Elternforum Rund ums Baby

Schlaf: Feste Uhrzeiten oder „Bauchgefühl“

Schlaf: Feste Uhrzeiten oder „Bauchgefühl“

AndreaZ

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Hallo zusammen, Ich hadere schon länger mit einem Thema und wollte deshalb gerne ein paar Meinungen / Vergleichswerte von anderen Eltern einholen. Mir ist bewusst, dass es hier vermutlich sehr unterschiedliche Ansichten gibt :) Hintergrund: Wir haben uns seit der Geburt unseres Sohnes eigentlich erstmal komplett nach ihm und seinem Rhythmus gerichtet ohne feste Schlafenszeiten. Das hat ziemlich gut geklappt und er hat früh bereits bis zu 5h am Stück nachts geschlafen und ordentliche Nickerchen tagsüber gemacht. Mit 4 Monaten klappte es dann mit dem Tagschlaf irgendwann garnicht mehr und wir haben einen groben Zeitplan (also Uhrzeiten) für seine Nickerchen eingeführt der sich halbwegs an seinen „Wachfenstern“ (damals ca 2h) orientiert hat mit kurzen Vormittags und Nachmittags Nickerchen und einem längeren Mittagsschlaf. Zudem eine recht fixe Bettgehzeit von 19Uhr. Das hat erstmal geholfen und wieder gut geklappt. Jetzt ist unser Kleiner 7 Monate alt und sein Schlaf verschlechtert sich gerade wieder. Insbesondere wacht er oft sehr früh (4:30-5) auf und wehrt sich trotz eindeutiger Müdigkeit sehr gegen das Nachmittags-Nickerchen. Nun bin ich ständig hin- und hergerissen ob ich krampfhaft an einem (ggf angepassten aber geregelten) Zeitplan festhalten sollte oder mich lieber wieder nur nach meinem Baby bzw. dessen Müdigkeitsignalen richten sollte (unabhängig von Uhrzeiten). Fragen an Euch: 1. Glaubt ihr Babys brauchen konsistente Schlafens-Uhr-Zeiten (ggf mit aufwecken nach Zeit X) oder kommt es vorallem darauf an, dass Babys einfach dann schlafen (können / dürfen) wenn sie Müdigkeit zeigen und dann ggf auch so lange schlafen dürfen wie sie möchten? 2. Wie sieht der Schlaf / Wach Verlauf Eures Kindes (in welchem Alter!) über einen Tag grob aus? Ich freue mich auf die Diskussion! Danke und beste Grüße,


Mibu

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Antwort auf Beitrag von AndreaZ

Wir haben in den ersten Monaten immer geschaut, ob die Kinder müde waren oder nicht und sie einfach schlafen gelegt, wenn sie müde waren. Geweckt habe ich sie nie. Mit ungefähr sechs Monaten gab es einen konstanteren Rhythmus mit den Schlafenszeiten, aber da war auch immer eine gewisse Varianz drin, z. B. bei Krankheit, Zähnen etc. Tagsüber war der Mittagsschlaf ab einem Jahr fix. Das war mir auch wichtig, um einmal am Tag selber Pause zu machen.


Marie1989

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Antwort auf Beitrag von Mibu

Wie macht man diesen Mittagsschlaf fix? Wenn das Kind zu dem Zeitpunkt absolut nicht müde ist?!


Mibu

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Antwort auf Beitrag von Marie1989

Mit einem Jahr war der Tagesablauf so fix, dass die Kinder problemlos geschlafen haben.


