Elternforum Rund ums Baby

Ständig flippt sie aus, wir sind am Ende

Ständig flippt sie aus, wir sind am Ende

Wasmussdasmuss

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2,5 Jahre. Luisa flippt bei allem aus. Es klappt was nicht, sie darf was nicht,,wir verstehen sie nicht...z.b. ganz fürchterlich heute beim spazieren. Erst geht es, haben Eis gegessen, gehen nach Hause. Sie bleibt stehen, will ihren teddy, der sitzt im Buggy. Sie will ihn sich nicht selbst nehmen und geben lassen auch nicht. Geht nicht mehr weiter, fängt an zu schreien. Alles ist scheinbar falsch. Sie schreit nach teddy, er ist aber da, nimmt ihn auch nicht wenn wir ihn in ihre Arme drücken. Schreit neiiiin. Jegliches zureden hilft nicht, sie kommt nicht. Uns blieb nur schnappen und mit Geschrei tragen. Sie haut und windet sich. Bekotzt sich fast. Solche Attacken sind kaum auszuhalten. Meist 20 Minuten ehe wir zu ihr durchdringen. Zu Hause macht sie sowas ständig, schmeißt sich auf den Boden, stampft dann auf den Boden, müssen wir unterbinden, Nachbarn.... Sie flippt dann völlig aus, spuckt dann auch auf den Boden. Keine Chance das zu stoppen. Diese Aussetzer hat sie locker 4-5 mal am Tag. Das schlaucht und wir sind völlig am Ende. Wie bekommen wir ihr Verhalten in den Griff? Kennt das jemand? Hört das bald auf? Oh man ich hoffe es. Unsere Große muss so viel zurück stecken und wir als Paar... hoffe wir schaffen das


Jolina2019

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Antwort auf Beitrag von Wasmussdasmuss

Ich denke, ihr müsst endlich akzeptieren, dass ihr Verhalten normal ist und auch so passt für ihr Alter. Meine Tochter hat das aktuell auch obwohl sie sprachlich sehr sehr weit ist und sich mitteilen könnte. Ich hab das schon mal gesagt, ihr müsst sie so akzeptieren wie sie ist und meines Erachtens liegt da der Hund begraben, ständig bekämpft ihr ihr Verhalten. Sie darf und soll trotzen, das ist wichtig! Und warum drückt ihr ihr den Teddy in die Hand wenn sie nein schreit?? Überlegt doch erst einmal warum es euch so schwer fällt gelassen begleitend beizustehen. Und ich wiederhole mich, geht mit ihr zum Pädaudiologen und lasst das Gehör überprüfen. Und nein, man wird kein verzogenes und verwöhntes Gör nur weil man mit 2,5 Jahren mal was durfte. Das klingt jetzt strenger als es gedacht ist, aber meiner Meinung nach seid ihr das Problem und nicht sie.


JakobsMutti

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Antwort auf Beitrag von Jolina2019

Ich muss Jolina recht geben - aushalten - lasst doch das Kind mal machen. Vertraut ihr. Ich kenn das von meinem bald 2-jährigen auch. Die kleinen brauche Akzeptanz und liebevolle Eltern, die das begleiten können und müssen. Selbst wir Erwachsenen haben doch auch so unsere Phasen. So ist eben das Leben.


LUpE

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Antwort auf Beitrag von Wasmussdasmuss

Oh Gott, dass könnte von mir sein!!! Es geht vorbei, erfahrungsgemäß, wenn sie sich besser verbal ausdrücken können. Weitere Faktoren sind Müdigkeit und Hunger. Also besser direkt nach dem Frühstück spazieren gehen. Ich nehme mittlerweile auch wieder die Trage mit. Zur Not geht es damit etwas sanfter nach Hause. Ansonsten hilft in der Situation irgendwann nur noch Abwarten glaube ich. Und hinterher drüber reden. Wenn sie sich schon so reingesteigert hat, ist sie eh nicht empfänglich für weitere Ermahnungen, wie "nicht stampfen" . Vielleicht gehst du in einen Raum, wo es die Nachbarn nicht so hören? Sie wird ja vermutlich dann hinterher kommen. Ich glaube das ist wie diese nörgelige Phase, wenn sie Laufen wollen, aber noch nicht können. Sie möchten sprechen, aber es kommt nicht immer an, was gemeint ist. Und dann fehlt die Geduld, es zu wiederholen bzw die Einsicht, dass der Erwachsene es nicht verstanden hat.


drosera

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Antwort auf Beitrag von Wasmussdasmuss

Ohja, das ist eine schreckliche Phase. Es ist, als ob bei einem Rechnwr das Betriebssystem abstürzt ... Es wurde bei uns mit 3 Jahren deutlich besser, vor allem werden die Wutanfälle "sinnvoller" und verständlicher. Hunger und Müdigkeit sind dennoch weiterhin die Faktoren. Kind einpacken, heim tragen, Situation abstrus finden, lächeln. Daheim würde ich mir eine reizarme Ecke für eine Auszeit suchen.


