Elternforum Rund ums Baby

Schläft nur Tagsüber in der Trage

Schläft nur Tagsüber in der Trage

Sojust

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Guten Tag Ihr Lieben Mein Sohn ist 4 Monate jung und wurde 1 Woche nach der Geburt 2x am Darm operiert (Eine Verengung) Wir waren mit Ihm 27 Tage im Krankenhaus. Nun zum eigentlichen (Problem) Er schläft Tagsüber nur in der Trage ein und mag den Kinderwagen auch überhaupt nicht. Abends gehen wir mit ihm 19Uhr ins Bett und da schläft er an der Brust ein und zwischen uns im Familienbett. Im Beistellbett mag er nicht schlafen. Ich probiere es fast jeden Tag, mich mit ihn Tagsüber ins Bett oder auf die Couch zu legen. Stille ihn, lege ihn neben mir, kuscheln, singen, vorlesen ( so wie auch am Abend) ,aber er schreit dann nur und weint bitterlich. Nehme ich ihn dann in die Trage, zack schläft er ein. Ich weiß, dass er die Nähe dolle braucht ( vllt auch durch den Krankenhausaufenthalt) Und deshalb kriegt er die auch rund um die Uhr, was ich auch sehr genieße. Aber er wird irgendwann zu schwer und so könnte er sicherlich auch mal besser schlafen. Schläft im Durchschnitt nur eine dreiviertel Stunde. Hat das jemand auch gehabt und wie hat sich das geändert ? Soll ich es einfach immer probieren? Er weint aber immer so dolle und ist einfach dann nur traurig mit der Situation. Das zerbricht mir dann das Herz. LG und vielen lieben Dank


Windpferdchen

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Hallo, das Problem ist natürlich hausgemacht, auch wenn es gut gemeint war. Du hast Deinem Sohn beigebracht, nur mit diesem engen Kontakt (im Bett nur zwischen Euch, tagsüber nur in der Trage) zu schlafen. Nun hat er es so gelernt, warum sollte er diese liebgewonnene Gewohnheit aufgeben wollen. Beim ersten Kind passiert so etwas leicht, das ging mir bei meiner Tochter ganz genauso, auch ganz ohne Krankenhaus-Aufenthalte. Ich weiß, anfangs genießt man als Mutter diese innige Nähe. Aber irgendwann merkt man, dass der Alltag und auch die Nächte dadurch doch sehr anstrengend und eingeschränkt werden. Und dann ist es schwer, dem Baby das, was man ihm selbst angewöhnt hat, wieder abzugewöhnen. Man muss es klar sagen: Das geht nicht schnell und auch nicht ohne Konflikt. Es gibt für Deinen Sohn ja keinen Grund, auf die gewohnte, erlernte Schlafweise zu verzichten. Seine Schlafgewohnheiten zu ändern, ist ein sehr kleinschrittiger, längerer Prozess. Du kannst ihn immer wieder kurz so schlafen legen, wie es Deinen Vorstellungen entspricht. Wenn er weint, nimmst Du ihn wieder auf. Allmählich kannst Du diese kurzen Augenblicke etwas verlängern, auf eine Minute, auf zwei. Kannst ihn erstmal ablenken, wenn er knöttert, anstatt ihn gleich wieder hochzuheben und in die Trage zu tun. So kannst Du diese Momente etwas ausdehnen. Ganz allmählich (da geht es eher um Wochen als um Tage) wird die alte Gewohnheit sich etwas lockern. Er wird die ersten Male „aus Versehen“ in der neuen Position einschlafen. Bei mir selbst war es so, dass ich daraus für zweite Kind gelernt habe. Ich habe meinen Sohn von Anfang an wach in seine Wiege (die neben unserem Bett stand) gelegt. Ich habe ihn nur beim Spazierengehen in der Babytrage getragen, aber nicht tagsüber im Haus. Er war trotzdem immer bei mir (auf einem Schaffell, später in der Wippe). Er wurde endlos beschmust, bekuschelt, auf dem Arm gehalten, während ich ihm vorsang usw., so dass es ihm nicht an Nähe fehlte. Er schlief immer mit einem seligen Lächeln und auf mich gerichteten Blick ein, das war nie ein Problem - und das, obwohl er im Gegensatz zu meiner Tochter gleich zwei Klinikaufenthalte im ersten Lebensjahr hinter sich hatte. Ein Baby bekommt einfach auch dann alle Nähe, wenn es nicht 24 Stunden am Tag an einem klebt. Es geht ihm dann eigentlich sogar besser, weil es eine ausgeruhtere Mutter hat. Von daher: Begib Dich auf den langen, geduldigen Weg, Deinen Sohn ein wenig von Dir zu lösen. Und trau Dich beim nächsten Kind vielleicht einfach, von Anfang an etwas besser auch auf Deine Bedürfnisse zu achten. Das ist etwas Gutes, und davon profitiert auch Dein Kind. LG


