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Töpfchenverweigerung

Töpfchenverweigerung

Sternchen123

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Huhu, Ich habe seit über 2 Jahren hier nichts mehr geschrieben. Vielleicht können mir aber diesbezüglich ein Paar von euch ihre Erfahrungen und Tipps geben. Unser Sohn ist im Sept 21 zwei Jahre alt geworden. Bereits in den Sommerferien im Juli, also noch vor seinem Geburtstag, wollte er von alleine aufs Töpfchen und aufs Klo, als er nackig rumlaufen durfte. Wir hatten von Anfang an Stoffwindeln (man sagt ja da sind die Kinder oft früher trocken) und haben ihn wegen großen Wickel-Wutanfällen bereits mit 9 Monaten schon viel nackig gelassen und aufs Töpfchen setzten lassen. Direkt von Anfang an ist auch immer direkt was im Töpfchen gelandet, ohne Druck. Wir haben ihn dann immer nach dem aufstehen aufs Klo mit Aufsatz gesetzt und wenn er wollte aufs Töpfchen. Es war top und er war stolz. Das große Geschäft hat er meistens morgens auf dem Klo erledigt. Die Stoffis sind mit den Klogang unpraktisch geworden und wir sind auf Höschenwindeln (pull-ups) umgestiegen. Nun war er im Sommer trocken. Wir haben schon vorher oft Trainingsunterhosen angezogen oder ihn nackig gelassen und er hat geübt. Als die Kita dann 3 Wochen lang zu war, war er die kompletten 3 Wochen trocken.. In 21 Tagen sind vielleicht insgesamt weniger als 10 Pipiunfälle gewesen. Aber egal ob wir im Zoo, bei Freunden, bei Oma oder im Einkaufszentrum waren, ich hatte ein Mitnehmtöpfchen/Kloaufsatz dabei und es war perfekt. Er hat immer Bescheid gesagt und konnte es sogar einhalten, zB bei der Autofahrt bis wir anhalten konnten oder unterwegs bis wir bei der Toilette waren. Sogar nachts war die Windel fast immer trocken und er hat uns ab und an geweckt wenn er nachts oder morgens auf Klo Pipi machen wollte. Am letzten Wochenende bevor die Kita wieder angefangen hat, gab es bei Oma auch an einem Tag 3 pipiunfälle, vorher kaum. Dann fing montags die Kita an. Es ging daneben und die Kita hat ihm direkt wieder eine Windel angezogen. Wir haben den Rückschritt hingenommen und es akzeptiert, dass es in der Kita eben nicht klappt. Wir haben es zu Hause trotzdem weiter versucht. Wir haben nie mit ihm geschimpft und ihn immer gelobt etc…. Ich glaube aber, dass er in der Kita Ärger bekommen hat und ich habe auch von anderen Eltern mitbekommen, dass Töpfchen bzw Klotraining dort überhaupt nicht toleriert oder unterstützt wird. Wie gesagt, wir haben es zu Hause versucht, aber es klappte nicht mehr und er hat sich plötzlich gewehrt und wollte nicht aufs Klo. Wir haben das akzeptiert und gedacht es dauert vll ein paar Wochen. Morgens nach dem aufstehen war es weiterhin meistens kein Problem mit dem Klo. Nun kam er im Dezember er möchte seine geliebten Unterhosen mit Paw Patrol und mit Werkzeug drauf anziehen. Er hat sich geweigert eine Windel anzuziehen. Allerdings möchte er trotzdem meistens nicht aufs Klo. ZB wenn ich sage bevor wir gehen oder bevor dem Essen nochmal kurz Pipi machen. Er sagt trotzdem fast nie Bescheid. Bekommt aber von uns kein