Elternforum Rund ums Baby

Total verunsichert

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Mitglied inaktiv

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Hallo. Ich bin vor sechs Monaten das erste mal Mutter geworden. Natürlich möchte auch ich alles richtig machen (wobei mir bewusst ist, Fehler gehören zum Leben und sind nicht schlimm). Google frage ich nur sehr selten, wobei das sowieso eher mein Mann macht. Es gibt ja eh viele unterschiedliche Meinungen zur Kindererziehung. Bloß nicht ständig auf den Arm nehmen sonst werden sie verwöhnt, Babys kann man nicht verwöhnen, Abends den Brei geben dann schlafen sie besser, Brei hat auf dem Nachtschlaf keine Auswirkungen und und und. Jetzt haben meine Kinderärztin und meine Hebamme mir aber dein Rest gegeben. Meine Kinderärztin sagte ich muss unbedingt hinne machen mit dem Brei, sie müsste mit sechs Monaten schon bei der dritten Breimahlzeit sein, das reduziert das Risiko Allergien zu entwickeln. Meine Hebamme sagte genau das Gegenteil. Wartet man länger dann sinkt das Risiko von Allergien. Darauf angesprochen sagte die Kinderärzten die Hebammen seien noch von der alten Schule und die Hebamme sagt genau das selbe über die Kinderärzten. Als wäre es nicht schon stressig genug seinen Kopf zu behalten mit dem chronischen Schlafentzug (ja, auch noch sechs Monaten möchte meine Tochter nachts alle zwei Stunden an die Brust), und den neuen Sorgen was die kleinen haben wenn sie schreien. Jetzt habe ich das Gefühl ich kann noch nicht mal dem Fachpersonal komplett glauben. Habt ihr ähnliche Erfahrungen? Wie geht ihr mit solchen Widersprüchen um? Zumindest eins habe ich mir vorgenommen, ich lasse mir von niemandem mehr sagen wie oft ich meine Baby auf dem Arm nehmen darf.


Mephis

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Tue einfach das was dir dein Bauchgefühl sagt.


linghoppe.

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ich würde Kinderarzt wechseln, das erste Jahr muss kein Baby schon 3x Brei essen hör auf dein Bauchgefühl, nimm dein Kind so oft auf dem Arm wie du und dein baby das möchte, du kannst es auch in ein Tragetuch nehmen.. Du machst alles prima und Muttermilch ist besser als Brei... mach weiter so


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von linghoppe.

Danke für deine Meinung! Kinderarzt wechseln habe ich jetzt nicht vor. Sie ist sonst einfach total liebevoll mit meiner Kleinen. Das finde ich schön. Werde halt nur im Zukunft hingehen mich von Ihr nicht mehr "drängen" lassen. In der Babytrage habe ich sie oft, vorallem beim rausgehen. Das genießen wir beide immer


Frolle

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Hej, solche Widersprüche tauchen immer wieder auf. Ich würde immer nach dem Bauchgefühl gehen. Bei meiner Tochter waren wir mit 6 Monaten beide noch nicht so weit, mit Brei zu beginnen. Ich liebte das Stillen und konnte irgendwie nicht loslassen, trotzdem habe ich es mal angeboten, aber jedes Mal würgte meine Tochter und verweigerte. Wir waren dann erst mit 7,5 Monaten so weit - dann lief der Breistart problemlos, wie steigerten die Menge dann recht schnell und alle waren glücklich. Mein Sohn wollte schon mit knappen 6 Monaten unbedingt vom Tisch mitessen, da war die Sache klar, dass wir so zeitig beginnen. Brei hat er dann nur 2 Wochen gegessen, danach mussten wir auf Fingerfood umsteigen, weil er das unbedingt wollte. Also: Hör auf dein Bauchgefühl und mache es so, wie es für euch gut passt!!


