Elternforum Rund ums Baby

Schlagt mich nicht aber ich möchte mal eure Meinungen

Schlagt mich nicht aber ich möchte mal eure Meinungen

LoveMum

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Und nicht nur wegen heute hier in den Foren sondern weil es mich auch irgendwie betrifft: Ist ein Selbstmörder egoistisch und verantwortungslos oder einfach nur krank und man sollte vollstes "Verständnis" haben? Ein sehr guter Freund von uns hat sich vor einigen Monaten das Leben genommen weil er wieder drogenabhängig war (nachdem er 10 Jahre clean war). Er hinterlässt seinen 11jährigen Sohn der überhaupt nicht damit klar kommt. Eine 12jährige Gymnasiastin aus der Nachbarschule meiner Söhne erhängt sich an ihrem Hochbett weil ihr Freund Schluss gemacht hat. Die Eltern, die nur diese Tochter hatten, kommen darüber nicht hinweg, die Mutter ist eine gebrochene Frau und um 20 Jahre gealtert...


Andi68

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Antwort auf Beitrag von LoveMum

kommt der gute freund aus hövelhof?


LoveMum

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Antwort auf Beitrag von Andi68

Nein, Emsland.


desire

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Antwort auf Beitrag von LoveMum

Ich kann nur sagen dass ein echter Selbstmörder in dem Moment für Egoismus oder andere Menschen keine Augen mehr hat. In dem Moment wo sich jemand vor einen Zug wirft, aus dem Fenster springt oder sich die Pulsadern aufschneidet hat nur noch im Sinn möglichst schnell zu sterben. Ich würde nicht sagen Egoismus...sondern pure Verzweiflung.


wazi

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Antwort auf Beitrag von desire

ich würde auch sagen verzweiflung mein onkel warf sich damals vom hochhaus weil er stimmen hörte und die ihn dazu trieben. er schrieb oben auf ein abschiedsbrief. er suchte hilfe bekam aber keine!


Teufel89

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Antwort auf Beitrag von LoveMum

es ist krank. keiner bringt sich um, nur weil es ihm aus spaß so einfällt. seelische schmerzen können in manchen fällen vor allem anderen siegen...


sanja24

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Antwort auf Beitrag von Teufel89

sehe ich auch so. Niemand der es fertig bringt seinem eigenen Leben ein Ende zu setzen ist egoistisch, sondern einfach verzweifelt. Auch wenn der schlimmste Schmerz an die Hinterbliebenen hinterlassen wird.


Julia+3

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Antwort auf Beitrag von Teufel89

Sehr schwieriges Thema. Ein guter Freund meines Vaters hat sich dieses Jahr nach schwerer Krankheit umgebracht. Er hinterlies 3 erwachsene Kinder, seine Frau und 3 Enkelkinder. Irgendwie schwankte es bei uns allen ständig zwischen "wie schlecht ging es dir wohl das du nicht mehr bleiben konntest?" und "hätte das jetzt wirklich sein müssen, deine lieben hier alle allein zu lassen". Irgendwie tut es das immernoch ein bisschen. Wobei ich mittlerweile auch denke, er muss sehr sehr sehr verzweifelt gewesen sein, sonst hätte er das nicht getan.


Falknerin

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Antwort auf Beitrag von Teufel89

Wer sich das Leben nimmt, befindet sich in einer Extremsituation, das kann man nicht "verstehen" - aber muss es akzeptieren. Man kann und darf darüber wütend sein, darf trauern und auch vergeben - und es ist immer ein gewaltsamer Akt.