Sille74

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Antwort auf Beitrag von Marie1989

... da weiß man, normalerweise wird das Kind jetzt müde. Klar kannst Du kaum völlig losgelöst vom Kind mal kurz "beschließen", es jetzt "hinzulegen" und dann schläft es sofort. Aber gewisse Zeitfenster zeigen sich schon und dann wird das halt die (ungefähre) "feste" Schlafenszeit.


sunnydani

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Antwort auf Beitrag von AndreaZ

Das ist sicher auch bei jedem Kind anders. Manche Kinder können sicher gut mit einem vorgegebenen Rhythmus umgehen bzw. ihnen tut das auch gut und bei anderen klappt das vielleicht gar nicht. Bei meinem Großen hatten wir etwa ein Jahr lang gar keinen Rhythmus. Ich habe ihn hingelegt, wenn er Müdigkeitsanzeichen gezeigt hat und das war nicht jeden Tag ganz gleich. Es gab schon Tage, die um die ähnliche Zeit waren, aber nicht jeden Tag. Es ist davon abhängig gewesen, wie schlecht er in der Nacht geschlafen hat und wann er morgens aufstand. Meistens war er nämlich etwa zwei Stunden nach dem Aufstehen in der Früh wieder müde und musste wieder schlafen. Bis 18 Monate hat er zwei Tagschläfchen gemacht, einen am Vormittag, etwa zwei Stunden nach dem Aufstehen und einen am Nachmittag. Ab 18 Monate ist er dann nur mehr einmal am späten Vormittag bzw. als er dann in der Krippe war, gegen 13 Uhr zu Hause schlafen gegangen und abends täglich um 19 Uhr. Bei meinem Kleinen hatte ich von Anfang an mehr Rhyhtmus, alleine dadurch, dass ich mit dem Großen morgens schon raus musste und nicht mehr so lange liegen bleiben konnte, wie er geschlafen hätte. Auch hatte ich mit ihm von Anfang an Therapien und Förderungen, viel mehr Arzttermine, da er ein Frühchen war und so war unser Tagesablauf von Anfang an strukturierter. Morgens sind wir meistens zwischen 5:30 und 6:30 Uhr aufgestanden und das erste Schläfchen hatte er dann lange gegen 9 oder 9:30, sein zweites Schläfchen dann meistens gegen 13 Uhr, aber da bin ich mir gar nicht mehr so sicher (ist schon wieder so lange her...). Jetzt ist er 2,5 Jahre alt und macht noch Mittagsschlaf. Zu Hause macht er den gegen 10:30 oder 11:00 Uhr schon und bei der Tagesmutter erst nach dem Mittagessen gegen 12:30 Uhr. Der Unterschied klappt aber für ihn. Abends geht es gegen 18:30 Uhr ins Bett. Als er noch kleiner war, ist er teilweise schon um 18:00 Uhr ins Bett gegangen. Er schläft aber immer noch nicht durch und die Nächte sind sehr unterschiedlich. Also bei uns war es bei beiden Kindern ganz anders und ich kann gar nicht sagen, was jetzt so viel besser war. Natürlich ist es für uns Erwachsene einfacher, wenn man einen ungefähren Tagesablauf hat, und bei Geschwisterkindern geht es auch einfach nicht mehr so, dass man sich komplett nach ihnen richtet, da ja die älteren Kinder auch schon da sind und die kleineren sich da dann auch den größeren irgendwie mehr anpassen müssen. Ich würde es so machen, wie es sich für euch am besten anfühlt und passt. Ihr könnt ja eine Mischung auch machen, dass eben manche Schläfchen, bei denen es gut klappt, wie abends ins Bett z.Bsp. eine fixe Zeit habt und bei anderen Schläfchen eben eher nach dem Rhythmus des Kindes schlafen gegangen wird. Es ist einfach immer ein Ausprobieren und es ändert sich auch oft wieder. Alles Liebe!