Fleurdelys

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Hallo, ja das kenne ich auch! Und weißt du, wer mich bis jetzt noch nie enttäuscht hat mit seinen Ratschlägen? Meine Intuition als Mutter. Klingt vielleicht blöd, aber es ist wirklich so... Ich nehme gerne Ratschläge von außen an, aber gleiche sie immer mit dem ab, was sich für mich und mein Kind richtig und gut anfühlt. Ich bin allerdings froh, dass mir noch niemand gesagt hat, dass ich sie zu oft auf den Arm nehmen würde! Obwohl sie wirklich bis vor einigen Wochen fast konstant an mir hing. Mit 8 Monaten möchte meine Tochter übrigens auch nachts immer noch viel an die Brust. Das ist für mich total in Ordnung. Aber wenn es das nicht wäre, würde ich auch überlegen was ich ändern kann. Es ist jedem selbst überlassen :) Was Beikost angeht, so gibt es da ja auch international so viele Herangehensweisen... Wenn das Kind noch gestillt wird, bekommt es ja schon mal gute Nährstoffe, das ist die Hauptsache. Alles andere ist erstmal Beiwerk, denke ich. Man kann ja verschiedenes ausprobieren und schauen, womit man selbst am besten fährt. Du machst das schon!


Fleurdelys

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Noch zur Beikost: Wenn du einen Leitfaden brauchst, die Broschüre „Ernährung von Säuglingen“ der DGE kann ich empfehlen, man kann sie online bestellen. Man muss sich nicht strikt daran halten, aber für den Anfang fand ich es sehr hilfreich.


Mitglied inaktiv

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Danke für deinen Beitrag! Ich habe glücklicherweise nie darauf gehört wenn mir gesagt wurde ich solle mein Kind auch mal weinen lassen und nicht sofort auf dem Arm nehmen. Es war nur echt anstrengend am Anfang gegen den Wind zu Laufen. Und die Vorwürfe ich bin es ja selber Schuld, dass ich im Haushalt zu nichts komme weil ich sie so versöhnt habe mit auf den Arm, waren auch nicht hilfreich. Mitlerweile sage ich nur, besseres Muskeltraining gibt es nicht als Hausarbeit mit Baby auf den Arm Ich muss ja schon zugeben, dass mich das nächtliche Stillen so oft echt fertig macht. Mich möchte sie aber auch nicht gegen ihren Rhythmus umgewöhnen. Ich hoffe noch darauf, dass sich dieses Problem ebenfalls von alleine löst, wie so viele andere wenn man dazu bereit ist. Von unserer Hebamme haben wir auch so einem Plan bekommen über Breieinführungen, aber ich schaue mir das andere mal an. Vielleicht ist da ja noch was anderes drauf. Danke!


Fleurdelys

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Das mit dem Haushalt kenne ich nur zu gut. Mein Mann hat da in den sauren Apfel gebissen und alles einfach selbst gemacht, zumindest zu der Zeit als sie sich gar nicht ablegen ließ. Er war aber auch schon immer etwas reinlicher und ordentlicher als ich... Ähem. Mittlerweile ist es viel einfacher (Kind spielt mittlerweile gerne auch mal allein) und ich mache jetzt mehr im Haushalt. Das nächtliche Genuckel wurde hier mal eine Zeit lang weniger und sie ließ sich auch mal nur durch Kuscheln wieder einschläfern. Jetzt hat sie aber wieder eine Phase, in der sie viel an die Brust möchte. Schnuller nimmt sie auch nicht. Ich vermute, da kommt irgendwann der Punkt an dem es nicht mehr geht, und dann findet man schon eine Lösung!


