dann GEMEINSAM" das weiter verhütet wird?!? Wenn das so ist wäre für mich als Mann der Ofen aus ..allerdings schon während der Schwangerschaft. JA ich bin auch der Meinung wer keine Kinder will kann sich selber um die Verhütung kümmern ..aber... wenn ich in ner Beziehung bin dann beruht die doch auch in erster Linie auf Vertrauen und wenn das hier wirklich so lief wie ich den Satz interpretiere dann hätte ich da null Verständnis. Ich kann doch nicht sagen "ich will ein Kind, du nicht aber OK ich kümmer mich um die Verhütung *Schatz vertrau mir* ..." und mich dann wenn raus kommt das ich die Pille abgesetzt habe mich wundern das mir alles vor die Füße fällt?! Sollte ich den Satz oben falsch verstehen und es lief eher nach dem Motto ..."ich will keine Kinder nimm du Mal weiter die Pille" ...würde ich schon sagen "er hätte ja auch selber " Aber am ende ist es doch so wenn einer f m anderen nicht mehr vertraut und die liebe weg ist, egal aus welchem Gründen, dann hat eine Beziehung keinen Sinn mehr. LG Zicke


Mitglied inaktiv

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Beim Kinderwunsch gibt es keinen "Kompromiss", das ist das Problem. Wenn man auf keinen Nenner kommt, muss man schmerzhafte Konsequenzen ziehen. Der Mann hat seinen Standpunkt ehrlich kundgetan, und dass die Frau die Pille trotzdem absetzt ist ein unglaublicher Vertrauensbruch. Der Kinderwunsch einer Frau kann wahnsinnig groß sein, aber es ist doch naiv, zu hoffen, dass der Mann - wenn man ihn vor die Tatsache stellt - zum glücklichen Partner und Vater mutiert. Sie muss jetzt die Konsequenzen ihres Handelns ertragen. Ich kann den Mann zu 100% verstehen. Eine ungeplante Schwangerschaft kann passieren, aber das ist eine andere Sache.