Elternforum Rund ums Baby

Taufpaten - Umfrage

Taufpaten - Umfrage

Baerchie90

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Hier sind ja ganz schön viele Umfragen... Ich habe da auch mal eine Frage an die allgemeinheit :-) Mich würde mal interessieren, wie ihr eure Taufpaten ausgesucht habt und ob ihr irgendwelche Wünsche / Anforderungen an sie hattet :-) Mein Sohn wurde letztes Jahr getauft, einen Paten hat mein Mann ausgesucht, einen ich. Familie habe ich bewusst nicht gefragt, da ja sowieso eine "Verbindung" schon da ist. Ich habe meine beste Freundin (kenne sie seit über 15 Jahren) gefragt, die sich sehr gefreut hat. Auf die Frage, was ihre "Aufgaben" sind, meinte ich nur, dass ich erwate, dass sie an ihr Patenkind denkt, zu allen großen (und auch gerne kleinen) Anlässen, wie Geburtstag, Weihnachten, Einschulung... Geschenke werden nicht erwartet, dafür sind wir Eltern zuständig, aber eine Karte / ein Anruf / eine kleine Aufmerksamkeiten, sowas sollte schon drin sein :-) Babysitterdienste würde ich auch nie erwarten, aber wenn es die "Patentante" anbietet, wohl nicht ausschlagen ^^ (Ich komme übrigens auf diese Frage, weil ein guter Freund quasi keinen Kontakt zu seinem Patenkind hat. Am Tag der Taufe (vor 3-4 Jahren) war er dabei, aber seitdem gab es nicht mehr wirklich Kontakt. Keine Geburtstagkarten, keine Weihnachtskarten, keine Treffen zwischen den beiden... Ich würde das wohl recht bescheiden finden, aber weder die Mutter noch der Patenonkel wollen was an der Sache ändern, also scheint es für die beiden wohl ok zu sein...)


Biene88

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Unsere Taufpaten sind sowohl Geschwister, als auch enge Freunde. Immer ein Mann und eine Frau. Wir erwarten schon, dass sie Kontakt zu den Kindern haben. Geschenke finden wir bei allem überbewertet, gehören aber wohl dazu. Aber wir halten das in Maßen und geben Vorschläge. Wir haben das Glück, dass der Pate unseres Sohnes in der gleichen Stadt lebt und er wird sich um ihn kümmern, wenn wir im KH sind um unser Baby zu kriegen. Also Babysitterdienste sind gern gesehen auch von der Patentante, da wir uns keinen leisten könnten. Außerdem ist da ja der eigentliche Aspekt der christlichen Erziehung neben den Eltern. Den nehmen wir auch sehr ernst und wenn die Kinder etwas älter sind, dann wird das umgesetzt. Mein Mann wird bald Pate bei seiner Nichte. Sie wohnt leider 5 Autostunden weg, aber wir werden probieren sie über das Jahr öfter zu sehen, auch außerhalb von Geburtstag,... Später kann ich mir vorstellen auch alleinige Unternehmungen zwischen Pate und Kind stattfinden zu lassen. Zu obligatorischen Anlässen wie Einschulung, Konfi gehören sie natürlich dazu.


luna8

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Also wir haben ( kath getauft), die Frau vom Opa und einen guten Freund ( ev). Der Freund wohnt sehr weit weg, hat ein Sparbuch angelegt und würde unsere Tochter immer aufnehmen oder unterstützen. Zum Geburtstag und Namenstag kommt immer was. Eigentlich erwarte ich (auch) von einem Taufpaten, dass er das Kind im religiösen Sinn unterstützt ( religiös nicht, eher seelisch).. Machen unsere Taufpaten nicht, da eher der Opa. Aber sollte uns zufälllig mal gleichzeitig was passieren, dann ist sie bestmöglich aufgehoben und geliebt. Das ist mir wichtig.


Baerchie90

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Antwort auf Beitrag von luna8

Ich würde es schön finden, wenn mein Sohn in seinen Taufpaten Ansprechpartner findet, falls Mama & Papa mal nicht geeignet sind (zu uncool, verstehen mal wieder gar nichts, peinlich... oder was heranwachsende noch in den Eltern sehen ^^) Das mit dem "gut aufgehoben" sein, wenn etwas passiert, war mir auch wichtig. Aber ist das heute überhaupt noch so, dass Kinder zum Taufpaten kommen? Oder muss man dafür ein Testament aufsetzen und das da rein schreiben, damit der "Wunsch" anerkannt wird. Habe mich da nie wirklich schlau drüber gemacht.


Mitglied inaktiv

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Ich habe mich bei der Wahl des Paten einzig von der Frage leiten lassen wem ich mein Kind im Falle eines Falles anvertrauen möchte. Und da kam nur eine Person in frage, bei der ich beruhigt oben auf einer Wolke sitzen könnte und meine Kinder ohne Kompromisse gut aufgehoben wüsste. Darum haben meine Kinder nur einen Taufpaten, und beide den gleichen. Und weil mir und meinen Kindern diese Person so nahe ist (für die Kinder nach mir, dem Kindsvater sicher die wichtigste Person ihres Lebens) nimmt sie selbstverständlich voll am leben der Kinder teil. Ich hoffe dass es umgekehrt genau so ist, zumindest bin ich jetzt auch Patin ihres Kindes. Jeckyll


dana2228

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Wir haben und auch für Freunde, anstelle von Familie entschieden! Meine Erwartungen sind hoch! Ich erwarte sehr wohl das ein regelmäßiger Kontakt herscht. Erwarte das die Paten wissen wie es aktuell geht und für was sie sich gerade interessieren. Ich erwarte das wenn ihr Patenkind im KH liegt sie vorbeikommen oder zumindest regelmäßig fragen wie es dem Kind geht. Ich erwarte das sie an Festen anwesend sind (Geschenke spielen keine rolle). Ich erwarte keine direkten Babysitter Dienste, aber das sie Zeit mit den Kindern verbringen (mal schwimmen gehen, in den Zoo ..) und im Notfall auch mal aufpassen. Sie sollten für die Kinder Ansprechpartner sein und aktiv an den Leben teilnehmen.