Summer80

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Also das Fenster "von...bis" ist ja klar definiert. Und daran würde ich mich orientieren: "frühestens ab dem 5. Monat" heißt, das Kind ist 4 Monate und 1 Tag alt. "nicht später als zu Beginn des 7. Monats" heißt, das Kind ist 6 Monate alt. Demnach kann man ab einem Alter von 4 Monaten bedenkenlos starten, wenn das Kind Spaß daran hat. Um Allergien vorzubeugen sollte in diesem Zeitraum auch mit der Gabe von Gluten begonnen werden um Allergien vorzubeugen. Wie schnell man dann die Breimenge steigert, ist ja jedem selber überlassen. Nur der Start sollte halt nicht später sein. Ich persönlich (!!!) habe mit 4 Monaten gestartet und im Wochenrhytmus die Zutaten gesteigert. Die Menge hat mein Kind selber bestimmt. Das waren halt manchmal auch nur zwei Löffelchen und der Rest Muttermilch. 1. Woche nur Gemüse mittags 2. Woche GK Brei mittags 3. Woche GKF Brei mittags 4. Woche GKF mittags und Obst nachmittags 5. Woche GKF mittags, Obst nachmittags und Milchbrei abends ... Natürlich hat nein Kind sich zu keiner der Mahlzeiten daran sattgegessen und zusätzlich Muttermilch bekommen. Aber es kam mit den unterschiedlichen Lebensmitteln in Kontakt. Und so verstehe ich auch den Hinweis der Kinderärztin.


VMBB

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Ich geh mal davon aus das die Hebamme evtl. ein wenig älter ist? Früher hieß es umso länger man stillt umso geringer das Allergie Risiko. Dies wurde von Studien wiederlegt. Deine Ärtztin kommt nur Ihrer Pflicht nach dir Informationen über den Momentanen stand der Medizin zu geben das ist doch toll! Ich habe es allerdings so gemacht wie ich mich gut gefühlt habe das hat meine Ärtztin mir auch gesagt früher anfangen ist besser also ab 4. Monat ABER immer nur wenn wir uns dabei gut fühlen. Meiner wird bald 8 Monate und ist die kleine Rauppe nimmersatt haben 4 Mahlzeiten momentan. Trotzdem will er oft am Tag gestillt werden momentan so 4-6mal und aller 2 Stunden Nachts. Er krabbelt wie ein Weltmeister und zieht sich überall hoch deshalb isst er so viel . Mir machts nix aus da er mein erstes Kind ist schlaf ich tagsüber auch mal mit..... bei uns hieß es lange von vielen das ich zu "viel" trag etc ist mir so was von Latte gewesen klar mein Rücken tut hier und da mal weh aber nie schlimmer wie in meiner Arbeit. Aber ich seh jetzt ein ganz klaren Vorteil er spielt wunderbar allein wer weiß von was das wohl kommt ...


Summer80

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Achtung bitte mit der Formulierung: "ab dem 4. Monat" heißt mit 3 Monaten und einem Tag. Und das meinst du sicher nicht Du meist "ab 4 Monaten" oder "ab dem 5. Monat".


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von VMBB

Nein, meine Hebamme ist jünger als meine Kinderärztin, zumindest als Mutterkinderärztin. Die Tochter meiner Kinderärztin hat vor kurzem wieder in die Praxisgewechselt. Aber sie düefte im gleichen Alter wie meine Hebamme sein. Und wie ich geschrieben hatte, meine Hebamme sagte, dass die Meinung mit früh anfangen überholt ist, weil neueste Erkenntnisse was anderes sagen. Meine Tochter wollte auch schon mit vier Monaten mit essen. Lief auch eine zeitlang ganz gut. Momentan hat sie nicht wirklich interesse daran. Aber auch das, es gibt ja nicht nur die klassische Breieinführung.