Ärger, dass es in die Hose geht. Manchmal fragen wir ihn, ob er muss (es gibt Anzeichen) er sagt Nein und kurze Zeit später geht es daneben. Oder wir „überreden“ ihn und lesen auf dem Klo ein Buch oder er wird belohnt wenn er geht, er setzt sich drauf, konzentriert sich und macht Pipi. Das heist also er kann es kontrollieren. Wegen Kaka klappt es zu Hause auch fast immer, wo anders eher nicht. Ab und zu sagt er doch plötzlich Bescheid ich muss Pipi und will sich sogar selbst die Hose ausziehen. Er wird dann von uns gelobt und wir sagen er ist so ein großer Junge und er ist auch selbst total stolz. Aber das ist einmal Bescheid sagen gegen 20 mal daneben, anders als wir es kennen. Er kann schon richtig gut reden und sich ausdrücken. Wir haben ihn gestern vor dem ins Bett gehen wie immer aufs Klo gesetzt. Normalerweise hat er dann immer nochmal Pipi gemacht. Gestern Abend nicht, er stand auf und hat Sekunden später auf den Boden gemacht. Auf die Frage warum es nicht vorher ins Klo gegangen ist, hat er gesagt es war ausversehen. Ich verstehe nicht warum er vor einem halben Jahr fast keine Unfälle hatte und jetzt garkeine Lust hat und sich teilweise dagegen wehrt. Zwingen tun wir ihn nie, sodass er weinen würde. Höchstens ab und zu mit kluger überredenskunst, wenn er nur ein Höschen an hat und partout keine Windel anziehen will. Egal ob wir ihm eine Stoffi oder eine Pull-up Windel anziehen, er hasst das Wickeln und wehrt sich dagegen fast mehr als wenn es heist: setz dich mal kurz aufs Töpfchen. Daher ist der Klo Aufwand eigentlich geringer als das wickeln. In der Kita ist das Wickeln wohl überhaupt kein Problem. Kann mir jemand ein Tipp geben wie wir vorgehen können. Wir haben es komplett ohne Druck versucht und mit „Training“. Wir wollten warten bis er es von alleine wieder möchte und schafft. Nur momentan sind wir in einem Dilemma. Er ist erst zwei und muss noch nicht trocken sein. Aber er lässt sich eben total ungern wickeln und sagt beim anziehen immer er will keine Windel sondern eine Unterhose. Selbst beim Schlafanzug wehrt er sich vorher gegen die Windel. Und im Sommer hat es geklappt, also kann er es vom Gehirn her. Man sagt ja es muss erst Klick machen im Gehirn. Aber der Kinderarzt sagte uns auch er sagt es manchmal, er kann es offensichtlich einhalten und das Wasser lassen, sowie den Darm kontrollieren, also verstehe ich einfach nicht was das Problem ist. Der Kinderarzt sagte wir sollten ihm vermitteln, dass es richtig ist aufs Klo zu gehen und dass er keine Windel braucht, weil er es kann. Ich weis nicht wie ich mit der Situation umgehen soll. Nächste Woche beginnt wieder die Kita- er möchte immer morgens eine Unterhose anziehen, aber in der Kita darf er das nicht. Könnt ihr ein gutes Buch empfehlen? Oder könnte es ein psychisches Problem sein und wir sollten mit ihm wohin gehen? Er möchte doch so gerne seine Unterhosen anziehen. Der Kompromiss sind momentan die Stoffis, die zum Glück noch passen, aber ich weis nicht ob die Kita da mitspielt. Ja- ich habe schon mit vielen Mamis gesprochen, aber Ich bedanke mich herzlich für eure Meinungen und Tipps.