PcPeace

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Also wir haben auch keine festen Uhrzeiten, aber ich weiß ungefähr nach welcher Zeit sie müde wird. Die kleine ist jetzt 16 Monate. Wenn sie z.b. um sieben aufsteht wird sie auf ca. 11.30 Uhr hingelegt wenn sie erst um acht wach wird dementsprechend eine Stunde später. Am Abend richte ich mich auch danach. Kenne viele Eltern die auf feste Zeiten bestehen und die meisten Kinder haben enorme Probleme mit dem einschlafen ( höre ich jeden Tag bei den Nachbarmädels, die gehen jeden Tag um 19.30 Uhr ins Bett, aber man hört sie bis 23.00 Uhr immer wieder herumlaufen) vor allem wenn die Kinder älter sind. Finde es da schon wichtig auch auf die Kinder zu achten und nicht nur auf die Zeit.


Dezemberbubsel

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Mein Sohn ist 7 Monate alt und geht abends um 18:00/18:15 ins Bett. Tagsüber schläft er 3x ca. 30 Minuten. Er ist immer ca. 2 Stunden wach zwischen den Schläfchen und ich lege ihn wieder hin, wenn ich merke, dass er müde ist. Feste Uhrzeiten gibt es da nicht. Mittlerweile achte ich darauf, dass er nach 16:00 nicht mehr schläft.


AndreaZ

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Antwort auf Beitrag von Dezemberbubsel

Interessant! Darf ich fragen wie früh er dann morgens wach ist? Für mich ist 19Uhr gefühlt schon früh beim ins Bett bringen, ich hätte Angst dass er mir dann um 4Uhr morgens wach wird und ausgeschlafen ist hihi :)) Die Kombi aus einem fixen Rahmen und flexiblen Nickerchen könnte ja vielleicht ein Kompromiss aus beidem sein...


As

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Ich bin ein Fan von festen Schlafenszeiten, hatte aber wahrscheinlich mit meinen recht pflegeleichten Kindern Glück, dass sie es fast problemlos mitgemacht haben. Ich habe das ziemlich "Old Style" gehandhabt und sie immer um 18.30 ins Bett gebracht. Phasenweise gab es auch mal Einschlaftheater, aber dann nicht wegen mangelnder Müdigkeit. Wenn sie nicht grade krank waren, sondern nur überreizt oder übermüdet, hab ich sie nie aus dem Bett genommen, sondern mich dazugesetzt und getröstet, Fontanelle von hinten nach vorn gestreichelt ( da hatten meine so einen Augenschließ-Reflex )... Super hilfreich war ein (vorher länger getragenes, bisschen " muffliges") Schlafanzugoberteil von mir, in Kuscheltücher zerschnitten, das ich mit ins Bett gegeben hab. Achtung, das darf man nicht bei kleinen Babys machen, die können sich da drin einwickeln. Abends um 10 hab ich immer nochmal gestillt, da war dann meistens Ruhe bis halb 6. Um die Zeit sind meine Kinder leider immer aufgestanden und waren dann putzmunter, d.h. die Nacht war auch für mich zuende. Das war für mich der Preis für den ungestörten Abend.:) Dieses Teil durfte NIE gewaschen werden. Zu deinen Fragen: 1. Ja, glaube ich, weil man sich dadurch den Tag selbst relativ vorhersehbar strukturieren kann und mehr schafft. Außer bei Krankheit sind meine Kinder nie "außer der Reihe" eingeschlafen...leider:) 2. 5.30 bis 6.00 war aufwachen, spätestens halb 11 haben sie wieder gepennt, wahrscheinlich dann nachmittags nochmal, aber daran erinnere ich mich nicht. Sie sind mit 1,5 in die Krippe gegangen und haben dort bis ca 14.00 geschlafen, danach bis 18.30 Uhr nicht mehr. Nachteil der Regelmäßigkeit: Selbst als Teenies haben sie pünktlich 13.00 Hunger, da gibt's keinen Aufschub. Nervig. LG As


