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Schlechtes Schlafen - organische Ursachen?

Schlechtes Schlafen - organische Ursachen?

Halimon

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Hallo zusammen! Meine einjährige Tochter, nie ein guter Schläfer, wacht in letzter Zeit nachts einfach ständig auf. Vielleicht alle 20-30 min. Nicht jede Nacht gleich schlimm und nicht die ganze Nacht, aber doch sehr viel. Sie schläft mehr oder weniger direkt weiter, wenn ich sie heranziehe und stille, manchmal reicht auch, den Arm um sie zu legen. Zuerst dachte ich okay, ne Phase. Entwicklung. Sie verarbeitet. Die Zähnchen. Aber inzwischen geht das echt schon eine ganze Weile und ich frage mich, ob ich körperlich etwas ausschließen lassen sollte. Hat von euch jemand das mal gemacht und etwas brauchbares herausgefunden? Also wurde etwas diagnostiziert, behandelt und das Kind konnte dann besser schlafen? Ich frage, weil ich mir nicht vorstellen kann, was es sein sollte, da sie tagsüber gesund und munter ist und keine Anzeichen von Unwohlsein zeigt. Die Kinderärztin bei der U6 hatte mir freigestellt, es weiter abklären lassen, ich könnte ich ja mal zu einem Kinderorthopäden gehen, wenn ich das gerne möchte. Mit drei Monaten waren wir mal beim Osteopathen, weil sie sich ungern tragen ließ, dort wurde sie sehr einfühlsam behandelt (aber dass sie sich ungerne tragen ließ, blieb davon unbeeinflusst, sie wollte einfach schon immer frei gucken können). Daher würde mich interessieren, ob es hier jemanden gibt, der Erfahrungen hat- was für körperliche Ursachen wurden ausgeschlossen oder vielleicht gefunden, die sich ausschließlich durch unruhiges Schlafen bemerkbar machten? Liebe, leicht übermüdete Grüße


Rachelffm

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Antwort auf Beitrag von Halimon

Lösung hab ich keine, aber fast das gleiche Problem. Fast jedes Schläfchen (tag und nacht) endet mit Geschrei. Wir waren mal eine Woche lang nachts bei 5 h Schlaf am Stück und seit über nem Monat sinds erst 2-3 und dann fast stündlich. Er krümmt und windet sich und wacht schreiend auf. Oft muss er dann pupsen. Am schnellsten schläft er durch Stillen ein und dabei pupst er auch, in die Armbeuge legen und schuckeln geht auch manchmal. Der Kia hat auf Leistenbruch untersucht, konnte aber nix feststellen.


Halimon

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Antwort auf Beitrag von Rachelffm

Danke! Tröstlich irgendwie, dass wir nicht alleine sind. Meine geht immer kurz in die Überstreckung und schiebt sich ein Stück nach oben, Richtung Kopfende. Dabei Gemotze. Schön, dass der KiA bei euch nichts finden konnte, drück die Daumen für bald ruhigere Nächte!


Itzy

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Unsere 2 von 3 war ein sehr schlechter Schläfer. Nach 15 Monaten wo ich wirklich am Stock gegangen bin, war die Lösung sie sehr warm einzupacken. Entgegen jeglicher Empfehlung. Das hat tatsächlich geholfen. Bis heute, sie ist jetzt 13 Jahre, sage ich immer sie ist unser 95 Grad Kind. Ohne extreme Wärme schläft die bis heute schlecht. Im Alltag braucht sie das nicht.


Halimon

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Antwort auf Beitrag von Itzy

Danke für den Tipp, das probiere ich heute mal! Im Alltag ist sie auch eher warm und ist auch ein kräftiges Kind. Aber tatsächlich korreliert das besonders schlechte Schlafen mit den kalten Temperaturen draußen


