Rissraupe
Ich bin alleinerziehend und habe ein 3 Monate altes Baby. Sie ist pflegeleicht und schläft durch, dennoch habe ich überhaupt keine Muttergefühle. Ich tröste sie, wenn sie weint und kümmere mich, aber ich habe keine Freude daran. Sie ist mir total fremd. Ich habe gehört, dass Kinder das größte Glück auf Erden sein sollen. Ich bin jedoch jeden Tag traurig, gelangweilt, wütend. Ich habe extreme Stimmungsschwankungen und stehe unter so einem enormen Druck, dass ich mich selbstverletze. Ich halte das alles nicht mehr aus. Ich habe enorme Schuldgefühle und bereue es, meine Tochter bekommen zu haben. Ich wünsche mir oft die Situation verlassen zu können. Ich habe mir gewünscht Kinder mit meinem zukünftigen Partner zu bekommen und eine Familie zu haben. Ich jedoch bin ungewollt schwanger geworden und habe mich für mein Kind entschieden. Ich denke täglich dass es die falsche Entscheidung war. So minderwertig habe ich mich in meinem ganzen Leben noch nicht gefühlt. Die Umstände sind aber auch mehr als schwierig (will nicht genauer darauf eingehen). Ich bin froh, wenn meine Mutter meine Tochter bei sich hat. Ich wäre so froh, wenn meine Tochter nicht mehr bei mir wäre und der ganze Druck abfallen würde, wenn ich nicht mehr gezwungen wäre mit ihrem Vater zu reden. Ich empfinde sie als unglaubliche Last bzw. nicht sie an sich sondern die Tatsache dass ich jetzt Mutter bin. Ich bereue es so sehr. Ist das normal? Oder krankhaft?
Selbstverständlich ist das nicht normal. Dass du dich selbst verletzt auch nicht, es ist krank. Bitte such dir psychiatrische Hilfe!
Es könnte eine Wochenbettdepression sein. Bitte kontaktiere deine Hebamme oder Frauenarzt. Die können dir weiterhelfen.
Bitte bitte suche dir Hilfe! Rufe bei der Familienhilfe der Caritas, der AWO oder der Diakonie an und schildere dein Problem. Dort kann man dir schon erste Hilfen zur Hand geben wie Gespräche mit geschulten Mitarbeitern, vollkommen anonym, wenn du unsicher bist. Das ist nicht normal und kann sehr belastend und sogar gefährlich werden. Schütze dein Kind und dich vor den Abgründen, du bist damit nicht allein. Und es ist vor allem nicht das Ende uns jetzt für immer so, wie es sich gerade anfühlt! Es kann wirklich alles gut werden und ihr werdet ein untertrennliches Team, deine Tochter und du. Doch manchmal schafftbman das nicht alleine. Du bist nicht alleine Alles Gute
Hallo!
Also eines vorweg: Es ist ganz normal am Anfang oder auch nach einigen Monaten in einen „Babyblues“ oder eine „Wochenbettdepression“ zu verfallen -und gerade, wenn du weitgehend auf dich gestellt bist, ist absolut verständlich, dass es dir zwischendurch Zuviel wird.
Es ist auch stets gut, wenn du dein Kind z.B. bei deiner Mutter gut betreut weißt und dann die Zeit nutzt, um dich um dich selbst zu kümmern.
ABER: Wenn du selbstverletzendes Verhalten an dir beobachtest und dein Kind dir nun über einen längeren Zeitraum fremd vorkommt, bzw. die liebevollen Gefühle sich auch zeitweise nicht einstellen wollen, dann ist es definitiv Zeit sich Hilfe von außen zu suchen!
Kontaktiere deine Hebamme, wenn du eine hast, melde dich bei einer Beratungsstelle wie ProFamilia, kontaktiere auch gern das Jugendamt und frage nach gratis Kursen zum Aufbau und zur Förderung der Mutter-Kind-Beziehung. Es ist das Allerwichtigste, dass du jetzt Hilfe bekommst! Denk immer daran: Es ist keine Schande, Hilfe zu brauchen, es ist nur eine, sich keine zu holen!
Du brauchst auch keine Schuldgefühle zu haben, das Wichtigste ist nun, dass dir und deinem Baby geholfen wird!