Mitglied inaktiv

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ICH finde er ist krank verständnis kann man von gesunden nicht erwarten. aber sie sollen dann einfach nichts sagen ICH habe verständnis für selbstmörder das war aber auch nicht immer so


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von LoveMum

ich kann es nicht katagorisieren, für mich eine Mischung von allen, wobei ich vordergründig die Verzweiflung und die Krankheit sehe


Engel123

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für mich ist da KEINER egoitisch oder verantwortungslos....viele finden keinen anderen Ausweg mehr... das warum wird bei vielen immer stehen bleiben...


benny&yannick

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Antwort auf Beitrag von Schnuggel78

Meine Mutter hat 1984 eine Tochter ( 6 Wochen) durch den Kindstod verloren. 1994 meinen Vater ( 34) an einem Herzinfarkt und 2005 meine Schwester (20) an einer Lungenembolie nach einer Thrombose. Ich weiß nicht, wie oft sie schon das Lenkrad losgelassen hat. Ich weiß aber, dass sie es getan hat. Irgendwas, war immer stärker, dass sie wieder nach dem Lenkrad griff. Allerdings hätte ich als Tochetr vollstes Verständniss, wenn sie es für immer loslassen würde.


susafi

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Antwort auf Beitrag von LoveMum

mmh schwer... Ich finde es schon egoistisch und verantwortungslos... gerade wenn man Kinder hat... aber gerade den Schmerz von A. kann ich verstehen... für mich ist es unvorstellbar meine Kinder hier alleine zurückzulassen... wenn ich allerdings eins verlieren würde, wüsste ich nicht wie ich reagieren würde verurteilen würde ich dennoch niemanden...


Princess01

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Antwort auf Beitrag von LoveMum

Nein! Mein Mann hat dazu auch eine eigene, für mich gefühllose Meinung. Allerdings hat er auch noch nie wirklich was mitmachen müssen etc. Also grad wenn jemand auch krank ist, kann ich es verstehen diesen Schritt zu gehen und wer wüßte schon wie er selbst in dieser Situation fühlen oder handeln würde. Ob es nun wirklich richtig ist, dem ganzen Schmerz, welchem auch immer durch so eine Tat ein Ende zu setzen, wird keiner wirklich beantworten können. Wenn man Kinder hat sollte man stark sein, aber ob dieser Druck es nicht auch noch schlimmer machen kann? Ich finde es alles in allem sehr traurig, wenn jemand sein Leben nicht mehr lebenswert findet und immer Menschen zurück lässt, die darüber ewig traurig sein werden.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von LoveMum

Der Suizid ist das Risiko einer Depression. Die meisten Menschen, die sich umbringen, leiden an einer Depression, die nicht immer diagnostiziert wird. Eine echte Depression ist eine Krankheit. Also sind diese Menschen krank und können meist gar nicht erkennen, ob sie egositisch handeln, indem sie sich aus dieser Welt verabschieden oder nicht. Sie fühlen sich so wertlos und verzweifelt, das sie manchmal den Suizid nutzen, um z.B. ihre Angehörigen zu schützen (es geht ihnen besser, wenn sie mich nicht mehr ertragen müssen) Für die Angehörigen, die oft mit Schuldgefühlen zu kämpfen haben, ist eine Therapie ratsam. manchmal brauchen Angehörige aber auch ihre Zeit, bis sie bereit für eine Therapie sind.


LoveMum

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Antwort auf Beitrag von LoveMum

Eine schwere Krankheit, vor Schmerzen irre werden...ja den kann man verstehen.... Ein Kind verlieren, dem folgen wollen wenn man den entsprechenden Glauben hat...kann man auch verstehen.... Jemand, der total verschuldet ist....kann man den verstehen.... Einen Robert Enke, dessen Frau alles versucht hat....der eigentlich hätte zwangseingewiesen gehört....kann man den auch verstehen.... Einen Drogenabhängigen...der wieder drauf ist....kann man den auch verstehen....es gibt schließlich Hilfe, vor allem, wenn man es schon mal geschafft hat.... Eine 12jährige, die noch nichts von der wahren Liebe versteht....die vielleicht nur Spaß machen wollte...kann man die auch verstehen.... Ich weiß nicht, wie so ein Mensch denkt oder fühlt und bin wirklich froh darüber. Aber meine persönliche Meinung ist: Nichts auf der Welt rechtfertigt es, sein Leben selbst zu beenden. Nicht nur, weil man den Angehörigen den höchsten Schmerz damit zufügt... Und damit gehe ich jetzt schlafen, gute Nacht euch allen!