bellis123

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Antwort auf Beitrag von Sternchen123

"Als die Kita dann 3 Wochen lang zu war, war er die kompletten 3 Wochen trocken.. In 21 Tagen sind vielleicht insgesamt weniger als 10 Pipiunfälle gewesen. " Das was du schreibst, ist weit entfernt von trocken sein. Du musst dich entscheiden ob du einen Schritt zurück gehst (Windel) oder Unterhosen durchziehst (dann aber auch in der Kita). Ich würde mich für letzteres entscheiden. Er darf nur nicht verwirrt werden mit mal Windel und mal keine Windel.


Sternchen123

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Danke für deine Antwort. Ja, die Definition von „trocken“ ist anders das meine ich auch schonmal gelesen zu haben. Da habe ich mich wohl falsch ausgedrückt. Aber er konnte ja sogar nachts Bescheid geben und die Windel ist trocken geblieben. Die Kita erlaubt es uns leider nicht ihm Unterhosen anzuziehen, weil sie zu faul sind ihn mehrmals komplett umzuziehen. Ich wäre auch dafür ganz oder garnicht. Zurück zur Windel haben wir ja für 5 Monate quasi gemacht. Aber nun möchte er ja die Unterhose und über Weihnachten war keine Kita und er hatte Windeln eigentlich nur zum schlafen an.


Berlin!

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Antwort auf Beitrag von Sternchen123

Dein Sohn ist erst 2. Und glaube nicht, dass er schon wirklich die erforderliche Reife hat, um wirklich seine Ausscheidungen zu kontrollieren. Und das hat nichts mit Stoffwindeln oder nicht zu tun, das in ein individueller Prozess, den man nicht bescheinigen kann. wenn er jeden Tag ein oder zweimal einpudert, ist er nicht trocken. Und die Kita ist nicht zu faul, ihn umzuziehen, sie haben schlicht noch andere Kinder zu versorgen und können sich nicht nur um ein Kind kümmern.


Meyla

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Antwort auf Beitrag von Sternchen123

Weil sie zu faul sind? Die haben wie viele Kinder? 10? Und du nennst sie faul? Hammer, die lieben dich bestimmt. Das Kind ist nicht trocken also zieh ihn eine Windel an und fertig. Bescheid sagen kann er auch mit Windel lernen…


Pebbie

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Antwort auf Beitrag von Sternchen123

"Die Kita erlaubt es uns leider nicht ihm Unterhosen anzuziehen, weil sie zu faul sind ihn mehrmals komplett umzuziehen." Wie bitte ? Der Kindergarten ist nicht dafür da Dein Kind mehrmals täglich neu zu kleiden. Wenn das bei mehreren Kinder auch so erwartet wird brauchen sie noch mehr Erzieherinnen . Ansonsten schließe ich mich an das er noch nicht trocken ist. Verwirre ihn nicht mit Windel nein, Windel ja.


Sternchen123

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Antwort auf Beitrag von Berlin!

Danke für deine Antwort. Naja, also ich glaube schon, dass er es sehr gut kontrollieren kann, nur nicht immer. Er hat es ja immerhin schon sehr oft eingehalten (er sagte auf der Autobahn er muss Pipi und wir mussten bis zur nächsten Ausfahrt warten) oder wenn wir ihn aufs Töpfchen setzen kommt direkt Pipi, zu Hause geht Kaka immer aufs Klo. Ich habe schon seit einem Jahr mindestens keine Kaka Windel mehr weg gemacht. Nur in der Kita geht Kaka in die Windel, meistens erledigt er es aber lieber morgens zu Hause oder wenn er dann nach Hause kommt. Die korrekte Definition von trocken ist natürlich anders. Aber im Sommer hatten wir mehrere aneinanderhängende Tage (und Nächte!!) weder nasse Klamotten noch nasse Windel, er hatte immer (sogar gelegentlich nachts) Bescheid gesagt und eingehalten bzw. bevor wir irgendwo hin gegangen sind vorher nochmal „ auf Kommando“ Pipi gemacht. Wir haben ein Stickerheft mit Belohnungssticker gehabt. Er hatte pro Tag zwischen 8-10 Sticker und alle paar Tage mal einen Unfall, wirklich sehr sehr wenig!! Deswegen war das für mich einfach ein Ansatz von trocken sein. Und die Aussage der Erzieherin war: sie hat keine Lust dazu ihn komplett umzuziehen und zu erinnern aufs Klo zu gehen. Sein Freund ist fast 3Jahre alt und wollte auch keine Windel mehr, er hatte keinen Unfall, war und ist immernoch zuverlässig auf dem Klo und sollte trotzdem eine Windel anziehen, bis die Mutter wohl nach ihrer eigenen Aussage sehr ungemütlich wurde. Dann war es ok und er konnte aufs Klo gehen. Ich hab ja unten nochmal kommentiert. Wir werden uns wohl für die Windel in nächster Zeit entscheiden selbst wenn er lieber die Unterhose möchte und versuchen es wann anders nochmal wenn es vielleicht wieder besser klappt. Auf wickeln hat er ja auch keine Lust also mal sehen wann er wieder aufs Klo gehen möchte.