Fleurdelys

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Hallo! Gute Frage, die stelle ich mir bei unserer Tochter (6,5M) auch immer wieder :) Zu 1: Da das Schlafverhalten ja je nach Kind und Alter unterschiedlich ist, und auch die Bedürfnisse der Familienmitglieder unterschiedlich sind, kann ich das nicht so pauschal beantworten. Ich denke aber, da Kinder ja oft auch Geschwister haben, ist es häufig gar nicht möglich, sich da an einen genauen „Plan“ zu halten. Die Kinder zeigen einem ja, wenn sie müde sind, und holen sich so den Schlaf, den sie brauchen (mit Hilfe der Erwachsenen). Natürlich ist ein grober Tagesablauf nicht verkehrt, und eine feste Bettgehzeit finde ich auch sinnvoll, da sich der Nachtschlaf ja vom Tagschlaf sehr unterscheidet. Und ab einen gewissen Alter pendelt sich das oft von ganz alleine ein, bzw. gibt es immer wieder Phasen, wo sich das Schlafverhalten komplett ändert. Meiner Meinung nach ist es einfach zu viel Aufwand, sich darum Gedanken zu machen, wenn es nicht wirklich für den eigenen Tagesablauf essentiell ist. (Sage ich nachdem ich mir ewig darüber den Kopf zerbrochen habe hahaha) Zu 2: Meine Tochter macht aktuell 2-3 Schläfchen am Tag, abhängig davon wann sie morgens aufgewacht ist (ich möchte sie morgens nicht aufwecken wenn nicht unbedingt nötig). Wenn sie später aufgewacht ist, kann es sein dass sie nur 2x schläft und dafür bringe ich sie dann etwas früher ins Bett. Aber grundsätzlich hat es sich hier in den letzten Wochen gut eingependelt, sodass ich sie meistens zur üblichen Zeit zum Schlafen bringen kann, das klappt mal besser, mal schlechter. Manchmal ist sie einfach noch nicht müde, dann „zwinge“ ich sie auch nicht zum Schlafen. Aktuell ganz grob: ca. 6:30 Uhr aufwachen, Schläfchen 1 gegen 9:00-10:00, Schläfchen 2 gegen 12:30-14:00, Schläfchen 3 gegen 16:30-17:15 Uhr, Bett gegen 19:30 Uhr (das wäre der perfekte Tagesablauf, ganz so perfekt ist es nie aber darauf lege ich es auch nicht an :))


AndreaZ

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Antwort auf Beitrag von Fleurdelys

Danke für die ausführliche Antwort! Euer idealer Tag sieht unseren Zeitplan tatsächlich sehr ähnlich (dem SOLL nicht unbedingt dem IST :)) Leider ist er zur Zeit fasst immer um 5 oder 5:30 wach und bringt damit von Anfang an schon alles durcheinander. Und gibt mir das Gefühl dass der Plan nichtmehr so recht passt... Insgesamt habe ich das Gefühl es sind zu viele Stellschrauben an denen ich drehen könnte und ich bin mir grad nichtmal sicher ob das früh aufwachen von zu viel Tagschlaf oder von Übermüdung am Abend (nachmittags Nickerchen klappt zur Zeit öfter nicht gut) kommen. Alles etwas rätselhaft und man macht sich in der Tat viel zu viele Gedanken!!


Fleurdelys

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Gerne! :) Meine wacht in letzter Zeit auch oft ca. 1 Stunde früher auf als vorher. Bei ihr sind die Tagschläfchen seit einiger Zeit etwas länger und ich vermute, dass sie dann einfach genug Schlaf hatte. Man kann sehr viel nachdenken und reininterpretieren, aber manchmal ist es vielleicht auch einfach nur tagesabhängig, ein Wachstumsschub, Baby zahnt, etc. Und ich kann zumindest von meiner Erfahrung her nicht bestätigen, dass meine Tochter nachts weniger schläft, wenn sie am Tag zuvor übermüdet war. Es spricht denke ich nichts dagegen, sich an einem groben Ablauf zu orientieren und den dann eben wenn nötig anzupassen. Doof ist es nur immer, wenn dann z.B. Essen oder Baden nicht mehr so recht in den Tagesablauf reinpassen wollen. Aber da versuche ich möglichst locker zu bleiben, denn sonst gibt das für mich nur zusätzlichen Stress...! Ich glaube nämlich auch, dass einem das natürliche Gefühl irgendwann abhanden kommt, wenn man sich zu sehr nach der Uhr richtet (und nicht gerade super pflegeleichte Kinder hat). Und wie gesagt ändert sich das Schlafverhalten ja noch oft, sobald man da seine Routine raushat ist plötzlich wieder alles anders :,)