2o11

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Kind 1 hat geschlafen wo es gerade war egal ob laut oder leise... Liebte den Kinderwagen, schlief allein, wollte das eigene Bett. Kind 2 war und ist das ganze Gegenteil. Kinderwagen wurde gehasst, beistellbett ebenso. Er schlief ganz lange auch nachts nur auf meinem Bauch und tagsüber nur auf mir oder in der trage. Und auch nur bei mir! Keiner durfte ihn anfassen oder gar auf den Arm nehmen. Kind 3 war eine Mischung aus 1 und 2. Kinderwagen und trage wurden gleichmasen geliebt. Geschlafen wurde nachts nur neben mir, allein ging nie. Hier hat mir eine federwiege sehr geholfen, da zwischen Kind 2 und 3 nur 25 Monate lagen. Auch jetzt mit bald 2,5 Jahren schläft er nach wie vor nur nachts neben mir. Kind 2 schläft ab und an auch im Familienbett. Ich würde versuchen das er allein schläft, aber auch nicht enttäuscht sein wenns nicht klappt. Ihn auch überhaupt nicht weinen lassen. Er braucht die Nähe. Genieß es. Mit 18 Jahren wird es garantiert nicht mehr so sein ;) Ich find das hat auch nichts mit verwöhnen zutun sondern viel mehr mit Bedürfniserfüllung und Zuneigung.


Yeliabx

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Hallo, Einem 4 Monate alten Kind kann man nichts "anerziehen". Es gibt Kinder, die diese Nähe brauchen. Ich habe hier auch so eine Kuscheltante, fast 5 Monate. Statt der Trage, lasse ich sie tagsüber nun auf dem Arm einschlafen und lege sie erst, wenn sie tief schläft ab. Das klappt nicht immer und selten länger als 30min. Danach muss ich sie wieder hoch nehmen, damit sie weiterschläft. Sie schafft es nicht allein weiterzuschlafrn. Das liegt aber nicht an meiner "Erziehung", sonder an ihrer Reife. Ihr Gehirn ist noch nicht in der Lage die Schlafphasen zu kombinieren und sich selbst zu beruhigen. Mir hilft dieses Wissen, um locker zu bleiben (Klappt natürlich auch nicht immer, aber ich rede es mir ein). Ich lege sie auch ca 19Uhr in unserem Bett schlafen, da klappt es mit stillen und lesen. Vor einem Monat ist sie noch jedes Mal wach geworden, wenn ich gegangen bin. Jetzt läuft es ganz gut, bis auf weniger kontrollen zu Beginn, wo ich denn stecke. Das Beistellbett ist ihr auch viel zu weit weg. Die Hebamme hier hat mir einige Tips gegeben. Ich sollte schauen, was sie bei uns im Bett hat, was sie nicht hat. Nach vorwärmen, weicher machen etc schläft sie immernoch sehr ungern da und wenn, dann knurrt sie laut und wälzt sich hin und her. Bei der Geräuschkulisse kriege ich auch kein Auge zu, also lieber leise und an meiner Seite, denn das, was ihr in ihrem Bettchen fehlt bin ich. Mach dir also keinen Druck. Wenn du die Nähe genießt, umso besser. Wenn es dich zu sehr einschränkt, halte dir vor Augen, dass dein Kind es einfach noch nicht kann und gehe kleine, ganz kleine Schritte mit ihm.


Schnegge89

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mein kind schlief tagsüber grundsätzlich nur 30 bis 45 Minuten am Stück (im bett liegend), dafür ca 4 bis 5 mal am tag. erst um den ersten Geburstag pegelte sich ein kurzer vormittagsschlaf und 2 stunden mittagsschlaf ein. und spätestens 18 uhr musste es dann schon ins bett, länger ging nicht. Ich wollte und konnte aber auch nicht einschlaftragen.


Erika28

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Hallo, es hört sich für mich so an als wäre er schon zu müde wenn du dich mit ihm tagsüber ins Bett legst... aber falls es nicht daran liegt könntest du versuchen deinen Kleinen ins Bett zu legen nach dem er in der Trage eingeschlafen ist. So mache ich es aktuell mit meiner Tochter (10 Monate) weil sie sonst nur an der Brust einschläft, ich sie aber tagsüber nicht mehr stillen möchte. Ich mach das immer so dass ich ca 10 Minuten warte und dann mit gleichmäßigen Bewegungen aufs Bett gehe. Öffne die Schnalle hinten und ziehe die trage erst auf einer seite runter und halte sie mit der anderen Hand, dann die andere Seite. Dann lege ich sie langsam hin und behalte meinen Körper aber ganz nah an ihr. Sie zuckt immer kurz, schläft aber weiter. Danach kann ich aufstehen und rausgehen. Probiere es mal, mit ein bisschen Übung geht das schon. Viel Glück!


Sojust

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Antwort auf Beitrag von Erika28

Vielen lieben Dank! So mache ich es auch teilweise und bleibe sogar bei ihm angekuschelt bzw halte seine Händchen fest. Das klappt aber 2 von 10 mal, ansonsten wird er dadurch wach, nach 5 Minuten wenn überhaupt.


Sojust

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Antwort auf Beitrag von Sojust

Lieben Dank für euren Rat und Ihr habt alle damit vollkommen recht, auch mit dem ersten Eintrag, dass es ja "Selbstverschuldung" war, aber er schlief am Anfang nur im Arm ein und das fand ich wo anstrengend, deshalb habe ich dann die Trage genommen. Naja, ich habe jetzt eingeführt, dass ich mich jeden Tag mit ihm zum Mittagschlaf gemeinsam hin lege. Das klappt so lala. Dauert locker eine dreiviertel Stunde, mit wippen auf dem Arm im Wechsel mit stillen und dann für 20-30min schlaf, aber vllt gewöhnt er sich so daran und merkt, dass es nichts schlimmes ist, mal so einzuschlafen