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Tipps fürs Schwimmen lernen

Tipps fürs Schwimmen lernen

AmyBell

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Moin Moin zusammen, Ich habe Mal eine Frage an die, die ihren Kids schwimmen beigebracht haben. Habt ihr Tipps? Wie genau habt ihr das gemacht? Ich hab's im Herbst mal probiert, aber von meinem Mann und mir hat sie nicht wirklich Anweisungen angenommen, sondern entweder geklammert oder es als spielerisches Planschen gesehen. Ich kann keinen Schwimmkurs finden (Distanz, Uhrzeit, Angebot....) und würde es gerne nochmals wieder probieren, wenn die Bäder aufgehen. Achso, sie ist 4 1/2 Jahre, hat Spass am Wasser, aber ist bei neuem eher ängstlich und zurückhaltend. Danke


Melli2011

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Unsere Tochter (jetzt 10 Jahre) hat es mit 6 Jahren kurz vor der Schule gelernt. Wir haben insgesamt 2 Kurse à 10 Kurseinheiten gebraucht. Vorher hatten wir es auch beim regelmäßigen Schwimmbadbesuch probiert hat aber nie so wirklich geklappt. In der Gruppe alleine ohne Mama und Papa war einfach besser. Jetzt mit Corona ist das halt doof aber wenn die Schwimmbäder wieder öffnen würde ich öfters mit ihr gehen um sie spielerisch ans Wasser bzw. Schwimmen heranführen. Unser Sohn ist 5 und ist genauso wie deine Tochter.


kattta

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ich habe es meinen beiden Töchtern selbst beigebracht. Ganz klassisch mit erst im niedrigen Wasser Schwimmbewegungen, dann ins tiefere mit Schwimmflügeln oder Schwimmbrett, weniger Luft in den Flügeln usw.... hat etwas gedauert, aber beide konnten dann einfach in der schwimmhalle ihr Seepferdchen machen und schwimmen heute echt gut. Es ist ja auch ein spielerischer Vorgang, man braucht echt viel Geduld... Ich habe sie am Anfang auch ohne Schwimmflügel wie ein Delfin durchs Wasser gezogen, als ich bin Brustgeschwommen und sie hielten sich an meinen Schultern, lagen quasi auf meinem Rücken und so haben wir ganz ruhig Bahnen gezogen. Das mochten sie sehr und haben dadurch auch vertrauen ins Wasser gefunden


Summer80

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Schau mal nach Schloris. Die haben bei uns super funktioniert. Viele nutzen auch eine Schwimmnzdel quer unter dem Bauch. Und erst nur Beine trainieren und dann nur Arme (oder andersherum... ist egal) und dann erst beides gleichzeitig. Dann fällt die Koirdination leichter.


starlight.S

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Unsere Kleine hat es auch letztes Jahr mit 4 ohne Kurs gelernt. Wir haben aber auch einen Pool und konnten auch täglich üben. UND sie wollte es selbst unbedingt lernen. Wir hatten einen Styroporgürtel, da konnten wir immer ein Pack abnehmen... Aber mit 4 würde ich auch nicht erwarten, dass es schon klappt, grade, wenn sie ezwas ängstlich ist. Ich würde einfach spielerisch drangehen und wenn sie Angst hat, würde ich auch nicht weiter drängen. Nur weil einige 4 Jährige es schon können, heißt das nicht, dass es alle 4 Jährigen schon lernen müssen. Lasst den Sommer auf euch zukommen und schaut wie es läuft.