Baerchie90

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Wir haben ab dem ersten Kind "in den Tag hinein gelebt". Geweckt wurden meine Kinder nur, wenn es sein musste, wenn wir beispielsweise Termine hatten oder es sich im Alltag nunmal so ergab - was eher selten der Fall war. Auf die Bettgehzeit achten wir erst seit dem Kindergartenstart, wobei wir da auch recht flexibel waren mit einem Zeitfenster von etwa 2 Stunden. Dank Corona leben wir jetzt wieder in den Tag hinein, nur mittwochs muss ich Sohnemann (1. Klasse) manchmal wecken, da er um 8 Uhr zum Video-Chat mit der Schule erwartet wird. Ansonsten folgen wir da ganz unserem Bauchgefühl und nicht der Uhrzeit.


AndreaZ

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Antwort auf Beitrag von Baerchie90

Cool und spannend! Wie gut hat das denn bzgl schlafqualität für Euch und die Kinder funktioniert? Also zb so Themen wie längere Schlafphasen nachts, problemloses Einschlafen, tagsüber ausgeruht und nicht überdreht aber auch nicht nachts plötzlich hellwach, etc...? Ich glaube so hab ich es mir auch immer vorgestellt, bzw. erwartet, dass ich als Mama so wäre. In der Realität hat das mit 3,5 Monaten aber solche Probleme gemacht, dass wir das mit dem festen Rhythmus probiert haben, was eine Zeit lang auch super geholfen hat. Nachdem das damals erstmal gegen meinen Instinkt ging, dann aber so gut war, trau ich mich jetzt nicht mehr so ganz „nur“ auf mein Bauchgefühl zu hören... aber ich beneide euch! Das klingt wirklich schön :)


Baerchie90

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Bei Kind 1 war es total unkompliziert, da wir Erwachsenen eh meistens bis Mitternacht wach waren, war es für uns total irrelevant, ob das Kind um 18, 20 oder 22 Uhr eingeschlafen ist. Beim Aufstehen das selbe: es war egal, ob wir um 6, 8 oder 10 Uhr aufgestanden sind, da wir da keinerlei Vorgaben hatten. Bekam ich nachts zu wenig Schlaf, hab ich mich tagsüber mit Sohnemann nochmal hingelegt. Erst mit dem zweiten Kind (2 Jahre Unterschied) mussten wir uns da etwas neu sortieren, da die kleine eher eine Lerche ist, im Gegensatz zum Großen, der eher als Nachteule durchgeht. Aber auch das lief sich irgendwie zurecht, anfangs bin ich gerne mit Töchterchen zu Bett gegangen und Sohnemann kam dann mit dem Papa später hinterher. Unterm Strich haben wir alle genug Schlaf abbekommen, nur in Krankheitsfällen oder Wachstumsschüben nicht, aber das ist denke ich mal nichts ungewöhnliches. Das morgendliche Wecken für den Kindergarten war für unseren Sohn eine recht krasse Umstellung, anstatt abends früher ins Bett zu fallen, fing er aber einfach wieder mit Mittagsschläfchen an, den er eigentlich bereits vor dem zweiten Geburtstag nicht mehr hielt. Nach ein paar Wochen legte sich das aber auch. Töchterchen hatte "von vornherein" einen "Kiga-tauglichen Schlaf", da hat sich in den letzten 5 Jahren auch nichts dran geändert. Achja, längere Schlafphasen hatten meine beiden von Anfang an. Sohnemann schlief nach 2 Monaten bereits seine 10-12 Stunden am Stück, allerdings nie vor 22 Uhr Töchterchen zumindest ihre 5 Stunden am Stück (meist von 23 - 4 Uhr), davor und danach wurde sie nur zum Stillen wach und schlief dann weiter.


