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Saugverwirrung oder Zuwenig Milch?

Saugverwirrung oder Zuwenig Milch?

Bo

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Hallo zusammen, ich brauche dringend Erfahrungen von Müttern denen es geht wie mir. Ich bekomme nämlich 1000 Diagnosen und Ratschläge und weiß nicht mehr was ich tun soll... Nach einem ungeplanten Kaiserschnitt hatte mein Kleiner in der Klinik nach der Brust immernoch Hunger u bekam Prenahrung. Schon in der Klinik wurden meine Brustwarzen wund u ich stillte mit Hütchen u Schmerzen. So ging es Zuhause weiter. Als ich dort nur gestillt hatte, nahm mein Sohn ab u ich musste wieder zufüttern. Jetzt ist er 5 Wochen. Links trinkt er MuMi, rechts pumpe ich seit 1 Woche ab damit die wunde Brustwarze endlich heilt, weil ich's nicht mehr ausgehalten habe und der Kleine trinkt dazu noch jedes Mal weitere 120-150ml Prenahrung. Ich trinke Stilltee, nehm Boxhornklee etc etc. meine Brust tropft fröhlich vor sich hin und dennoch wird er nicht satt. Es ist wahnsinnig viel Arbeit erst Links zu stillen dann Flasche u dann pumpen. Macht mich sehr unzufrieden....Und oft überlege ich es zu lassen... Auf der anderen Seite ist es unheimlich schön ihn an der gesunden Brust zu haben. Würde ihn so gerne voll stillen. Die Stillberaterin hier im Forum meint, dass der Kleine Saugverwirrt ist. Wenn ich ihn anlege sieht es von außen aber richtig aus u die Hebi meint auch, dass er richtig trinkt... Mit der Pumpe kommen nur 20-30ml pro Seite Hab ich also evtl doch Zuwenig Milch (kann ihm höchstens 1-2 Mahlzeiten pro Tag MuMi geben) oder Saugverwirrung? Halte nicht mehr lang durch so. Brauche Strom für Pumpe, wenn ich nicht pumpe tun irgendwann die Brüste weh u ich lauf aus u der ganze Flaschenaufwand ist auch noch da... Wer hatte auch so ein Problem und wie habt ihr das in den Griff bekommen? LG


Mitglied inaktiv

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Ich hatte anfangs große Probleme mit dem Stillen, habe noch im Krankenhaus ausgestrichen, mit Hütchen gearbeitet, Salbeitee getrunken, beim zweiten Kind sogar zweimal eine halbe Abstilltablette genommen, WEIL ich zu viel Milch hatte. Dadurch war die Brust sehr prall und beide Mädels konnten nicht richtig trinken. Ein Kind war sogar ein Frühchen, da habe ich noch länger abgepumpt und mit Hütchen gearbeitet. Eigentlich kann ich Dir nur die Empfehlung geben, weiter die Hütchen zu nehmen (ich habe nach zwei Monaten beim Frühchen dann endlich ohne Hütchen stillen können), da Du ja schon mit Deiner Hebamme vor Ort Kontakt hattest. Von der Beschreibung herkönnte ich mir vorstellen, das du zu viel Milch hast, also eigentlich die geborene Amme bist ;-) Aber frag bitte noch einmal Deine Heb-Amme. Vielleicht bekommst Du das auch noch gut wieder hin. Ich habe übrigens beide Kinder über 24 Monate gestillt, trotz der anfänglichen Probleme (ja, Schmerzen). Streichst Du die Brust unter der Dusche aus?


Bo

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Hallo Steffi, Danke für deine Antwort. Ne, ich streich nicht aus. Hab ja eher das Gefühl Zuwenig zu haben. Beim Abpumpen mit der elektrischen Pumpe, bekomm ich ja höchstens 30ml pro Brust raus :( Das ist echt wenig.... Kann das sein wenn man zuviel Milch hat?