MamavonMia123

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Antwort auf Beitrag von Wasmussdasmuss

Hmm.. ich kann dir nur sagen was ich bei meiner Tochter mache, es artet aber in der Regel nicht so sehr aus. Normalerweise komme ich zu ihr runter, bzw setze mich nehmen sie auf den Boden und versuche sie zu trösten und, soweit ich es verstehe, das was sie stört für die in Worte zu fassen. Wenn sie zu wütend ist sich trösten zu lassen warte ich einfach noch etwas ab. Sie nimmt das meist nach wenigen Minuten an. Sie ist dann ja selbst völlig fertig.


LUpE

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Antwort auf Beitrag von MamavonMia123

Ja, also ich denke das ist wohl bei den meisten Eltern die erste Reaktion. Hier ging es aber glaube ich darum, was man macht, wenn auch das nicht helfen kann bzw. absolut falsch ist (so wie alles Andere auch).


Kater Keks

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Antwort auf Beitrag von Wasmussdasmuss

Ihr habt mein Beileid und Verständnis....:aber das ist normal. Das geht auch wieder vorbei.......und kommt mit 12-13 Jahren wieder (nur anders). Ich wünsche euch starke Nerven und Durchhaltevermögen!


linghoppe.

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Antwort auf Beitrag von Kater Keks

jep mit 13 oder so kommt es nochmals aber auch da braucht es Geduld und starke Nerven . Lässt sie einfach austoben egal wie andere gucken und wenn die Nachbarn untenmhoch kommen druckt ihr die kleineninnden Arm des het Mal eine Mutter gemacht bei Rewe da hat Kind und die Frau döof geschaut


Felica

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Antwort auf Beitrag von Kater Keks

Mit Blick auf Kind Gross würde ich sagen, solche Phasen kommen eher so alle 2-3 Jahre. Mal heftiger, mal weniger heftig.


Schniesenase

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Hallo Wasmussdasmuss, nur ein paar Denkanstöße: - Viele Leute/Eltern denken, mit 2,5 Jahren sollen die Kinder mal schön laufen. Das können sie da ja schon. Oft rasten die Kinder bei "Spaziergängen" dann aus, weil es sie einfach ziemlich anstrengt, die ganze Zeit zu laufen. Die Kinder wissen aber in dem Moment manchmal den Grund gar nicht, warum sie sich jetzt so schlecht fühlen. Also wird ein fiktiver Grund kreiert: Hier der Teddy. Möglicherweise ist es ein Hinweis, dass er im Buggy saß. Wir haben damals noch oft die Trage dabei gehabt und dem müden Kind bei den ersten Anzeichen den begehrten Platz auf Mamas oder Papas Rücken angeboten. Mal wurde er genommen, mal nicht. - Oft sind die Kinder auch hungrig und reagieren darum so extrem. Manche reagieren auf Zucker nach kurzer Zeit so. Da haut der hohe Insulinspiegel sie dann um, wenn der Zucker schon längst aus dem Blut ist, das Insulin aber noch in hoher Menge da, und das ist, als wären sie total fertig. - Das Kind steigert sich in dem Moment in eine Spirale, aus der es nicht herauskommt. Hier geht es nicht um die Sache (Teddy), sondern um aufwallende Emotionen, die raus müssen. Das könnt Ihr nur geduldig begleiten. Der Versuch, dem Kind Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen, damit es aus der Spirale herausfindet, ist kontraproduktiv - nach meiner Erfahrung, und meine Tochter hat mir das auch mal sehr anschaulich erklärt. "Mama, wenn ich so bin, muss ich einfach laut schreien und heulen. Es geht mir dann besser, wenn ich es rauslassen kann." Ich habe sie gefragt, ob ich sie dann lieber so lange allein lassen soll, und das hat sie vehement abgelehnt: In der Nähe bleiben, bereit sein, wenn sie so weit ist und dann in den Arm nehmen, Sicherheit und Frieden schenken; das brauchen sie in so einer Situation bzw. danach. - Manche Kinder sind sehr reizoffen und verarbeiten sehr komplex. Für sie sind Situationen, die uns ganz klar und einfach erscheinen, oft sehr anspruchsvoll. Wenn zu viele solche kleine Situationen hintereinander erlebt wurden, kommt das "Input-Overflow". Sie laufen über, das Gehirn kann das alles nicht mehr verarbeiten und schaltet auf Overkill. Die Kinder können diesen Prozess auch später oft noch nicht gut genug steuern und müssen lernen, vorher schon zu erkennen, dass sie aus der Reizsituation rausgehen müssen. Das wird dann noch eine Herausforderung, wenn es an das institutionelle Lernen und Leben geht. In jedem Fall ist bei solchen Kindern weniger mehr, und es ist wichtig, immer wieder Ausspielphasen inden Alltag einzubauen, die den Kindern die Möglichkeit geben, selbstvergessen und ohne Lernanspruch oder Anleitung sich im eigenen Tun zu verlieren. Dann kann verarbeitet werden. Hier ist das auch mit neun Jahren noch sehr notwendig und bedarf viel Zeit. Wenn das auf Euer Kind möglicherweise zutrifft, könntet Ihr Euren/seinen Alltag mal daraufhin kritsch durchforsten, ob die Aktivitäten/Kontakte/Erlebnisse etc. für das Kind einfach zu viele sein könnten bzw. Rückzugszeiten fehlen. - Es hilft, nur wenige Dinge "nicht dürfen zu müssen". Verbote auf ein Minimum herunterschrauben und viele Selbstwirksamkeitserfahrungen ermöglichen, diese auch bemerken, nicht zwangsläufig zu belobigen. Es reicht sowas wie: "Ich habe gesehen, dass du... gemacht hast. Das sah spannend/interessant... aus." "Danke, dass du xxx gemacht hast! Das hat mir viel Arbeit abgenommen." Mehr fällt mir gerade nicht ein. Aber vielleicht ist ja manches hilfreich. Auf jeden Fall ist nicht "das Kind falsch", sondern "etwas ist für das Kind falsch", und Ihr müsstet mal rausfinden, was das sein könnte. Daneben haben Kinder verschiedene Temperamente, und das auszuhalten und liebevoll abwartend zu begleiten ist eine echte Herausforderung. Am liebsten möchte man, dass "es" aufhört, und genau das ist das größte Problem für das Kind, weil es sich in seiner Not eben dann auch noch abgelehnt fühlt, auch wenn Ihr das nicht so meint und auch nie so sagen würdet. Die Botschaft kommt doch an. Ich habe es als große Herausforderung empfunden, in den Zeiten des Temperamentausbruchs - das geschieht in letzter Zeit hormonbedingt auch wieder häufiger - ruhig und gelassen zu bleiben und lieber weniger als mehr zu sagen, lieber nur zu fragen: "Was brauchst du jetzt." als lenken zu wollen. Da kann man nichts lenken. "Es" lenkt. Gute Nerven! VG Sileick