sunnydani

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Antwort auf Beitrag von Sternchen123

Ich muss ehrlich sagen, mir wäre das Ganze viel zu viel Theater und ich hatte auch keine Lust mein Kind mehrmals täglich wegen eingenässter Hosen umzuziehen. Das hat nichts mit Faulheit zu tun, sondern da kommen Berge an Wäsche zusammen und sie werden dadurch nicht schneller trocken/sauber. Und trocken sein bedeutet für mich völlig ohne Überreden, Erinnern und nasser Hosen verlässlich alleine Bescheid zu geben bzw. aufs Klo zu gehn. Dass das in der Kita nicht toleriert wird, versteh ich, denn müssten sie das mit allen Kindern machen, könnten sie nichts anderes mehr tun, als ständig Kinder umzuziehen und Boden aufzuwischen. Ich würde also Windeln anziehen ohne Wenn und Aber. Wenn Kind das nicht will, muss es trotzdem durch, eben mit der Erklärung, dass es dauernd in die Hose geht. Da würde ich mich durchsetzen. Mit einer Windelpant kann man ja trotzdem aufs Klo, wenn mal dran gedacht wird. Und manche Dinge müssen eben sein, ob das Kind das will oder nicht. Aber du musst natürlich selbst entscheiden. Mein Großer war erst spät trocken, aber dafür von einem auf den anderen Tag mitten im Winter ohne einen einzigen Unfall und ohne Erinnern, etc. Eine Freundin von mir hat auch jahrelang mit Topf, etc. herumgetan. Ihr Sohn war deshalb nicht früher trocken, er hatte sogar in Summe länger ständig nasse Hosen und war erst mit 4,5 Jahren verlässlich sauber (begonnen hat sie mit Töpfchen und Co auch bereits mit 1,5 Jahren). Und mir war es diesen Aufwand, den sie betrieben hat, einfach nicht wert. Ich will nicht ständig überall im Haus Pullerlachen aufwischen und überall mit Topf herumlaufen. Da wickel ich lieber ein Jahr länger und erspar mir dieses Theater. Wenn das jemand Faulheit nennt, dann ist das so, aber mir ist es um meine Zeit zu schade, die da nur mit dem Thema Topf und Klo und Umziehen vergeudet wird. In der Zeit tu ich lieber was anderes, denn jedes Kind wird von ganz allein sauber, wie sie auch von ganz allein und ohne Dressur zu laufen anfangen. Spar dir den Stress und lass das Thema komplett ruhen, bis es von alleine klappt! Alles Gute!


Regina87

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Antwort auf Beitrag von Sternchen123

Zunächst mal kenne ich keine Kita, die "Töpfchentraining" praktiziert. In Zeiten ohne Krippen, durften Kinder sogar erst in se Kiga, wenn sie zuverlässig trocken waren. Dein Sohn ist noch nicht zuverlässig trocken und muss es in dem Alter auch nicht sein. Da braucht es also keinen Psychologen. Zuhause ist unsere Tochter auch gerne auf Klo und Töpfchen gegangen. Durch Corona war sie dann länger Zuhause und somit auch Windelfrei. 3 Monate lang. Dann ging sie wieder in den Kiga. Die erste Woche hat es geklappt. Ab der zweiten Woche ging dann immer etwas Groß in die Hose und dann auch mal Pipi. Da war sie 2 Jahre und 9 Monate. Sie bekam für die Kita Pants an. Wollte sie auch nicht. Mit der Erklärung, dass sie dann aber evtl öfter umgezogen werden muss im Kiga, wenn sie vor lauter Spielen vergisst aufs Klo zu gehen, ließ sie sich darauf ein. Zuhause zog sie diese aber sofort wieder aus. Nach knapp 3 oder 4 Monaten ging sie, trotz Pants, im Kiga aufs Klo, aber nur Pipi. Zuhause hat es weitererhin ohne Probleme geklappt, nur für Groß wollte sie noch eine Pants anziehen. Im Juni ist sie 3 geworden. Nach den Sommerferien (August) haben wir Kiga erneut ohne Windel versucht und bis jetzt beibehalten. Unsere Tochter ist seit September zuverlässig trocken und sauber.