Mitglied inaktiv

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Deine Beschreibung macht mir sogar jetzt noch "aua" und ich hatte definitiv zu viel Milch. Geholfen hat mir das "Ausstreichen" also unter die warme Dusche und etwas ausstreichen. Ich würde da definitiv die Hebamme vor Ort ansprechen (also die Nachsorgehebamme) oder wenn es das bei Euch gibt, zur Stilberaterin. Nimmt Dein Kind einen Schnuller?


Mitglied inaktiv

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Hmm, du bist da aktuell in einem ganz schönen Schlamassel bzw. Teufelskreis. Wunde Brustwarzen nach fünf Wochen deuten auf eine nicht richtig gelernte Saugtechnik hin. Das Baby saugt falsch, und saugt dich deshalb wund. Das wird verschärft durch die künstlichen Sauger, wie Flasche und Hütchen. Insofern hat Biggi Welter absolut recht... Ich kann dir nur sagen, was ich machen würde: sofort Flasche weglassen - die pfuscht dir in deine Milchproduktion, denn durch das gleichzeitige Abpumpen und Stilltee trinken regst du ja selbige weiterhin extrem an, und hast prompt zu viel, und kommst so nie zur Ruhe! Die Brust ist ein träges Organ, es braucht immer ein paar Tage, bis sie sich perfekt auf die herrschende Abfragelage Angepasst hat. Versuche, auch das Stillhütchen so rasch es geht auszuschleichen. Pumpe immer nur gerade so viel ab, bis die Brust aufhört, sich gespannt anzufühlen. Zwischendrin immer kühlen (geht prima mit einem Beutel TK Erbsen) und vor dem anlegen mit einem warmen Waschlappen wärmen. Die Pumpmenge sagt NIEMALS etwas über die Milchmenge aus! Die meiste Milch wird erst beim Saugen gebildet, und geübte es Babys saugen IMMER effektiver als jede Pumpe. Streiche alle Stressfaktoren aus deinem jetzigen Tagesablauf, und konzentriere dich auf RUHE und Stillen frei nach Bedarf... Dann sollte es bald besser laufen.


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Für die Behandlung der Wunden Warzen empfehle ich Bepanthen, die braucht man nicht abwischen vor dem Anlegen. Und lass immer viel Luft an die Warzen!


Bo

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Hmmm. Er trinkt links schon ohne Hütchen. Nur rechts tut das tierisch weh. Mit und ohne Hütchen :( Er schreit nachdem er die Brust hatte vor Hunger - will dann aber auch nimmer ran. Daher geb ich ihm die Flasche. Danach ist er zufrieden.... Soll ich ihn also schreien lassen u anlegen? Puh....


Bo

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Nachtrag: hab ihn teilweise 30-50 Minuten an der Brust u er danach noch richtig Hunger... :(


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das Du nicht aufgibst das wollte ich auch dazu sagen. Ist schwer, Dir einen Rat zu geben, ohne Dich, Dein Kind und Deine Brust zu kennen. Mallefiz und ich sind in dem Bereich meistens ähnlicher Meinung, hier aber nicht, wohl auf Grund unterschiedlicher Hütchenerfahrungen ;-) Von daher verwirren wir Dich nun auch. Mein bester Tipp wäre, das Du Dir da noch mal in der realen Welt zuschauen lässt. Du darfst die Hebamme "nerven", eventuell noch eine Stilberaterin von außen in Anspruch nehmen. ich drück die Daumen und hoffe, das Du das noch zu Deiner Zufriedenheit hinbekommst.


Mitglied inaktiv

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Bist Du Dir da sicher, das er noch Hunger hat? Oder ist es vielleicht etwas anderes, was ihn zum weinen bringt? Wiegst Du ihn vor und nach der Stilmahlzeit (musste ich beim Frühchen tun, da war dann klar, das sie gut getrunken hat, obwohl die Brust immer noch gut gefüllt war ;-))


Bo

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Er frisst fast seine Hand auf :) daher denke ich dass es Hunger ist. Zudem zieht er die Flasche runter als hätte er seit Stunden nix bekommen...