Moosweibchen

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Antwort auf Beitrag von Schniesenase

Wow. Was für ein wundervoller und konstruktiver Text! Vielen Dank dafür!


Mitglied inaktiv

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Bei meiner Jüngsten half es nur, wenn ich sie in den Arm nahm. Erst "wüten" lassen, dann in den Arm nehmen und nicht wieder loslassen. Immer wieder hab ich ihr gesagt, dass ich sie lieb habe, alles gut wird und ich da bin. Den richtigen Zeitpunkt abpassen war schwer. Zu früh und sie schlug wie wild um sich, trat, biss sogar. Nahm ich sie zu spät in den Arm, steigerte sie sich gerade wieder rein. Bei ihr war es wie eine Welle. Die Wut ließ nach, die Tränen liefen und häufig schlief sie dann völlig erschöpft ein. Später, als sie älter wurde, konnte sie mir hinterher sagen, was sie so ausrasten ließ und wir haben dann gemeinsam geguckt, wie wir solche Sachen lösen. Auch heute haben wir manchmal noch solche Phasen, an denen sie ihre Wut und ihren Frust nicht kontrollieren kann und sie ein Ventil braucht. Sie ist mittlerweile 15 Jahre alt, mitten in der Pubertät, aber es läuft.


bea+Michelle

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So arg kenne ich das nicht, aber die freundin meiner Großen, war als kleines Kind auch so, da half ,das Kind fest in den Arm zu nehmen(so wie bei Zwergchen) Jedenfalls will die FReundin keine Kinder.


misssilence

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Antwort auf Beitrag von Moosweibchen

Neben dem vom Sileick (super geschrieben!!) hat eine Bekannte von uns mit folgenden gute Erfahrung gemacht: Die Wut des Kindes in Worte fassen und "spiegeln". Bei euch wäre das quasi so gelaufen: Du stellst dich vor deine Tochter, stampfst mit dem Fuß auf uns rufst "du bist wütend!! So wütend! Du sagst Teddy, Teddy!!! Du bist wütend!" Und zwar mit einer ebenfalls aufgebrachten Stimme. Wenn du den richtigen Ton triffst, weint das Kind weniger. Weint es mehr, muss entweder mehr oder weniger Wut gespiegelt werde. Und dann kann man Gründe nennen, und schauen, ob einer passt, wie: Aufgebracht sagen: du sagst Teddy! Du bist müde! Du willst nicht laufen! Du willst in den Buggy! Na ja, ich hoffe ich konnte es erklären. Das sah bei unserer Bekannten immer total merkwürdig aus, aber es hat super geholfen!!


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von bea+Michelle

Meine Jüngste will auch keine Kinder. Sie meinte, sie wird Tierpflegerin bei den Affen, da kann sie dann evtl. mal ein Affenkind groß ziehen. Das dauert ein paar Monate, aber keine 18 Jahre Warten wir mal ab