Faolana

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Hey, Ich kann dir auch empfehlen es erstmal durchzuziehen mit den Windeln. Gesunde Kinder brauchen kein Training sondern es ist ein ganz normaler Entwicklungsfortschritt der von alleine passiert. Außerdem ist die Entwicklung eines Kindes nicht linear sondern es gibt immer wieder "Rückschläge". Es kann auch sein das die Erzieher nicht gemeckert haben sondern es ihm gerade zuviel war mit dem Kindergarten und er das verarbeiten musste nach der langen KiGa Pause. Einfach abwarten und weiter Windeln anziehen. Er wird es schon schaffen und Jungs brauchen im Durchschnitt eh länger.


Sternchen123

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Antwort auf Beitrag von Faolana

Danke schonmal für alle Antworten. Also, da Viele das mit der Kita kommentiert haben: Von 2 Familien in verschiedenen Kitas kennen wir es in der Kita anders. Die 2 Kinder im gleichen Alter sind auch grade dabei zu lernen aufs Klo zu gehen von alleine und die Kita wechselt ohne Probleme auch 1-2 mal am Tag die Klamotten und erinnert die Kids und unterstützt im Prozess. So wie ich es mir auch gewünscht hatte anstatt beim ersten „Unfall“ direkt aufzugeben. Und wir sind (weil wir keinen anderen Platz bekommen haben) in einer privaten Kita, zahlen somit leider doppelt so viel wie die meisten anderen in unserem Landkreis. In seiner Gruppe sind momentan 6-7 Kinder auf 2-3 Erzieher. (Manche Kinder gehen nicht jeden Tag, oder teilen sich einen Platz), es gehen auch 2 weitere Kinder die kurz vor dem 3. Geburtstag sind auch schon dort aufs Klo, also könnte man ihn mitnehmen, wenn die älteren aufs Klo gehen. Soweit ich weis sind in den meisten staatlichen Kitas mehr Kinder auf weniger Erzieher als bei uns, dennoch habe ich schon besseres zum Thema Töpfchen und Klogang gehört. Ich hatte bedenken, dass er Angst hat, weil eine Erzieherin in der Kita sehr streng ist und wir mit ihr nicht gut klar kommen. Und es evtl daran liegt dass er seit dem nicht mehr gehen will. Also dass er evtl ein Trauma oder sowas hat. Allerdings hatten wir auch schonmal ein Gespräch gehabt und uns wurde gesagt er hat kein Problem mit ihr (im Gegensatz zu anderen Kindern, die wirklich durch sie traumatisierte sind!!) Aber die Kita ist sehr undurchsichtig und man bekommt nichts gesagt oder erzählt. Der Kinderarzt sagte ja auch dass wir nicht gleich aufgeben sollen, nur weil es ein Rückschritt gab. Wie auch immer- ich weis er ist noch klein. Danke für eure Tipps. Wir werden es wohl einfach wieder mit der Pull-up Windel versuchen und ihm sagen, wenn es nicht klappt kann er leider keine Unterhose tragen und dass er sich eben wickeln lassen muss. Morgens werden wir ihn weiterhin aufs Klo setzen, da dass ja nie schlimm war und immer gut geklappt hat. Irgendwann ist er dann bestimmt wieder so weit und wir können es nochmal ohne versuchen.