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Kann auch sein, dass du dir auf der Seite zusätzlich einen Soor eingefangen hast... Lass auf jeden Fall die Hebamme oder die Stillberaterin kommen (die Kosten dich beide nichts, zumindest wenn die Stillberaterin nicht von der LLL sondern von der AfS ist! ) und sich das alles nochmal genau angucken. Auch deine Anlegetechnik... Und natürlich solltest du ihn nicht schreien lassen, aber immer wieder probieren (am besten im Halbschlaf auf der "blöden" Seite), und vor allem selbst dabei ruhig bleiben! Du kannst es, und du schaffst es, wenn du dran bleibst und nicht ständig, bzw. dauerhaft mit künstlichen Saugern dazwischengehst...


kanja

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Das ist zu lange! So lange trinkt das Kind bestimmt nicht effektiv, sondern nuckelt und davon wirst du wund!!! Das Abpumpen kannst du keinesfalls als Maß für die milchmenge nehmen! Ich hatte sehr, sehr reichlich Milch, konnte aber kaum abpumpen. Ich würde eine stillberaterin aufsuchen.


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Tja, dein Baby hat eben gelernt, dass er beim Trinken aus der Flasche schneller Erfolg hat, es muss sich fast nicht anstrengen, und die Milch fließt quasi von allein in ihn rein. Ganz anders die Brust: er muss erst tüchtig ansaugen, bevor die Milch in Gang kommt, und so nimmt er deine Brust eher als Nuckel. Siehst du ihn deutlich und regelmäßig schlucken? Übrigens: an Fäustchen saugen ist kein Hungerzeichen. Das ist einfach abreagieren des offensichtlich starken Saugbedürfnisses...


Mitglied inaktiv

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Natürlich ist es sinnvoll, dass sie erstmal mit dem Hütchen weiter macht, bevor die Brustwarze völlig kaputt geht! Da bin ich ganz bei dir! Ich meinte auch nur, dass sie die so schnell es geht (also nicht jetzt gleich, aber bald) los wird. Das funktioniert am besten durch ausschleichen... Ich denke auch, reale Beraterinnen sind hilfreicher als ambivalente Tipps in einem Forum - so gern ich bei so etwas versuche zu helfen, es ist einfach nicht dasselbe als die Situation real analysieren zu können.


Bo

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Woran bemerk ich denn dann dass er noch hungrig ist? Schreien u Lippen lecken, Mund aufreißen, Hände saugen - das tut er alles....


Mitglied inaktiv

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Schreien ist das späteste Hungerzeichen! Da ist es natürlich schwer, den Murkel erstmal beruhigt zu bekommen, und ihn dann noch zum effektiven trinken an die Brust zu kriegen... Biggi Welter listet folgende Hungerzeichen auf: • saugende Bewegungen • Sauggeräusche • Lecken an den Lippen • die Zunge herausstrecken • Schnelle Bewegungen der Augen • Hin und Herdrehen des Kopfes (Suchbewegungen) • Ruhelosigkeit Händchen an den Mund führen ist übrigens nur bei Neugeborenen ein Hungerzeichen, dein Kind zählt altersmässig nicht mehr dazu.


LanaMama

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Hallo, halte durch, es war bei mir ähnlich und von einem Tag auf den anderen gingen alle Probleme weg und seitdem habe ich ein vollgestilltes Kind. Hat ca. 10 Wochen gedauert. Achte darauf, dass Du genug isst und so,wenig gestresst wie möglich bist (Haushalt, Verwandtschaft etc., dann hat Dein Körper genug Kraft für Euch beide. Und besser weniger Muttermilch als keine.


Bo

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10 Wochen... Bleiben noch 4 - das schaff ich. Der Stillberaterin hab ich auch schon auf Band gesprochen. Sind ganz schön beschäftigt in München...