sunnydani

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Meine Erfahrung bei zwei Schlechtschläfern ist, dass es normal ist und irgendwann von alleine besser wird. Ich hatte über Monate Nächte mit ständigem Aufwachen und stundenlangen Wachphasen mitten in der Nacht, bei beiden Kindern. Insgesamt hab ich 7 Jahre lang keine einzige Nacht durchgeschlafen. Beim Großen hab ich auch noch alles Mögliche probiert, weil ich dachte, dass das nicht normal ist. Es hat nichts geholfen und mein Kinderarzt sagte dann, den Kindern schadet es keineswegs, es ist lediglich für die Eltern anstrengend. Mit 2 Jahren wurde es besser und er wurde nur mehr 3 bis 5 Mal wach pro Nacht. Mit 4,5 Jahren hat er dann durchgeschlafen und seitdem schläft er so gut und brav, dass es sich gelohnt hat, dass ich das alles auf mich genommen habe. Der Kleine ist jetzt fast 3,5 Jahre, schläft vereinzelt durch, wird in der Regel aber noch bis zu 3 x wach. Damit kann ich jedoch leben und so, wie es jetzt ist, ist es purer Luxus für mich. Bei uns war vieles leichter, als ich akzeptiert habe, dass es ist, wie es ist und einfach Wege gesucht habe, wie ich dennoch zum meisten Schlaf komme. Alles Gute und viel Kraft!


Halimon

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Antwort auf Beitrag von sunnydani

Vielen lieben Dank. Das klingt hart - lange Wachphasen mitten in der Nacht sind Höchststrafe! Es beruhigt mich, dass dein KiA gesagt hat, dass der schlechte Schlaf den Kindern nicht schadet. Und dass es bei euch langsam besser wurde. Ich kann es ganz gut akzeptieren, wenn ich weiß, dass sie nichts körperliches drückt. Auch wenn es grade noch mal brutaler geworden ist, weil ich wieder um 06:00 aufstehen muss


Ruto

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Ich hatte/habe auch eine sehr schlechte Schläferin. Habe es auch immer wieder Zähnen, Phasen und Co zugeschrieben. Was soll ich sagen: In den ersten Lebensjahren passiert so viel, da kann man gar nicht immer ausmachen was die tatsächliche Ursache ist. Es ist eben so (sofern das grundsätzlich beim KiA abgeklärt und nichts Offensichtliches ist). Wenn sich bei meiner längere Wachphasen summiert haben, habe ich am Tagesschlaf manipuliert. Also sie früher geweckt, den zweiten Schlaf früh genug initiiert, damit sie abends müde ist. Muss aber auch sagen, dass ich es auch schon gegenteilig hatte, dass erst mehr Schlaf zu besserem Nachtschlaf geführt hat. Da hilft wirklich nur ausprobieren. Natürlich spricht nichts dagegen nochmal genauer hinzusehen. Aber ich würde mir nicht zu viel davon versprechen. Auch hier wurde es besser.


Jomama

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Antwort auf Beitrag von Halimon

Ja, es hilft schon mal, wenn andere sich auch outen, oder? Es wird ja sehr viel gelogen beim Thema Schlaf - als ob es ein Verdienst sei, wenn das Kind gut schläft. Wir haben hier auch einen kleinen Jungen, der Schlaf einfach unnötig findet. Seit seiner Geburt vor 4,5 Jahren ist er zwischen 4.00 und 6.00 wach. Er braucht auch nur 9- 10 Stunden Schlaf. Wachphasen von mehreren Stunden haben wir auch immer wieder. Seit neuestem ist die Nacht auch mal um 2.00 zu Ende . Das Positive: wir haben morgens immer ein waches, gut gelauntes Kind! Als das mit dem total früh Erwachen losging, haben wir angefangen, ein Schlafprotokoll zu führen. Danach werden dich Ärzte auf jeden Fall auch fragen. Ich habe dann auch viel im Internet gegoogelt und bin z.B darauf gestossen, dass eine Milcheiweiß- Allergie unruhig und schlaflos machen kann. Das könnte man ja sonst mal testen, indem man das weglässt (ist nicht ganz leicht, weil in 1000 Sachen drin). Bei uns tippe ich auf eine Soja- Allergie - seitdem wir das weglassen, ist zumindest das superfrühe Aufwachen beendet. Und eine weitere Stimme für Wärme - unser Sohn hatte begonnen, im Schlafanzug mit Decke zu schlafen - wir haben jetzt einen Schlafsack mit Füßen. Vielleicht trägt auch das dazu bei. Ganz allgemein kann man aber wohl auch hier einfach sagen: viele Phänomene sind eine Phase und gehen irgendwann vorbei. (Trotzdem kann ich aus eigener Erfahrung sehr gut verstehen, dass man händeringend nach Erklärungen sucht!)