Phila83

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Antwort auf Beitrag von Sternchen123

Ich habe das Gefühl, dass dir weder klar ist, was "trocken sein" bedeutet, noch wie ein Kind "es lernt". Und wütend kann man werden, wenn du von einem potentiellen Trauma sprichst. Ich BITTE dich! Du führst ein Töpfchentraining durch. Das auch nach deiner Beschreibung niemals "erfolgreich" war. Lass das Kind doch bitte mit dem Thema in Ruhe! Wenn hier jemand am "Trauma" arbeitet, dann sind es nicht die Kitaleute...


sunnydani

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Antwort auf Beitrag von Sternchen123

Gegen morgens aufs Klo setzen, spricht ja nichts, wenn das Kind das gerne macht und mitmacht. Aber man kann eben dennoch nicht von außenstehenden Personen verlangen, dass sie das Kind mehrmals täglich aufs Klo schicken, erinnern und umziehen. Ich finde, das Thema nimmt viel zu viel Raum bei euch ein und das ist absolut unnötig. Jedes Kind wird sauber. Man muss nicht täglich Stunden damit zubringen, das Kind aufs Klo zu setzen, zu erinnern, hinten nach zu rennen und wieder dran zu denken, dass das Kind ja regelmäßig aufs Klo geht und dann dennoch 5 mal am Tag Kleidung zu wechseln, weil es daneben ging. Sauber werden ist ein Reifeprozess im Gehirn, den man nicht beschleunigen kann. Ein Kind muss selber spüren, dass die Blase voll wird, es muss das wahrnehmen und einhalten können, bis es auf dem Klo ist und dort muss es dann auch loslassen können. Das sind mehrere Dinge, die gleichzeitig funktionieren müssen, damit das einfach klappt. Bei Kindern, die ständig auf den Topf gesetzt werden, passiert das aber nicht aus der eigenen Wahrnehmung heraus, weil sie spüren, sie müssen jetzt. Sondern sie lernen, dass es gewünscht wird, dass sie pullern, wenn sie eben auf dem Topf sitzen. Manche Kinder können das dann und machen es auch, aber das hat nichts damit zu tun, dass sie somit sauber sind, sondern dass sie einfach die Erwartungen der Eltern erfüllen und somit "dressiert" sind. Ich kenne sogar eine Mutter aus dem Umkreis meiner Freundin, die ihr Kind darauf trainiert hat, dass es pullert, wenn sie einen bestimmten Laut macht. Das ist in meinen Augen wirklich Wahnsinn, denn man spricht seinem Kind somit jegliche Eigenwahrnehmung ab und ich möchte gar nicht wissen, was das mal für langfristige Folgen hat. Deshalb bin ich bei solchen Trainings wirklich extrem skeptisch, da es nicht den Zweck erfüllt, den es erfüllen soll. Kinder sollen gefördert werden sich selber gut wahrnehmen und spüren zu können und das lernen sie nicht durch ständiges Erinnern, sondern dadurch, dass man ihnen Zeit lässt und sie ihren Körper wirklich selber gut spüren dürfen. Es ist völlig egal, ob ein Kind mit 2 oder mit 4 Jahren sauber ist, Hauptsache, es darf es selber spüren und lernen und sich wahrnehmen und nicht in regelmäßigen Abständen und nach Anleitung der Mutter auf den Topf gehen, egal ob es gerade wirklich muss oder nicht. Du bist doch auch später nicht immer dabei, um zu erinnern. Wenn dein Kind aber immer eine Person braucht, die es erinnert, wird das alles noch sehr viel länger in die Hose gehen. Dein Kind verlässt sich dann doch nur auf Erinnerungen außenstehender Personen und nicht auf seinen eigenen Körper und sein Körpergefühl. Ich finde es gut, dass du es wieder mit der Windel versuchen willst und ich hoffe, du kannst verstehen, was ich meine. Es ist für dein Kind besser, du nimmst den Druck völlig aus der Sache und schenkst anderen Themen mehr Zeit. Später fragt niemand mehr danach, ob das Kind mit 2 oder 4 Jahren sauber geworden ist. Aber viele Kinder haben noch lange, lange Rückfälle, pullern in der Schule teilweise noch ein. Und ich glaube fest daran, man kann sein Kind darin stärken, dass es völlig ohne "Unfälle" klappt, wenn man nicht zu viel in diesen Prozess hineinpfuscht, sondern darauf vertraut, dass das Kind das ganz von alleine lernen kann. Mein Großer hat kein einziges Mal mehr irgendwann und irgendwo eingepullert, nachdem er sauber war. Er weiß genau, wann er muss, ohne dass ich ihn ein einziges Mal daran erinnert habe, dass er doch bitte aufs Klo gehen solle... Alles Gute!