Irish83

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Wir hatten immer nur abends feste schlafenszeiten. Wobei die auch nicht in Stein gemeißelt waren, war ein Kind müde ist es eben früher ins bett, waren wir unterwegs dann auch mal später. Tagsüber orientierte ich mich am Kind.


Ruto

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Hier, 6 Monate alte Tochter, ist es eine Mischung. Habe den Mittagsschlaf schon sehr früh eingeführt, die ersten Tage mühsam. Sie braucht ihn aber und holt sich da relativ konstant 2 Stunden Schlaf. Trotzdem achte ich auf ihr Signal. Das "Wann" richtet sich absolut nach ihrem Empfinden. Wenn es mal nicht so klappt (wir unterwegs sind und das Ritual entfällt), muss ich damit Leben, dass sie kürzer schläft und die Stimmung entsprechend ausfällt. 1. Eine Mischung. Ich glaube, Babys haben ab einem gewissen Alter ein Bedürfnis nach Beständigkeit. Mit Ritualen, die das unterstützen, kann man nicht früh genug anfangen, finde ich. Auch, Wenn sich die immer nach dem Schlafbedürfnis der Kleinen richten sollten. Es nützt ja nichts, an einer Uhrzeit festzuhalten, wenn die zur Folge hat, dass das Einschlafen ein Kampf wird und das Aufwachen nach Elternempfinden viel zu früh ist, weil sich der Schlafbedarf einfach verändert hat. 2. In etwa folgendermaßen (Alter 6,5 Monate): - 19/20 Uhr bis 6 Uhr: Nachtschlaf mit 1-2 Still Unterbrechungen - ca 9 Uhr: 30 Minuten Nickerchen im Tragetuch - ca 11:30 - 13:30: Mittagsschlaf - 16 Uhr: 40 Minuten Nickerchen im Kinderwagen oder im Tragetuch Der Vormittagsschlaf entfällt manchmal, dann rutscht der Mittagsschlaf zeitlich nach vorne, und je nachdem gibt es an frühen Abend nochmal ein Nickerchen. Ich bin bei allen flexibel, außer, dass es einen Mittagsschlaf von mindestens 1,5 Stunden geben muss (hier jedenfalls, weil echter Bedarf vorhanden) Und ich morgens nicht vor 6 Uhr aus dem Schlaf gerissen werden möchte (was zur Folge hat, dass ich den Nachtschlaf entsprechend lenken muss). Ein schlafendes Baby würde ich niemals wecken, außer es ist unumgänglich (z.B. wichtiger Termin). Ein wenig Lenken ist dafür meistens möglich, z.B. Raum Abdunkeln, Tragetuch o.ä. schon vor der üblichen Zeit, oder durch Ablenken bis zu 30-45 Minuten Schlaf nach hinten zögern. Hatten vor ein paar Wochen noch ein weiteres Nickerchen, das wir aber gestrichen haben. Seitdem wacht sie nicht mehr für 2 Stunden in der Nacht auf. Letztlich muss man aber sagen, dass das von Baby zu Baby sehr unterschiedlich sein kann. Hier war schnell ein Rhythmus da. Da ist das natürlich einfacher.