JakobsMutti

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Das stimmt leider nicht, was du hier schreibst. Das richtet sich nicht an Mütter, die über den 6. Monat hinaus stillen - denn nur darum geht es! Die Empfehlung war ja mal eine andere, nämlich ab dem 6. Monat mit Beikost anzufangen. Weil eben viele Mütter mit 6 Monaten gar nicht mehr stillen, wird nun früher zur Beikosteinführung geraten, wichtig ist nur, dass eben noch gestillt wird. Was das Thema Ernährung angeht, ist selbst die deutsche Gesellschaft für Ernährung nicht auf dem neuesten Stand - auch diese vertreten nicht nur Interessen der Eltern und Kinder (manche Pläne basieren immer noch in Teilen auf dem altbekannten Bestseller: die deutsche Mutter und ihr erstes Kind - empfehlenswert ist immer folgender Blog - www.Kinder-verstehen.de) Das Allergierisiko ist aber nur erhöht (und das auch nur laut Statistik), wenn bei beikosteinführung nicht mehr gestillt wird! Mein Sohn wurde im übrigens über den 14. Monat voll gestillt. Brei gab es hier nie und probieren durfte er ab Interesse (das war ab dem 6. Monat) - nennenswerte Mengen hat mein Sohn erst mit 18 Monaten zu sich genommen. Er ist gesund, war selten krank, super Entwicklung und hat Spaß am Essen und nach wie vor am stillen! Getragen wird er übrigens auch mit 21 Monaten, wenn er nicht gerade läuft!


Jumalowa

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Genau so habe ich es auch gelesen! Gab letztens noch einen interessanten Beitrag zu dem Thema. Diese angeblichen Studien, scheinen zum Teil schon recht alt zu sein und die Beikostpläne vermitteln ja zum Teil den Eindruck, man müsse Mahlzeiten ersetzen. Dem ist aber nicht so!


Elchkäfer

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Ja, genau so kenne ich die Fakten auch. Es geht darum, dass bei Beikosteinführung noch gestillt wird. Das Kinder früher abgestimmt werden, hat man es auf 4Monate herabgesetzt.


Mamamaike

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Hallo, ich kombiniere Informationen mit Bauchgefühl und Kindesbedürfnissen (und manchmal meinen Bedürfnissen). Mein Sohn war mit vier Monaten noch nicht so weit, daher gab es bei uns den ersten Brei mit sechs Monaten. Er schlief (mit Vorsichtsmaßnahmen) in unserem Bett, weil er das brauchte und es für uns praktischer war. Dort ist er aber dann später nach unserem Bedürfnis sich wieder ausquartiert worden mit der "Option", nach seinem Bedürfnis bei uns "Gast" zu sein. Usw. Mein Tipp: Mach Dir nicht so einen Stress, nimm Dir Zeit für "Entscheidungen" und mach sie rückgängig, wenn sie doch nicht passen. Viele Grüße


ImvPP

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Hallo, ich kenne es aus dem UK, wo die Hinweise sehr studien- und faktenbasiert sind so: Beikoststart mit ca. 6 Monaten (mit etwas Spielraum in Absprache mit Fachpersonal, aber keinesfalls vor 18 Wochen) - früher waren dort auch 4 Monate empfohlen. Aber neuere Studien sagen: 6 Monate und dafür auch potenzielle Allergene relativ zeitig anbieten. Und: bis 1 Jahr ist Hauptnahrung Muttermilch & Ersatzmilch. Nicht verunsichern lassen - und alles Gute!


Jumalowa

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Zum 1. Geburtstag fragte mein KIA, ob ich noch stille. Er meinte das sei super, ich soll aber etwas mehr versuchen Sie zum Essen zu animieren. Zu der Zeit hat Sie fast nichts gegessen, geschweige denn überhaupt eine Mahlzeit ersetzt. Das habe ich natürlich schon gemacht, sie ist halt keine große Esserin und isst und trinkt immer Vogelportionen. Also auch Ärzte können da durchaus anderer Meinung sein!


Mitglied inaktiv

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Wow. Sehr interessant die letzten Beiträge. So hat mir das auch noch keine erklärt. Warum auch immer, aber hier höre ich ständig nur, dass alle mit sechs Monaten Abstellen wollen und die Babys am besten schon mit einem Jahr alles so essen wie die Großen. Habe mich schon wie ein Freak gefühlt, weil ich gerne länger stillen möchte. Vielen Dank für eure Meinungen!