Sternchen123

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Antwort auf Beitrag von sunnydani

Hallo nochmal an alle, Ich habe versucht viel von uns zu erzählen, aber ich glaube es ist auch etwas falsch rüber gekommen….Deswegen nochmal. Letztes Jahr im Sommer kam das komplett von ihm. Er fing an damit, dass er aufs Klo möchte. Von einen auf den anderen Tag wollte er nurnoch aufs Klo, am Anfang mit pull-up Windel. Als wir gemerkt haben es klappt gut, haben wir Unterhosen gekauft. Wir mussten ihn nie an das aufs Klo gehen erinnern, er hat IMMER selbst dran gedacht und Bescheid gesagt. Nur wenn zB im Zoo waren, wo es nur 2 Klos gibt, hab ich gesagt Mama geht aufs Klo möchtest du mitkommen und er ist freiwillig dann auch aufs Klo gegangen. Es gab keinen Druck. Die Belohnung wäre nicht nötig gewesen!!! Wir haben nur gelesen, dass positive Erfahrung und Sticker Belohnung gut ist, um es weiter zu fördern und ihn zu loben. Nur deshalb hatten wir es eingeführt, und er hat auch schnell die Interesse an den Stickern verloren und ist weiter aufs Klo gegangen-freiwillig! Und Trauma ist ja nicht gleich Trauma. Ihm geht es gut. Ich wollte nur nicht, dass er in der Kita etwas schlechtes erfahren hat und nicht drüber reden kann. Es gab da schon verschiedene Themen mit einer bestimmen Erzieherin, der ich verschiedenes zutrauen würde, was ihn eingeschüchtert hat. Klar ist es egal wann er trocken wird. Ich hatte aber auch im Sommer mit dem Kinderarzt gesprochen, er meinte schon, dass wir nach dem Rückschritt unbedingt weiter mit ihm üben sollen, und das haben wir teilweise versucht, aber ihm viel Freiraum gelassen. Er durfte immer seine Windel haben wenn er wollte. Und laut Kinderarzt ist er komplett bereit und kann „trocken“ sein, nur möchte gerade einfach nicht, aus unerklärlichen Gründen. Der Impuls jetzt, dass er eine Unterhose anziehen möchte kam auch wieder von unserem Sohn selbst und nicht von uns. Wir wollten nur auch unterstützen und erinnern damit zB der Teppich nicht nass wird. Vll. haben wir unbewusst auch ein bisschen Druck gemacht, weil es auch immer sauber machen und viel Wäsche bedeutet. (Damit haben wir eigentlich kein Problem, aber man versucht es trotzdem zu vermeiden) Und unterwegs ist es natürlich unpraktisch. Wir kannten es ja anders, es hatte von einen auf den anderen Tag ohne Probleme geklappt. Und mich wunderte eben warum es nicht mehr klappt. Aber er wollte ja die Unterhose und wehrt sich gegen die Windel, also fand ich es auch ok ihn jetzt wieder weiter zu unterstützen oder evtl habe ich deshalb jetzt doch unbewusst Druck ausgeübt. Ihr habt aber recht es ist mit Stress für ihn und uns verbunden und deshalb vergessen wir das Thema jetzt einfach wieder und warten ab was passiert. Danke nochmal für eure Antworten, es hat mir geholfen mich für einen Weg zu entscheiden.


Faolana

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Antwort auf Beitrag von Sternchen123

Vielleicht könntest du als Kompromiss deine Unterhosen über die Windeln ziehen. Denn dann kann er sie anhaben, aber er hat die Sicherheit das er eine Windeln anhat falls er es nicht rechtzeitig merkt.


Sternchen123

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Antwort auf Beitrag von Faolana

Danke! Das ist ein gute Idee. Vielleicht findet er das gut. Ich hoffe nur, dass sie dann nicht ausleihern und später zu locker sind. Das testen wir.