3wildehühner

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Ich habe früher die Wassergewöhnung und die Seepferdchenausbildung über die DLRG und den Turnverein gemacht und habe meiner Jüngsten auch das Schwimmen beigebracht; bei den beiden Großen ging das leider nicht, weil die Kleine noch zu klein war Wichtig ist zunächst, dass es ein nicht zu großes Schwimmbecken ist und es möglichst Treppen und verschiedene Tiefen gibt. Als Hilfsmittel eignen sich Becher, ein Tauchring, ein Schwimmbrett, dazu eine Poolnudel und eine Schwimmgürtel mit herausnehmbaren Elementen. Zu Beginn kannst du mit deiner Tochter im knietiefen Wasser Wasserspiele mit dem Becher machen. Sie darf dir damit Wasser über dem Kopf gießen und dich nassspritzen. Dabei wird sie dann selber zwangsläufig auch schon mal nass. Dann kannst du den Spieß umdrehen und mit ihr spielen: Erst ich, dann du. Zuerst wirst du nassgemacht, dann du. Dann legst du den Tauchring ist Wasser und machst einen Wettbewerb: Wer kann den Ring schneller rausholen, du oder dein Kind. Zunächst muss es noch nicht untertauchen, weil das Wasser ja nur knietief ist. Dann geht ihr ein Stück weiter ins Becken, etwa auf die Hüfthöhe deiner Tochter und macht das Ringspiel wieder. Wenn sie daran Spaß hat, auch wenn sie nass im Gesicht wird, ist Zeit für die nächste Übung. Macht es ihr keinen Spaß solltest du wieder ins knietiefe Wasser mit ihr umziehen. Die nächste Übung: Im hüfttiefen Wasserhält sie sich am Beckenrand oder der Treppe fest und strampelt ganz fest mit den -geraden, gestreckten- Beinen. Dazu hebst du sie am Bauch an oder ziehst ihr den Schwimmgürtel mit allen Elementen an. Das ist am Anfang sehr anstrengend und deshalb reichen da erst einmal 5 Minuten. Als nächste Übung stellt sie sich anderthalb Körperlängen von der Treppe entfernt hin und übt gleiten in Richtung Treppe. Dazu kann sie zusätzlich auch noch ein Schwimmbrett nehmen. Sie sollte dabei ganz gerade und steif sein. Du kannst es am Besten vormachen. Es ist sowieso sinnvoll. die Übungen immer mitzumachen. Zum Schluss könnt ihr dann eine Wasserschlacht machen, wenn sie es mag. In der nächsten Stunde machst du das Gleiche wie in der ersten Stunde, aber das mit den Beinen strampeln machst du mit ihr 10 Minuten und beim Gleiten vergrößerst du den Abstand. Natürlich unter der Voraussetzung, dass sie es mag und kann. Wenn sie schön gerade im Wasser liegt, kannst du in den nächsten Stunden die Elemente aus dem Gürtel schrittweise entfernen und den Abstand beim Gleiten weiter vergrößern. Ziel ist es, dass sie das Gleiten ohne Hilfsmittel beherrscht und auch ohne Hilfsmittel die richtige Wasserlage mit Bauch oben erlernt. Wenn sie das kann, kannst du mit dem eigentlichen Schwimmen lernen beginnen. Dazu machst du zuerst "Trockenübungen", in dem du (das geht auch Zuhause) zuerst die korrekte Armbewegung beibringst. Wenn du unsicher bist, findest du bestimmt Videos bei You Tube dazu. Dann kommt die Poolnudel zum Einsatz. Diese wird im Wasser unter den Bauch gelegt und dann lässt du deine Tochter die Armbewegungen ausführen. Dann kann sie sich selber schon fortbewegen. Wenn sie das gut kann, zeigst du ihr die Beinbewegung. Das dauert meist etwas länger, bis sie Kinder das drin haben. Dazu hält sie sich am besten am Rand oder der Treppe fest und du hilfst ihr bei der Bewegung, indem du die Beine anfangs führst. Kann sie das, nimmst du wieder die Poolnudel und sie soll die Bewegungen zusammen ausführen. Das Wichtige dabei ist, dass sie die Arme und Beine immer zur gleichen Zeit streckt. Wenn sie das beherrscht, kann sie mit Nudel schwimmen. Wenn sie noch unsicher ist, kannst du dann den Gürtel noch mal zum Einsatz bringen und schrittweise dann die Elemente entfernen. Ist sie sicher, kann sie auch direkt ohne Poolnudel loslegen. Gib ihr Zeit. Manche Kinder können nach drei Wochen schwimmen, manche auch erst nach einem halben Jahr. Ideal wäre zwei Mal in der Woche zu trainieren. Viel Erfolg!


3wildehühner

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Ganz wichtig: Auf gar keinen Fall Schwimmflügel benutzen! Damit ist der Auftrieb an der falschen Stelle und zudem kann sie die Arme damit nicht richtig bewegen.


Mamamaike

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Hallo 3wildehühner, danke für die ausführliche Beschreibung. Unser Sohn ist zwar noch kleiner, aber bei uns gibt es Schwimmkurse erst ab fünf (was uns zu spät ist - Nachbarn haben einen zwar gesicherten Pool, aber das ist uns doch lieber, wenn er schnell schwimmen lernt). Damit werde ich das im Sommer mal spielerisch probieren! Viele Grüße


3wildehühner

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Bitteschön! Ich freue mich über jedes Kind, welches Schwimmen lernt! Das ist so wichtig und es schlimm, dass die Maßnahmen in Bezug auf Covid-19 verhindert, dass Kinder es frühzeitig lernen! Mir ist noch was eingefallen: Ein kleiner Ball ist auch hervorragend für die Wassergewöhnung geeignet. Außerdem sollte immer der Spaß im Vordergrund stehen und kein Druck ausgeübt werden, auch wenn es einen innerlich triggert. Und: Wenn das Kind tauchen soll, bitte NICHT die Technik mit dem Nasezuhalten zeigen! Tauch geht so: Tief Luft holen, Luft anhalten und dann ab dem Eintauchen ganz langsam ausatmen. Diese Atemtechnik kann auch wunderbar Zuhause geübt werden.


Mitglied inaktiv

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Das kann man pauschal gar nicht sagen,ich bin im Wasser glaube ich selber zu ängstlich und da ich selber auch eher schwimme wie eine Bleiente (ich kann.kuch selber lange und ausdauernd über Wasser halten,aber mein Schwimmstil ist gnädig gesagt eigen,und es reicht aber nicht um mein Kind mit über Wasser zu halten) tu ich mich schwer damit entspannt "loszulassen". Wo sie bei mir geklammert haben haben sie es bei einem Freund innerhalb kürzester Zeit raus gehabt,der schwimmt super und ist dann auch nicht zimperlich wenn es mal nicht auf Anhieb klappt,bei ihm haben sie komischerweise aber auch gar kein Theater gemacht wenn sie mal mit dem Kopf unter gingen,bei Mama immer ein Riesen Drama. Deshalb mein Fazit,man kann es zwar versuchen,aber manchmal ist es auch gut wenn die Kinder etwas von anderen Lernen,besonders wenn man es selbst nicht so gut kann. Meine sind aber auch eher ängstlich fremden gegenüber gewesen, deshalb wäre ein Lust auch nicht das richtige gewesen.


AmyBell

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Vielen Dank Euch allen für Eure Antworten und dass ihr Eure Erfahrungen teilt. Ich fasse mir ein Herz und versuche es nochmals. Danke