Ich finde es ganz stark, dass du dir hier anonym Rat suchst! Sei weiter stark für dein Kind und lass dich nicht von Anderen abspeisen, du müsstest nur durchhalten und das würde schon alles von selbst wieder werden. Ihr braucht Hilfe und es ist gut und richtig das zu erkennen und diese an allen Stellen einzufordern.
Alles wird gut! Ich wünsche dir viel Kraft! ![]()
Hallo Dass man sich nach der Geburt nicht Himmelhoch jauchzend fühlt,auch dass man den neuen Fremden Menschen in seinem Leben nicht sofort abgöttisch lieben kann,das alles sind Variationen des normalen,es redet nur niemand gern drüber,was eigentlich total falsch ist,weil es den Müttern denen es so geht noch mehr das Gefühl vermittelt dass sie keine guten Mütter sind,manchmal muss auch diese Beziehung wachsen. Wenn du allerdings schreibst du verletzt dich selber dann geht das über das normale Maß hinaus, Wochenbettdepressionen können jede Frau treffen,egal ob allein oder in der "perfekten" Familie. Es ist schonmal gut dass deine Mutter dich entlasten kann, Wichtig wäre dass du dir psychiatrische oder psychotherapeutische Hilfe suchst,diesen ganzen Wirrwarr verursachen nämlich zusätzlich die fehlenden Glückshormone aus der Schwangerschaft,unser Körper ist aber leider "suchtanfällig" und bei manchen löst es eben die Wochendettdepression aus . Wenn Du in diesem Zustand Entscheidungen triffst könnte es sein dass Du es später bitter bereust. Mit guter therapeutischer Unterstützung ist die Wochendepression aber meist gut Therapierbar. Hast du dich deiner Mutter anvertraut?es ist jetzt wichtig dass du ein Netz hast welches Dich auffängt,dass du weißt du kannst die Kleine abgeben wenn es alles zuviel wird und nimm dir die Zeit die du brauchst um wieder klar zu kommen. Wie auch immer du dann entscheidest eint natürlich ganz Dir überlassen,aber es sollte eben nicht aus diesem jetzigen zutiefst verzweifelten Zustand hinaus geschehen. Ich wünsche Dir viel Kraft für die nächste Zeit
Klingt nach einer Wochenbettdepression. Deine Situation klingt aber viel zu komplex um "nur" diese Erklärung zu liefern. Hol dir dringend Hilfe. Eine erste Anlaufstelle könnte dein Haus-oder Frauenarzt oder die Hebamme sein. Alternativ oder zusätzlich eine Familienberatungsstelle und/oder das Jugendamt. Für Alleinerziehende gibt es Hilfen, für eine Wochenbettdepression und SVV ebenso. Die erste Zeit mit Baby ist schon für stabile Eltern in stabiler Partnerschaft und Lebenssituation eine Herausforderung. Kämpf nicht allein. Alles Gute dir.
Such dir schnell Hilfe! Aus so einer Negativspirale kommst du alleine nicht mehr hinaus und es ist ganz wichtig, dass du dir deshalb professionelle Hilfe suchst, für dich und dein Kind. Für die Akutsituation ist es ja schon mal super, wenn du Unterstützung von deiner Mutter hast. Nimm die weiter an bzw. schöpfe sie vielleicht auch noch mehr aus, aber kümmere dich wirklich dringend darum behandelt zu werden, damit es dir wieder besser geht. Ich wünsche dir alles Gute!
Wenn das alles wahr ist dann wende dich unverzüglich an den Sozialpsychiatrischen Dienst in deiner Umgebung. Nummer ist immer online verfügbar. Sag denen das du einen Säugling daheim hast, dann verstehen sie das es dringend ist. Dort wird dir und auch deinem Kind geholfen.
Erstmal toll, dass Du merkst und äußerst, dass es etwas nicht in Ordnung ist, das erfordert schonmal Mut! Kannst Du Dich Deiner Mutter oder einer Hebamme anvertrauen? Ich hoffe, dass Du es schaffst Hilfe aus Deinem persönlichen Umfeld oder professionelle Hilfe anzufragen. Sowas sollte niemand durchmachen müssen und klingt für alle Beteiligten belastend.
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