Dezemberbubsel

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Um 18:00/18:15 machen stille ich zum einschlafen, mein Sohn wacht dann nachts 2x auf (wieder stillen) und morgens ist er dann gegen 6:00 richtig wach. Der große Bruder geht auch schon immer zu dieser Zeit ins Bett, das hat immer gut gepasst für uns. Jetzt gehen beide zur gleichen Zeit und spätestens um 19:00 haben wir Feierabend. Liebe Grüße


Erika28

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Hi, Bei einer Freundin war es so dass sie strickt nach 2 Stunden wach das Baby hingelegt hat. Im nachhinein hat sie selber gesagt dass sie es bereut weil sie sich viel zu viel Stress gemacht hat und auch selber ALLES nach dem Baby gerichtet hat... Unsere Kleine ist jetzt ein Jahr alt. Die Bettgehzeit Abends ist ziemlich fix um 19 Uhr. Variiert nur mal ca. 15 min je nach dem ob sie extrem müde ist oder wir später mit essen fertig sind. Tagsüber schläft sie nur noch ein mal ca 45 min so zwischen 13 und 14 Uhr. Das variiert aber schon mal mehr und manchmal schläft sie vorher z.b. im Auto ein und ist dann erst wieder so um 16 Uhr müde. Was natürlich blöd ist wegen dem Abend Rhythmus. Aber ich lasse sie dann trotzdem schlafen. Wachhalten würde ich sie nie, aufwecken auch nicht.


Erika28

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Antwort auf Beitrag von AndreaZ

Achso zu deinem Fall noch, ist mir so beim lesen der Gedanke gekommen dass dein Baby tagsüber zu viel schläft... ich würde da ansetzen. Vll ein Tageschlaaf weglassen dann pendelt sich das ein und schläft morgens länger.


AndreaZ

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Antwort auf Beitrag von Erika28

Den Verdacht hatte / hab ich auch schon! Besonders da er sich oft gegen den Nachmittags Schlaf wehrt. Gleichzeitig wirkt er aber am Nachmittag bzw frühen Abend immer sehr müde... Danke für den Tipp :)


Mitglied inaktiv

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Ich habe es so gehalten dass es nachts strikt ruhig war,es wurde im Bett geschlafen ab ca 20 Uhr,es wurde nur gestillt und gewickelt,sonst nichts und das war nie ein Problem Tagsüber haben meine am besten bei uns geschlafen,im Wohnzimmer oder wo wir Grade waren,da bin ich teilweise nach dem Bedürfnis gegangen,das kommt aber stark aufs Kind an,meine Große ist einfach überall eingeschlafen wenn sie müde war,und wach bekommt man sie heute mit 18 noch nicht wenn sie nicht ausgeschlafen ist,die Mittlere hatte da festere Zeiten,und die Kleine hat eigentlich immer eine ganze Zeitlang feste Zeiten gehabt,ausser ihr Schlafbedürfnis hat sich geändert Wenn es tagsüber mit dem Schlafen partout nicht mehr klappt dann ist meist ein Schlaf hinfällig,bis er wirklich ganz ausfallen kann kann übergangsweise unterschiedlich sein,bei meinen ist es meist für ein paar Tage ausgefallen,dann musste es einen Tag wieder sein,und irgendwann fiel es ganz aus Meine Kinder haben sehr unterschiedlich geschlafen,die Große hat auch mir vier noch oft einen Mittagschlaf gemacht,die Jüngste hat den einzigen Tagschlaf mit ca einem Jahr abgeschafft und schläft seitdem nachts von 19-7 ,sie ist jetzt vier und es ist ziemlich so geblieben. Mit 7 Monaten hat die Kleine nur noch einmal am Tag geschlafen,ist sie mir warum auch immer zweimal eingeschlafen könnte ich die Uhr danach stellen dass sie um die Zeit die sie am Tag zuviel geschlafen hat abends später zu Bett ging oder morgens früher wach wurde. Ich glaube ein richtig oder falsch gibt es da gar nicht,wer es intuitiv.macht und feststellt das Kind ist damit unausgeglichen,während feste Zeiten prima passen dann wird man sicher umstellen,anders Rum kann es einem aber sicher auch gehen,ich habe jedenfalls nie versucht die Mädels krampfhaft zum Schlafen zu bringen,meist hatte es schon einen Grund wenn es Theater gab.