Snaffers

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Also so ein Problem hatte ich nicht. Mein Ältester hat anfangs schlecht getrunken wegen Gelbsucht, im Krankenhaus haben sie immer mit Fläschchen rumgemacht deswegen. Ich hatte mehr als genug Milch, aber es dauerte ein Weilchen. Meine Hebamme daheim hat mir diesbezüglich gut geholfen. Mein Mittlerer hat von Anfang an super getrunken, abgepumpt bekommen habe ich bei ihm selten mehr als 20-30 ml - aber er hat nie auch nur ein Gramm abgenommen - dass beim Pumpen nicht genug rauskommt muss nicht heißen, dass du zu wenig Milch hast! Mein Jüngster lag 2,5 Wochen auf der Säuglingsintensiv und bekam abgepumpte Milch (da klappte es), als ich ihn dann endlich daheim hatte, habe ich mich und ihn ins Bett verfrachtet und von einem Tag auf den anderen komplett auf Stillen umgestellt (das erforderte Ruhe und Zeit nur für uns und viel Geduld von meiner Seite aus - Stillen war an den ersten beiden Tagen eher eine Sache von Stunden). Auch bei ihm hatte ich definitiv mehr als genug Milch, aber als ich dann stillte, klappte es mit dem Abpumpen auch nicht mehr wirklich - ich denke das war eine psychische Sache. Da du stillen möchtest, kann ich dir nur empfehlen, dass du, wenn du es dir leisten kannst, die Zeit nimmst, dich mit dem Kerlchen ins Bett packst, ihn häufig anlegst und schnellstens auf die Pre verzichtest. Denn 1. ja, es klingt nach Saugverwirrung 2. wenn du ihm Pre fütterst, wird bei dir nicht genügend Milch produziert und 3. da saugen an der Flasche einfacher ist, wird er, den leichten Weg wählen. Evtl. holst du dir zusätzlich zur Hebamme noch eine Stillberaterin zur Seite


Bo

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Antwort auf Beitrag von Snaffers

Danke für eure Hilfe. Schon allein beruhigend zu hören, dass nicht nur ich Probleme hab u es teilweise auch wirklich lang dauert bis es funktioniert.... Stillberaterin wird definitiv hinzugezogen!!


Mel+3

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Hallo, ich schicke dir mal eine große Portion Durchhaltevermögen Ich kenne auch wunde Brustwarzen, hatte ich bei jedem meiner 4 Kinder am Anfang ihrer Stillzeit. Und das auch als ich Tandem gestillt habe und meine Brust stillen ja gewohnt war als jeweils kleine Kind geboren wurde. Versuche es mal mit Teebeuteln schwarzem Tee. Aufkochen, abkühlen lassen, drauflegen. Hatte die andauernd aufliegen. Rotlicht und frische Luft (oben ohne im Bett liegen) sind auch super und wichtig! Und die Brustwarzensalbe PureLan von Medela pflegt die Brustwarzen toll! Wichtig beim stillen an wunden Brustwarzen ist auch der "Stellungswechsel" Im sitzen, im liegen und da gibt es viele verschieden Anlegarten. Lass dir mal viele von deiner Hebamme zeigen. Beim abpumpen bekam ich so gut wie nichts raus, Milch hatte ich immer mehr als genug! Hast du mal den Calma Sauger von Medela versucht? Da muss dein kleiner sich genauso anstrengen wie an der Brust beim saugen, da kann man ihn vielleicht mit "umgewöhnen", oder du merkst, dass er doch gar keinen Hunger hat, sondern dass das trinken nur so "bequem" war und er deshalb noch so weggezoscht hat. Angebot und nachfrage regeln die Milchmenge, deshalb immer Anlegen! Keine Flaschenmilch. Hast du ein Tragetuch? Wenn dein kleiner nach dem stillen noch quengelt, pack ihn da rein. Ich wünsche dir viel Glück!


Bo

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Antwort auf Beitrag von Mel+3

Tragetuch hab ich und die Calma Sauger auch - damit fütter ich immer die abgepumpte Milch... Er stellt sich auch recht schnell darauf ein - daher will ich das mit der Saugverwirrung gar nicht glauben :-/ Ich werde aber die Tipps mal tagsüber versuchen... Hab ihm heute Abend nur die Brust gegeben u danach sein quengeln ausgehalten bzw im Arm gewiegt und er schlief ein. Denke mal das würde er nicht wenn er noch wirklich Hunger gehabt hätte...