pene.lope81

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Mein Mann hat seinen besten Kumpel gewählt. Die zwei waren von der Schulzeit an dicke Freunde, zum Zeitpunkt der Taufe waren es dann ca. 15 Jahre. Damals war er bestimmt einmal im Monat übers Wochenende bei uns, zwar wohnte er nciht weit weg, aber die zwei waren so unzertrennlich das es nie reichte nur ein paar Stunden zusammen zu hocken, das musste immer gleich Tagelang dauern. 3 Monate nach der Taufe lernte besagter Kumpel seine heutige Frau kennen. Die Taufe ist 2012 gewesen, seitdem haben wir ihn ca. 5 mal gesehen. Von ihm kommt keinerlei interesse am Knirps. Laden wir ihn ein heißt es er habe dies und jenes zu tun und melde sich wenn er weiss wann er mal rum kommen kann. Nach so einer Aussage kann man damit rechnen das man erstmal Wochen/Monate nichts von ihm hört. Ich selber habe meine Brüder gewählt (wir haben 3 Taufpaten). Den größeren habe ich gewählt weil er eine tolle Beziehung zu unserem Sohn aufgebaut hat und er die richtigen Ansichten und werte hatte. Den Jüngeren wählte ich aus weil er sehr zurückhaltend ist und kaum Kontakt zu wem hat. Ich hatte mir erhofft das er durch die "Verantwortung" etwas aus seinem Schneckenhäuschen kommt. Der Größere hat das Anfangs alles toll gemacht. Die ersten 2 Jahre waren spitze, mein Sohn hat ihn heiß und innig geliebt. Die letzten 2 Jahre zog sich mein Bruder aber immer mehr zurück und will nun kaum noch was mit uns machen. Kommt nichtmal mehr zum Geburtstag vom kleinen. Mein Sohn ist da schon sehr enttäuscht und hat mittlerweile auch keinen guten Bezug mehr zu ihm. Der jüngere ist tatsächlich etwas aus seinem Häuschen gekommen. Sonst saß er nur Teilnahmslos dabei wenn es Feiern gab. Seitdem der kleine schon etwas größer ist, also man gut mit ihm was spielen kann auch wenn man nicht so den Draht zu Kindern hat, nimmt er den kleinen mal mit in den Garten und beschäftigt ihn wenn wir mal noch kurz uns unterhalten wollen oder noch am essen sind. Zum Geburtstag unseres Sohnes kommt aber auch er nicht mehr. Also wir haben leider gelernt das ein Taufpate nur auf dem Papier da ist. Nicht mehr und nicht weniger.


Mitglied inaktiv

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Eigentlich sind die Paten dafür zuständig dem Kind den christlichen Glauben näher zu bringen und dem Kind mit Rat und Tat zur Seite stehen. Geschenke sind auch hier eher unwichtig, ein gutes Verhältnis zu meinen Kindern wiegt für mich schwerer. Denn wie sonst sollen sie bei Fragen mit Rat und vielleicht auch Taten hilfreich da sein? Unser Freundeskreis ist nicht groß, viele blieben weg, als unser Großer geboren wurde, weshalb wir auf Familienmitglieder "zurück griffen". Bei meinen beiden Großen eine gute Idee. Bei der Kleinen leider nicht. Lediglich ihr Taufpate, 300km weit entfernt telefoniert regelmäßig mit ihr. Die beiden anderen wohnen 20km und 500m luftline von hier, aber Kontakt besteht gar keiner *seufz*


kügelchen12

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Unsere ist zwar noch nicht getauft, aber unseren Paten müssten wir blind vertrauen können. Der Erziehungsstil müsste dem von uns einigermaßen passen. Unsere Wunsch wäre es ein regelmäßiger Kontakt der von beiden! gewünscht wird. Sprich muss keiner aus der Familie sein und sollte nicht zu weit weg wohnen. Dadurch sollten Anrufe zu besonderen Anlässen selbstverständlich sein. Das würde ich nicht unbedingt erwarten, das tut man automatisch, wenn sie eine Vertrauensbasis zueinander haben sollten. Erst dann würde ich den / die Taufpaten auch ins Testament aufnehmen. Eine automatische Vormundschaft bei Ableben von uns beiden ist, glaube ich, mit der TaufPatenschaft sowieso nicht mehr geregelt.


Zornmotte

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Evangelisch-lutherische Sicht: Taufpaten haben tatsächlich NICHT den Job, ihr Patenkind groß zu ziehen, wenn die Eltern sterben. Das Patenamt hat eine rein innerkirchliche, keine rechtliche Funktion. Der Fall ist ja sowieso sehr selten, in allen anderen Fällen gilt aus der agendarischen Patenfrage aus dem Taufgottesdienst: Paten sollen für ihr Patenkind beten, ihm in Notlagen beistehen und ihm helfen, ein lebendiges Mitglied der Gemeinde Jesu Christi zu werden. Mehr nicht - aber an Festtagen, wie auch immer, an ihr Patenkind denken, finde ich auch nicht zu viel verlangt. Das Patenamt endet formal mit der Konfirmation. Natürlich nur formal.